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Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum, bin so fertig

C<lonEdyke


Glaub' mir Alias, was uns nicht umbringt, macht uns stark---> stimmt schon!

Alias 706397


@ Sunflower_73

Gebt die Zuversicht nicht auf! Immerhin gibt es Momente, die sie rechtfertigen.

Ich danke dir und ja, ich gebe nicht auf. Es ist nur so schwierig, wenn man so allein damit ist. Der Onkel leckt seine eigenen Wunden und meine Freundin bangt um ihren Vater, der gerade operiert wird. Da belaste ich sie nicht mit meinen Problemen. Die ander Freundin hört mir schon ab und an mal zu. Aber eigentlich ist man immer allein mit solchen schweren Dingen.

@ danae87

Aber nochmal auf die Situation da so und du musst auch nicht antworten, nur für dich als Überlegung: Kann es sein, das dein Sohn so reagiert wenn er sich hilflos fühlt?

Klar ist das eine Möglichkeit. Aber es nutzt eben nichts, weiter zu forschen, jetzt muss gehandelt werden, um meinen Sohn wieder auf den rechten Weg zu bekommen.

@ kleiner_drachenstern

Liebe TE, ich finde du machst das alles schon richtig für euch! Und wie gesagt, dein Sohn ist erst 8, da besteht so viel Hoffnung, auch wenn es erst mal eine Trennung impliziert :)* .

Danke, das macht mir Mut und ich werde niemals die Hoffnung aufgeben. Niemals!

Du brauchst dringend jemand, mit dem du reden kannst und der das alles auch versteht und dir gute Tipps geben kann auch in Hinsicht auf Schuld etc. Wichtig ist auch, dass du siehst, dass du nicht alleine bist mit deinen Problemen.

Oh ja, das brauche ich auf jeden Fall. Mal sehen, ob ich so eine Selbsthilfegruppe in meiner Nähe finde. Vielleicht fühle ich mich dann auch nicht mehr so alleine. :°( Meine Therapie endet nun leider auch. In 2 Wochen findet die letzte Sitzung statt und somit fällt ein wichtiger Teil meines momentanen Lebens auch wieder weg. Diese Sitzungen waren sehr wichtig für mich.

k:lein;er_pdrache4nstern


In 2 Wochen findet die letzte Sitzung statt und somit fällt ein wichtiger Teil meines momentanen Lebens auch wieder weg. Diese Sitzungen waren sehr wichtig für mich.

Alias 706397

Oh, das tut mir leid.

Meinst du nicht du kannst eine Verlängerung erwirken, gerade jetzt wo sich so viel in deinem Leben wieder ändert?

Alias 706397


Leider war das schon eine Verlängerung und wenn das jetzt wegfällt, werde ich mich noch alleiner fühlen. Also muss ich was tun und weniger Trübsal blasen.

Beim Onkel kann ich im Moment auch nichts lassen. Ich weiß auch nicht, woher diese negativen Gefühle plötzlich kommen. Nein, eigentlich sind sie gar nicht plötzlich gekommen, sondern nagen schon länger an mir.

d~anaeS8x7


kleiner_Drachenstern

Wenn das nur eine akut-Mediaktion ist sehe ich es genau wie du. Und nein, alleine die Umwelt ist es sicher nicht, ist es ja bei mir auch nicht, aber die Umwelt hat einen Einfluß darauf und das wichtigste: ich habe Möglichkeiten Einfluß zu nehmen, Blickwinkel zuwechseln und soweiter.

Ja, man ist als achtjähriger verhältnismäßig oft ausgeliefert und hilflos, aber wenn das ein Trigger sein sollte wäre es sehr sinnvoll zusammen ein Kommunikationsmuster zu entwickeln das dies Gefühl so klein als möglich hält. Es macht einen großen UNterschied ob man einfach "Nein" sagt oder erklärt und Erklärungen scheint der Junge zugänglich zu sein und manchmal hilft es auch genau zu gucken wo man neue Wege gehen kann.

Alias

Das war auch nur so als Anstoß gemeint, so wenn man ihn allgemein beobachtet. Akut wird ja nun etwas getan und so auf begrenzte Zeit finde ich das gut, aber es hindert einen ja niemand nebenbei Beobachtungen zu machen.

Such dir unbedingt Hilfe, eine Gruppe zum Reden. Hier gibt es eine Organisation die sich um Kinder psychisch kranker Eltern kümmern und eben auch eine umgekehrte Gruppe haben. Die machen auch Sachen mit den ganzen Familien, was wichtig ist für die Eltern, die Kinder die erleben nicht alleine anders zu sein und die Geschwister die sehen das es noch andere Kinder in ihrer Situation gibt, denn für die ist sowas ja auch nicht einfach abzufrühstücken.

