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Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum, bin so fertig

mbonxd+st%erne


@ danae87

Mir geht es dabei nicht darum, was passiert ist, sondern wie man es interpretiert.

Du würdest sagen: "Der Vater wollte nicht."

Ich würde sagen: "Die Mutter konnte dem Kind nicht seinen Wunsch erfüllen."

Meine Sichtweise ist emanzipiert. Ich sehe die Verantwortung dafür, dem Kind seinen Wunsch zu erfüllen bei der Mutter.

Du siehst die Verantwortung beim Vater. Ich weiß nicht, wie Du diese Sichtweise bezeichnen würdest. Emanzipiert in dem Sinn wie ich das Wort benutze, ist sie jedenfalls nicht.

Natürlich ist der Vater auch für das verantwortlich, was er tut. Und ich finde es ziemlich bescheuert, sich nicht freiwillig bei seinem eigenen Kind zu melden.

I7ndiv<iduaxlist


Ich glaube nicht, dass deine Haarspalterei der TE oder sonst jemandem hilft. Das schrottet nur den Faden.

Dass du dich hier vollmundig als emanzipierter hinstellst als danae87, finde ich geradezu unverschämt. Komm mal wieder auf den Boden! Letztlich hängt Emanzipation nicht davon ab, wie man einen Sachverhalt umschreibt, sondern davon, was man in der realen Welt tatsächlich zuwege bringt. Und diesbezüglich, muss ich zugeben, wäre mein Vertrauen in danae87 millionenfach größer als in dich.

Alias 706397


mond+sterne

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Wenn Du Deinem Sohn den Weg zu seinem Vater frei machst, wird es auch zu einem Kontakt kommen.

Der Weg zum Vater ist bereits von Geburt an frei. Bei seinem Vater fehlt der Wille, nicht bei mir. Willst oder kannst du das nicht verstehen?

Oder hast du ein Rezept, eine Tinktur, die man ihm einflössen kann, damit sein Interesse für sein Kind erwacht? Was hast du nur manchmal für eine komische Art zu denken? :-/

Alias 706397


Ich würde sagen: "Die Mutter konnte dem Kind nicht seinen Wunsch erfüllen."

Und was ist daran besser oder gar ehrlicher? Davon abgesehen klingt es wie eine Schuldzuweisung an die Mutter und das kann nicht dein Ernst sein? In dem Fall wäre "der Vater möchte nicht" ehrlich dem Kind gegenüber. Und genau da sehe ich das Problem. Wie soll ich meinem Sohn beibringen, dass sein Vater kein Interesse an ihm hat? Wie bringt man das seinem Kind bei, ohne ihm weh zu tun? Er darf auf keinen Fall das Gefühl haben, dass es an ihm liegt.

LDian-vJilxl


Du würdest sagen: "Der Vater wollte nicht."

Ich würde sagen: "Die Mutter konnte dem Kind nicht seinen Wunsch erfüllen."

Das sagt jetzt ziemlich viel über dich und dein bisheriges Leben aus. Mama wirds schon richten. Oder halt nicht.

Eine emanzipierte Sichtweise wäre, dass sich der Vater aus eigenem Antrieb um sein Kind kümmern sollte.

Deine Sichtweise ist altbacken und vorsintflutlich.

d:anaex87


mond+sterne

In der Tat hat deine Sichtweise für mich wenig bis gar nichts mit Emanzipation zu tun. Emanzipation bedeutet per allgemein verwendeter Definition, das man selbstbestimmt für sich selbst, seine Wünsche, Entscheidungen und Bedürfnisse einsteht und die Konsequenzen trägt. Es bedeutet nicht das man unmögliches möglich machen muss oder die Verantwortung für die Männer mitzutragen.

Emanzipation bedeutet zu Deutsch= Jeder trägt die Verantwortung für sich und sein eigenes Paket.

Kinder nehmen oft an das ihre Eltern allmächtig wären und werdend entsprechend wütend auf die Eltern weil sie diesem Anspruch nicht gerecht werden können. Es ist die logische Folge der überwiegenden Betreuung durch die Mutter das viele Kinder dies besonders von ihrer Mutter erwarten. Und auch die Gesellschaft stellt ihre Anforderungen überwiegend an die Mütter. Das ist sehr unfair und von Seiten der Männer nicht sonderlich selbstbestimmt, will heißen emanzipiert.

Was du hier als Anforderung an die Mutter formulierst hat etwas von dem kindlichen Anspruch, dass die Mama einfach alles kann und wenn sie es nicht tut dann weil sie es nicht will. Das ist allerdings eher für dich interessant und weniger für die Te, weil das nahe legt das du einen bestimmten Schritt in der Entwicklung, die Entmystizifizierung der Eltern, nicht vollzogen hast und dich damit nicht befreit und emanzipiert hast.

Für die Te finde ich etwas anderes viel interessanter: Es nützt nichts Kinder in Watte zu packen was die eigenen Eltern angeht. Man sollte nicht über den Anderen herziehen, aber eine Lüge aufzubauen um das Kind zu schützen (Papa ist krank und kann nicht kommen z. B.) ist am Ende für das Kind eine Last weil es irgendwann alt genug ist um zu bemerken das er trotzdem mal anrufen könnte, auch gerne über skype.

