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Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum, bin so fertig

CWhaGnceu0x07


Nur weil der Beitrag hochtrabend und in gutem Deutsch formuliert ist, heißt es noch lange nicht, dass der Inhalt stimmen muß.

Es wurden im Beitrag doch gar keine Behauptungen aufgestellt, die stimmen oder nicht stimmen müssen.

Ich sage das nur, weil viele jetzt meinen, so müsse es sein...

Kann ich hier ebenfalls nicht finden. Die Bestätigungen für den Beitrag sagen lediglich aus, dass es noch mehr User gibt, die ebenfalls in diese Richtung gedacht haben. Genauso gibt es User, die es ganz anders sehen.

Alias 706397


Alias, gibt es zwischen dir und dem Onkel eine latente Konkurrenz um die Gunst des Jungen?

Das nicht direkt. Aber er hat halt (unbewusst) immer gern alles an sich gerissen, wenn es um ging. Und ich musste mich da schon behaupten als Mutter.

Alias 706397


Das nicht direkt. Aber er hat halt (unbewusst) immer gern alles an sich gerissen, wenn es um meinen Sohn ging. Und ich musste mich da schon behaupten als Mutter.

d'anaPe87


Ich finde das gerade alles etwas müßig und würde es meilenweit zur Seite schieben. Das sind Fragen die sich auf lange Sicht klären lassen oder auch nicht. Gerade ist die Frage was los ist und wieso es immer schlimmer statt besser wird.

Er scheint in eine Spirale eingestiegen zu sein aus der er nicht wieder heraus kommt und in der er immer wieder aufsteigt. Wichtig ist also erstmal nur wie man ihm eine Absteighilfe anreichen kann, nicht wieso er da rauf ist. Gibt es da denn bisher irgendwelche Ansätze? Welche Angebote werden dem Jungen denn gerade gemacht?

d[eviliNndis1guixse


VOR dem Besuch des Onkels ging es deutlich bergauf.

NACH dem Besuch des Onkels war der gesamte bisherige Therapieerfolg kaputt, das Kind mußte wieder in die Klinik.

Ganz offensichtlich hat ihm der Besuch des Onkels NICHT gut getan. Das beweist noch keinen sexuellen Mißbrauch, aber es gibt ja mehr als eine Verhaltensweise, mit der man ein Kind schädigen kann.

Szev#en.of.Nxine


Ich habe mir Hilfe gesucht und es wurde in einer Fachklinik ein ADS diagnostiziert und mein Sohn medikamentös eingestellt. Jedoch konnte ich mir nicht vorstellen, dass seine Anfälle und Ausraster alleine daher rühren. Das wurde während einer stationären Behandlung auch so bestätigt. Die Klinik meinte, mein Sohn sei stark gefährdet oder zeige Tendenzen zu "Personenkreis 35a". Vielleicht sagt diese Diagnose dem Einen oder Anderen etwas.

Wie bereits erklärt, bedeutet dies nur, daß eine Person einen Hilfebedarf hat. Aber nun zu der Diagnose....... was wird denn in diesem Therapiezentrum genau getestet? In welche Richtung gehen die Gedanken der dortigen Therapeuten?

Jedoch konnte ich mir nicht vorstellen, dass seine Anfälle und Ausraster alleine daher rühren.

Ich habe selbst ein Kind mit einer Behinderung und genau den selben Gedanken hatte ich irgend wann auch. Hinter ADHS kann sich auch eine Autismus-Spektrum-Störung verbergen und Dein Sohn wäre nicht der erste, der anstelle von einer Therapie nur Medikamente bekommt.

Du hattest geschrieben, daß Dein Sohn nicht spricht? Wie meintest Du das - fehlen im nur speziellen Situationen wie etwa mit dem Onkel die Worte oder kommuniziert er überhaupt nicht? Magst Du mal aufzählen, wie sich die 'Andersartigkeit' Deines Jungen äußert oder vielleicht mal ein typisches Beispiel nennen, in welcher Situation solch ein 'Ausraster' passiert?

