» »

Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum, bin so fertig

Alias 706397


Das hast du sehr richtig erkannt, AliceimWonderland. Ich danke dir sehr für deine Worte. @:)

m,oondx+sternxe


Lass es doch bitte einfach, darum möchte ich dich bitten.

ok.

@ LichtAmHorizont AliceimWonderland

Ich bin per PN auf Eure Beiträge eingegangen.

@ Chance007

Ich möchte da nicht weiter drauf eingehen.

I~ndiv_idualixst


@ Alias

Mir sind beim Lesen einige Gedanken gekommen, die zwar ein wenig "neben" dem aktuellen Diskussionsfluss liegen, auch leider etwas lang geworden sind, die ich dir aber dennoch nicht vorenthalten möchte. Magst du ein Stück mitgehen?


Ich glaube, dass er unter Zwängen leidet.

Es ist ganz schwer, seine Muster zu durchbrechen.

Ich habe alles durchprobiert. Ignorieren, ins Zimmer schicken, reden (was, wie ihr ja wißt, sehr schwierig mit ihm ist) und auch mit Konsequenzen gedroht. Aber selbst die hat mein Sohn in Kauf genommen.

Diese beispielhaft herausgegriffenen Sätze scheinen mir sinnbildhaft für eine Haltung zu stehen, die

- deinem Sohn en passant eine "Diagnose" anheftet, deren Zweck eher Entlastung für dich als Hilfe für ihn oder tatsächlicher Erkenntnisgewinn zu sein scheint (erstes Zitat),

- in "invasiven" Kategorien denkt (zweites Zitat),

- deinen Sohn zum Gegenstand von "Versuchen" macht, die keine einheitliche Line, sondern nur Konzept- und Ratlosigkeit erkennen lassen (drittes Zitat).


Wenn ich all das Ganze, wofür dies nur Beispiele sein sollen, auf mich wirken lasse, finde ich bedrückend, wie sehr dein Sohn in seiner Welt praktisch dauernd und durchgängig irgendwo Objekt ist! Wo bleibt er als Mensch? Und: Er steht als alleiniger Problemträger da, während seine Umgebung, der du dich stillschweigend auch zurechnest, sich auf der Seite von Gesundheit und Normalität wähnt. Nun, Letzteres ist natürlich trotz meiner überspitzten Ausdrucksweise völlig legitim; für diese Rollenzuschreibung spricht ja auch einiges: würde sie nicht auch von Fachleuten geteilt, wäre dein Sohn nicht zur Behandlung in entsprechenden Einrichtungen. Die sozusagen "offizielle" Einstufung als Problemträger ist nun mal der Preis dafür, dass dein Sohn in unserem psychosozialen Versorgungssystem Hilfe bekommt, auch wenn sie leider etwas sehr Stigmatisierendes hat.

Nun bist du aber nicht Vertreterin dieses Systems, sondern seine Mutter. Als solche ist deine Aufgabe eine ganz andere. Du bist nicht genötigt, dem offiziellen Paradigma zu folgen und aus der Position des Gesunden heraus auf deinen Sohn als "Patienten" und "Problemfall" herabzublicken - oder gar irgendwas bei ihm "durchbrechen" zu wollen. Du kannst ihm auch einfach menschlich begegnen, auf Augenhöhe, von Person zu Person, mit Neugier und Interesse statt mit Absichten. Ihn als eigenständiges Subjekt wahrnehmen. DAS braucht dein Sohn von dir - für alles andere sind die Fachleute da.

Das soll keine Vorhaltung sein, sondern das Werben für eine andere Perspektive. Albert Einstein sagte: "die Theorie bestimmt, was wir beobachten können". Eine andere Theorie, ein anderer Denkansatz, sprich: ein anderes Paradigma, kann zu anderen Beobachtungen, Erkenntnissen, Ergebnissen führen.


Dazu ein kleiner Exkurs, der zugleich eine Metapher sein soll. Es erscheint uns heute selbstverständlich, dass die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt. Aber es gab Zeiten in der Menschheitsgeschichte, da setzte man sich mit so einer Behauptung der Gefahr aus, auf dem Scheiterhaufen zu enden. Weil es insbesondere für religiöse Machthaber unerträglich schien, ihren Wirkbereich plötzlich auf einen unter vielen peripheren Planeten eingeschränkt zu sehen, also quasi aus dem bis dato beanspruchten Zentrum verbannt zu werden. Sie sahen dadurch ihren als gottgegeben legitimierten Herrschaftsanspruch in Gefahr. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, wurden Vertreter der "neuen" Theorie als Ketzer verfolgt.

