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Ego aufpolieren: Was verleiht Eurem Ego Glanz?

ZtwerYgelf2


Ich bin ja der Meinung, dass es ausnahmslos jedem gut tut, wenn sein Ego "aufpoliert" wird. Das kann ein Kompliment eines engen Freundes sein, so wie in meinem Fall. Worte, die zugleich schmeicheln und motivieren, hört doch jeder gern. Davon kann sich niemand frei sprechen. Dieses Kompliment war nicht auf mein Äußeres bezogen, sondern auf Stärken, die ich habe, aber leider oft (von mir selbst) in Vergessenheit geraten. Mir hilft es ungemein, wenn mich von Zeit und Zeit jemand an genau die Stärken und positiven Eigenschaften meines Wesens erinnert.

Unter sein Ego selbst aufpolieren verstehe ich, dass ich mich zB vor den Spiegel stelle und sage:"Hey, du bist doch gar nicht so verkehrt, wie du manchmal glaubst." Jeder Mensch hat irgendwelchen Stärken und es tut gut, diese auch sich selbst ab und zu in Erinnerung zu rufen.

Ich habe kürzlich in einem Literaturwettbewerb den zweiten Platz belegt und einige Wochen vorher sogar mal den ersten. ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich auch solchen Ereignissen (sich mit anderen zu messen/konkurrieren) nicht unglaublich viel positives ziehen kann. Das pusht jedenfalls mein Ego sehr und schmeichelt mir. Das ist eine Form der Anerkennung und äußerst wichtig für uns Menschen. So meine Meinung.

S{. wlallisxii


Gute Frage, da hab ich bisher noch weiter drüber nachgedacht. Vielleicht sowas wie das Ich-Gefühl, das Selbstbewusstsein, mein Bild von mir selbst ...

+

Es geht mir zunächst einmal um mich selbst, um mein Selbstbewusstsein, mein Selbstbild, um meine Selbstsicherheit, mein Selbstwertgefühl

hm... ich hab da von jedem Begriff bestimmte und unterschiedliche Vorstellungen, ich glaub die decken sich wohl leider nicht immer so ganz mit den "offiziellen" Definitionen (die ja auch nicht so einheitlich und teilweise vielleicht auch widersprüchlich sind) also ist's vermutlich nicht so sinnvoll mit meinen Definitionen anzukommen. Ich denk aber es ist auf jedenfall sinnvoll über die Begriffe nachzugrübeln und für sich selbst auch genauer zu definieren, auch weil man dadurch automatisch auch die eventuellen jeweiligen Mängel zuordnet und näher betrachtet.

Das ist bei mir etwas anders. Ich brauche Bestätigung, weil man Ego so klein ist, dass ich es schon fast nicht mehr erkennen kann. Deshalb diese Diskussion.

Wie äußert sich das innerlich (emotional) und nach außen hin?

Was ich als allererstes empfehlen würde: dich selbst kennenlernen, "gutes" und "schlechtes". Ich möchte dir vermutenderweise widersprechen: Deshalb diese Diskussion, weil du dich nicht kennst. Es kann aber schon funktionieren sich im Außen zu wiederzuerkennen insofern wünsch ich dir Glück dass jemand etwas schreibt dass du wiedererkennen kannst/magst oder dich inspiriert.

Das Thema finde ich auf jedenfall spannend - auch wenn ich keine Ego-Push-Methoden schreiben mag.

m@ondm+sterxne


Das ist bei mir etwas anders. Ich brauche Bestätigung, weil man Ego so klein ist, dass ich es schon fast nicht mehr erkennen kann. Deshalb diese Diskussion.

Wie äußert sich das innerlich (emotional) und nach außen hin?

Ich beantworte Dir Deine Frage mal am Beispiel dieser Diskussion. Ich möchte hier über etwas diskutieren. Ich kann das Thema selbst schwer greifen. Es geht mir um das "Selbst" des Menschen. Es geht mir darum, was das eigentlich ist, und was ich tun kann, um den Zustand meines "Selbst" oder Ego, wie ich es im Eingangsbeitrag genannt habe, aufzubessern.

