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Anti-Depressiva. Ja oder Nein?

Ztwacmk44


Nein, ich war arbeitsunfähig geworden; ADs waren meine einzige Chance, und es hat ja geklappt! Ich habe immer einige Baustellen gleichzeitig: in der letzten Zeit 1-2 OPs jährlich, 2009 ein Non-Hodgkin-Lymphom mit Chemo und dann regelmäßige Nachsorge. Da fallen Leber- und Nierenwerte sowieso an - alles im grünen Bereich. Ängstlich bin ich nicht, nehme Blutdrucksenker und gegen Depression Antidepressiva, wäre ich Insulin-pflichtig, würde ich mir das halt spritzen, damit mein Schilddrüsenhormonspiegel intakt bleibt, nehme ich täglich L-Thyroxin, da ich zu Vitamin D- und -B12-Mangel neige, nehme ich beide Vitamine täglich, weil ich Nervenprobleme im Arm habe, nehme ich täglich Vitamine B1+B6 - Angst warum? Wenn Du merkst, dass Dir ein Medi nicht gut tut > Medikamentenwechsel. Und wie ich oben schon geschrieben habe: Ohne ADs und ohne meine Frau würde ich heute nicht hier sitzen und im Forum Beiträge schreiben können.

~cKügel:chenx~


Ich würde gerne mal meine Erfahrungen mitteilen, vielleicht kann ich dich ja auch ein wenig beruhigen.

Ich bin seit fast 1 1/2 Jahren in Psychotherapie, unter anderem auch wegen Depressionen. Meine Therapeutin hat mir dann ziemlich bald angeraten es mal mit einem Antidepressivum zu versuchen, nachdem pflanzliche Mittel nicht geholfen haben.

Lange Rede kurzer Sinn: ich habe dann Amitriptylin bekommen, nicht nur weil ich stark selbstmordgefährdet war, sondern auch wegen chronischen Schmerzen. Ich hatte auch erst Bedenken, da man ja eben auch viel schlechtes hört über solche Medikamente, aber mir hat es sehr geholfen. Rezept bekomme ich immer von meiner Psychiaterin, aber sie und meine Therapeutin arbeiten gut zusammen, und besonders meine Therapeutin hat mir die Angst genommen, indem sie sagte das ICH entscheide wann ich ohne Medis klar komme. Ich nehme das Amitriptylin jetzt seit auch schon ca. 14 Monate, und bin gerade dabei langsam aus zu schleichen. Ich habe die Erfahrung gemacht, das man irgendwann selbst spürt ob man soweit stabil ist, es auch ohne zu versuchen.

Die Medikamente sind ja nur zur Unterstützung da, damit eine Therapie auch gut verlaufen kann ohne große Belastung. Natürlich gibt es auch Menschen, bei denen solche Medikamente leider nicht gut helfen, aber genauso gibt es auch Menschen bei denen das wirklich geholfen hat.

Ein Antidepressivum soll ja auch nur solange genommen werden wie nötig, da ist es immer am besten kein Ziel zu setzten zum absetzten, sondern zu gucken wie man mit der Zeit zurecht kommt wenn man einmal das richtige Mittel gefunden hat.

Ich habe auch nur so eine geringe Dosis wie nötig genommen, sodass ich eben stabil war, aber nicht total abgeschirmt und ruhig gestellt. Das wichtige ist denke ich, immer genau zu schildern wie man sich fühlt, auch unter einem Medikament. Ein guter Psychiater wird mit dir zusammen arbeiten, und alles auf deine persönlichen Bedürfnisse abstimmen.

Aber es ist auch deine eigene Entscheidung so was zu nehmen. Ein Antidepressivum bedeutet nicht immer das man total abstumpft und ohne nicht mehr klar kommt. Ich habe zwar noch viel an mir zu arbeiten, aber durch die Therapie bin ich inzwischen so gestärkt, da sich bald ohne Medis klar kommen kann. Wenn es dir schlecht geht, dann würde ich es an deiner Stelle mal versuchen, denn es kann eine wirkliche Unterstützung sein.

Hyapp[y BPanaxna


Ich teste mich seit einem Jahr durchs Universum der Antidepressiva. Fluoxetin, Quetiapin, Valdoxan, Elontril und noch was anderes. Helfen tut mir bisher nichts von all dem wirklich. Es schlägt einfach nicht so an, als das ich eine großartige Verbesserung spüren würde. Bei mir fällt aufgrund von Magersucht der Großteil der Antidepressiva raus, da ich ich mich komplett weigere etwas zu nehmen, wo eine ganz massive Zunahme mit zu den allerheftigsten und sichersten Nebenwirkungen gehört. Und das Gewicht bleibt bei vielen dann trotz Sport und sehr gesünder Ernährung oben, obwohl das Medikament seit Monaten nicht mehr genommen wurde. Manche haben innerhalb von 2 Monaten über 10 Kilo zugenommen obwohl sie sich gesund ernähren.

Das erste Antidepressiva das ich bekam hätte mich fast in den Suizid getrieben, hatte wochenlang 24 Stunden am Tag die reizende penetrante Nebenwirkung Suizidgedanken. Quetiapin hatte ganz gut geholfen, aber das hatte mich völlig ausgeknockt, habe tagelang geschlafen, unter Valdoxan bekam ich grausame quälende Alpträume, nur Elontril wirkt momentan ganz okay. Aber die Antriebslosigkeit, tiefe Traurigkeit, Panik, Flashbacks....ist trotzdem nach wie sehr massiv.

Ich glaube am besten kann das zeug wirken wenn die Depression etc. eher organisch bedingt ist, wenn sie wie bei mir durch äußere Einflüsse entstanden ist und immer noch immer wieder gefüttert wird, dann scheint es wenig ausrichten zu können.

~{Küge%lXcheDnx~


Das ist sehr schade dass Antidepressiva nicht bei dir funktionieren, aber ich muss da entgegen werfen das ich von Amitriptylin nicht mehr als 3 Kilo zugenommen habe, und die sind auch schon wieder runter.

Außerdem ist die Depression bei mir nicht organisch bedingt(alles schon ausgeschlossen worden) sondern ist durch eine Posttraumatische Belastungsstörung entstanden. Und auch bei mir gibt es immer wieder Trigger denen ich nicht ausweichen kann, womit ich immer wieder mit meiner Vorgeschichte konfrontiert werde.

Es geht also auch durchaus anders.

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