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Sex.Mißbrauch

S5. w7a2llisxii


Hallo Emily1971

Bei mir lief der Mißbrauch snders ab.....ohne Bedrohung.....oder körperliche Gewalt.

War bei mir genauso und das macht die ganze Schuldsache natürlich schwierig, wobei wirklich absolut nicht garantiert wäre dass z.B. ein Missbrauch mit körperlicher Gewalt oder Erpressung oder sogar eine Vergewaltigung nicht zur selben Verwirrung und dem Gefühl "schuld zu sein" führen kann - meiner Beobachtung nach ist das nämlich sehr häufig der Fall.

Dass dir deine Therapeutin suggeriert dass du nicht schuld bist ist richtig und du solltest das auch selbst tun. Es ist erstmal nicht so wichtig ob du diese Überzeugung(sversuche) auch emotional annehmen kannst.

Deine Beiträge lesen sich für mich sehr selbstprogrammierend, du erkennst nicht nur dass du dich schuldig fühlst sondern redest dir es zusätzlich auch noch ein. Es wäre besser es genau anders rum zu machen, also dir sinnvolles einzureden oder zumindest nichts negatives.

Deine Selbsterkenntnis dass du siehst dass du auf emotionaler Ebene Schuld und vermutlich Selbsthass fühlst ist schon auch richtig (und wichtig), aber programmier dich nicht damit. Das sind Emotionen. (und die sind sozusagen immer Momentaufnahmen) und keine unabänderlichen Zustände oder Zukunftsprognosen. Es geht dabei nicht nur um's schreiben sondern auch wie du denkst. Z.B. "Ich bin Schuld", "Ich werde nie vorankommen/immer schneiden" - Besser wäre "Ich fühle mich (noch) schuldig" oder abstrakter (das hätte den Sinn einen Willen zur Ablehnung oder Abstand zu diesen Schuldgefühle zu entwickeln) "Ein Teil von mir fühlt Schuld" oder sowas. Und sich selbst zu attestieren dass sie nie was bessert ist natürlich eh nicht sehr sinnvoll.

Ich halte dabei nicht mal so übermäßig viel von Affirmation und dergleichen aber in dem Ausmaß wie du es in negativer Richtung betreibst kann es einfach nur Gift für dich sein, dreh es um 180° oder lockere es wenigstens. (Wenn man mit sowas arbeiten will sollte man sich allerdings auch bewusst sein dass negatives Gedankengut sich kaum einfach wegradieren lässt, man muss es in gewisser Weise auch annehmen bevor man es loslassen kann)

Leider wird das höchstwahrscheinlich nicht reichen, du merkst ja selbst dass es bisher nichts geändert hat wenn es dir die Therapeutin sagt, und ich nehm an zumindest versucht hast du es bestimmt schon es dir auch selbst einzureden. Das ist nur ein Teil (tu's trotzdem!).

Ein anderer Teil ist Verzeihung - und zwar dir selbst gegenüber. Verzeih dir dass es dir gefiel und alles was du dir vorwirfst. Auf rationaler Ebene ist das zwar seltsam denn wo gäb's da was zu verzeihen wenn du doch eigentlich gar keine Schuld hast, aber auf emotionaler Ebene wäre es wichtig. Verzeih dir!

Vielleicht denkst du dass du das nicht kannst und vielleicht hast du damit erstmal Recht, sperr dich dann einfach nicht dagegen und setze es dir als Ziel ohne dir Druck zu machen, glaube an die Möglichkeit dass es geht und versuche bis du es wirklich tun kannst eine innere Bereitschaft dazu aufzubauen.

Ansonsten hm.. Das mit der Selbstverzeihung ist mir am wichtigsten dir mitzuteilen, der Rest sind nur so Gedanken. Was mir sonst noch einfällt ist auch recht klassisch, wie die Schuldgefühle an sich halt, und zwar geht es da um Kontrolle und Opfer-sein, ersteres will man behalten, immer und sogar für die (besonders für diese) Vergangenheit und zweiteres will man natürlich nicht sein, jedenfall nicht von jemand anders. Es ist leichter sich als Täter (Mitschuldigen, Alleinschuldig, Verantwortlich) zu sehn als zuzulassen dass man ein Opfer war. Diesen Kontrolle-Selbstschutzversuch loszulassen wär natürlich gut, helfen kann dabei Selbstmitleid (das ist schon mal ok für ne Weile), Wut oder gar Hass auf den Täter, oder auch Gott und die Welt (auch das am besten nur zeitweise, sowohl in Selbstmitleid/Opferdenken als auch Wut/Hass kann man sich natürlich verlieren). Und emotionale Verletzlichkeit zuzulassen, das kann vielleicht auch helfen.