Das ist mein Anliegen. Aber ich bin mir dessen nicht wirklich sicher. Deshalb hat mich die Frage von DieKruemi beispielsweise erstmal aus dem Konzept gebracht, und ich musste lange überlegen, um sie so einigermaßen zu beantworten.

Wenn ich das nicht gemacht hätte, hätte ich irgendwas anderes geschrieben, und es wäre niemandem aufgefallen, dass es nicht wirklich mein Anliegen war.

Also innerlich emotional bin ich sehr unsicher und falle leicht um. Nach außen hin ist das nicht sichtbar. Deshalb verstehen sie mich nicht.

SnoroOmaxn


Was ich als allererstes empfehlen würde: dich selbst kennenlernen,

Das möchte sie ja. :-D

"gutes" und "schlechtes".

Die Trennung in diese zwei Kategorien ist dieses interne Bewerten. Für mond+sterne halte ich dieses Bewerten gerade NICHT für günstig, weil sie in ihren Eigenbewertungen oft bei schlechten Bewertungen rauskommt. Ich würde dazu raten, mal ihre Eigenschaften/Verhalten/Gefühle bewusster von Bewertungen zu trennen.

Vielleicht sowas wie das Ich-Gefühl, das Selbstbewusstsein, mein Bild von mir selbst ...

Es geht mir um das "Selbst" des Menschen. Es geht mir darum, was das eigentlich ist,

Du kannst psychologische Theorien dazu lesen: Freud ist da der Klassiker mit seinem Es, Ich und Über-Ich.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Strukturmodell_der_Psyche]]

Oder Bücher über Persönlichkeitspsychologie.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Differentielle_und_Pers%C3%B6nlichkeitspsychologie]]

Oder neurobiologisch angehauchte, z.B. Hüther: "Was wir sind und was wir sein könnten - ein neurobiologischer Mutmacher". (hier populärwissenschaftlich, der Neurobilologe denkt halt in Hirnstrukturen). Besonders gefallen hat mir das Buch aber nicht.

Das wären so theoretische Wege.

Ein praktischer: es gibt versch. Gruppentherapien. Die sind wertvoll, weil dort eben das vergleichen von Verhalten möglich ist, und so das Erkennen der eigenen Persönlichkeit/des eigenen Charakters. Zumindest im Vergleich zur Gruppe, die nicht zwangsweise repräsentativ sein muss. Oft bekommen alle Teilnehmer die gleiche Aufgabe, und es ist interessant zu sehen, wie gleich oder unterschiedlich das Ergebnis ist. Wie unterschiedlich Aufgaben verstanden werden. Und wie unterschiedlich viel an Mühe/Zeit investiert wird. Aufgaben können dabei ganz unterschiedliche sein: schon "sich den anderen vorstellen" ist so eine Aufgabe. Manchmal soll etwas beschrieben oder dargestellt werden. Manchmal etwas getan. Und man kann dort so viele Eindrücke verarbeiten: Körperhaltung, Stimme, den Inhalt der Worte, Verhalten, Initiative, Redeanteile, Pausen.

Selbsterkenntnis kommt dort aus der Betrachtung: wie mache ich gewisse Dinge, wie machen sie andere, wer passt sich stark an, wer passt sich kaum an. Es ist erstmal um Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Auch das geht OHNE Bewertung.

und was ich tun kann, um den Zustand meines "Selbst" oder Ego, wie ich es im Eingangsbeitrag genannt habe, aufzubessern.

Ich würde das mal anders benennen: du möchtest dein Selbstwertgefühl stärken? Mehr Selbstbewusstsein entwickeln? Unabhängiger werden? So finde ich, klingt das etwas freundlicher. ;-)

"Selbstbild" und "Fremdbild" wären hier die Stichworte. Gibt's etliche Bücher dazu. Die Wikipedia-Artikel sind ein Anfang.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstbild]]

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstwahrnehmung]]

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdbild]]

Fremdbilder kann man in Form von Feedback häufiger einfordern. Sehr interessant finde ich die Erkenntnis, wie stark die Wahrnehmung das verändert. Objektiv sind nur Messgeräte.

