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Hilfe, meine Freundin hat versucht sich umzubringen !!!

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Hey, so wie es aussieht, wird meine Freundin nun doch in einer Klinik in Herborn untergebracht.

Sie meinen es ist nur "für ein paar Tage", sorry aber ich hege da ein großes Misstrauen...

Hat jemand Erfahrung mit dieser Klinik gemacht, insbesondere wie sind Regelungen mit Handy, Besuch usw. Und Aufenthalt, wie groß steht die Chance dass sie dann wirklich nach ein paar Tagen wieder draußen ist ?? Ich misstraue Kliniken einfach, nachdem ich meine Erfahrung damit gemacht habe.

Ich hab ihr trotzdem gesagt, sie soll das als Chance sehen und als Therapieanfang. Und vielleicht darf ich sie ja "sogar" besuchen, anders als sie mich in meiner Klinikzeit :(v

Wenn sie es trotzdem gar nicht aushält, hab ich ihr gesagt, kann sie mir das sagen. Immerhin hat sie gerade selber am Telefon gesagt, dass es eher auf Zwang basiert, und wenn es ihr nichts bringt, und sie sie vielleicht zwingen wollen, trotzdem drinnen zu bleiben, dann möchte ich ihr helfen. Vielleicht sehe ich das zu kritisch und zu misstrauisch, aber Leute gibts...

Ich hab ja auch nichts gegen die Ärzte möchte ich gleich anmerken, ich finde es gut, dass sie in der Nähe von Ärzten ist, aber ich weiß halt aus meiner Klinikzeit, dass die Betreuer richtig Schei*e sein können...

JVu[lxey


Hat jemand Erfahrung mit dieser Klinik gemacht, insbesondere wie sind Regelungen mit Handy, Besuch usw.

Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir manchmal ganz gut getan hat, keinen Besuch zu bekommen und mein Handy nur eingeschränkt benutzen zu dürfen. So beschäftigt man sich mal mit sich selbst und kann sich nicht dauernd ablenken.

Ich hab aber keine Ahnung davon, wie es in dieser Klinik geregelt ist, kommt sicher auf die Station an, auf die sie kommt.

Tzig\erbaendxigerxin


Vielleicht sollte deine Freundin auch ein wenig offener gegenüber der Klinik sein.

Klar ist es erstmal zwang, aber sie könnte ja auch sagen "gut, ich teste es ein paar Tage, vielleicht ist es ja sogar gut für mich"...

Schwer in der Situation, kann es mir schon vorstellen, aber es kann ja ein Einstieg in die ambulante Therapie sein

dxanaex87


Wie genau meinst du "Gespräche mit Eltern und Freundin zusammen" nur sie beide, oder Betreuer oder sonst jemand anderes dabei ?

Ich meinte Therapeut und dann Freundin mit Familie zusammen und wenn sie will dann auch mit dir zusammen. Einfach damit ein Moderator da ist, jemand der Ahnung hat und erklärt was sinnvoll ist und wo die Möglichkeiten liegen. Auch damit du fragen kannst wieso es diese oder jene Einschränkung geben kann oder muss.

Zur Klinik:

Nein, die kenne ich nicht, aber in meiner Klinik herrschte mindestens drei Wochen lang Kontaktsperre, man wurde angehalten es auf ein Minimum zu begrenzen, einfach weil man sich sonst nie ganz auf den ganzen Betrieb einlässt. Man braucht die Klinik als sicheren Raum, einen Schutzraum in dem man sicher ist vor den Problemen vor draussen, wenn man dann vnon Freunden, Partnern oder Familienangehörigen irgendwas negatives mitbekommt steht einem das in der Klinik im Weg, man ist gesitig nicht voll da und noch dazu ist man ja hilflos weil man in der Klinik ist. Damit wird die Klinik vom Schutzraum zum Gefängnis und dann kann man da gar nichts mehr erreichen.

Dazu kommt noch das man ja meist als kranker Mensch in kranken Struckturen lebt und wenn man die immer wieder an den Hacken hat, so über Besuch, dann ist das auch nicht hilfreich. Es geht um einen selbst und viele die so unsicher sind, orientieren sich viel zu sehr an dem was die anderen Menschen wollen. Erst wenn sie das nicht immer wieder hören, können sie sich selbst richtig wahrnehmen.