Rein sachlich jedoch hatte das neue Weltbild sehr viel für sich: es machte alles viel einfacher, "rationaler" und leichter erklärbar. Zum Beispiel wurden die Planetenbahnen, die bei Annahme einer Zentralposition der Erde einen höchst komplizierten und nur mit abstrusen Hilfskonstrukten erklärbaren Verlauf hatten, plötzlich als simple Kreis- bzw. Ellipsenbahnen um die Sonne beschreibbar und ganz einfach berechenbar. Plötzlich fügte sich alles - als hätte man vorher den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen. Schließlich setzte sich die neue Erkenntnis gegen alle Widerstände durch. Aber das zog sich, weil man sich erst arrangieren musste mit der schmerzlichen Erkenntnis, von Gott eben doch nicht für eine bevorzugte zentrale Position ausersehen zu sein, wie man gern geglaubt hätte. Sigmund Freund nannte das die erste der drei großen narzisstischen Kränkungen der Menschheit.


Und damit zurück zum Thema: Was, wenn das bizarre und destruktive Verhalten deines Sohnes auch gewissermaßen Planetenbahnen sind, die nur aufgrund einer unpassenden Theorie unnötig kompliziert und kaum entschlüsselbar erscheinen? Könnte auch hier ein Paradigmenwechsel helfen, die Dinge einfacher und klarer zu sehen? Ich glaube ja - ganz im Sinne des Einsteinschen Satzes, dass eine andere Theorie auch andere Beobachtungen und Ergebnisse ermögliche.

Ich hätte da eine bestechend einfache, bodenständige Alternativ-Theorie, die das Verhalten deines Sohns meines Erachtens mindestens ebenso gut erklären kann, aber gänzlich ohne psychopathologische Zuschreibungen wie "Zwänge" usw. auskommt, ja überhaupt ganz ohne Stigmatisierung. Meine "Theorie" geht so: In allem, was ich zur Interaktion mit deinem Sohn und zur Erfolglosigkeit all deiner Bemühungen lesen kann, erkenne ich vor allem eins: den Inbegriff scheiternder Kommunikation. Das scheint mir die elementarste Essenz dessen, was ich sehen kann. Warum das so ist, weiß ich (noch) nicht, aber die Tatsache an sich liegt so offenkundig auf der Hand, dass man es wie den Wald vor lauter Bäumen glatt übersehen könnte. Und doch ist es in meinen Augen der entscheidende Knackpunkt.

Nun stelle man sich vor, was scheiternde Kommunikation, wenn es mehr als nur ein punktuelles Missverständnis ist, mit Menschen machen kann. Stell dir zum Beispiel vor, jemand wird zu Unrecht eines Mordes angeklagt und muss sich gegen absurde Unterstellungen zur Wehr zu setzen, aber niemand glaubt ihm. Oder einer Mutter wird wegen angeblicher Kindeswohlgefährdung zu Unrecht ihr Kind weggenommen, und alles, was sie verzweifelt unternimmt, um das Bild geradezurücken und ihr Kind wiederzubekommen, wird nur als zusätzlicher "Beweis" gewertet, dass ihr die seelische Stabilität fehle, um Verantwortung für ein Kind zu tragen. (Sowas kann tragischerweise zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden!!!) Oder denk an so einen Fall wie Gustl Mollath. Das sind alles Beispiele dafür, dass notorisch scheiternde Kommunikation zum Albtraum, ja zur Folter werden kann. Die damit verbundene ohnmächtige Wut, Verzweiflung, Traumatisierung beim "unterlegenen" Teil kann selbst bei völlig gesunden Personen zu dramatischen klinischen Symptomen führen, die von denen einer echten, angestammten pathologischen Störung nicht zu unterscheiden sind. Aber die "Störung" ist in diesem Fall gar nicht die Ursache der sichtbaren Probleme, sondern vielmehr deren Ergebnis!