Wer keine Gruppe hat:

Google "selbstbild fremdbild fragebogen"

Sowas kann man dann mal anderen Menschen geben, deren Feedback man sich wünscht. Wichtig: gib sowas mehreren Leuten. Und ihr Fremdbild sagt meist mehr über sie aus, als über dich.

Also innerlich emotional bin ich sehr unsicher und falle leicht um. Nach außen hin ist das nicht sichtbar. Deshalb verstehen sie mich nicht.

Da gibt's ja mehrere mögliche Ansätze.

Ansatz 1) du würdest "ihnen" erleichtern, deine innere emotionale Unsicherheit zu erkennen, indem du diese auch mehr zum Audruck bringst, dich emotional öffnest. Dann kommen ggf. (von einigen) die von dir gewünschten Reaktionen von dich Trösten, dich Unterstützen, dir Helfen. Und andere werden sich in dieser von dir zum Ausdruck gebrachten Unsicherheit baden und ihr "Ego pushen" - so dieses - "Die kann ja gar nichts, da bin ja selbst ich noch besser"-Gefühl. Was in der Regel wieder bewirkt, dass dein dich Öffnen zurückgeht und der Schutzpanzer wieder kommt. Oder du unterscheiden lernst.

Ansatz 2) Warum ist es dir so wichtig, dass sie dich verstehen? Es geht in eine Richtung, die quasi den *Einfluss* der Fremdbilder/Fremdbewertungen auf dich deutlich reduziert. Gerade falls du dich davon sehr abhängig machen würdest.

Der dritte Weg als Reaktion auf deinen Satz:

3) Warum traust du ihnen nicht zu, trotz etwas, dass du selbst als nach außen dargestellte Sicherheit beschreibst, deine eigentliche innere emotionale Unsicherheit zu erkennen? Manchmal muss man anderen nur zugestehen, dass sie hinter deine Maskerade schauen können. Anderen mehr zuzutrauen. Ohne dass es in den Anspruch ausartet: der/die muss mich doch durchschauen können.

SlorLoman


Und zu deiner Ausgangsfrage: was stärkt mein Selbstwertgefühl?

Aus mir selbst heraus:

* wenn ich eine Herausforderung geschafft habe

* wenn ich meine Ziele erreiche

* wenn ich mir (aus innerere Motivation, aber auch aus externen Anregungen) meinen Weg baue und sich dieser für mich "richtig" anfühlt

* wenn ich aus vermeintlichen Fehlern lerne

Aus anderen heraus:

* wenn ich beachtet werde, Achtung, Beachtung und Aufmerksamkeit erfahre

* Wenn sich andere Zeit für mich nehmen und/oder gern mit mir zusammen sind

* wenn andere mich um Rat fragen und auf meine Sicht der Dinge wert legen

* wenn das, was ich tue, von anderen geschätzt wird

* wenn ich mich willkommen und angenommen fühle

S<oroxman


PS: der Rest deiner vielen direkten Fragen im Ausgangsposting ist zumindest mir deutlich zu persönlich, um das nun gerade hier zu beschreiben.

So, habe fertig. ;-D

BWalduxrhh


Im Prolog zu Goethes Faust steht ja der berühmte Satz:

"Was glänzt ist für den Augenblick geboren; das Echte bleibt der Nachwelt unverloren".

Gemessen an diesem Satz möchte ich nichts aufpolieren; denn dann müsste ich in regelmässigen Abständen zu einem Ego-Politurmittel meiner Wahl greifen, weil "der Lack ja irgendwann ab ist"

Soromans Beiträge finde ich hervorragend. Wenn man Bestätigung für das was man sagt oder tut bekommt, wächst das Ego. Wenn man seine eigenen Verhaltensweisen immer wieder kritisch hinterfragt, bleibt das wachsende Ego im Rahmen und man erliegt nicht der Versuchung, sich selbst für das Maß aller Dinge zu halten. Ehrlichkeit auch in den Dingen, die uns an uns nicht so gut gefallen, kann sehr hilfreich sein.