Alles Gute :)*

E`milhy19x71


Hallo s.wallisil und alle anderen,

Ersteinmal möchte ich mich für Eure Beiträge bedanken.

Ihr habt mir gezeigt,und auch gesagt,daß ich nicht Schuld bin.

Ich hatte heute wieder Therapie und da war genau daß das Thema.

Ich bin nicht Dhculd,es sei normal ,daß Kinder/Jugendliche solche Gefühle empfinden,nur er hätte es verhindern müssen,denn ich war seine Schutzbefohlene.....so meine Therapeutin.

Und ja.....es war Mißbrauch....

Ok nun habe ich die Vergewisserung.

Aber wie lsnge habe ich sie ,bis ich mir dann genau wieder die selbe Frage stelle?

Hätte ich bloß woriterhin geschwiegen.

Wäre es nur nicht ans Licht gekommen.

Dann wären meine Seele und meine Arme,jetzt nicht so vernarbt.

CuoFmraxn


Aber wie lsnge habe ich sie ,bis ich mir dann genau wieder die selbe Frage stelle?

Dann schaust du hier ins Forum deinen letzten Beitrag und siehst, wie du es selbst erkannt hast.

Egal, was du damals gefühlt hast oder heute glaubst fühlen zu müssen: du musst dich für nichts schämen, und schuld bist du schon mal erst recht nicht. Du hast nichts falsch gemacht.

d anaMe87


1. Ist es keine Schande sich rückzuversichern.

2. Kannst du jeden Tag im Alltag daran arbeiten. Ich möchte da auf wasilis Beitrag hinweisen, was man denkt macht die Struckturen im Gehirn aus. Jedesmal wenn du also wickelst mach dir klar das du eine andere Wahl triffst und das er dieselbe Wahl gehabt hätte und mach dir deutlich wieviel Auswahl das Kind vor dir hat. Jedesmal wenn ein Kind flirtet sieh es dir genau an was es wirklich will und mach dir klar das du genauso warst und genau dieselben Sachen wolltest.

E3miHly1x971


Ich werde mich immer schuldig fühlen und auch immer zurückversichern müssen.

Das nervt mich total.

dVanae8x7


Nur wenn du so darauf bestehst. Weißt du wie das Gerhin arbeitet? Immer wenn man etwas wieder und wieder denkt dann werden die Bahnen immer weiter ausgebaut und damti fester. Wenn du also immer wieder denkst:

Ich werde mich immer schuldig fühlen und auch immer zurückversichern müssen.

dann wird das zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Du selbst schaffst damit die Bahnen in deinem Gehirn die dich immer wieder auf diese Bahnen führen.

Edmily1x971


Ich weiß,dnn es läuft ja schon 25 Jahre so.

Hätte ich nur nie geredet.

Dann wären meine Arme,der Bauch und die Oberschenkel noch on takt.

dDaWnaxe87


Warum hast du denn damals geredet?

EHmilCy19Y7x1


Weil ich drei Wochen stationär in der Klinik war.

Weil ich drei Monate in einer Tagesklinik war anschließend und die Psychologin mir auf die Schliche kam.

d#angaeg8x7


Und was hat dich stationär in die KLinik und danach in die Tagesklinik gebracht? Sicherlich nicht dein tiefes inneres Glück, deine Ausgeglichenheit und deine große Selbstliebe oder?

Emmily1E97x1


Nein,der Auslöser 2009 war,daß mir ein Kind verunfallt ist damals in meinem alten Kinderladen.

Damit bin ich nicht klar gekommen.

Gebe mir die Schuld und fing wieder an zu schneiden.

Dazu kamen dann noch Suizidgedanken.

dQanaPe87


Deine Arme wären also nicht heil weil du die wunden einfach so oder so hattest. Irgendwas wirft einen früher oder später immer aus der Bahn wenn da so eine offene Wunde unter der Haut schwärt. Schweigen war also keine echte Option.

E)mHil!y197x1


In dem Sinne bringt mir das schneiden viel.

dkanaxe87


Es trägt nur die inneren Wunden nach draussen. Warst du mal länger in einer Klinik? Du scheinst mir unfassbar festgefahren in deinen Denkmustern, eventuell wäre es gut wenn man da mal sehr intensiv arbeiten könnte?

E,milIy19x71


Hi,

Ich bin ja schon lange in Therapie.

Zuerst machte ich die dbt und wurde 2x raus geschmissen.

Jetzt mache iwcqh tiefenpsychologisch fundierte Therapie seit zwäri Jahren.

Ich war 4x auf der Krisenstation.....das letzte mal 2012 als meine Mama starb.

Eine längere stat.Therapie habe ich nicht geplant.

Meine Arbeit ist mir wichtig und meine Tiere kann ich für so lange Zeit nicht unter bringen.

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