Ich an deiner Stelle wäre ehrlich im laufenden Prozess. Sag ihm das du dem Vater auf den AB gesprochen hast, einen Brief geschrieben hast oder oder oder. Je nachdem wie dein Sohn so ist möchte er vielliecht auch selbst schreiben oder anrufen. Vor der Zurückweisung kannst du ihn nicht schützen, das geht nicht. Du kannst aber da sein um ihn zu trösten und zu sagen das du keine Ahnung hast, aber das es leute gibt die mit den Kindern nichts zu tun haben wollen weil sie auf das andere Elternteil wütend sind oder Angst vor den Sachen haben die ein Elternteil eben leisten muss oder einfach schlicht doof sind.

Hilft ihm mit dem Schmerz umzugehen, sofern es soweit kommen sollte. Setz der Zurückweisung Liebe und das Gefühl angenommen zu sein entgegen. Und sag ihm das es nicht sein kann weil er falsch ist, dafür hätte sein Vater ihn ja erstmal kennenlernen müssen. Das verhindert sicher nicht alle Zweifel und sowas arbeitet, aber es bietet einen Ausweg der nicht lautet "ich bin scheiße".

Alias 706397


Das verhindert sicher nicht alle Zweifel und sowas arbeitet, aber es bietet einen Ausweg der nicht lautet "ich bin scheiße".

Ja, genau den suche ich. Ihm klar zu machen, dass er ein toller Junge ist, völlig unabhängig davon, ob sein Vater ihn nun kennen lernen möchte oder nicht.

Seine Metorin möchte den Vater gern kontaktieren und wir haben sicher alle berechtigte Zweifel, ob er sich darauf einlassen wird. Bei mir kommt noch die Angst dazu, dass mein Sohn droht daran zu zerbrechen.

Aber ich will auch für ihn da sein, möchte ihn auffangen. Für ihn stark sein.

d/anae^8x7


Er hat alle Unterstützung die man haben kann. Und er hat diesen Vater. Früher oder später kommt das eh.

Alias 706397


Stimmt, er (wir alle) ist nicht allein. :)_

d<anaea87


Eben. Das ist viel mehr als die meisten Kinder in der Situation haben. Vertrau ihm! Er hat schon soviel durchgestanden, er kann das.

Alias 706397


Ja, das werde ich.

Du hast recht.

Von Zeit zu Zeit muss ich wohl daran erinnert werden. Danke.

mdondZ+Pstexrne


Der Weg zum Vater ist bereits von Geburt an frei. Bei seinem Vater fehlt der Wille, nicht bei mir. Willst oder kannst du das nicht verstehen?

Ich kann das verstehen. Dem Vater fehlt der Wille, sich um sein Kind zu kümmern.

Ich müsste jetzt eigentlich drei lange Beiträge schreiben, in denen ich auf den Vater schimpfe, weil ich es nicht in Ordnung finde, was er macht, bzw. was er gemacht hat.

Ich bin nämlich der Meinung, ein Kind hat ein Recht auf seine Eltern. Und ich kann nichts aber auch gar nichts sehen, was rechtfertigen würde, dass der Vater Deinem Sohn dieses Recht verwehrt.

Ich bin also ganz anders als es das Wort "Sorgerecht" nahelegt, mitnichten der Ansicht, dass die Eltern das Recht hätten, für ihr Kind zu sorgen oder auch nicht. Ich bin vielmehr der Ansicht, dass Eltern die verdammte Verpflichtung haben, für ihr Kind zu sorgen. Und das gilt auch und insbesondere für den Vater Deines Sohnes.

Und das sollte jeder aufgeklärte Mann wissen, bevor er sein Ding irgendwo reinsteckt, wo er es lieber nicht reinstecken sollte. Ich wette, der Vater Deines Kindes war aufgeklärt genug, um das zu wissen. Also muss er jetzt bitteschön auch für die Konsequenzen seines Handelns geradestehen.

Dieses "muss" ist leicht gesagt. Denn es gibt nichts und niemanden, der dieses Muss durchsetzen könnte. Ich persönlich finde das eine Sauerei, und das einzige, was ich tun kann, ist, hier ein paar hilflose Beiträge zu schreiben.

Oder? Kann ich irgendetwas dafür tun, dass der Vater Deines Sohnes seiner Verpflichtung nachkommt?


So, das war jetzt der erste Beitrag von dreien, die ich hier eigentlich schreiben müsste. Oder, was meinst Du? Wieviele Beiträge von dieser Sorte muss ich noch schreiben?

LMian-JJixll


Oder? Kann ich irgendetwas dafür tun, dass der Vater Deines Sohnes seiner Verpflichtung nachkommt?

Wie kommst du überhaupt auf die Idee, dass du da irgendeine Rolle spielen müsstest?

dPanhaTe8x7


Rechtlich betrachtet gibt es übrigens eine Sorgepflicht. Darauf wurde in unserem Fall der werdende Vater bei der Anerkennung seiner Vaterschaft (nicht verhieratet und so) noch hingewiesen. Nur erzwingen kann das auf dieser Welt niemand.

Alias 706397


Und genau das ist der Knackpunkt.

Was ist eine erzwungene Vaterschaft denn auch wert? Das hat doch mit Vatergefühlen überhaupt nichts zu tun. Da ist keinerlei Herzgfühl dabei.

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