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Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum, bin so fertig

Alias 706397


Ich denke, dass man da auf jeden Fall eine Lösung finden kann. Eine männliche, feste Bezugsperson ist schwierig zu finden, aber nicht unmöglich. Mit Hilfe des Jugendamtes kann man hier einiges möglich machen. Und ich will positiv denken.

d7an@ae8x7


Klar, ich dachte vielleicht kennt ihr eine andere Familie oder habt einen Freund der ein wenig den Patenonkeljob übernehmen würde. Das wäre ja im Grunde am Einfachsten.

Alias 706397


Wie würdest Du Dich dann fühlen?

An seiner Stelle? Abgelehnt und ungeliebt vom Vater. :°(

An meiner: traurig, weil mir mein Sohn von Herzen leid tun würde. Aber ich bin dann für ihn da.

Alias 706397


Klar, ich dachte vielleicht kennt ihr eine andere Familie oder habt einen Freund der ein wenig den Patenonkeljob übernehmen würde. Das wäre ja im Grunde am Einfachsten.

Da müsste ich erst mal in mich gehen und drüber nachdenken. Aber ein guter Denkansatz, danke dir.

muond+>ster(ne


An seiner Stelle?

Ich meinte an Deiner Stelle.

Dein Sohn fühlt sich natürlich sowieso nicht von seinem Vater geliebt. Für ihn ist es schon sehr demütigend, dass er diesen Wunsch äußern muss, weil es üblicherweise in einer Familie andersrum wäre. Nämlich dass der Vater (zumindest auch mal) auf seinen Sohn zukommt.

Ich halte es deshalb für sehr wichtig, dem Sohn seinen Wunsch zu erfüllen, wenn es irgend geht.

Für Dich ist es natürlich eine zweischneidige Sache, weil der Vater Deines Sohnes gleichzeitig auch Dein Ex ist.

Das zum Hintergrund meiner Frage.

@ danae87

Deine Beiträge laufen darauf hinaus, den Sohn von seinem Wunsch abzubringen, um ihm dann ersatzweise etwas Anderes zu geben.

So ähnlich als würde er sich einen Fußball wünschen, und er bekommt einen Gymnastikball. Solche feinen Unterschiede haben für Dich anscheinend keine große Bedeutung. ":/

ddan,ae87


Deine Beiträge laufen darauf hinaus, den Sohn von seinem Wunsch abzubringen, um ihm dann ersatzweise etwas Anderes zu geben.

Da hast du mich falsch verstanden. Meine Ideen richten sich mehr auf den schlimmsten Fall, nämlich den das der Vater sich weigert seinen Sohn zu sehen. Nachdem er all die Jahre gar kein Interesse zeigte halte ich das bedauerlicherweise für sehr wahrscheinlich.

Ich selbst habe keinerlei Kontakt mehr zu meinem leiblichen Vater, als Kind nicht weil er sich nicht gerührt hat und als Erwachsene hatte ich dann keinen Bedarf mehr. Mir ist klar das dies nicht leicht ist und das so ein Mensch fehlen kann. Ich selbst habe aber auch die Erfahrung gemacht das es sehr viel weniger weh tut wenn man einen anderen Menschen hat der einen liebt und Orientierung gibt. Es ist nicht das selbe, aber ein guter Ersatz kann besser sein als ein sehr mieses Original und ganz sicher ist es besser als nichts.

Wenn also der Vater sich nicht bewegen lässt oder nur zu einem treffen und nicht zu regelmäßigem Kontakt, wovon ich anhand seines bisherigen Verhaltens einfach mal ausgehe, dann hielte ich es für erstrebenswert dem Jungen einen Ersatz anzubieten.

Alias 706397


Wenn also der Vater sich nicht bewegen lässt oder nur zu einem treffen und nicht zu regelmäßigem Kontakt, wovon ich anhand seines bisherigen Verhaltens einfach mal ausgehe, dann hielte ich es für erstrebenswert dem Jungen einen Ersatz anzubieten.

Das sehe ich ganz genauso wie du. Und ich wage sogar zu behaupten, dass eine andere männliche Person besser, positiver und vor allem beständiger für ihn sein könnte. Mein Sohn ist jetzt 9 und wird dieses Jahr noch 10 Jahre. Was soll ich nach so langer Zeit noch vom meinem Ex erwarten? Die Hoffnung ist und bleibt aber bestehen.

