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Ich will so nicht mehr leben :(

Mhuh3Ku-h2x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

zugegeben der Titel klingt echt hart, aber ich kann nicht mehr. Ich bin fertig mit den nerven und SO will ich nicht mehr leben. {:(

Mir ist jetzt seit rund zwei Monaten dauerhaft schlecht. Es gibt keinen Tag an dem ich keine Beschwerden habe. Die Beschwerden gehen von Übelkeit bis Bauchweh und Sodbrennen, bis Hitzegefühl in Kopf und Schultern und Appetitlosigkeit. Dazu kommt der ganze Kleinmist, wie weiß belegte Zunge und grundlose blaue Flecken (Ich weiß nicht ob das im Zusammenhang steht, aber zumindest sind diese ''Beschwerden'' da).

Die Ärzte tippen auf akute Gastritis. Aber zwei Monate ??? %-| Deswegen soll ich zur Zeit auch Patoprazol nehmen.

Eine andere Vermutung von der Ärztin war Reizmagen/darm. Aber auch wenn ich nichts gegessen habe? [ Ich weiß schon garnicht mehr, was ich überhaupt essen soll. Ich ernähre mich seit einiger Zeit nur noch von Laugengebäck und Weißbrot ]

Meine Blut- und Stuhlergebnisse waren übrigens völlig in Ordnung. Auch Urin war okay. Vor einem halben Jahr hatte ich eine Magen- und Darmspiegelung. Auch da war nichts zu finden.

In drei Wochen ist erst mein nächster Termin bei einem Gastroenterologen. Wie soll ich das aushalten?

Gibt es Untersuchungen die ich unbedingt verlangen sollte?

Was soll ich noch tun? Ich bin verzweifelt. Bitte sagt mir, dass es wieder vergeht und ich wieder ein normales Leben führen kann :°(

Antworten
K+atr%isxcha


Hallo MuhKuh,

erstmal vorweg. Kopf hoch! Alles geht irgendwann wieder vorbei. Gaaaanz sicher! Ich hab auch schon soooviel gehabt und mitgemacht und dachte, es geht nicht mehr und irgendwann blickst Du zurück und dann ist diese doofe Zeit nur ein kleiner Abschnitt in Deinem Leben.

Ich bin zwar kein Arzt aber auch ich habe Erfahrungen mit Pantoprazol und Omeprazol gemacht. Für MICH war das Zeug pures Gift. Ich habe Nebenwirkungen ohne Ende davon bekommen... u.a. Hitzewallungen, Kopfweh, Verwirrtheit, Muskelschmerzen usw.... klar hab ich alles brav weitergenommen, weil ich ja was gegen die Übersäuerung im Magen tun wollte. Und irgendwann hab ich gesagt, jetzt reichts. Habe mich dann belesen und viele verschiedene Dinge umgesetzt...

Mehrmals täglich paar Esslöffel Haferflocken mit Wasser kurz aufkochen oder Mikro damit er schleimig wird.... und gegessen

Basenpuler gekauft täglich eingenommen

Überhaupt mehr basische Lebensmittel konsumiert: zb. Kartoffeln, Tofu, Banane usw.

Viel Wasser oder Teemischungen gegen Übersäuerung

Das Ganze ging dann so zwei Wochen und ich war beschwerdefrei! Und die Nebenwirkungen der Säurehemmer waren schon nach 2 Tagen verschwunden.

Wenn ich heute merke, dass die Beschwerden wieder losgehen, was bei Weitem nicht mehr häufig ist, beuge ich vor mit u.a. den genannten Tipps und dann eskaliert es auch gar nicht mehr.

Mit Sicherheit ist das kein Allheilmittel und was genau sich hinter Deinen Beschwerden verbirgt, kann ich auch nicht sagen und das muss schon ein Arzt herausfinden, aber vielleicht hilft Dir das ein wenig.

Lg

fOl-owHerli


Nimmst du Medikakamente, die das als Nebenwirkung haben können?

M-uhKuXhx21


Ich nehme Pantoprazol morgens und abends und nach Bedarf MCP Tabletten (Ja, ich weiß die sind gefährlich. Aber die helfen im Moment ganz gut) :)

M'uhKguh2x1


@Katrischa wie hast du das Basenpulver eingenommen? Einfach morgens in Wasser gemischt? Und wo bekomme ich das?

r%athilose


Sorry für die Kritik, aber wenn du wegen der paar 0815 Symptome, die gerade mal 2 Monate andauern, schon nicht mehr LEBEN willst, was willst du machen, wenn du wirklich mal Probleme bekommst? :-o

PsraLd2aiTSeufexl


MuhKuh21 das tut mir sehr leid, ich weiß sooo genau, wie du dich fühlst. Ich laboriere leider schon einige Jahre mit dem Magen herum. Du bist also nicht alleine und nur damit du nicht gleich denk Kopf noch tiefer hängen lässt: Es geht jetzt bei mir bergauf und man kann sehr viel machen. Man muss nur wissen, was!

Zunächst einmal würde ich bei dem Arzt auf eine Magenspiegelung drängen. Der Verdacht ist ja gut und schön, aber was los ist sieht man nur bei der Endoskopie. Evtl. hast du eine Infektion mit Helicobacter Pylori und das kann man auch nur per Magenspiegelung sicher abklären. Und weg bekommst du den auch nur per Antibiotika etc.., nicht rein durch PPI's (Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol etc...).