Wenn du eine Maßnahme nicht verstehst, oder auch sie, dann bittet darum euch zu erklären welchen Wert das haben soll.

Natürlich können Betreuen Deppen sein, sind ja auch Menschen, direkt nach meinem Klinikaufenthalt hätte ich das über meine Therapueten auch gesagt. In der langen Rückschau kann ich allerdings sagen: Sie hatten Recht, ich wollte nur nicht hören was sie mir zu sagen haben. Ja, sie haben Fehler gemacht, aber da war auch viel gutes dabei und ich war einfach nur noch nicht soweit da mitzugehen.

Also geh erstmal davon aus das die Menschen da helfen wollen und selbst wenn sie mit einem Betreuer nicht klar kommt, wenn man sich vernünftig benimmt und dann mit den Menschen da spricht und sachlich erklärt wieso man mit der Person nicht kann, ist es auch möglich den Betreuer zu wechseln. Also seht es erstmal positiv, sie kommt zu Hause raus und kann die Füße auf den Boden bekommen und du bist auch entlastet.

V_ideogameTr260x5


@ Danae87

Ich versuche mir ja einzureden, dass mein grundsätzliches Misstrauen in diesem Fall vielleicht nicht zutrifft. Wir haben telefoniert vorhin, und da hat sie mir erzählt, dass sie 14 Tage da bleibt, wahrscheinlich weil die Medikamente erst nach 14 Tagen circa wirken. Sie durfte ihr Handy nicht behalten, aber es gibt ja in jedem Klinikum Telefone

Ich versuch auf jeden Fall mal, sie zu besuchen, mit ihr zu telefonieren etc.

Halt unterstützen während ihrer Klinikzeit, die hoffentlich wirklich nur 14 Tage dauert. Danach kann sie ja eigentlich ambulant therapiert werden, wenn nichts dazwischenkommt. Das hat zumindest dieser Gutachter gesagt.

JEulexy


Vielleicht ist es ja ne 14Tage-Krisenintervention. Es ist durchaus üblich, sowas von Anfang an zeitlich zu begrenzen.

dTana.e8x7


Wenn sie nun Medikamente bekommt ist das sehr sinnvoll. Denn die wirken erst Antriebsverstärkend und dann stimmungsaufhellend. Deshalb steigt erstmal das Risiko für einen Suizid bis die Medikamente die volle Wirkung entfallten. Es ist also zu ihrem Schutz sehr sinnvoll unter Beobachtung zu sein.

VTideoSgamger2x605


Hey Leute, noch eine Sache.

Und zwar hängt sie sehr an mir, als sie in die Klinik kam ist sie gleich kurz raus gerannt und hat mich angerufen bevor ihr das Handy abgenommen wurde. Nun höre ich von ihrer Mutter, dass sie nicht bleiben möchte, weil sie mich nicht sehen kann, und jetzt meint die Mutter, dass die Ärzte sagen, dass sie erstmal keinen Kontakt zwischen ihr und mir wollen, da die Therapie keinen Sin hat solange sie ihr Leben von meinem abhängig macht.

Ich denke allerdings manchmal, dass die Mutter das Ärzte-Argument vielleicht erfindet, damit wir uns nicht sehen, ich hatte von Anfang an das Gefühl, das sie mich nicht mögen.

Denkt ihr ich bilde mir das ein oder könnte sie das tatsächlich erfinden ?

Es waren zuerst auch 1 bis 2 Wochen angesagt, dann wurde meiner Freundin direkt am Anfang (Mittwoch, sie wurde am Dienstag eingewiesen) gesagt, dass sie vielleicht länger bleibt...

Ich will lieber das sie länger bleibt und dafür stabil ist, aber ich stell mir sofort vor, dass sie sie am Ende da 5 Wochen oder so gegen ihren Willen drinbehalten.