Da dass mit uns schon so lange vorbei ist, mond+sterne, ist die Tatsache, dass er mein Ex ist, absolut nicht mehr wichtig für mich. Ich kann das ganz gut trennen.

mhond*+stxerne


Das finde ich schon mal eine gute Voraussetzung.

Die Fragen nach einem Kontakt zu seinem leiblichen Vater und einer anderen männlichen Bezugsperson schließen sich natürlich nicht aus.

Ich denke, bei seinem leiblichen Vater geht es mehr darum, dass er ihn zumindest einmal gesehen hat, und einen Eindruck bekommt, damit er sich nicht zu große Illusionen macht.

Wenn es darum geht, dass jemand etwas mit ihm unternimmt, kämen dafür sicherlich auch andere Bezugspersonen in Frage.

@ danae87

Ich denke, ich habe Dich schon ganz richtig verstanden, und ich kenne Deinen persönlichen Hintergrund auch schon aus dem Faden von Anni+Damian.

Es geht mir nur um die Frage, wie man dem Sohn seinem Wunsch am ehesten erfüllen kann. Wenn man den Blick auf den Sohn und seinen Wunsch lenkt, geht es eher, als wenn man auf die Frage fixiert ist, ob der Vater es überhaupt will. (Natürlich will er es nicht. Er weiß doch gar nichts davon, man müsste sich ihm erstmal diplomatisch annähern.)

Deine pessimistische Herangehensweise halte ich für eine selbsterfüllende Prophezeiung. Es ist mir schon klar, dass Du das anders siehst. Aber mit verstehen hat das nichts zu tun.

dEanwae8x7


Da haben wir einfach andere Einstellungen. Für mich schließt die Vorbereitung auf den schlimmsten Fall nicht aus das ich nicht alles dran setzte es nicht soweit kommen zu lassen. Meine Bilanz ist da auch ganz gut, würde ich sagen.

mvondK+st=erne


@ danae87

Naja, ich würde sagen, Du hast Alias schon mit Deiner pessimistischen Haltung angesteckt.

Wenn Du willst, kannst Du das als einen Erfolg betrachten. Ich betrachte es für mich persönlich als einen Misserfolg.

d/anaex87


Nö, ich meinte in meinem Leben. Es gab einen Plan falls der leibliche Vater meiner Großen es nicht schafft eine zuverlässige Bindung zum Kind aufzubauen, aber um genau die hab ich gekämpft. Sie sind ein Herz und eine Seele, sehen sich wöchtenlich, feiern alle Feste zusammen.

Mit dem alternativen Plan im rücken konnte ich freier und sicherer agieren und das hat der Sache an sich sehr gedient.

mYond~+sterxne


:)^

Alias 706397


mond+sterne, danae hat mich nicht angesteckt. Eher ist es so, dass ich dazu momentan gar keine Haltung habe. Wir möchten meinem Sohn von ganzem Herzen diesen Wunsch erfüllen. Aber wir müssen auch realistisch sein. Alles hängt vom Willen des Vaters ab und dieser war bisher nicht vorhanden.

m>oNn)d+sGternAe


Ich sehe es grundsätzlich anders (im Bezug auf Deinen letzten Satz).

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Wenn Du Deinem Sohn den Weg zu seinem Vater frei machst, wird es auch zu einem Kontakt kommen.

Ich weiß, danae87, sieht es anders. Ich könnte mir vorstellen, Du siehst es ebenfalls anders. Ich sehe es so.

Und nochwas, um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht darum, dass Dein Sohn einen realistischen Eindruck von seinem Vater bekommt. So toll, wie es sich Dein Sohn vermutlich vorstellt, wird es wahrscheinlich nicht werden. Also, Enttäuschung vorprogrammiert.

Darauf können wir uns schon mal einstellen.

@:)

dSan8ae8_7


Mh, also ich habe erlebt wie ein Mann einfach nicht kommt, nicht als Telephon geht und die Tür nicht öffnet wenn man mit dem Kind davor steht. Das ist sicherlich ein Eindruck vom eigenen Vater, aber Kontakt würde ich das nicht nennen und gesehen hat er ihn auch nur auf Photos.

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