Manchmal ist das Leben sehr sehr schwer, es ist keine Schande soviel wie möglich auf anderen Schultern mitzuverteilen. In dem Zusammenhang finde ich es wahnsinnig wichtig das du dem Inkel klar machst das dugerade keine Kraft für ihn und seine Bedürfnisse übrig hast und alles für deine anderen aufgaben und Baustellen brauchst. Er ist erwachsen, er kann sich selbst Hilfe suchen und wenn er deinem Sohn ein guter Onkel sein will, wenn er ihn wirklich liebt, dann sollte er tunlichst in die Gänge kommen.

kcleine3r_dracZhens^tern


@ Alias:

Schau mal, da müsstest du Selbshilfegruppen und andere Informationen finden, die dir evtl. behilflich sein können, falls du das noch nicht kennst:

[[http://www.psychiatrie.de/bapk/seelefon/]]

[[http://www.psychiatrie.de/bapk/rat/]]

lhilox77


Hallo!

Das nicht direkt. Aber er hat halt (unbewusst) immer gern alles an sich gerissen, wenn es um meinen Sohn ging. Und ich musste mich da schon behaupten als Mutter.

Ich nehme an, der Onkel ist dein Bruder? Entweder ich habe die Antwort darauf überlesen, oder es wurde noch nicht genannt. (?) Wie war eure Beziehung davor, also bevor der Junge "zwischen euch trat"?

IBceLadxy_50


Ich halte es auch für essentiell, dass Du gut bzw. noch besser auf Dich achtest. Es nutzt niemandem etwas, wenn Du zusammenbrichst.

Wenn die Therapie seitens der Kasse nicht mehr bezahlt wird, kann man die Therapeuten auch fragen, ob sie für einen Grundsatz für Privatpatienten arbeiten würden. Dann könntest Du ggf. wenigstens alle 14 Tage eine Stunde nehmen.

Die genannten Anlaufstellen halte ich auch für wichtig, denn dort wirst Du sicherlich verstanden werden - den meisten geht es ja ähnlich, wie Dir sicher. Wer im Thema ist, hat auch vielleicht noch andere Tipps für Dich bereit.

Denn Freunde etc. sind bei allem Verständnis sicher bald an den Toleranzgrenzen angekommen, wenn das Thema noch länger besteht.

Soun(fl$ower_x73


Welches Therapieverfahren, wie viele Sitzungen? Man kann auch über eine erste Verlängerung hinaus Therapie machen. Und die Höchstgrenzen sind eh nicht in Stein gemeißelt. Es wurde gerade erst ein aktuelles Gerichtsurteil gefällt, nachdem "Therapie lebenslänglich2 möglich ist. Einzelfallentscheidung. Es muss nicht unbedingt Besserung stattfinden, sondern ggf. nur Verschlechterung verhindert werden. Deine Lebenssituation rechtfertigt das auf jeden Fall.

Und:

Bei einem Verfahrenswechsel kann man nahtlos weiter Therapie machen (also von VT auf Tiefenpsychologie wechseln etc.). Und man kann auch nach Ablauf der bewilligten Sitzungen über die sog. Gesprächsziffern 15 Einheiten à 10 minuten im Quartal genehmigungsfrei absolvieren (also 3x59 Minuten, d.h. 1 Temrin pro Monat. Besser als nix). Die werden nicht so gerne abgerechnet, da man als Therapeut deutlich weniger verdient als ein einer regulären Sitzung, aber andererseits kann man so gut Lücken i Terminplan stopfen...

Rede mit Deinem Therapeuten. Ob eine Verlängerung möglich ist. Inwiefern er/sie da auch zum Argumentieren und schreiben bereit ist. Ob Gesprchsziffern eine Option sein können. Oder ob da jemand nicht verlängern will, weil er als Therapeut auch keine Ideen mehr hat und das Auslaufen der bewilligten Sitzungen eine willkommene Option ist, einfach nicht weiterzumachen.

Möglichkeiten gibt es aber. Man muss leider ein wenig Mühe investieren.

Alias 706397


Vielen Dank, kleiner_drachenstern, für die links. @:)

Alias 706397


Ich werde das bei unserem letzten Gespräch anregen. Alles wäre besser, als die Therapie enden zu lassen. weil sie mir Kraft gibt und ein bisschen das Gefühl, nicht so alleine damit zu sein. Oder ich frage direkt bei der Krankenkassse nach, was die mir zu bieten haben. Wobei ich mir da nicht wirklich viel von erhoffe.