Nun kam also der Besuch. Besagter Onkel ist sehr nah am Wasser gebaut und ihm liefen auch schon bei der Begrüßung damals die Tränen.

Ein Erwachsener heult einem kleinen Buben in einem Therapiezentrum die Ohren voll? Sorry, aber das hat er in Zukunft sein zu lassen und das muß man ihm auch genau so deutlich sagen.

m-ondj+sterxne


Ich würde es wichtig finden, mehr über die Umstände seines Ausrasters zu erfahren, was vorher passiert ist.

@ Kalinkana

Nur weil der Beitrag hochtrabend und in gutem Deutsch formuliert ist, heißt es noch lange nicht, dass der Inhalt stimmen muß.

Ich sage das nur, weil viele jetzt meinen, so müsse es sein...

Viele sind nun mal der Meinung, es muss so sein. Ich finde es müßig, darüber zu diskutieren.

Ich bin der Meinung, es muss nicht so sein. Ich bilde mir meine Meinung auf der Basis von Fakten. Fakten, die einen körperlichen Missbrauch bestätigen, sind Körperverletzungen. Fakten, die einen sexuellen Missbrauch bestätigen, sind sexuelle Handlungen.

Das einzige, was ich über den Ausraster des Sohnes weiß, ist dass er ausgerastet ist, nachdem der Onkel gegangen ist. Deswegen bin ich der Meinung, der Sohn ist enttäuscht davon, dass der Onkel wieder gegangen ist.

Ich würde es sinnvoll finden, wenn wir mehr Informationen über die Umstände seines Ausrasters hätten, dann könnte ich meine Meinung überdenken.

LIianV-J9ilxl


Ich würde es sinnvoll finden, wenn wir mehr Informationen über die Umstände seines Ausrasters hätten, dann könnte ich meine Meinung überdenken.

...und welche Relevanz hat das für das Problem von Alias, unter welchen Umständen du deine vorgefasste Meinung zu überdenken bereit bist?

ITceL"adyx_50


Zunächst einmal, Alias, tut es mir wirklich leid, was Du in Deinem Leben zu stemmen hast. Es muss unsagbar schwer sein, ständig mit Problemen konfrontiert zu werden, von denen man darüber hinaus noch den Eindruck hat, sie selber mitverschuldet zu haben und jetzt einfach den Schlüssel zur Lösung nicht zu finden.

Was Deinen Sohn angeht, verfolge ich einen noch etwas anderen Gedankengang.

Im Vordergrund steht die Wut, die er hat. Eine Wut, die so destruktiv und wachsend ist, muss entweder täglich neu getriggert werden oder baut sich aufeinander auf. Das Kind hat dem Lesen nach eine schwere Affektstörung, heißt, es kann die Eindrücke und die damit folgenden Emotionen nur schwer oder gar nicht verarbeiten. Aber grade Kinder erleben in ihrer Welt täglich neue Eindrücke, Situationen und die daran gekoppelten Gefühle. Wenn er nicht in der Lage ist, diese im Laufe des Tages zu verarbeiten, füllt sich der imaginäre Behälter der Emotionen schnell und umso schneller, je mehr Dinge passieren, die er nicht einsortieren kann und es kommt zum Überlaufen bzw. zur Explosion, weil er einfach nicht mehr weiß, wohin damit.

Daher denke ich, die Wut nach dem Besuch des Onkels ist ein weiteres Merkmal seiner Grundkrankheit und muss nicht zwangsläufig in einer stattgehabten Tat seinen Ursprung finden. Wenn der Onkel ihn besucht, so löst das unweigerlich wieder Emotioinen aus, die für sich genommen gar nichts Schlimmes darstellen müssen. Er mag vielleicht Vermissen oder den Wunsch verspüren, einfach mit ihm mitzugehen am Ende des Besuches. Wenn wir uns jetzt vorstellen, dass der Junge die ganz normalen Eindrücke des Tages schon nicht verarbeiten kann, so kann das Erleben nach dem Besuch für ihn katastrophal sein, ihn schlichtweg überfordern.

