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Angst vor Gruppen zu sprechen, insbesondere vor fremden Menschen

eWxpertbe56 hat die Diskussion gestartet


wer kennt das auch? Ich halte mich dann auch immer möglichst kurz. War auch schon in Therapie deswegen, ein Stück weit ist es dadurch besser geworden, aber nicht 100 % weg. Wer glaubt, dass Ängste komplett therapierbar sind? Ich denke, das ist nicht so. Ein Stück von der Angst bleibt.. Es ist auch immer so, wenn ich die Leute dann 14 Tage kenne, kann ich mich besser öffnen als am Anfang. Nun zählt aber der erste Eindruck, wie manche behaupten mehr als alles andere. Ich soll an meinem Sozialverhalten arbeiten, sagt meine Therapeutin. Ja gut, das ist aber nur begrenzt möglich. Ich bin nicht therapieresistent aber auch nicht 100 % offen gegenüber anderen Menschen. Auch wenn man in einer Gesprächsrunde privates vom Wochenende oder so erzählen soll, ist es mir unangenehm, weil zu privat. Auch in der Schule vor der Klasse sprechen ist vielen Jugendlichen unangenehm, ich habe sowas auch zu Schulzeiten nicht gerne gemacht. Was sagen andere hier?

Antworten
mDoond+asterxne


Wer glaubt, dass Ängste komplett therapierbar sind?

Ängst sind lebensnotwendig und lassen sich nicht wegtherapieren.

Was sagen andere hier?

Man sollte sich schon gut überlegen, was man fremden Leuten erzählt und was nicht. Deshalb sind diese Ängste auch sinnvoll.

LZeChadtNoxir


Du beschreibst etwas, das mir auch zueigen ist...und ich möchte Lehrerin werden. Ich liebe diesen Beruf, habe aber Angst, mich vor eine Gruppe zu stellen und zu sprechen (gleiches gilt für Situationen, in denen ich über mich reden soll). Schlimm, oder?

Ich tüftele gerade selber an diesem Problem und bin bisher zu dem Schluss gekommen, dass nur eines hilft: sich der Situation aussetzen. Will in meinem Falle heißen: ich halte in der Uni im Seminar manchmal zwei Referate, statt nur des einen erforderten. Ich habe ein Ehrenamt (bei der Tafel) angenommen bei dem ich viel mit fremden Menschen reden muss. Zudem gebe ich Nachhilfe in verschiedenen Jahrgangsstufen und stelle mich somit oft in einer Klasse vor die Schüler und unterrichte 90 Minuten lang. Anfangs zerreiße ich innerlich fast vor Anspannung und Furcht, aber im Laufe der Stunde, wenn ich sehe, dass keiner mir was Böses will, entspanne ich mich (etwas). Anschließend verlasse ich die Klasse mit einem Gefühl von Stolz: Ich habe es geschafft! Ich habe mich meiner Angst gestellt! Manchmal geht auch eine Stunde ein wenig in die Hose und die Angst vor der näcvhsten Stunde steigt. Aber ich stelle mich der Situation erneut. Ich möcht enicht locker lassen.

Ich denke, es ist möglich, das freie Sprechen vor Leuten zu üben. Natürlich geht es manchmal schleppend voran, aber jeder kleine Schritt, ist ein kleiner Schritt näher am Ziel. Und natürlich hat alles seine Grenzen. Aber wenn du diese erstmal kennst - und um diese kennenzulernen, muss man Wagnisse eingehen - wird man besser damit umgehen lernen. Versuche auch, diese "Schwäche" an dir zu akzeptieren. Auch hieran arbeite ich zur Zeit, und tue mich damit immens schwer, will ich doch perfekt sein. Aber ich sehe den Sinn dahinter: keiner ist frei von Schwächen. Wer dies begreift, lernt damit umzugehen.

EuhemaTlig8er Nutzer (##46719x3)


Ich denke, es ist möglich, das freie Sprechen vor Leuten zu üben.

Ist de facto Voraussetzung. ;-)

Bin selbst kein offener Mensch und auch kein 'Social Butterfly', Präsentationen waren immer ein Graus für mich. Mittlerweile arbeite auch in einem Sprechberuf, in dem ich viel mit Menschen unterschiedlichsten Hintergrunds zutun habe und mich in diesen typischen Referatssituationen wiederfinde.

Ich komme bei den Menschen gut an und erhalte positives Feedback. Muss sagen, ein Großteil ist einfach wirklich Show, Selbstüberwindung und natürlich Übung Übung Übung!

Was ratsam ist sind Coachings, sprich wenn du jemanden dabei hast, der auch aus diesem Fach kommt und dir danach/in den Pausen qualifiziertes Feedback geben kann. Oder auch Videoaufnahmen, wo man den Auftritt dann Revue passieren lassen kann.

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