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Mein Sohn (8) muss in ein Therapiezentrum, bin so fertig

I#ceLad5y_5x0


Und - wie ein mir sehr wichtiger Mediziner mal sagte - man kann ja Läuse UND Flöhe haben.

Gruselig, genau diesen Satz hat jemand in der Konferenz auch gesagt.

Ok... das ist gut so. Denn es nutzt nichts, wenn der Patient widersprüchliche Symptome hat, sie in eine Krankheit pressen zu wollen. Man muss dann sehen, was es begleitend noch sein kann. Es gibt dabei auch Dominoeffekte.

Versteht Dein Sohn die Ablehnung durch den Vater? Bzw. wie erlebt er das für sich, kann er sich darüber äußern?

d\anaex87


Also wie gesagt, ich leide nicht wirklich unter Gewichtsschwankungen.

Alias 706397


Versteht Dein Sohn die Ablehnung durch den Vater? Bzw. wie erlebt er das für sich, kann er sich darüber äußern?

Wie sollte er das verstehen mit seinen acht Jahren? Aber lassen wir das Thema bitte, ok?

Alle Beteiligten, insbesondere die Klinik richtet ihr Augenmerk im Moment nur darauf, ihn zu behandeln und etwas zu finden, das ihm alles leichter machen könnte. Im Moment schleichen sie ein Medikament bei ihm ein, was mir schon Sorge bereitet hat. Aber die Hoffnung ist größer und ich muss Vertrauen haben. Allerdings war meine Hoffnung und wohl auch die vom Chefarzt, dass mein Sohn (sollte sich das Medikament positiv auswirken) nach dem Klinikaufenthalt und der Einstellung wieder in die bisherige Einrichtung zurück gehen kann. Aber das haben die abgelehnt. :°(

d5anaxe87


Das ist doof, aber nun auch nicht mehr zu ändern. Du bist an seiner Seite und das ist schonmal viel. Was soll er denn bekommen und wogegen soll es helfen wenn sie noch gar nicht wissen was es denn ist?

Alias 706397


Das Medikament gehört zur Gruppe der Neuroleptika und soll gegen diese Spitzen, also diese unkontrollierbaren Ausraster eingesetzt werden.

d=anake87


Na ja, der Neuroleptika sind es ja viele. Die Frage ist doch wo das Medikament ansetzen soll. Ich finde es seltsam etwas zu geben ohne das eine Diagnose vorliegt und es kommt mir irgendwie wie stochern im Dunkeln vor. ":/ ":/

SHunflQowerS_73


Finde den Ansatz von Ice_Lady bzgl. der emotionalen Verarbeitung bzw. möglichen Störungen dort gut!

Ansonsten:

Neuroleptika sind Medikamente, die durchaus eine Daseinsberechtigung haben. Die aber auch Nebenwirkungen haben. Bei einem 8jährigen gefühlt auf "gut Glück" einfach mal Neuroleptika geben: Löst bei mir Unbehagen aus.

Es ist schade, dass Du tendenziell ziemlich an der Oberfläche bleibst und div. Fragen nicht beantwortest... WAS löst Ausraster aus? WAS lernt Dein Sohn, um damit umzugehen? Welche Diagnosen standen/stehen im Raum und wurden warum verworfen?

Es macht auch nicht so viel Sinn, best. Aspekte abzublocken (bspw. den Vater). Denn man kann Läuse und Flöhe haben und bei so komplexen Symptomen müssen ALLE Einflussfaktoren berücksichtigt werden!

S1even..ofS.Ninxe


Das Medikament gehört zur Gruppe der Neuroleptika und soll gegen diese Spitzen, also diese unkontrollierbaren Ausraster eingesetzt werden.

Bekommt er Risperdal/Risperidon?

Bei einem 8jährigen gefühlt auf "gut Glück" einfach mal Neuroleptika geben: Löst bei mir Unbehagen aus.

