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Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum, bin so fertig

LbichtAm@Horixzont


So hoffnungslos wie mond+sterne sehe ich es nicht. Vielleicht braucht der Junge noch ein paar Jahre, um an sein quälendes Inneres heranzukommen, um es dann zu verarbeiten, aber dass er "ein Leben als Behinderter" führen muss, sehe ich nicht als in Stein gemeißelt.

:°_

msond]+s"te1rne


Hast Du mich auch so missverstanden wie LichtAmHorizont?

@ LichtAmHorizont

Ich verstehe nicht, wie man mich so missverstehen kann. Das was Du mir unterstellst, habe ich nicht im entferntesten geschrieben.

L ich8tAmlHorixzont


@ mond+sterne

Du hast Recht. Ich habe nicht richtig gelesen. |-o

m\o;nd>+sJtpernxe


@ LichtAmHorizont

:)_

d#anaVe87


Nun, ich finde suizidale Gedanken bei dem ganzen Komplex nun nicht so verwunderlich. ":/ ":/ Ich denke das diese Gedanken deutlich abnehmen werden wenn der Umgang mit allem leichter und selbstverständlicher wird. Derzeit muss edr Junge sich ja überwiegend als Problemfaktor wahrnehmen und das ist wohl nie schön. Doch daran arbeitet ihr ja nun schon konsequent und das ist sicher der wichtigste Teil.

Alias 706397


Gestern war wieder ein Besuch bei meinem Sohn und scheinbar hat es sich so eingeschichen, dass ich die erste Zeit danach immer total traurig bin. Die Zeit mit ihm ist immer so schön und dann muss ich wieder weg und er ist jedes Mal so traurig. Und dann tut es so weh und oft kann ich nicht mal weinen. Obwohl mir danach ist. Aber es ist niemand da, der mich tröstet. Niemand da. Alle sind mit sich selbst beschäftigt und da ist für mich kein Platz. :°(

Die Besuche sind so völlig anders als in der vorherigen Einrichtung. Wir sind immer draußen. Gestern waren wir erst Pizza essen, dann spazieren und am Schluss ein Eis essen. Es war einfach nur herrlich. x:)

Und dann sind da die ganzen Sorgen wegen der Schule etc. Momentan darf er diese nämlich nicht besuchen. Erst, wenn er einen Integrationshelfer hat. Das ist alles sehr merkwürdig gelaufen. Es hieß alles sei gut. Die Klassenlehrerin ist top, einfach nur top und setzt sich so für meinen Sohn ein. Endlich habe ich sie auch kennen lernen können. Und ein paar Tage später der Anruf von der Direktorin, dass mein Sohn nicht mehr tragbar sei und er eben erst wieder mit dem I-Helfer die Schule besuchen darf. :°(

Die Probleme sind nach wie vor da, nur die Besuche sind viel ruhiger und entspannter als früher. Und sein Verhalten in der Gruppe selbst hat sich auch sehr zum positiven verändert. Das freut uns alle sehr. Seine Ausraster hat er aber nach wie vor.

Ich weiß, ich muss Geduld haben, viel Geduld.

mmomnd+stexrne


:)_


Und ein paar Tage später der Anruf von der Direktorin, dass mein Sohn nicht mehr tragbar sei und er eben erst wieder mit dem I-Helfer die Schule besuchen darf. :°(

Was hat Dein Sohn für eine Einstellung zu dem Thema?

Weiß er, dass er nicht zur Schule darf, weil er im Klassenverband nicht tragbar ist?

Würde er gerne zur Schule gehen?

a;kaf


Ein Anruf von der Direktorin reicht da mMn nicht aus. Ein (zeitweiser) Schulverweis ist doch eine der heftigeren Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, die kann doch nicht einfach so von der Schulleitung verhängt werden? Da muss im Normalfall die Klassenkonferenz beraten, es muss eine Anhörung des Sohnes+Erziehungsberechtigten geben, u.U. der zuständige Schulrat eingeschaltet werden... etc.

Sind denn alle üblichen Abläufe außer Kraft gesetzt, weil Dein Sohn einen besonderen Status hat? Oder hab ich was überlesen, und ihr seid nicht aus D?

Ich würde mich da zumindest gehörig auf die Hinterbeine stellen, vor allem, da die Klassenlehrerin ja anscheinend einen anderen Standpunkt vertritt als die Schulleitung.

