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Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum, bin so fertig

Alias 706397


Natürlich gab es Konsequenzen. Deshalb schrieb ich ja, dass er diese in Kauf genommen hat. Sie haben ihn also quasie nicht abgeschreckt. Bis er in der Klinik einen Platz bekommen hat, verging noch mal eine lange Zeit. Die Wartelisten sind lang und ich habe dort immer wieder vorgesprochen, dass es immer schlimmer wird. Auch unter Einnahme des Medikamentes und ich nicht mehr kann. Ich war psychisch und körperlich so am Ende, dass ich kurz davor war, entweder ihn oder mich umzubringen. Die Einrichtung, in der er bis vor 3 Wochen noch gelebt hat, sind ja nun ebenfalls an ihre Grenzen gestoßen und konnten sich wahrscheinlich besonders in den letzten 1,5 Monaten vorstellen, was bei uns zuhause abging. Ergebnis: selbst Profis sind mit meinem Sohn überfordert und dieser Gedanke macht mich unendlich traurig. Und selbst eine Fachklinik weiß nicht so recht weiter und verwiesen an ein Therapiezentrum. Aber ich habe mir selbst versprochen, nur noch positiv zu denken. Und daher glaube ich ganz fest daran, dass die neue Gruppe mit dem vielversprechenden 1:1 Setting mehr bewegen kann und wir in die richtige Richtung gehen. Wie schon erwähnt: ein kleines Licht am Horizont. :)*

Ddie K^eltixn


Für mich wäre es schon eine Strafe, da ich nicht mehr zu Hause leben - und mich in einer Einrichtung anpassen - und an deren Regeln halten müsste. Außerdem wird man ständig bevormundet und ist eben nicht mehr frei. Alias erzählt ja selber, dass man dort täglich gewisse Essensmengen zu sich nehmen muss, dass es bestimmte Essenszeiten gibt, dass die dort keinen PC haben dürfen usw. Das wäre nichts für mich.

Aber ich verstehe, dass es hier nicht anders ging und bin davon überzeugt, dass Alias die richtige Entscheidung getroffen hat. Und es kann eine Hilfe für alle Beteiligten sein, wenn es gut funktioniert.

Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt! :)*

AOl1iceim|Wondexrland


Ich bin fertig mit den Nerven

Das Mutter-Dasein (so schön es insgesamt ist) kann einen doch auch an die Grenzen der Belastbarkeit bringen (wenn einige Umstände dauerhaft widrig sind).

Ich finde, Du solltest schauen (einfach gesagt, ich weiß), dass Du wieder Energie tanken kannst, damit es Dir wieder gut geht und Du zu Kräften kommst. Denn die Erziehungsphase kann u. U. sehr kräftezehrend für eine Mutter sein. Es dreht sich alles um das Kind (die Kinder) man will das Beste, zerbricht sich den Kopf wie man das erreicht, denkt nur an die Kinder und nicht an sich...kann an seine Grenzen kommen. - Insofern ist es gut, dass Dein Kleiner z. Z. in einer Kleingruppe betreut wird.

AjlicaeinmWo=ndermland


Gibt es irgendetwas mit dem Dein Sohn sich gerne beschäftigt? Liebt er Puzzles, oder irgendwas anderes?

Was hat es mit dem Lerncomputer auf sich?

mlond+nsterne


Ergebnis: selbst Profis sind mit meinem Sohn überfordert und dieser Gedanke macht mich unendlich traurig.

:)_

@ Die Keltin

Für mich wäre es schon eine Strafe, da ich nicht mehr zu Hause leben - und mich in einer Einrichtung anpassen - und an deren Regeln halten müsste. Außerdem wird man ständig bevormundet und ist eben nicht mehr frei.

So ist es.

@ Chance007

Selbstverständlich ist die Unterbringung in einem Therapiezentrum die Konsequenz für sein Handeln.

Die Zusammenhänge sind aus der Sicht des Kindes jedoch viel zu komplex, um es als logische Konsequenz seines Handelns zu begreifen. Deshalb wird es von dem betroffenen Kind höchstwahrscheinlich als Strafe empfunden.

Am besten ist es, wenn auch das Kind es als Hilfe erkennen kann und nicht als Strafe begreift.

Das kann das Kind bestenfalls als Erwachsener, wenn er feststellt, dass aus ihm mit Hilfe der therapeutischen Maßnahmen ein halbwegs normaler Mensch geworden ist.

Immerhin sind auch Ärzte und betreuende Therapeuten auf Kooperationswillen angewiesen. :)z

Therapieeinsicht wie von einem Erwachsenen kann man von einem Kind nicht erwarten. Dafür müsste es begreifen, dass es die Anforderungen, die man an Kinder in seinem Alter stellt, nicht erfüllen kann.