Ich mein mir wird gar nichts gesagt, die Mutter richtet mir was aus wenn sie mit ihr telefoniert, aber mir wir jede Chance genommen, mit ihr zu telefonieren, sie zu sehen, ich weiß nichtmal auf welcher Station sie ist. Ich werde kaum miteinbezogen, dabei schreibt sie mir doch so eine wichtige Rolle in ihrem Leben zu, aber ich werde trotzem komplett außen vor gelassen. Hätte sie nicht mit mir telefoniert, würde ich wahrscheinlich nicht mal die Klinik wissen.

Dabei bitten mich die Eltern, sie gut zu unterstützen, aber ich denk mir : JA WIE DENN ??

Ich weiß einfach nicht wie, ich hab das Gefühl das alle gegen mich und sie sind. Ich mein, ich dachte im Krankenhaus wird sie überwacht bis die Pillen wirken, wenn sie sie jetzt noch länger drin behalten, obwohl sie das von Anfang an nicht wollte, eine Tagesklinik ist ja auch noch eine Option eigentlich.

Ich hab das Gefühl sie ist unerreichbar für mich, aber ich weiß dass sie mich auch so unheimlich vermisst. Ich hab ihr einen Brief geschrieben, er heute angekommen sein sollte, aber ich bekomm nichtmal darüber Auskunft, ich weiß nicht mal ob sie ihn bekommen hat, ich weiß nicht wie es ihr geht, ich weiß gar nichts.

t4enni<squijcky


Es ist üblich in einer Klinik in der ersten Zeit "Kontaktsperre" zu haben - das betrifft aber eigentlich alle Personen, auch die Eltern.

Erst wenn der Patient gefestigt ist und kooperativ, wird diese Sperre aufgehoben.

In einem Thread wurde erwähnt, dass Zwänge nicht heilbar seien - so ein Quatsch!!!! Mit einer richtigen Verhaltenstherapie, am idealsten stationär, ist das auf alle Fälle möglich. Erkundige dich mal, ob die Klinik das anbietet und wenn nicht, suche für deine Freundin eine verhaltenstherapeutische Klinik. Ohne diese Therapie wird sie ihre Zwänge ewig haben.....

Depression und Zwang ist leider verwandt, also gleiche Transmitter sind betroffen.

Mach du dir jetzt mal keinen Kopf und lass deine Freundin in Ruhe Therapie machen - glaube mir, ich bin vom Fach, DU KANNST DAS NICHT!!!! Versuche nicht sie aufzuhetzen, sondern unterstütze sie, indem du ihr erzählst, dass es für sie gut ist, wenn sie dort ist. Sicherlich will sie raus, weil eine Therapie anstrengend (aber effektiv) ist, aber sie muss da durch. Gerade bei Essstörungen ist das häufig ein Problem, da für die Betroffenen die Störung nicht als solche erkannt werden.

d9anaFe8x7


Und zwar hängt sie sehr an mir, als sie in die Klinik kam ist sie gleich kurz raus gerannt und hat mich angerufen bevor ihr das Handy abgenommen wurde. Nun höre ich von ihrer Mutter, dass sie nicht bleiben möchte, weil sie mich nicht sehen kann, und jetzt meint die Mutter, dass die Ärzte sagen, dass sie erstmal keinen Kontakt zwischen ihr und mir wollen, da die Therapie keinen Sin hat solange sie ihr Leben von meinem abhängig macht.

Das Argument ist im Grunde sehr schlüßig. Solange sie nicht entdeckt das sie für sich selbst Leben will wird das alles nicht richtig greifen, aber um das zu erfahren muss sie eine Weile ohne dich sein, merken das auch ohne dich nicht alles öde und leer ist.

Ich verstehe das es dir Angst macht, es macht immer Angst wenn der Partner sich ein Stück entfernen soll, aber sie hängt ungesund nah an dir dran.

Dabei bitten mich die Eltern, sie gut zu unterstützen, aber ich denk mir : JA WIE DENN ??

In dem du ihnen erstmal vertraust, glaubst das die Ärzte es so gesagt haben, in dem du nicht versuchst deine Freundin heimlich zu kontaktieren. Gleichzeitig kannst du immer wieder nachfragen, vielleicht etwas festes mit ihnen ausmachen damit du auch Sicherheit hast das du hörst wie es ihr geht und das sie grüße ausrichten.