Zu gescheiterter Kommunikation gehören immer (mindestens) zwei, auch wenn manifeste Symptome meist nur bei einem auftreten, so als seien sie stellvertretend an ihn "deligiert" worden. Vorliegend ist dein Sohn der "unterlegene" Teil und Symptomträger, denn er ist, ungeachtet seines manchmal scheinbar "starken" Auftretens, das schwächste Glied in der ganzen Maschinerie um ihn herum, die ja nur sein Bestes will - aber ihm indirekt auch immer wieder seine Unzulänglichkeit und Unterlegenheit vor Augen führt. Wie mag er sich da fühlen? Diese Frage scheint bei allen deinen Überlegungen eine erstaunlich geringe Rolle zu spielen.

Die Hypothese einer immer wieder scheiternden Kommunikation und der daraus resultierenden ohnmächtigen Verzweiflung scheint mir völlig ausreichend, um die Verhaltensauswüchse deines Sohnes nachvollziehbar zu erklären. Sie hat den Vorteil, neutraler und für deinen Sohn entlastender zu sein. Sie sieht die Wurzel des Problems zwischen den Beteiligten, anstatt es einem allein "anzulasten". Das scheint nicht nur realitätsnäher, es ist dadurch auch auf mehrere Schultern verteilt und potenziell leichter zu tragen. Und schließlich hat eine solche These den weiteren Vorteil, sich gar nicht mit unproduktiven Schuldfragen aufzuhalten. Scheiternde Kommunikation entsteht ja nicht aus Absicht, sondern ist das Ergebnis einer unglücklichen Entwicklung, weswegen es bei den Beteiligten allenfalls um anteilige Mitverantwortung gehen kann, aber für Schuldfragen ist da kein Raum.


Alias, ich hoffe, du magst dem wenigstens mal probeweise folgen. Falls du versteckte Vorwürfe herausliest, lies es bitte nochmal. Ich spreche nicht gegen dich, sondern für deinen Sohn.

Konkret mitgeben möchte ich dir Folgendes: Hör auf, deinen Sohn verändern zu wollen - das ist Aufgabe der Fachleute. Versuche ihn lieber vorbehaltlos zu verstehen und dich auf ihn als Menschen einzulassen. Versuche auch nicht, bei euren Treffen möglicht "heile Welt" zu zelebrieren, als bräuchtest du etwas Bestätigendes, woran du dich selbst festhalten kannst. Dein Sohn ist zu schwach, zu desintegriert, um dir Halt zu geben, und das sollte auch wahrlich nicht seine Aufgabe sein. Nutze die Treffen lieber als Chance, "ergebnisoffen" und mit absichtsloser Neugier dem Menschen zu begegnen, der er wirklich ist.

Und wenn du unbedingt etwas verändern willst, dann versuche forschend und ohne Schuldgefühle dem nachzuspüren, was dein Anteil an der so oft scheiternden Kommunikation sein könnte. Denn das ist der Teil, auf den du potenziell wirklich Einfluss hast, wo es also reale Erfolgsaussichten gibt.

I8ndiIvidLu~alhixst


Upps...

Sigmund Freud natürlich. Ohne "n".

Alias 706397


@ Individualist

Wenn du glaubst, ich hätte mir nie die Schuldfrage gestellt und nach meinem Anteil der Situation gesucht, dann irrst du. Ich habe unendlich viele Fehler gemacht. Aus Machtlosigkeit, Hilflosigkeit und vor allem aus Erschöpfung.

In den Elterngesprächen und den sog. Hilfeplangesprächen ist so oft von Schuld gesprochen worden. Doch diesen Zahn haben mir die Fachleute in der Einrichtung (nicht in der Klinik) sachte gezogen und mir anhand eines Beispiels erklärt, dass es manchmal zwischen Kind und Mutter/Vater nicht passt. Dass dafür weder die Schuld bei mir, noch bei meinem Sohn liegt. Und dass ich das akzeptieren soll.

Wem hilft die Frage nach Schuld? Jetzt gilt nur noch, es besser zu machen.

Heile Welt spiele ich ihm nicht vor. Wie sollte das auch gehen? In den 2 Stunden, die wir maximal alle 2 Wochen hatten. Nein, die haben wir bis zum erneuten Klinikaufenthalt immer sehr gut nutzen können. Wir haben viel gespielt, geredet, manchmal gekuschelt, uns geherzt (wenn er es zulassen konnte), Puzzle gemacht usw. Heile Welt haben wir schon lange nicht mehr. Da gibt es nichts vorzuspielen.