Der Sohn wird notgedrungen kooperieren, wenn er die Einsicht hat, dass er gegen die Erwachsenen keine Chance hat. So weit ist der Sohn anscheinend noch nicht.

Alias 706397


Alias erzählt ja selber, dass man dort täglich gewisse Essensmengen zu sich nehmen muss, dass es bestimmte Essenszeiten gibt, dass die dort keinen PC haben dürfen usw. Das wäre nichts für mich.

Ja, aber das gilt nur für die Klinik. In der eigentlichen Einrichtung läuft das anders. Und ich bin sehr gespannt, wie es in der neuen laufen wird. Am 14.07. ist dort sein Einzug.

C;hanCce0x07


@ mond+sterne

Selbstverständlich ist die Unterbringung in einem Therapiezentrum die Konsequenz für sein Handeln.

Nicht zwingend aus Sicht des Kindes. Das habe ich geschrieben. Das hast Du direkt nach dieser Aussage ebenso beschrieben. Ich kann nicht erkennen, was Du mir damit sagen willst.

Am besten ist es, wenn auch das Kind es als Hilfe erkennen kann und nicht als Strafe begreift.

Das kann das Kind bestenfalls als Erwachsener

Interessant, dass Du das mit solcher Gewissheit sagen kannst. Ich sehe das anders. Ein Kind kann sehr wohl ein und denselben Sachverhalt als Strafe oder als Hilfe begreifen. Das heißt doch nicht, dass es den tieferen Sinn dahinter schon erfassen können muss. Und wie etwas wahrgenommen wird hängt maßgeblich davon ab, wie alle erwachsenen Beteiligten in der Lage sind, es zu vermitteln. Verbal wie nonverbal.

Therapieeinsicht wie von einem Erwachsenen kann man von einem Kind nicht erwarten.

Ich schrieb nichts von Therapieeinsicht. Meine Wortwahl war: Kooperationswille. Kommt von 'wollen' und bezog sich auf Freiwilligkeit.

Ich werde mich aber nun nicht weiter dazu äußern, denn ich bin die Diskussionen mit Dir leid, finde sie ermüdend, und sie tragen zum Sachverhalt selbst überhaupt nichts Hilfreiches bei. *:)

Alias 706397


Gibt es irgendetwas mit dem Dein Sohn sich gerne beschäftigt? Liebt er Puzzles, oder irgendwas anderes?

Was hat es mit dem Lerncomputer auf sich?

Ja, er liebt Puzzle, aber dafür benötigt man Ruhe und Konzentration. Manchmal gelingt es ihm und oft eben nicht.

Der Lerncomputer ist ein Spielzeug, das er schon seit Jahren besitzt. War ein Weihnachtsgeschenk und wir haben oft damit zusammen gespielt. Natürlich hat er sich auch damit alleine beschäftigt, aber zu zweit hat es ihm mehr Spaß gemacht. :)_

Alias 706397


Der Sohn wird notgedrungen kooperieren, wenn er die Einsicht hat, dass er gegen die Erwachsenen keine Chance hat. So weit ist der Sohn anscheinend noch nicht.

warum kommt vieles, was du schreibst, irgendwie negativ bei mir an? Ist das nur meine Wahrnehmung? ":/

dgana@e87


Alias

Ich kann es dir vielleicht ein wenig nachfühlen. War mit meiner Tochter auch schon bei der Erziehungsberatung weil hier nichts mehr vor und zurück ging. Meine Große hat vor einiger Zeit die Türzarge mit der Tür aus der Wand gerissen weil sie so wütend war und die ist vier. Darf ich wissen wie die Konsequenzen aussahen?

m|ondF+ste?rne


warum kommt vieles, was du schreibst, irgendwie negativ bei mir an? Ist das nur meine Wahrnehmung?

Nein. Für Deinen Sohn ist es nicht schön, und ich schreibe es auch so. Ich finde es wenig sinnvoll, die ganze Situation schönzureden.

Ich bin dabei in einem Dilemma, weil Du am Ende Deiner Nerven bist. Du brauchst ganz viel Entlastung. Dir täte es sicherlich gut, wenn endlich alles gut wäre. Dessen bin ich mir durchaus bewusst.

Nur leider ist es nicht so. Für Dich ist es nur schwer zu ertragen, weil es Dir das Herz herausreißt.

Das was Du zitiert hast, war übrigens an Chance007 gerichtet. Wenn es Dir zu heavy ist, kannst Du einfach alles überlesen, was nicht an Dich gerichtet ist.

An Dich gerichtet, schreibe ich Denkanregungen, und ich versuche Dich in den Dingen zu unterstützen, die ich für gut und richtig halte.