Eqhemalige;r Nwutzerx (#15)


Videogamer

Ich lese hier schon von Anfang an mit - nicht nur als Moderator, sondern auch als "privat"-Mensch.

Jetzt möchte ich doch mal etwas sagen:

Ich werde kaum miteinbezogen, dabei schreibt sie mir doch so eine wichtige Rolle in ihrem Leben zu, aber ich werde trotzem komplett außen vor gelassen.

Genau deswegen, weil Du für sie eine so wichtige Rolle einnimmst, mußt Du erst mal außen vor bleiben.

Nicht, weil Du in irgendeiner Weise verkehrt bist, das geht nicht gegen Dich als Person, als Mensch. Sondern ihre Gefühle für Dich, besser gesagt, ihre Abhängigkeit von Dir ist momentan der Punkt, der für eine Genesung destruktiv ist.

Dabei bitten mich die Eltern, sie gut zu unterstützen, aber ich denk mir : JA WIE DENN ??

Indem Du akzetierst, dass ein Kontakt zwischen Euch momentan nicht gut für sie ist.

Ich weiß einfach nicht wie, ich hab das Gefühl das alle gegen mich und sie sind.

Es geht hier und jetzt in keiner Weise um Dich. Sondern für die Ärzte/Psychologen geht es ausschließlich um sie. Deswegen hat noch lange Keiner etwas gegen Dich, sondern wenn, dann haben sie etwas gegen ihre ungesunde Einstellung zu der Beziehung zu/mit Dir.

Ich mein, ich dachte im Krankenhaus wird sie überwacht bis die Pillen wirken, wenn sie sie jetzt noch länger drin behalten, obwohl sie das von Anfang an nicht wollte, eine Tagesklinik ist ja auch noch eine Option eigentlich.

Sei ehrlich: Für Dich ist das die bessere Option, weil Du dann Kontakt zu ihr hättest.

Wenn Du wirklich das Beste für sie willst wie Du immer betonst, dann akzeptierst Du, dass Du im Moment keinerlei Kontakt zu ihr hast - eventuell auch für länger.

Ich hab das Gefühl sie ist unerreichbar für mich, aber ich weiß dass sie mich auch so unheimlich vermisst.

Das tut sie mit Sicherheit.

Und genau das ist der Punkt. Sie vermisst Dich zu sehr, sie vermisst das, was Du ihr gegeben hast.

Aber solange sie Dich als Blitzableiter, als Katalysator für ihre Problematik hat, wird sie nicht voran kommen.

JMan7x4


Kann man hier von einer massiven gegenseitigen Abhängigkeit sprechen (die den jungen Protagonisten noch gar nicht so klar ist, in ihrer Tragweite)?

Das Mädel braucht den Jungen als "Mittel" gegen ihre eigenen seelischen Qualen, weil er ihr hilft, für sie da ist, sie versteht usw? Und der Junge braucht das Mädel, weil das für-sie-dasein seinem Leben einen Sinn gibt, diese Rolle ihm ebenfalls behilflich ist gegen seine eigene innere Leere und seine Depressionen?

Genau so entstehen zumindest jahre- und jahrzehntelange, betonfeste pathologische Beziehungen, die auf Dauer beide kaputtmachen (inkl deren Kinder). Ich, und divere andere Leute die ich kenne, können ein Lied von sowas singen. Dass man sowas in eurem Alter nicht durchschaut, ist klar Viele Paare schaffen das bis ins hohe Alter, bis zum Lebensende nicht.

Caleo EdVwarYds 5v. Dawvonpoxort


Die Flucht zu dir, wie ich das bereits nannte, ist nun erst einmal gekappt. Ob es dann im nachhinein das beste ist, da bleibe ich ein bisschen skeptisch. Ob dieser Zwang so richtig ist, das wird sich zeigen. Aber da irgendwas zu boykottieren ist wirklich nicht gut, Videogamer. Vielleicht hilft es ihr ja und dann wäre es doch sehr schade für euch die Hilfe zur torpedieren.

Mich würde ja mal echg interessieren wieso sie dahin ist. Aus Angst oder will sie wirklich Hilfe und sieht in diesem Aufenthalt auch jene...

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