Ich war immer ehrlich zu ihm und habe gesagt, wie es ist. Das ist immer von der Einrichtung verlangt worden und das finde ich auch richtig. Heile Welt? Ich wäre überglücklich, wenn unsere kleine Welt wieder heile wäre.

Meine Fehler sind klar, Individualist. Was ich falsch gemacht habe, weiß ich genau. Leider. Lieber würde ich es verdrängen, weil es so furchtbar wehtut und ich mich manchmal dafür hasse. Ich selbst habe auch eine Vergangenheit und leide unter einer Angststörung. Aber das hat die Klinik viel zu wenig durchleuchtet. Vielmehr haben sie nur danach gefragt, wie sich das äußert und ob mein Sohn eine Panikattacke mitbekommen hat. Leider hat man keinen Knopf zum Ausschalten einer solchen und deshalb wird er ganz sicher auch meine Angst gespürt haben.

Es war ein Teufelskreis entstanden, aus dem keiner von uns beiden ohne fremde Hilfe mehr ausbrechen konnte. Jetzt haben wir die Hilfe und ich bin darüber mehr als froh. Vielleicht ist meine Nähe auch gar nicht gut für ihn? Vielleicht mache ich ihn so aggressiv? Vielleicht war er viel zu oft beim Onkel? Fragen über Fragen.

Ich weiß nur, dass sein auffälliges Verhalten bereits im Kleinkindalter begonnen hat und ich glaube, dass er die Anlagen dafür schon bei der Geburt in sich hatte. Und so kam eines zum anderen.

Das alles macht mir schwer zu schaffen, deshalb breche ich hier erst mal meinen Beitrag ab.

S)ho[jo


Alias, lies Individualists Beitrag vielleicht irgendwann noch mal mit ein bisschen mehr Ruhe. Genau die leidige Schuldfrage stellt er ja nicht.

LpichtA%mHoSrizxont


Vielleicht ist meine Nähe auch gar nicht gut für ihn?

Dieser Satz stimmt mich nachdenklich. Und erinnert mich daran, dass ich mir als Kind die Freiheit oft in Form von Befreiung von meinen Eltern vorgestellt habe… nicht ersatzlos, versteht sich, es gab schon Erwachsene in meiner Umgebung, die ich sofort als Eltern akzeptiert hätte. Meine Eltern bedeuteten Gefangenschaft für mich.

Mich würde es als Mutter (ich bin keine, habe nur einen Neffen, allerdings noch ein Baby) wahrscheinlich Tag und Nacht umtreiben herauszufinden, was genau dem Jungen eigentlich fehlt. Nicht im Sinn von Krankheit, sondern: Wonach sehnt er sich und bekommt es partout nicht?

mZond+}sternxe


Vielleicht ist meine Nähe auch gar nicht gut für ihn?

Ich erlaube mir mal, diese Frage zu beantworten. Meine Antwort ist ganz einfach. Sie umzusetzen ist zumindest schwer, wenn nicht unmöglich. Wenn Du mir also vorwerfen wirfst, ich hätte leicht reden, hast Du völlig Recht.

Es ist Eure Aufgabe, also die Deines Sohnes und Deiner selbst, herauszufinden, wieviel Nähe Euch gut tut, und wieviel Distanz ihr braucht. Vornehmlich ist es die Aufgabe Deines Sohnes, weil er lernen muss, eine Beziehung zu gestalten. Er braucht Dich dabei "nur" als Gegenüber.

Der Wunsch Deines Sohnes nach großer Nähe zu Dir (der sich darin äußert, dass er wieder nach Hause möchte) beruht auf einem idealisierten Mutterbild. Wenn ihm klar wäre, wie fertig Du bist, wäre es für ihn sicherlich einfacher, sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass er in einer therapeutischen Einrichtung gar nicht so verkehrt ist.

Ich halte es jedoch für reichlich illusorisch, dass er zu dieser Einsicht kommt. Denn für ihn bist Du eine große, starke, erwachsene Frau, die einem kleinen Jungen Schutz und Sicherheit geben kann. Der Gedanke, dass auch Du nur ein Mensch bist, der manchmal fertig mit den Nerven ist, liegt ihm noch sehr, sehr fern.

Jetzt fragen vielleicht wieder einige, woher ich das alles weiß. Ich weiß gar nichts. Ich habe einfach nur meine Antwort auf Deine Frage geposted. Andere haben vielleicht ganz andere Antworten, die auch nicht falsch sind.

