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Krank im (durch) Job - was nun?

tMue1rki@shochx3 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag liebe Forumgemeinde!

Ich befinde mich momentan in einer größeren Lebenskrise und will mir jetzt einmal eure Ratschläge für ein sinnvolles Weitermachen, für den weiteren Weg, einholen.

Meine Situation: Ich bin seit einigen Jahren im Lebensmitteleinzelhandel beschäftigt. Anfangs Vollzeit, die letzten Jahre Teilzeit, jedoch weiterhin 5 Tage pro Woche. Es gab eine Zeit in der mir mein Beruf richtig Spaß gemacht hat. Aber diese Tage sind lange vorbei, leider.

Seit ca. 2 Jahren geht es stetig bergab. Sowohl das gesamte Betriebsklima in der Filiale, als auch mein persönliches Befinden. Mittlerweile gehe ich mit Magenproblemen, Nervosität und schlechtem Gefühl dorthin. Regelmäßige Schikanen und ungerechte Behandlung geben den Rest dazu bzw. sind mit der HaupgGrund für meine Situation. An 95 Prozent der Arbeitstage bin ich jedes Mal sehr erleichtert, wenn ich die Filiale verlassen habe und nach Hause gehen kann.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Lage spitzte sich in den letzten Monaten immer weiter zu und fand letztes Wochenende bzw. gestern ihren vorzeitigen Höhepunkt, als ich für meinen eigenen Umzug nicht freibekommen habe und als Dank gestern länger machen musste, ohne dass mir vorher davon etwas gesagt wurde. Das und die vielen kleinen Spitzen und Schikanen vorher führten dazu, dass ich gestern gegenüber eine unschuldigen Kundin richtig patzig wurde und sogar kurz davor war einfach zu schreien. Auf dem Nachhauseweg hätte ich fast einen Verkehrsunfall verursacht, weil ich 70 km/h zu schnell gefahren bin.

Als ich Zuhause war, hab ich mich einfach nur noch ins Bett geschmissen und von gestern 21 bis heute 8 Uhr durchgeschlafen. In den letzten Tagen nicht unnormal, dass ich so lange schlafe!

Heute mittag nach dem Duschen bekam ich eine Art Nervenzusammenbruch und musste weinen. Ich dachte mir: ,,Das kann es doch nicht sein. Du bist mitte 20 und DAS soll deine Zukunft sein?"

Dann bin ich wieder ins Bett, hab mich krank gemeldet, hab auch gesagt dass ich Depressionen habe und habe bis gegen Abend geschlafen.

Jetzt fühle ich mich auf der einen Seite erleichtert, auf der Anderen verunsichert, wie meine Zukunft aussieht.

Ich will eigentlich nicht wieder in meinen alten Job zurück. Für keinen einzigen Tag.

Mein Plan momentan sieht so aus, dass ich morgen zunächst zum Hausarzt gehe, ihm die Geschichte erzähle und mich so lange es geht krankschreiben lasse. Außerdem soll er mir eine Überweisung zu einem Facharzt (in dem Fall ja wohl ein Psychiater) ausstellen, der mich dann weiter behandelt bzw. krankschreibt. Über Dinge wie Krankengeld usw. habe ich mich bereits informiert, da ich davon ausgehe, dass die ganze Sache länger andauert.

Diese Zeit will ich nutzen, um mich entweder in einem anderen Teil meine Branche neu zu bewerben oder, wenn es im Einzelhandel garnicht mehr klappt, eine Art Umschulung zu machen um später z.B. als Sachbearbeiter oder Buchhalter zu arbeiten.

Ist das ein einigermaßen guter Plan? Oder was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Zuletzt möchte ich sagen, dass es guttut hier sein Herz auszuschütten und dass ich dankbar bin für jeden, der sich das hier durchliest und evtl. sogar Ratschläge hat! Danke :)

Antworten
LOi)chtA~mHorizzonxt


Falls Du nach so langer Zeit noch hier herein schaust…

Das klingt mir nach einem Burnout. Wie ist es weitergegangen? Wurdest Du krankgeschrieben? Wie lange?

Ich würde mir, sofern nicht geschehen, per Krankschreibung eine Auszeit nehmen und mich erst einmal beruhigen und dann überlegen, wie es weitergehen soll. Psychologische Unterstützung kann sicherlich auch nicht schaden.

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