Natürlich hat er auch immer den Wunsch geäußert, nach Hause zu wollen, aber dann haben Gespräche stattgefunden, in denen ich ihm erneut erklärt und daran erinnert habe, warum er in der Einrichtung ist und dass sie ihm nur helfen wollen. Damit wir eben bald wieder zusammen leben können. Aber dass wir alle an uns arbeiten müssen, damit es funktionieren kann. Und dass ich ihn ganz doll lieb habe, egal wo er auch immer ist. :°(

Was erlebt er in diesen Momenten? Die Mama ist traurig (absolut verständlich, aber hier geht es um sein Erleben), weil er so ist, wie er ist. Wäre er anders, könnte er heim und alles wäre gut. Der Onkel ist traurig und weint wegen ihm. Je verweifelter der Junge darüber (und hier wichtig: über sich selber!) wird, desto wütender wird er, denn diese Traurigkeit und das schlechte Gefühl richtet er gegen sich selber, er sieht sich als Ursprung. Nicht wissend, wohin damit, rastet er aus und zerstört sein Zimmer.

Welche Störung dem zugrunde liegt, können wir alle nur ahnen. Ich glaube, die Überforderung des Jungen liegt in der Unfähigkeit, die Emotionen, die er in seiner Umgebung auslöst und mit denen er konfrontiert wird und ebenso seine eigenen Gefühle darüber zu verarbeiten. Die daraus resultierende Wut ist eine autoaggressive Äußerung dieser Unfähigkeit.

Mir würde sich auch die Frage stellen, ob man einen Hormonstatus bei ihm schonmal erhoben hat? Serotonin, Testosteron, etc..?

Alias 706397


@ Seven.of.Nine

Ein Erwachsener heult einem kleinen Buben in einem Therapiezentrum die Ohren voll?

Das ist so nicht korrekt und das habe ich auch nicht so geschrieben. Nur als wir die Treppe hochkamen zur Gruppe und mein Sohn dann die Tür öffnete, hatte er Tränen in den Augen. Gott sei Dank hatte er das aber schnell wieder im Griff und der Besuch gestaltete sich eigentlich ganz schön.

Beim heutigen Besuch war er irgendwie ruhiger als sonst. Schon noch sehr aktiv und etwas aufgeregt, aber im Großen und Ganzen völlig anders als beim letzten Besuch in der Klinik. Wir haben uns auch viel unterhalten, aber alles, was er mir sagt, ist, dass er diese Wut hat und dann eben ausrastet. Warum wisse er selbst nicht. Und dann lenkt er im Gespräch auf andere Themen. Ich habe ihn dann auch gelassen, weil ich ihn nicht überfordern wollte.

Das Gespräch kam u. a. deshalb zustande, weil er zum wiederholten Male den Wunsch geäußert hat, nach Hause zu wollen. :°(

Ich habe ihm dann gesagt, dass ich ihm doch bei dem Gespräch in der Einrichtung schon erklärt habe, dass dieses Verhalten nicht der Weg nach Hause ist, sondern es im Gegenteil, dann noch länger dauert.

Das war damals ein ganz tolles und intensives Gespräch und auch, wenn mein Sohn nicht viel gesagt hat, so hat man an seinem Gesicht ablesen können, dass es ihn berührt hat. Es wurde da also nicht herumgeheult und er hat auch keine traurige Mama in dem Sinne gesehen, sondern eine Mama, die zu ihrer Entscheidung steht (alles andere macht Kinder nur unnötig kirre), weil sie ihren Sohn liebt und möchte, dass ihm geholfen wird, damit wir zur rechten Zeit wieder zusammen leben können.

Alias 706397


@ devilindisguise

Ganz offensichtlich hat ihm der Besuch des Onkels NICHT gut getan.