Deine Ernährung kann dir auch schon sehr viel weiterhelfen. Informiere dich mal über basische Ernährung. Das was du grade zu dir nimmst, macht das Problem nur noch schlimmer. Klar saugen Weißbrot und Co. erstmal die Säure auf, sind aber Säurebildner und verstärken das Problem somit eher noch. Es wäre gut, wenn du eine Weile Brot und Getreide ganz aus deiner Ernähung streichen könntest.

Bei mir bringt Glutenfreie Ernährung gerade den Durchbruch (glaube ich jedenfalls, mache es erst eine Woche), aber selbst wenn du nicht glutensensibel bist, ist der Verzicht auf Getreide jeglicher Art eine gute Sache, da diese wie gesagt stark säurebildend sind.

Schau mal, ob du dir Käsepappeltee im Internet bestellst. Der Tee ist gut bei Schleimhautreizungen und Entzündungen und schmeckt besser als der Name verspricht ;-)

Verzichte auf Zucker so gut es geht, auf Alkohl, Zigartetten und auf Kaffee.

Klingt hart, ich weiß.. aber dir wird es besser gehen damit, davon bin ich überzeugt.

Gute Besserung!!! :)_

MkuhKuhx21


Vielen Dank für die ganzen Antworten. Wenigstens weiß ich jetzt, dass ich nicht allein damit bin und das man es schaffen kann.

Ich werde morgen noch einen Termin beim Psychologen und bei einer Klinik machen für eine Magenspiegelung. Ich hoffe es geht jetzt bald auch bei mir aufwärts

PQradaBTeufAexl


Ich drück dir die Daumen! Die Psyche spielt bei Magengeschichten ja auch immer eine große Rolle, ich hab da auch so meine Probleme. Aber ich weiß, dass man über die Ernärhung viel schaffen kann. Als ich mal 6 Monate strikt Diät gelebt und mich eingeigelt hatte (brauchte einfach mal Ruhe, Ruhe, Ruhe) ging es mir dann endlich irgendwann laaaaaaaaaaaangsam besser. Ich war zwischendrin auch richtig depressiv, hatte Angst dass es nicht besser wird, dass ich keine Lebensqualität mehr habe etc... War keine schöne Zeit :-( Man traut sich kaum noch aus dem Haus und wenn man wie ich zusätzlich noch an Emetophobie leidet, ist das ein übler Teufelskreis.

Aber heute geht es mir wieder viel viel besser. Insgesamt schon durch die basische Ernährung und jetzt durch glutenverzicht noch viel besser (wobei ich laut Arzt Gluten vertrage!). Ach und viel Kohlensäure meide ich auch, trinke jetzt morgens eine Kanne milden Tee und über den Tag auch mal stilles Wasser mit nem Spritzer Apfelsaft im Büro und nur noch am Abend zu Hause Wasser mit Kohlensäure. Das kann ich mir leider nicht ganz abgewöhnen.

Wenn du Fragen hast...... ;-D

M\uhKyuh2x1


Ja von Emetophobie kann ich leider auch ein Lied singen :=o

Ich werde jetzt die Tage mal Reis und Kartoffeln probieren. Irgendetwas warmes muss ich ja essen. ^^

Ich hoffe es liegt nur an der Psyche. Wenn ich in mich hineinhorche merke ich schon wie unglücklich ich gerade bin, kann aber nicht sagen ob es die Krankheit ist oder ob ich einfach so unglücklich bin und gestresst.

P_rad|aTeufxel


Kartoffeln sind eine gute Sache. Reis ist auch eher säurebildend, wird aber von manchen mit Gastritis trotzdem ganz gut vertragen. Vielleicht noch etwas gedünstetes Gemüse dazu (also nicht unbedingt Tomaten / Paprika), das müsste eigentlich gehen. Ein Rührei kannst du versuchen, oder aus den Kartoffeln eben Püree machen. Hab mich damals das halbe Jahr von Kartoffeln, Kartoffelpü, Gemüse, Reis- und Maiskeksen mit etwas Butter, Bananen, ab und zu ein paar Nüsse, Mandelriegel von Alnatura und Geflügel ernährt. Ab und zu gab's Hühnerfrikassee, das war ein kulinarisches Highlight und wurde auch ganz gut vertragen.

Bei mir war es so, dass die Psyche sicher einen Teil dazu beigetragen hat, aber der Helicobacter kam ja nicht davon ;-)

Allerdings wurde ich durch die Erkrankung echt depri... das ging mir schon arg an die Substanz und ich hab auch fast 20 kg abgenommen in den 6 Monaten. Danach ging es aber wieder bergauf ;-)

Ich hab damals auch eine Therapie gemacht. Die hat mir sehr geholfen, allerdings zum Ende hin war es auch echt gut, da wurde es mir dann zuviel und ich musste nach 2 Jahren abbrechen. Also naja, die letzten genehmigten Stunden waren um und wir haben einfach keine Neuen mehr beantragt. Ich bin froh, dass ich es gemacht hab, aber es ist auch seeeeeeeeehr anstrengend und man muss fit sein dafür finde ich.

KGatriNscxha


Huhu Muhkuh. Wie genau das Pulver hieß... weiss ich nicht mehr. Da gibt es aber ne Menge. Einfach mal Googlen. 1x täglich zwei Messlöffel hatten bei mir gereicht....

Viel Erfolg

P2rada~Teuxfel


Als Basenpräparat kann ich Tribalance empfehlen. Gibt es als Pulver und als Tabletten und sind Citrate, die hier bevorzugt werden sollten. Hat sogar mein Heilpraktiker für gut befunden (ist auch lactosefrei etc...) und empfiehlt es jetzt auch weiter ;-)

Tribalance bekommst du im Internet.

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