Das scheint bei den meisten Menschen Unbehagen auszulösen, aber wenn man mal in den Beipackzettel schaut und liest, wofür dieses Medikament zugelassen ist, dann wird klar, warum man auch einem so jungen Kind schon ein Neuroleptika verschreiben kann:

[[http://www.apotheken-umschau.de/do/extern/medfinder/medikament-arzneimittel-information-Risperdal-0-5mg-Filmtabletten-A81159.html Risperidon wird angewendet]]

Zitat:

zur Kurzzeitbehandlung (bis zu 6 Wochen) von lang anhaltender Aggression bei geistig behinderten Kindern (ab mindestens 5 Jahren) und Jugendlichen mit Verhaltensstörung

dLan?ae8x7


Das gilt für dieses Medikament, aber wir wissen ja gar nicht welches es denn sein soll.

S!unDflowbexr_73


Zum einen das. Zum anderen: Ist der Junge geistig behindert? Jugendlich ist er nicht... Die Risperidon-Gabe in den zitierten Fällen st auch

Nicht falsch verstehen. Ich bin absolut nicht gegen Neuroleptika, weiß den Wert durchaus zu schätzen. Aber hier scheint mir vieles schwammig. Was ja ggf. aber auch an den Schilderungen der TE liegen kann.

m,ondC+stexrne


Neuroleptika sind ursprünglich für die Behandlung von Schizophrenie gedacht. Niedrig dosiert können sie jedoch auch helfen bei Aggressionen, die auf Beziehungsängsten beruhen.

So gesehen kann ich die Entscheidung der Ärzte nachvollziehen. Aber mehr als ein Behandlungsversuch ist es wohl nicht, weil es kein wirklich passendes Medikament gibt.

Ich würde auf dieses Thema nicht zu viele Gedanken verschwenden wollen, weil es Sache der Ärzte ist. Mir ist in diesem Zusammenhang der persönliche Aspekt wichtiger.

Ich frage mich weiterhin, was die Ausraster ausgelöst haben könnte. Um da weiter zu kommen, müsste man mehr über die konkreten Umstände bei der Abreise des Onkels wissen.

@ Sunflower_73

Es macht auch nicht so viel Sinn, best. Aspekte abzublocken (bspw. den Vater). Denn man kann Läuse und Flöhe haben und bei so komplexen Symptomen müssen ALLE Einflussfaktoren berücksichtigt werden!

Ich finde es sinnvoll, die Diskussion thematisch etwas zu begrenzen. Wir haben hier schon die Schuldfrage diskutiert, was eine große Baustelle ist. Außerdem ist die Vorstellung, ihr Sohn muss in ein Therapiezentrum, weil Behinderung droht, für die Mutter ein Schock. Sicherlich gibt es noch vieles, was die Mutter belastet, wovon wir teilweise nicht wissen.

Wenn die Mutter hier nicht mehr schreibt, weil ihr das alles zu viel wird (woran sie auch schon gedacht hat), können wir dem Sohn auch nicht helfen.

L@iWan- Jixll


Wenn die Mutter hier nicht mehr schreibt, weil ihr das alles zu viel wird (woran sie auch schon gedacht hat), können wir dem Sohn auch nicht helfen.

Ich glaube nicht, dass irgendwer hier den Anspruch erhebt, dem Sohn helfen zu können oder zu wollen. Dafür sind doch die Ärzte und Therapeuten da. Und dass die TE nicht soo viel von den Einzelheiten preisgeben möchte, muss jeder hier akzeptieren. Ich vermute mal, der Faden sollte vorrangig dazu dienen, sich das alles mal von der Seele zu schreiben.

Alias 706397


Richtig geraten, es ist Risperdal! :)^

Er bekommt es jetzt seit Freitag. Und ja, es löst tatsächlich Unbehagen in mir aus. Aber es ist auch eine kleine Hoffnung für mich!

Ich werde jetzt etwas schreiben, was dem einen oder anderen nicht gefallen wird.