Alias 706397


Momentan habe ich keine Kraft für nichts. Aber ich werde weiterhin berichten, wenn ich überhaupt mal weiß, wie es weitergehen wird. :°(

mTon|d+s6txerne


:)_

C4hriIsaxle


Ich drücke Dich auch! Alles Gute!!! :)* @:)

Alias 706397


Vielen Dank, das ist lieb. @:) @:)

Alias 706397


Ich fasse es nicht, ich bin sprachlos, hilflos, machtlos, hoffnungslos und einfach nur noch fertig. Seit gestern ist mein Sohn wieder in der Klinik. :°(

Gestern Mittag kam der Anruf, der mich wieder total nach hinten geschmissen hat. Ich kann nicht mehr vernünftig essen, nicht mehr schlafen, möchte am liebsten nur noch heulen und mich unter der Decke verkriechen. Ich habe zu nichts mehr Lust, keinen Antrieb mehr. So gerne wollte ich endlich wieder einer Arbeit nachgehen, weil ja mehr Zeit als vorher da ist. Aber an meiner gesundheitlichen Verfassung hat sich nicht viel geändert. Ich muss akzeptieren, dass ich einfach am Ende bin, weil mich die ganzen letzten Jahre fertig gemacht haben. Es fühlt sich fast so an, als würde ich in eine Depression abrutschen. Deshalb werde ich gleich erst mal zu meinem Hausarzt gehen. Da das mit dem Essen nicht mehr so gut klappt, habe ich abgenommen und schlafen konnte ich seit einigen Tagen auch nicht mehr. Jetzt weiß ich warum. Schon oft ist es passiert, dass ich kurz vor einem niederschmetternden Anruf einfach nicht mehr richtig schlafen konnte.

Der einzige Lichtblick ist die tolle neue Gruppe, die mir gestern Abend noch versichert hat, dass mein Sohn nach dem Klinikaufenthalt auf jeden Fall wieder dort hin zurückkehren wird. Seiner Mentorin geht das alles auch sehr nahe, sie mag meinen Sohn sehr gern und er fühlt sich dort auch sehr wohl. Doch dann ist da nun mal diese andere Seite in ihm, zu der niemand wirklich vordringen kann. Er ist so ein toller Junge. Intelligent, warmherzig und lieb. Aber da gibt es eben auch diese andere Seite in ihm, die sich bisher noch niemand erklären konnte. Und gestern ist es offenbar so sehr eskaliert, dass Fremd- und Eigengefährdung vermieden werden musste. Und diese Todessehnsucht, die ich ja hier schon mal erwähnt habe. Das ist der Gruppe zu gefährlich und das kann ich absolut nachvollziehen. So war ich also gestern Abend noch in der Klinik und habe die erforderlichen Unterschriften geleistet für den Aufenthalt. Jetzt kann ich nur noch abwarten und hoffen. Und auch wenn ich etwas hoffnungslos und tieftraurig im Moment bin, so werde ich die Hoffnung niemals aufgeben. So lange ich lebe.

Shev?en..of.Nixne


Und gestern ist es offenbar so sehr eskaliert, dass Fremd- und Eigengefährdung vermieden werden musste.

Mich läßt der Gedanke nicht los, daß man Dir dort nicht die ganze Wahrheit erzählt - oder zumindest erst dann damit herausrückt, wenn die Kagge (sorry) erst so richtig am dampfen ist.

Wie ist denn diese Eskalierung genau abgelaufen? Wer war daran beteiligt? Hast Du eine genaue Beschreibung bekommen, wer was wann zu wem gesagt hat? Darauf würde ich an Deiner Stelle bestehen.

Ein Anruf von der Direktorin reicht da mMn nicht aus. Ein (zeitweiser) Schulverweis ist doch eine der heftigeren Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, die kann doch nicht einfach so von der Schulleitung verhängt werden?

Genau so sehe ich das auch. Mir kommt das Ganze wirklich etwa seltsam vor, zumal man Dich ja immer gleich vor vollendete Tatsachen stellt. Hattest Du denn gar kein Mitspracherecht dabei?

":/

CRhanlce0V0x7


Seit gestern ist mein Sohn wieder in der Klinik.

Ich wünsche Deinem Sohn nur das Beste. Wie mag er sich gerade fühlen? Darüber hast Du jetzt nicht viel geschrieben. Hattest Du keinen näheren Kontakt als Du wegen der Unterschriften in der Klinik warst?

Jetzt kann ich nur noch abwarten und hoffen.

Ihn besuchen. Ihm Mut zusprechen. Ihn mal in den Arm nehmen. Ihm sagen, wie lieb Du ihn hast. Ihn fragen, wie es ihm geht. Ihm zuhören. Da sein.

Fände ich besser als abwarten und hoffen. Oder habe ich Dich da falsch verstanden?

Aber da gibt es eben auch diese andere Seite in ihm, die sich bisher noch niemand erklären konnte.

Sie werden sicher dran sein und sich bereits ein erstes Bild gemacht haben. Ob sie vor Abschluss einer Diagnose schon umfassend dazu Auskunft geben, ist ja immer eine andere Sache. Aber ich glaube kaum, dass die Ärzte/Psychologen/Betreuer etc. da nach Monaten noch komplett ahnungslos sind.

Finde es aber gut, wenn nicht vorschnell etwas durch sie in den Raum geworfen wird. Erst recht nicht, wenn sie sicher auch merken, dass Du derzeit gar nicht in der Verfassung bist, damit umzugehen und/oder daran zu arbeiten.

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