A4licei4mWond,erlanxd


Klasse, dass er gerne Puzzled. Ich glaube, das würde ich fördern.

Ist das nur meine Wahrnehmung? ":/

Vielleicht passt mancher Kommentar nicht zum dargestellten Sachverhalt.

Der Sohn wird notgedrungen kooperieren, wenn er die Einsicht hat, dass er gegen die Erwachsenen keine Chance hat.

:-/

notgedrungen kooperieren?

Wir reden hier über einen Achjährigen!! Mit dieser Aussage unterstellt man ihm ja fast Böswilligkeit. Wir kennen aber die Ursache seines Verhaltens nicht. Soviel ich weiß gibt es noch keine Diagnose.

wenn er die Einsicht hat, dass er gegen die Erwachsenen keine Chance hat.

:-/ Kinder sind natürlich dem Wohlwollen der Erwachsenen ausgeliefert, weil sie klein und schwach sind und sie haben real keine Chance gegen Stärkere. Aber diesen Vorteil sollten die Erwachsenen stets nur zum Wohle des Kindes einsetzen.

Wenn die Auslöser für das hin und wieder auftretende zerstörerische Verhalten des Kleinen gefunden wurden, kann man gezielt dagegensteuern. Insofern ist es gut, dass er jetzt in einer anderen Umgebung ist. Ich hoffe sehr, dass die Ursache möglichst schnell gefunden wird. Und ich hoffe sehr, dass Du (A7) Dich in der Zwischenzeit erholen kannst. Das ist ganz wichtig! @:)

LEichtAvmHorixzont


@ mond+sterne

Kann es sein, dass Du eigene Empfindungen, die Du als Kind hättest (oder mal hattest?!) in das Kind der TE projizierst?

Ich finde auch, was Du schreibst, klingt negativ. Als würde es sich um einen Kampf gegen das Kind handeln, als sei das Ziel, das Kind nach den eigenen Wünschen zu formen und seinen Willen zu brechen.

Das ist mit Sicherheit nicht das Ziel der TE.

Alias 706397


Nein. Für Deinen Sohn ist es nicht schön, und ich schreibe es auch so. Ich finde es wenig sinnvoll, die ganze Situation schönzureden.

Ich möchte weder das eine, noch das andere. Da gibt es weder etwas "schön zu reden", noch etwas schlecht zu reden. Lass es doch bitte einfach, darum möchte ich dich bitten. Weil es einfach nicht hilfreich ist und das war auch sicher nicht meine Intention für diesen Faden.

@ AliceimWonderland

Kinder sind natürlich dem Wohlwollen der Erwachsenen ausgeliefert, weil sie klein und schwach sind und sie haben real keine Chance gegen Stärkere. Aber diesen Vorteil sollten die Erwachsenen stets nur zum Wohle des Kindes einsetzen.

Ganz genau. Und es geht einzig und allein darum, ihm und somit auch uns zu helfen, dass wir in möglichst naher Zukunft wieder zusammen leben können. Aber ohne diese Hilfe geht es nicht. Das ist positiv für meinen Sohn. Das muss man nicht negativ sehen. Dass er das im Moment anders empfindet, verstehe ich voll und ganz. Aber ich darf nicht aufgeben, denn das hieße es, wenn ich seinem Wunsch nachgeben und ihn wieder heim holen würde. Das wäre grundfalsch.

A1liczeimWo/nde{rlaSnxd


dass wir in möglichst naher Zukunft wieder zusammen leben können.

Exakt das sehe ich auch als Ziel.

Dass sowohl Du instinktiv nicht möchtest, dass er sich von Dir entfernt und er genau dasselbe will, nämlich bei Dir sein, ist ein gesunder Instinkt bei Euch beiden. Aber weil jetzt einiges aus dem Ruder zu laufen droht, bietet eine räumliche (zeitlich begrenzte) Zäsur eine sehr gute Möglichkeit, dass jeder von Euch beiden sich wieder ordnet, sodass es dann wieder zusammen gut funktionieren kann.

Ich werte Deine Traurigkeit: "Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum. Bin so fertig..." als positive Aussage. Du möchtest eine Trennung nicht (ganz natürliches und sinnvolles Verhalten), er möchte es auch nicht (ganz natürliches und sinnvolles Verhalten). Aber genau diese Zäsur bietet hoffentlich eine gute Chance für eine bessere gemeinsame Zukunft.

Erhole Dich gut. @:) :)* Lass die anderen jetzt machen (Aber so ein Auge darauf hast Du ja glücklicherweise trotzdem, Du siehst ja sofort, wenn zwei Mitarbeiter dort nicht so ganz ... na ja... sind) Hoffentlich klärt sich bald alles und wird gut. Das mit der Kindererziehung ist eben manchmal nicht so einfach.

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