Das steht außer Frage. Aber wir wissen nicht, warum und ob dahinter tatsächlich ein Trauma steckt. Genauso gut kann es sein, dass er durch den Besuch des Onkels noch mal in aller Deutlichkeit gespürt hat, wie sehr er heim will. Das würde aber nicht bedeuten, dass Individualist mit seinen Überlegungen daneben läge. Was er schrieb, passt einfach ins Bild. Es passt einfach. Es kann sein, dass mein Kleiner sich für ihn verantwortlich fühlt. Er war der Chef in dieser Beziehung. Was er gesagt hat, wurde gemacht. Bei mir hat er es da wesentlich schwerer.

@ mond+sterne

Da hat Lian-Jill mit ihrem Einwand Recht. Mir bringt es überhaupt nichts, wenn du deine Meinung überdenkst. Es hilft mir nicht weiter.

C]londyxke


Liebe Alias,

würde Dich gerne (vlt. mit PN) kontaktieren- geht das ?

Alias 706397


@ Seven.of.Nine

Du hattest geschrieben, daß Dein Sohn nicht spricht? Wie meintest Du das - fehlen im nur speziellen Situationen wie etwa mit dem Onkel die Worte oder kommuniziert er überhaupt nicht? Magst Du mal aufzählen, wie sich die 'Andersartigkeit' Deines Jungen äußert oder vielleicht mal ein typisches Beispiel nennen, in welcher Situation solch ein 'Ausraster' passiert?

Ja, so könnte man es nennen. Es fehlen ihm in diesen Situationen, wenn er ausrastet, die Worte. Wie gesagt, heute haben wir viel geredet. Aber manchmal erzählt er eben einfach Unsinn. Gerne auch mal sexistisch. :-/

Um ihn zum ausrasten zu bringen, reicht manchmal ein einfaches Nein.

Das hat er beim Onkel wesentlich weniger gehört als bei mir. Klar. In der Gruppe ist er auch wegen Kleinigkeiten/Nichtigkeiten wie das Essen ausgerastet. Und manchmal friert er eben auch einfach ein. Dann steht er da und regt sich nicht mehr. Reagiert auf nichts. Auch das ist wohl für die Fachleute in der Klinik ein Hinweis für etwas Negatives. Dieses Verhalten zeigte er allerdings schon im Kindergarten und die Erzieherinnen dort waren relativ raltlos.

Alias 706397


Liebe Clondyke

Liebe Alias,

würde Dich gerne (vlt. mit PN) kontaktieren- geht das?

nicht böse sein, aber ich möchte gern anonym bleiben. Aber wenn du etwas hilfreiches für mich hättest, dann schreib es doch ruhig hier rein. @:)

SIevsen.oEfm.Ninxe


Das ist so nicht korrekt und das habe ich auch nicht so geschrieben.

Ich ahnte schon, daß es ein Fehler von mir sein würde, zu sehr auf das Verhalten des Onkels einzugehen. OK - dann lassen wir den Onkel mal links liegen, denn der ist meines Erachtens nur ein winziger Baustein im großen Ganzen.... ;-)

Und manchmal friert er eben auch einfach ein. Dann steht er da und regt sich nicht mehr. Reagiert auf nichts. Auch das ist wohl für die Fachleute in der Klinik ein Hinweis für etwas Negatives.

Was ist denn das für ein 'Fachmann', der hier von etwas Negativen spricht? %-|

Diese Leute sollen das Verhalten analysieren, also nach der Ursache suchen und zwar deshalb, damit dem Jungen die Behandlung zukommt, die er benötigt. Ob dies nun Medikamente oder eine Therapie oder sonst was sein wird, das hängt nun mal davon ab, wie gründlich dieses Therapiezentrum arbeitet und auf was das Hauptaugenmerk gerichtet ist.

Aber wenn du etwas hilfreiches für mich hättest, dann schreib es doch ruhig hier rein.

Vielleicht magst Du meine Frage von vorhin noch beantworten: Auf was genau ist dieses Therapiezentrum spezialisiert? Ist sie nur auf ADHS spezialisiert oder auch auf die Autismus-Spektrum-Störung?

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