@ mond+sterne

Wenn die Mutter hier nicht mehr schreibt, weil ihr das alles zu viel wird (woran sie auch schon gedacht hat), können wir dem Sohn auch nicht helfen.

Bei allem Respekt, ihr könnt meinem Sohn so oder so nicht helfen. Ihr sitzt irgendwo in der Welt verteilt an euren Rechnern, Laptops, Handys etc. und kennt ihn nicht einmal, geschweige denn mich. Und ich möchte auch einfach nicht alles hier offen legen und wieviel ich offenbare, ist meine Angelegenheit. Jeder hat seine Grenzen und ich bin im Moment einfach nur fertig und habe nicht immer die Kraft, zu schreiben oder alle Fragen bis ins Detail zu beantworten.

Ist es so schwierig, sich vorstellen, wie ich mich gerade fühle? Ich habe letztes Jahr mein eigenes Kind in eine Einrichtung geben müssen, schweren Herzens! Und jetzt stehe ich genau wieder an dem Punkt. Ich muss ihn in eine andere Einrichtung geben! Ich mag mir kaum vorstellen, was der Kleine empfinden wird, wenn ihm gesagt wird, dass er nicht in seine gewohnte Umgebung zurück gehen, sondern schon wieder woanders untergebracht wird. Das tut so verdammt weh und ich konnte gestern endlich mal heulen. Alleine, zuhause, auf dem Sofa. Danach war es etwas besser. Aber es ändert nichts an den Tatsachen. Nichts!

Was ich mir erhofft habe, sind Denkanstöße und keine Forderungen. So wie diese von Individualist. Und vielleicht auch Trost und Mut zusprechen.

Ich glaube nicht, dass irgendwer hier den Anspruch erhebt, dem Sohn helfen zu können oder zu wollen. Dafür sind doch die Ärzte und Therapeuten da. Und dass die TE nicht soo viel von den Einzelheiten preisgeben möchte, muss jeder hier akzeptieren. Ich vermute mal, der Faden sollte vorrangig dazu dienen, sich das alles mal von der Seele zu schreiben.

So ist es und das, was ich beantworten kann, darauf gehe ich auch ein.

Die Sache mit seinem Vater ist doch ganz einfach und schlüssig gewesen. Er hat keinerlei Interesse an seinem Sohn, egal wie sehr ich ihm entgegen gekommen war. Das gleiche gilt für dessen Eltern, auch sie haben null Interesse für ihr Enkelkind. Es besteht keinerlei Kontakt. Was also sollte man da näher beleuchten? Was ich über den Vater an Verhaltensauffälligkeiten weiß, habe ich in der Klinik dem Arzt und der Therapeutin mitgeteilt. Allerdings sehen die dort nicht wirklich einen Zusammenhang. Dazu müsste man die Eltern befragen, aber das haben wir aktuell alles beiseite geschoben, da jetzt das Handeln im Vordergrund steht und nicht die Ursachenforschung, die sich bei meinem Sohn eben mehr als schwierig zeigt. Und genau deshalb bin ich ja so verzweifelt!

L!i:chtAmHorixzont


@ Alias

Ich habe ihm dann gesagt, dass ich ihm doch bei dem Gespräch in der Einrichtung schon erklärt habe, dass dieses Verhalten nicht der Weg nach Hause ist, sondern es im Gegenteil, dann noch länger dauert.

Du hast dem Jungen, verklausuliert, gesagt, dass er selbst mit seinen Ausrastern und wenn diese nicht aufhören, daran Schuld ist, wenn sein Aufenthalt in der Klinik länger dauert? Ich hoffe, ich habe da etwas falsch verstanden. Wenn nein: Um Gottes Willen... :-o

mgond+s`te|rnxe


@ LichtAmHorizont

Ich hoffe, ich habe da etwas falsch verstanden.

Ja, Du hast da etwas falsch verstanden. Die Mutter hat ihrem Sohn die Wahrheit gesagt, und ich finde das gut.

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