Aber es ist wirklich ganz lieb von euch, dass ihr euch Gedanken um mich macht. Danke schön. @:)

SAunflolwer=_73


Krankenkasse direkt bringt vermutlich eh nicht so viel. Die Sachbearbeiter entscheiden das mit de Sitzungsanzahl ja gar nicht, sonderin ein Gutachter, an den ein Bericht über Dich in anonymisierter Form geht.

I4ceELadjy_x50


Aber es ist wirklich ganz lieb von euch, dass ihr euch Gedanken um mich macht. Danke schön.

Ja nun, diese Geschichte geht einem doch ans Herz :)z

SBeven.dofx.Nine


Richtig geraten, es ist Risperdal! :)^

Das war nicht geraten - mein Sohn hat eine jahrelange Odyssee hinter sich, bis er endlich die richtige Diagnose und damit die passende Behandlung bekam und deshalb kenne ich mich mit der üblichen Medikation aus. Risperdal bekam er übrigens auch. ;-)

Er bekommt es jetzt seit Freitag. Und ja, es löst tatsächlich Unbehagen in mir aus. Aber es ist auch eine kleine Hoffnung für mich!

Der Gedanke, daß Kindern Antidepressiva verschrieben werden, löst wohl bei jedem von uns Unbehagen aus, denn es gibt nicht gerade wenige Fälle, wo gerade in Wohnheimen aus einer Bedarfsmedikation eine Dauermedikation wurde.

Weitehin finde ich die Idee, die Ausraster erst einmal medikamentös zu verhindern zu wollen nicht falsch, vor allem, weil es ja noch keine wirkliche Diagnose gibt @:), es sit zumindest eine Möglichkeit aus der Spirale auszusteigen!

:)^

So sehe ich das auch. Diese Mittel dürfen aber wirklich nur vorübergehend benutzt werden.

Die Vorgeschichte für dieses außerplanmäßige Gespräch in der Einrichtung war, dass mein Sohn nach einer guten Phase wieder in die Ausraster-Phase zurück verfallen ist und ganz deutlich in der Einrichtung gesagt hat, dass er nach Hause will und alles kaputt machen wird (er hat sein Zimmer und Teile der Gruppe zerstört) bis er wieder nach Hause kommt. Und dass dies der völlig falsche Weg ist, sollte jedem einleuchten. Also haben wir ein Krisengespräch geführt, welchem mein Sohn dann beigewohnt hat. Das war ein so tolles Gespräch und man hatte den Eindruck gewonnen, dass er etwas verstanden hatte. Doch es wurde leider dann so schlimm, dass er wieder in die Klinik musste. Und aus einer 24Stunden-Krisenintervention ein längerer Aufenthalt wurde.

Liebe Alias, gleichzeitig musst Du Dir aber immer vor Augen halten, daß Dein Sohn sein Verhalten möglicherweise gar nicht aus eigener Kraft stoppen kann, so sehr er das auch möchte. Nur mal als Beispiel: Jemand, der unter einer Schilddrüsenstörung leidet und auf Grund dessen fahrig und nervös ist, kann auch nicht einfach damit aufhören.

So, wie Du das Leistungsspektrum dieser Klinik beschrieben hast, sieht es schon danach aus, als ob man in mehreren Richtungen nach der Ursache suchen würde. Solltest Du jedoch auch nur den geringsten Zweifel haben, daß da noch etwas anderes sein könnte, bitte höre auf Dein Bauchgefühl und scheue Dich nicht, eine Zweitmeinung einzuholen.

Gleichzeitig habe ich schon erlebt, daß solche Kliniken für die Nöte der Mütter ein offenes Ohr haben. Magst Du vielleicht dort einmal nachfragen, ob es auch Hilfen für Dich gibt? Oft hat man dort die eine oder andere Adresse einer Selbsthilfegruppe oder ähliches parat. Allerdings habe ich selbst schon die Erfahrung gemacht, daß man nach allem, aber wirklich nach allem explizit selbst nachfragen muß, teilweise äußerst hartnäckig. :-(

mXond+sMtern)e


Aber es ist wirklich ganz lieb von euch, dass ihr euch Gedanken um mich macht. Danke schön. @:)

Ich mach mir Gedanken um Deinen Sohn. Bedeutet es auch, dass ich mir Gedanken um Dich mache?

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