S~. w\all]isiLi


Es geht mir darum, was das eigentlich ist, und was ich tun kann, um den Zustand meines "Selbst" oder Ego, wie ich es im Eingangsbeitrag genannt habe, aufzubessern.

Das ist mein Anliegen. Aber ich bin mir dessen nicht wirklich sicher.

Wie gesagt, Selbsterkenntnis und Akzeptanz des Erkannten hilft da weiter. Anerkennung von außen ist glaube ich zwar gewissermaßen ein Grundbedürfnis und diesbezüglich schon potentiell hilfreich aber wenn der Selbstwert in größerem Maß lädiert ist fehlt das Grundgerüst, der Selbstwert wird auf Luft gebaut, bricht zusammen und braucht daher weiter beständige Bestätigung von außen ohne jemals zu füllen. Das gilt sehr vermutlich auch für Selbstlob und ähnliches, aber das ist auf jeden Fall eine gute Übung, schließlich braucht es auch hierzu Selbsterkenntnis und nebenbei muss man dazu eventuelle Selbstablehnung überwinden.

Also innerlich emotional bin ich sehr unsicher und falle leicht um. Nach außen hin ist das nicht sichtbar. Deshalb verstehen sie mich nicht.

Da fällt mir mehreres dazu ein:

Es ist weder verboten unsicher zu sein noch muss man emotional konstant empfinden.

Oft kann es Sinn machen Unsicherheiten, ob nun selbstsicherheitstechnischer oder emotionaler Natur nach außen hin zu zeigen. (Im Alltag ist es natürlich auch oft sinnvoll v.a. ersteres eben nicht zu zeigen, möglicherweise wurde dir das zur Falle und du hängst nun im Verstecken deiner Emotionen und Unsicherheiten fest (keine wirkliche Vermutung, einfach nur eine Möglichkeit))

Dir ist wichtig zu betonen nicht verstanden zu werden, das ist verständlich, weil du diesen Eindruck hast und weil es wahrscheinlich auch stimmt. Das wird sich mit Sicherheit bessern wenn du dich selbst besser verstehst. Hilfreich könnte dabei vielleicht sein wenn du dir keinen Druck machst, lass dir Zeit Emotionen, von ihrer Entstehung bis zum Ausklingen, zu durchleben und auch dabei Sicherheiten/Gewissheiten zu erlangen. Möglicherweise wird das mit bewusster Übung schneller gehen, vielleicht auch nicht. Vielleicht musst du das so akzeptieren und halt Lösungen finden die dir im Umgang mit Menschen aber auch dir selbst gegenüber gerecht werden. (Z.B. Dir die nötige Zeit einfach verschaffen mit "Da muss ich erst drüber nachdenken" oder sowas um ein ganz banales Beispiel zu bringen). Eventuell findest du aber auch nach entsprechnd gründlicher Suche in dir geistige Blockaden die deine Unsicherheiten (z.B. "wie meine ich das jetzt eigentlich?") verursachen und kannst sie nach und nach auflösen.

Was man fühlt und wer man ist, das kann man erkennen aber auch bilden, große Teile davon sind natürlich nicht tatsächlich kontrollierbar geschweige denn auszusuchen, aber vieles sind Entscheidungen oder hängen von Entscheidungen ab. Also wenn du dich hier und da nicht erkennen kannst, dann entscheide dich einfach (auch sogar versuchsweise (das sollte man bzgl Außenwirkung allerdings moralisch im Auge behalten weil es für den Gegenüber unfair sein kann)) oder eben nicht und bleib solang dir danach ist unsicher/unentschlossen/unentschieden, auch das ist legitim und kommunizierbar.

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