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plötzliche Depression - Lariam Nebenwirkung?

F6rau IRtiha91 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

war vor bis vor 2 Wochen in Südafrika und habe mir zuvor eine Malariaprophylaxe verschreiben lassen, die sich Lariam nennt. Die Ärztin hatte mir gesagt, dass es dort, wo ich hinfahre, kein wirkliches Malariagebiet ist, aber man die Tabletten trotzdem nehmen kann.

Das tat ich auch. Allerdings traten nach ca 5 Wochen relativ starke Depressionen auf. Ich habe immer versucht anderen zu gefallen und mich selbst entwertet, was eine schlimme Zeit war. Zusätzlich konnte ich mich dort auf nichts mehr wirklich freuen und hatte an nichts wirklich Spaß, was sehr schade ist, da dort eigentlich alles perfekt war, ich war aber sozusagen blockiert, sodass ich keine wirklichen Gefühle wahrnehmen konnte. Ich setzte das Medikament daraufhin unverzüglich ab, wonach es noch einmal sehr schlimm, dann aber etwas besser wurde. Das Gefühl bei alles beliebt sein zu wollen und perfekt sein zu müssen habe ich nicht mehr. Die letzte Tablette nahm ich vor 6 Wochen ein, nach 6-wöchiger Einnahme zuvor. Jetzt ist es aber so, dass diese bereits oben beschriebene Lebensfreude und das Empfinden von Glück oder Wut/Trauer immer noch nahezu komplett ausbleibt. Ich kann mich auch nicht mehr gefühlsmäßig in Situationen hineinversetzen, was mich ziemlich verzweifeln lässt. Hinzukommt Interessenlosigkeit, Gleichgültigkeit und das Fehlen von Spaß Leidenschaft für bestimmte Dinge, was das Leben ja eigentlich so lebenswert macht. Ich merke, dass ich immer noch die alte bin und schon Sachen gut oder schlecht finde, aber total abgeschwächt und eben nicht (sorry für die Ausdrucksweise) "geil" oder "scheiße". Da ist etwas in mir, das ansetzt, aber nicht zum Zuge kommt oder nur total abgeschwächt und vernebelt. Unterschiedliche Ärzte unabhängig voneinander bestätigten mir, dass das Medikament bekannt für meine Beschreibung sei und auch eine lange Halbwertszeit hat, sodass vielleicht jetzt erst einmal die Hälfte aus meinem Körper raus ist. Beim Neurologen wurde festgestellt, dass es keinerlei Auffälligkeiten bei meiner Hirnfunktion gibt, also ist da alles tiptop. Eine Blutuntersuchung ergab, dass meine Schilddrüsenwerte nahe an einer Unterfunktion liegen, aber da besteht wohl zur Zeit noch kein Handlungsbedarf. Zudem habe ich vor 2 Wochen aufgehört die Pille nach langjähriger Einnahme zu nehmen, da ich sie momentan einfach nicht benötige.

Kann das alles irgendwie so zusammenhängen mit den Hormonen und verschwindet das wieder? Ich hab Angst, dass mein Zustand so bleibt, auch wenn diese Art Blockade manchmal ein kleines bisschen aufzubrechen scheint? Würde mich über Antworten freuen! DANKE!

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