@:)

A:liceimNWondeyrlaxnd


Vielleicht ist meine Nähe auch gar nicht gut für ihn? Vielleicht mache ich ihn so aggressiv?

Quatsch.

Ist er da Dritte Kind?

d4ana+ex87


Alias

gerade um Schuld geht es doch in dem Beitrag nicht. Es geht eben darum zu sagen: "Hey, hier läuft was schief, wir gehen beide ständig an einander vorbei und sind dabei beide am Ende. Lass uns einen neuen gemeinsamen Weg finden und dann gehen wir den zusammen und dann wird deine Besonderheit und meine Besonderheit unsere Beziehung nicht mehr regieren."

Das ist auch in etwa worauf ich hinaus wollte. Er hat Druck und Brass, was schlägt er vor? Was fühlt sich für ihn gut an, was will er in dem Moment tun? Wenn ich so unter Druck stehe dann gehe ich die Wände hoch wenn ich mich auf irgendwas konzentrieren soll. Dann will ich einen Kickertisch werfen, aber nicht damit spielen. Kann er boxen? Schreien? Hat er einen Raum in dem das alles raus kann ohne das es sanktioniert wird? Sicher wäre es schöner wenn er sowas nicht brauchen würde, aber wenn diese Gefühle nunmla da sind, was soll er denn sonst damit anfangen?

Alias 706397


Bis zu seinem erneuten Klinikaufenthalt war diese Annäherung zwischen meinem Sohn und mir ja da. Wir waren beide auf einem guten Weg zueinander. Und dann kam, wie ihr ja wißt, der Einbruch.

Ich habe auch heute mit der zuständigen Person für solche Fälle telefoniert und den unglücklich beendeten Besuch von Sonntag thematisiert.

e2ddiec-tFhe-e\agle


Wenn du wirklich ernsthafte psychische Probleme hast und du von daher quasi auf pflegeleichte Kinder angewiesen bist, die dich nicht überlasten, würde ich eventuell an eine Adoptionsfreigabe denken. Klar, viele Eltern sagen so dahin, dass ihre Kinder sie an den Rand der Verzweiflung bringen und meinen das nicht wörtlich. Aber nach dem, was du bisher geschrieben hast, scheint es bei dir anders zu sein. Dein Sohn hat genug Power, um dich zu überlasten. Bei andern würde er das vieleicht nicht schaffen. Kannst ja mal die jetztigen Betreuer von deinem Sohn fragen, ob das was bringen würde.

DJie bKeltxin


Eddie, sie hat doch geschrieben, dass selbst Fachkräfte, sprich Psychiater, Psychotherapeuten, Betreuer usw. mit ihm überfordert sind. %-| Wie sollten da andere, nicht geschulte Leute mit ihm klar kommen?

A2liceivmWNonder4lanxd


an eine Adoptionsfreigabe denken

Halte ich jetzt für übertrieben. Sorry, wenn ich das jetzt so sage. Da findet sich, so hoffe ich doch, eine andere Lösungen.

Dein Sohn hat genug Power, um dich zu überlasten.

Sieht derzeit so aus. Sieht hoffentlich bald anders aus!

Bei andern würde er das vieleicht nicht schaffen

Jede Person kann in einen Überforderungszustand geraten. Dann muss man eben einen Weg raus finden. Ich bin sicher, dass sich ein guter Weg finden lässt.

Manche Kinder können sicher, warum auch immer, sehr anstrengend sein. Übrigens nicht nur Kinder. Später, sehr viel später, wenn Menschen sehr alt und krank werden, kann es für Angehörige auch wieder schwierig werden. Pflegende Angehörige von Senioren geraten oft auch an ihre Grenzen. Dann kann eine partielle Entlastung auch wieder "Luft zum Durchatmen" geben.

Man muss halt seine Grenzen erkennen und sich Hilfe holen.

Ein gutes stabiles soziales Netz ist eine gute Sache. Dafür sollte eine Gemeinschaft da sein. @:)

A2liceoimWondTerlxand


Ich mache mir große Vorwürfe, dass ich da zu viel falsch gemacht haben könnte, obwohl er nicht mein erstes Kind ist.

Lass das mal mit den Vorwürfen. Außerdem ist er erst acht, da geht noch was...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH