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Mein Leben: Depressionen, Ängst, Suizidgedanken, Therapie

MXammKuxt86 hat die Diskussion gestartet


Hallo Forum,

schon lange lese ich hier im Forum still mit. Wobei ich genau weis, dass es mir oft nicht gut tut ":/ , aber irgendwie ist es fast wie eine Sucht mich mit dem negativen zu beschäftigen. Suche fast gezielt nach Diskussionen wo es um Depressionen oder um Suizid geht.

Wieso kann ich gar nicht wirklich sagen.

Ich ringe schon lange mit mir hier zu schreiben. Hatte mich bisher aber nie überwinden können. Teils aus Angst, teils aus Scham.

Habe mich nun entschieden es doch mal zu versuchen. Teils um zu lernen über meine Probleme zu quatschen, um mich anderen anzuvertrauen, über Probleme und eventuell auch Lösungen zu diskutieren. Und zum anderen Teil um mich zu überwinden und vieles was mir durch den Kopf geht schriftlich festzuhalten. Habe es schon offline versucht aber habe es nie über ein paar Sätze hinaus geschafft und es dann doch wieder gelöscht.

Mal einige Daten zu mir:

Ich bin 29 und leide schon seit meiner Kindheit, denke erste Auffälligkeiten zeigte ich schon als Kleinkind, an Depressionen. Es gab bei mir denke ich keinen typischen Auslöser für meine Depressionen und Ängste. Die Situation in meiner Kindheit war leider nicht sehr schön. Es gab immer viel Streit, Intrigen. Es war wahrlich keine Schöne und entspanntes Umfeld.

Das Problem stellten da meine Großeltern väterlicherseits da. Sie waren / sind einfach böse. Vor allem meine Großmutter. Sie hassten meine Mutter (meine Mutter zog zu meinem Vater - wir lebten alle unter einem Dach, also meine Großeltern, meine Eltern, meine beiden Brüder und ich). Sie machten ihr das Leben zu Hölle. Könnte da so viele Geschichten erzählen :°( .

Ich war denke ich schon immer sehr emotional und sog die misse Stimmung auf wie ein Schwamm. Wollte vor allem meiner Mutter zu Seite stehen, aber was soll ein kleines Kind das die Welt noch nicht versteht da machen. Das einzige was ich tun konnte war sie zumindest nicht auch noch mit meinen Problemen zu belasten. Begann schon früh meine Probleme für mich zu behalten. Ich denke ich fing schon in der Volksschule damit an. Weis noch, dass ich da zwar noch einige Probleme aus der Schule teilte, aber auch nicht alles was mich belastete.

Und ich denke in dieser Zeit war es auch ungefähr, dass meine Mutter unter der Last des Mobbings fast zerbrach. Sah sie immer wieder in Tränen ausbrechen. :°( . Es machte mich fertig sie so zu sehen, aber nicht zu wissen was ich tun soll. Ich weis noch, dass ich am liebsten zu ihr gegangen wäre und sie einfach in den Arm genommen hätte und ihr gesagt hatte wie lieb ich sie habe. Aber ich habe es nicht getan. Wieso weis ich nicht. Denke ich war damals schon zu verwirrt. Und dafür hasse ich mich heute noch! :-( :-(

Gerade drückt es mir die Tränen heraus. Aber anstatt die Trauer einmal zulassen zu können, schlucke ich es wieder. Darf ja niemand mitbekommen, dass es mir schlecht geht. Glaube ich will sogar mir selbst etwas vorspielen.

Ab der Hauptschule habe ich mich immer mehr zurückgezogen. Ich habe nicht nur aufgehört meine Probleme zu verheimlichen sondern habe mich immer mehr in mich selbst zurückgezogen. War immer mehr in mich gekehrt. Meine Eltern wussten meine Stimmungsschwankungen immer weniger zu deuten. Mein Unwillen mich zu öffnen und zu erklären brachte meine Mutter immer wieder zum Kochen. Ich denke einfach aus Verzweiflung. Aber ich blieb stur und schwieg.

Um sie nicht weiterhin wütend zu machen verdrängte ich alle meine Probleme und Emotionen. Wurde zur emotionslose Marionette, lachte mal hier und mal da. Die Stimmung in der Familie besserte sich, aber mit mir ging es immer weiter bergab. Weinte mich immer wieder in den Schlaf. Erstickte dabei mein geschluchzte im Kopfkissen. Schämte mich für mein Verhalten, für meine Schwächen. Schämte mich dafür am Leben zu sein.

Wurde dann langsam Suizidal. Fing an immer mehr über den Tod nachzudenken. Wege die da hin führen. Ob mich jemand vermissen würde. Ging damals dann soweit, dass ich dachte meine Eltern würden mich hassen und währen froh wenn ich tot währe.

Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich da meiner Erinnerung tauen kann, aber mir kommen immer wieder Erinnerungen hoch, dass ich wenn ich alleine war in der Küche stand. Mit einem Messer an der Brust und dachte: Ein stich, nur ein Stich und dein Leid ist vorbei. Aber ich schaffte es nicht. Immer wieder brach in unter Tränen zusammen und hasste mich weil ich es nicht schaffte.

Ich musste zu diesem Zeitpunkt schon genau, dass ich Hilfe brauche. Dass ich zu tief in dieser Schei*** war um da jemals wieder alleine raus zu kommen. Aber immer blieben meine verzweifelten Schreie Stumm und mein Gesicht emotionslos. Aber meine Seele blutete in Strömen und schrie und schrie, aber kein Wort kahm mir über die Lippen.

Als ich die Schule beendet hatte und eine Lehre begann besserte sich mein Zustand dann Langsam. Ich hatte nun etwas dass ich mochte, dass mir Freude bereitete. Ich lebte nun nur noch die Arbeit. Währe am liebsten 16 Stunden am Tag dort gewesen.

Ich vertraute mich jedoch weiterhin niemanden an. Machte alles mit mir selbst aus. Lies niemanden so wirklich an mich heran. Ich lies keine Beziehung die über ein normales Arbeitsverhältnis hinausging zu. Selbst Fragen über den Feierabend und Wochenende waren mir zu viel.

Das ging dann drei Jahre gut. Nach Abschluss der Lehre bekam ich eine neue Aufgabe. Und mein Leben war von einem Tag auf den anderen wieder die Hölle. Ich merkte sofort dass ich dieser Aufgabe nicht gewachsen war. Es überforderte mein können. Überhaupt meine sozialen Kompetenzen.

Aber wie sollte ich sagen, dass ich es nicht schaffe. Aus Angst und auch sehr aus Scham sagte ich nichts und versuchte mein bestes zu geben. Aber desto mehr ich versuche mich anzustrengen, desto mehr versagte ich. Es dauerte nicht lange kleinen Fortschritte der letzten drei Jahre waren dahin. die Suizidgedanken waren wieder da. Der Wunsch es zu beenden. Die Schmerzen zu beenden. Die nie enden wollenden Gedanken zum schweigen zu bringen. :°(

Irgendwie (ich weis nicht wie ich das durchgehalten habe) schaffte ich es diese Tätigkeit ca. 9 Monate zu bewältigen. Immer wieder (denke sogar fast täglich) unter 16 Stunden tagen, unzähligen Überstunden (anfangs offiziell, später heimlich da ich wegen den Stunden immer ärger bekam). War nur mehr depressiv und suizidal. Der letzte Gedanke vor dem Einschlafen waren meine Probleme, und auch am morgen kreisten meine Gedanken nur darum.

Es kam dann so wie es kommen musste. Mein beinahe Suizidversuch. Es fing damit an, dass ich kleine Panikattacken bekam wenn das Firmentelefon läutete. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Nichts mehr im Kopf behalten. War zittrig, extrem nervös. Erschrak immer wieder. Nach ein paar solchen Tagen legte sich förmlich ein Schalter in mir um.

In meinen Erinnerungen war es so, dass ich ruhig und fast gelassen wurde. Als ob all meine Problem gelöst worden währen. Ich kletterte an meiner Arbeitsstelle im 3. Stock im WC aus einem kleinen Fenster auf einen 10 cm großen Vorsprung und wollte springen.

Aber wieder traute ich mich nicht bzw. kam irgendwie wieder zur Besinnung. In der Zwischenzeit wurde ich auch entdeckt und unter großer Aufregung wieder (zum Glück auch mit meiner Unterstützung) wieder ins Gebäude gezerrt.

Danach barsten bei mir alle Dämme und ich ließ glaube ich seit Jahren das erste mal alles heraus. Das war das erste mal, dass mein geistiger Zustand offengelegt wurde. Da war ich 20 Jahre alt.

Es folgte ein Klinikaufenthalt (da nicht die Rettung verständigt wurde, keine Geschlossene), der mir einerseits Positiv in Erinnerung blieb aber mir nicht wirklich half.

Ich wurde soweit stabilisiert, dass ich wieder nach Hause zu meinen Eltern und wieder arbeiten gehen konnte. Es folgte auch eine Therapie bei einem Psychologen. Aber ich konnte damit nie wirklich etwas anfangen. Ich denke ich machte es auch nicht weil ich es wollte sondern nur weil es von mir erwartet wurde. Ich brach die Therapie nach ein oder zwei Jahren (kann es beim besten willen nicht mehr sagen) auf meinen Wunsch hin ab. Die Beziehung zwischen mir und meinem Therapeuten begann immer mehr zu kriseln. Ich verbrachte immer mehr Stunden mit schweigen. Die einzigen Worte die wir wechselten waren "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen".

Antworten
M2ammutx86


Ich konnte einfach nicht mehr erlernen mich zu öffnen und zu vertrauen.

Es folgten dann noch ein paar Versuche bei ein paar anderen Psychologen, jedoch immer ohne großen Erfolg.

Später folgte dann auch noch zweit Krankenhausaufenthalte. Einmal auf drängen meiner Psychiaterin wegen akuten Suizidgedanken (dies wurde zu meinem schlimmsten Erfahrungen bezüglich Klinik). Ein andres mal auf freiwilliger Basis, in einer damals einzigartigen Spezialklinik in Tirol. Im nachhinein muss ich jedoch sagen, dass ich die Therapie leider nie wirklich annehmen konnte.

Danach leget ich, weil ich einfach keinen Therapeuten mehr sehen konnte, eine mehrjährige Therapiepause ein.

Ich selbst würde sagen, dass ich soweit stabil war, aber mich sozial auch nicht wirklich weiterentwickelt habe. Ich lernte es nie wirklich nähe zuzulassen, Vertrauen zu fassen, soziale Kompetenzen zu entwickeln. Heute arbeite ich zwar wieder gerne. Bin im großen und ganzen mit meine Berufstätigkeit zu Frieden, aber Privat ist mein Leben ein großer Scherbenhaufen. Ich wohne mit 29 Jahren noch immer bei meinen Eltern, wobei ich mir sicher bin, dass mich das nur behindert und auch nicht wirklich Sicherheiten gibt die ich emotional brauche. Immer wieder denke ich, dass ein Auszug mich weiterbringen würde. Aber ich schaffe es nicht. Verschließe meine Augen vor der Wirklichkeit. Verdränge meine Probleme und versuche mich mit irgendwelchen Dingen abzulenken. Bin einfach mit dem Leben an sich überfordert. Aber schaffe es immer noch nicht mich jemanden anzuvertrauen. Und wenn mir jemand helfend die Hand hinstreckt, schlage ich sie förmlich weg. Will ja niemanden belasten. Bin ja nur ein unnötiges Anhängsel das niemand braucht. :°(

Da ich merkte, dass im letzten Jahr die Suizidgedanken wieder häufiger wurden, habe ich mich heuer nach langen Monaten des ringens mit mir mich überwunden wieder eine Psychotherapie zu beginnen.

Seit Februar gehe ich nun wieder regelmäßig zur Therapie, aber es geht nur sehr langsam und zögerlich voran. Kämpfe auch noch sehr damit dem Therapeuten zu vertrauen. Ihm offen zu sagen, was mir durch den Kopf geht. Bzw. zu verstehen wie die Therapie so wirklich ablaufen soll. Klingt wahrscheinlich behämmert aber ich verstehe es wirklich nicht.

Ich mache jetzt glaube ich mal Schluss. Falls sich wirklich jemand die Zeit genommen hat das zu lesen: Ein großen Danke! @:) .

Würde mich über Antworten freuen. Vielleicht von Leidensgenossen oder auch Leidensgenossen die es geschafft haben diesem Strudel endgültig zu entkommen.

Danke

Mammut86

EZhemaliger 4NuYtzer U(#5659x74)


Hallo! @:)

Ich denke, dass es ganz wichtig wäre, deine "Lebenskompetenz" (drastisch ausgedrückt) Schritt für Schritt weiter auszubauen. Eine eigene Wohnung ist mMn für die Moment vielleicht sogar ein zu großer Schritt, aber das musst du für dich selbst entscheiden. :-)

Seit Februar gehe ich nun wieder regelmäßig zur Therapie, aber es geht nur sehr langsam und zögerlich voran. Kämpfe auch noch sehr damit dem Therapeuten zu vertrauen. Ihm offen zu sagen, was mir durch den Kopf geht. Bzw. zu verstehen wie die Therapie so wirklich ablaufen soll. Klingt wahrscheinlich behämmert aber ich verstehe es wirklich nicht.

Wie eine Therapie abläuft, hängt natürlich davon ab, welche Therapieform du gewählt hast.

Das heilende an einer Therapie ist die Beziehung zwischen Therapeut und Klient. Deswegen ist es auch ganz, ganz wichtig, eine gute Beziehung zu dem eigenen Therapeuten aufzubauen.

Innerhalb der Therapie soll dem Klienten geholfen werden, Lösungen für bestehende Probleme zu erarbeiten. Der Therapeut zeigt andere Sichtweisen auf, gibt Ratschläge und natürlich werden in Gesprächen auch Situationen verarbeitet. Ziel einer Therapie ist es, einem Menschen zu helfen, später ganz alleine (und ohne therapeutische Hilfe) sein Leben meistern zu können.

Auch wenn es schwer ist: Versuch dich deinem Therapeuten zu öffnen. Sag ihm doch einfach mal offen und ehrlich, was dir durch den Kopf geht. Das kann unheimlich gut tun.

Alles Gute! @:)

M>admmuztx86


Hallo Swanlake,

erstmals vielen Dank für deine Antwort.

War heute wieder bei der Therapie. Hatte mich eigentlich schon sehr darauf gefreut, da letzte Woche Pause war. Aber je näher die Stunde dann rückte desto unwohler wurde mir irgendwie.

Es fällt mir in der Stunde so schwer mich zu erklären, habe immer das Gefühl nicht die richtigen Worte zu finden. Das Gefühl meine Gedanken nicht richtig erklären zu können.

Bekomme dann immer wieder den Gedanken, dass mich ja sowieso niemand verstehen wird. Dass das ganze komplett Sinnlos ist.

Ach verdammt. Bekomme gerade riesige Zweifel ob es richtig ist hier zu schreiben. Zweifel an meinen Absichten. :-(

Dachte gestern es wäre eine gute Idee zu lernen meine Probleme und Gedanken aufzuschreiben. Oder mit anderen Erfahrungen auszutauschen. Und nun kommt mir alles so idiotisch vor. Denke habe auch einfach große Angst.

S"oromaxn


Mammut86, immerhin kannst du deinen Text ausdrucken und mit zur Psychotherapie nehmen. Überhaupt kannst du vielleicht mit dem Therapeut bereden, dass du mehr aufschreibst und mitbringst.

Und wenn dir Gesprächstherapie derzeit nicht liegt, es gibt auch andere Therapieformen (ich hatte schon alles mögliche: Maltherapie, Tanztherapie, Sporttherapie, Ergotherapie, Gruppentherapie, Kommunikative Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Kommunikative Bewegungstherapie, Antiaggressionstraining, Yoga, Entspannungstherapie - alles im Rahmen eines Klinikaufenthaltes einer stationären Gruppentherapie). Hattest du ja vielleicht auch schon.

Die Therapien haben verschiedene Ansätze, wie sie wirken sollen und auf welchen Aspekt sie eingehen. Sie lösen sich dabei aber vom gesprochenen Wort. Was evt. ein Vorteil für dich sein kann.

War damals ein "Notfallkoffer" schon Thema in der Klinik? Das ist quasi eine Sammlung von Strategien, die sich jeder selbst macht, wo er denkt, dass die ihm künftig helfen können.

Ich kann mir vorstellen, dass diese Formen dir helfen könnten:

Ergotherapie, Gruppentherapie mit Kommunikativer Bewegungstherapie und Kommunikativer Gestaltungstherapie, und ein Antiaggressionstraining. Der Sinn von letzterem ist, die inneren Aggressionen gegen dich selbst in den Griff zu bekommen. Oft durch Lernen von Impulskontrolle. Vielleicht als stationäre Gruppentherapie, so kommst du auch von zuhause raus. Ich denke, es wird schon lange Zeit. Aber ich sehe auch die Befürchtungen. Schon mal an ein WG-Zimmer gedacht?

Und nun kommt mir alles so idiotisch vor.

Ich finde deinen Text überhaupt nicht idiotisch. Ich glaube, einem Psychotherapeuten gibt er einen recht guten Abriss deines Empfindens deines Werdegangs. Was ihn/sie aber auch interessiert: wie es dir jeweils in dem Moment geht, wo du da sitzt/liegst. Die unmittelbare Stimmung zu Beginn und Ende der Therapiesitzungen. Eines machen Psychotherapeuten nicht: sie betteln nicht um deine Beschreibung. Wer von einer Gesprächstherapie etwas haben will, muss sich ausdrücken. Daran gibt es kein Vorbei. Sonst sollte die Initiative von deiner Seite kommen für alternative Therapieformen.

Denke habe auch einfach große Angst.

Wovor?

M_ammutM8x6


Danke Soroman für deine Antwort.

Ja ich habe einige der Therapieformen im Krankenhaus schon kennen gelernt. Aber hatte da eher immer das Gefühl die dienen mehr der Beschäftigung als der Therapie.

In Tirol war ein wichtiger Punkt eine Therapie wo es um kreative Ausdrucksweise (Malen, arbeiten mit Ton, Steinen usw.) ging. Das war anfangs für mich der glatte Horror. Geriet regelrecht in Panik, als ich hörte was wir tun sollen. Saß zweit Stunden äußerlich ruhig /steif und innerlich panisch da und rührte mich kaum. Konnte mich nur mit Mühe nach der Therapie wieder fangen.

Schaffte es zwar bei späteren Stunde zumindest mich zu beteiligen aber machte es auch eher um nicht alle zu verunsichern bzw. weil ich Angst hatte was passieren könnte wenn ich es nicht tue. Hatte aber natürlich keinen Grund Angst zu haben, da mir nie Gedroht oder irgendwelche Konsequenzen aufgezeigt wurden.

Ich denke ich habe einfach fürchterliche Angst nicht zu entsprechen. Nicht NORMAL zu sein. Habe Angst was falsch zu machen. Wurde in meiner Schulzeit zwischenzeitlich sehr stark gemobbt. Wobei mir leider von einer Person auch immer wieder gesagt wurde, ich solle mich doch umbringen. Entwickelte dadurch und durch die Probleme zu Hause immer stärker das Gefühl "schlecht" zu sein. Irgendwie ist mir über die Jahre zwar klar geworden, dass diese Gedanken Blödsinn sind, aber sie kommen immer wieder und kontrollieren mein denken und handeln.

Habe Angst vor neuem und dem unbekannten.

Ehhema|liger N_utzer (@#56597x4)


Es fällt mir in der Stunde so schwer mich zu erklären, habe immer das Gefühl nicht die richtigen Worte zu finden. Das Gefühl meine Gedanken nicht richtig erklären zu können.

Du könntest dich auf die Therapiestunden vorbereiten und dir z. B. aufschreiben, was du in der Therapiestunde gerne besprechen möchtest. Den Zettel könntest du dir dann mitnehmen. So mach ich das zumindest immer. :-)

Dachte gestern es wäre eine gute Idee zu lernen meine Probleme und Gedanken aufzuschreiben. Oder mit anderen Erfahrungen auszutauschen. Und nun kommt mir alles so idiotisch vor. Denke habe auch einfach große Angst.

Natürlich ist es eine gute Idee. Vor allem ist es ein Schritt in die richtige Richtung. :-)

Ich denke ich habe einfach fürchterliche Angst nicht zu entsprechen. Nicht NORMAL zu sein. Habe Angst was falsch zu machen. Wurde in meiner Schulzeit zwischenzeitlich sehr stark gemobbt. Wobei mir leider von einer Person auch immer wieder gesagt wurde, ich solle mich doch umbringen. Entwickelte dadurch und durch die Probleme zu Hause immer stärker das Gefühl "schlecht" zu sein. Irgendwie ist mir über die Jahre zwar klar geworden, dass diese Gedanken Blödsinn sind, aber sie kommen immer wieder und kontrollieren mein denken und handeln.

Also dein Hauptproblem ist im Prinzip deine Angst, den Anforderungen anderer nicht zu entsprechen bzw. nicht gut genug zu sein. Hab ich das richtig verstanden?

Hast du Freunde oder eine Beziehung? Welche Hobbys hast du?

Habe Angst vor neuem und dem unbekannten.

Das liegt vermutlich daran, dass du so wenig Selbstvertrauen hast. Wenn du dir sicher wärst, mit neuen und unbekannten Situationen umgehen zu können, hättest du schließlich keine Angst vor ihnen.

S(oroSmaxn


Ja ich habe einige der Therapieformen im Krankenhaus schon kennen gelernt. Aber hatte da eher immer das Gefühl die dienen mehr der Beschäftigung als der Therapie.

Es mag von außen so aussehen. Aber was man ja nicht sieht, ist, was bei den Leuten im Kopf oder im Körper passiert.

Ich habe irgendwann erkannt: hinter den Therapien steckt oft mehr, als es aussieht. Eine Beschäftigung kann man sich auch als Mini-Projekt vorstellen. Man überlegt sich was, fängt mal an, holt sich Werkzeuge, überlegt, was ist fertig und was soll noch verändert werden. Was entscheidet man selbst, wo holt man sich die angebotene Hilfe eines Betreuers. Und: was man ausdrückt. Auch wie man die Aufgabenstellung interpretiert.

Und im Gruppensetting immer wieder auch: was machen denn die anderen so? Mit Beobachtungen wie: na, toll der andere da hat jetzt 3 Kugeln geformt und wurde gelobt. Also das kann ich doch auch. Dann mach ich halt auch mal Kugeln, und mache aus den Kugeln eben aus 8 Kugeln einen Würfel oder aus mehr eine 3D-Kugel - mit Zahnstochern. Das ist an sich simpel. Und dann habe ich wenigstens was gemacht und hier nicht nur rumgesessen.

Ich glaube, die Therapien haben den Ansatz, dass daraus der Patient ein gewisses Vertrauen in seine Fertigkeiten wiedergewinnt. Und merkt, dass die Angst vor der vermeintlichen Strafe unbegründet ist.

Ich habe anfangs auch gar nichts gemacht, dann Domino-Steine. Über die war ich so unglücklich, dass ich sie am Ende wieder eingeknetet habe und in den Ton-Eimer zurückgetan habe. Ich wollte nicht, dass die anderen tolle Vasen, individuelle Tassen und Krüge und kleine Tiere bauen - und Soroman baut Dominosteine. Dann lieber wollte ich nichts gebaut haben: besser nichts, als Schrott.

Später einfach nur den Tonklumpen genommen und wütend einmal in der Hand zerdrückt, dass es überall so rausquoll. Fertig. Und dann habe ich mir das angeschaut, bestimmt eine halbe Stunde lang. Irgendwann sah ich eine Form, was ich da draus machen kann. So wurde ein Pilz draus. Den ich am Ende recht gelungen fand. Hattest du auch so kleine Erfolgserlebnisse?

In Tirol war ein wichtiger Punkt eine Therapie wo es um kreative Ausdrucksweise (Malen, arbeiten mit Ton, Steinen usw.) ging. Das war anfangs für mich der glatte Horror. Geriet regelrecht in Panik, als ich hörte was wir tun sollen. Saß zwei Stunden äußerlich ruhig /steif und innerlich panisch da und rührte mich kaum. Konnte mich nur mit Mühe nach der Therapie wieder fangen.

Ich auch. Und irgendwann kam noch einer mit diesem Verhalten. Und den habe ich mir angeschaut. Von außen sah er aus wie ein bockiges, stures Kind. Und dann: aha, so ungefähr sehe ich also auch von außen aus. Hmm. Und dann habe ich verglichen: Mensch, die anderen bauen sich hier richtig schöne und/oder praktische Sachen. Warum ich nicht auch? Und so habe ich angefangen. Die Betreuerinnen waren auch sehr zurückhaltend: sie haben nichts gefordert, waren zurückhaltend und trotzdem empfand ich sie als motivierend.

Schaffte es zwar bei späteren Stunde zumindest mich zu beteiligen aber machte es auch eher um nicht alle zu verunsichern bzw. weil ich Angst hatte was passieren könnte wenn ich es nicht tue. Hatte aber natürlich keinen Grund Angst zu haben, da mir nie Gedroht oder irgendwelche Konsequenzen aufgezeigt wurden.

Hast du das besprochen? Bei uns waren die Ergebnisse der Ergotherapie dann auch Gesprächsthema in Einzel- oder Gruppengesprächen.

Ich denke ich habe einfach fürchterliche Angst nicht zu entsprechen. Nicht NORMAL zu sein. Habe Angst was falsch zu machen. Wurde in meiner Schulzeit zwischenzeitlich sehr stark gemobbt. Wobei mir leider von einer Person auch immer wieder gesagt wurde, ich solle mich doch umbringen. Entwickelte dadurch und durch die Probleme zu Hause immer stärker das Gefühl "schlecht" zu sein. Irgendwie ist mir über die Jahre zwar klar geworden, dass diese Gedanken Blödsinn sind, aber sie kommen immer wieder und kontrollieren mein denken und handeln.

Mal angenommen, diese Gedanken hattest du auch im Umgang mit Ton. Hast du überlegt, die Person von damals aus Ton irgendwie nachzubilden (und das kann ja auch ganz einfach sein, mit Abstraktion reicht, wenn das ein Tonklumpen ist, an dem man 2 Beine, 2 Arme, einen Kopf formt) und sich dann an dieser Ton-Person zu rächen. Sowas in die Richtung. Ich will das hier nicht ausmalen.

Habe Angst vor neuem und dem unbekannten.

Und keine Ideen? Hast du auch manchmal Gefühle von Neugier oder Abenteuerlust?

MxammbuKt86


??? ?Hallo Swanlake und Soroman,

ich hatte die letzten Tage bezüglich der Idee hier zu schreiben leider sehr zu kämpfen. Hatte zwei mal etwas geschrieben, aber den Text dann doch wieder gelöscht.

Nun versuche ich es heute erneut.

Versuche zuerst einfach mal nieder zuschrieben wie es mir geht:

Ich kann es gar nicht so wirklich beschreiben. Nicht gut aber ich denke irgendwie auch nicht schlecht, obwohl ich immer wieder von schlimmen Bildern und Gedanken geplagt werde. Habe z.B. immer wieder ein Bild vor mir wo ich mir selbst etwas antue, oder muss darüber nachdenken wie es sich wohl anfühlen würde zu ertrinken, oder wie sich eine Überdosis von Tabletten anfühlen würde. Aber die Gedanken lassen mich irgendwie kalt. Es scheint mich nichts so wirklich zu berühren. Ich spüre nicht den Drang diese Gedanken umzusetzen, aber sie belasten mich.

Und immer wieder erwische ich mich dabei, dass die die Gedanken nicht mehr Gedanken bleiben, sondern ich schon laut Sätze formuliere: "Ich will sterben.", "Ich muss sterben.", "Bitte tötet mich einfach.". Zum Glück passiert es nur wenn ich alleine bin. Hierbei stellt sich mir die Frage: Welcher Teil von mir löst das aus?.

Ich weis eigentlich gar nicht wieso, aber ich würde gerade am liebsten schreien, weil ich mich so absolut Gefühlskalt finde. Ich fühle hier beim schreiben irgendwie gar nichts. Keine Trauer, keine Wut aber auch keine Freude. Fühle mich einfach leer und kalt.

Du könntest dich auf die Therapiestunden vorbereiten und dir z. B. aufschreiben, was du in der Therapiestunde gerne besprechen möchtest. Den Zettel könntest du dir dann mitnehmen. So mach ich das zumindest immer. :-)

Dies war auch zum einen der Grund wieso ich hier zu schreiben begonnen habe. Wollte versuchen was mir so zwischen den Stunden durch den Kopf geht, hier aufzuschreiben und dann gegebenenfalls auszudrucken. Aber das habe ich bisher noch nicht geschafft.

Ich denke aktuell währe es das wichtigste meinem Therapeuten gegenüber über meine Gefühle in der Stunde selbst offen und ehrlich zu sein. Die letzte Stunde am Freitag war wieder ziemlich schlimm. Habe kaum ein Wort herausgebracht, auch zum Teil aus Angst. Einmal dachte ich er währe Wütend auf mich, 10 Minuten später wieder dass ich ihn Langweile, 10 Minuten später dass er nett und hilfsbereit ist. Ich hatte absolut kein Vertrauen mehr in meine Wahrnehmung, konnte aber auch nicht den Mut aufbringen mit ihm offen darüber zu sprechen.

Also dein Hauptproblem ist im Prinzip deine Angst, den Anforderungen anderer nicht zu entsprechen bzw. nicht gut genug zu sein. Hab ich das richtig verstanden?

Hast du Freunde oder eine Beziehung? Welche Hobbys hast du?

Jaein. Ich weis es nicht wirklich. Ich denke Angst ist ein großer Bereich meiner Probleme. Ein anderer großer Punkt ist denke ich, dass ich viel zu Selbstkritisch bin. Ich suche die Schuld immer bei mir. So kann ich z.B. nicht wirklich einen Hass auf meine Großeltern empfinden (eine Abneigung ja aber keinen wirklichen Hass), aber hasse mich dafür, dass ich damals nichts unternommen habe. Ich weis logisch zwar, dass es nicht meine Schuld war, aber emotional will mir das denke ich nicht wirklich klar werden.

Nein leider habe ich zur Zeit keine Freunde. Oder vielleicht doch, ich denke nicht. Ja vielleicht eine Freundin. Eine Arbeitskollegin. Sie hat mich schon einige male aufgefangen, wenn es mir schlecht ging und vielleicht auch vor schlimmeren bewahrt.. Aber ich bin nicht in der Lage ihr etwas dafür zurückzugeben, was mich wieder belastet. Aber sie sagt das ich nicht schlimm.

Eine Beziehung hatte ich leider noch nie. Ich denke ich habe gar nie jemanden nahe genug an mich rangelassen, damit so etwas überhaupt möglich gewesen wäre. Im nachhinein betrachtet, gab es schon zwei drei Mädchen bzw. Frauen für die ich Gefühle gehegt habe, aber das wurde mir auch erst in den letzten 2-3 Jahren bewusst. Konnte damals meine Gefühle gar nicht verstehen oder hasste mich sogar dafür, ich weis es nicht mehr..

Ob mir eine intime Beziehung zur Zeit wichtig kann ich gar nicht beantworten. Ich weis es einfach nicht.

Später einfach nur den Tonklumpen genommen und wütend einmal in der Hand zerdrückt, dass es überall so rausquoll. Fertig. Und dann habe ich mir das angeschaut, bestimmt eine halbe Stunde lang. Irgendwann sah ich eine Form, was ich da draus machen kann. So wurde ein Pilz draus. Den ich am Ende recht gelungen fand. Hattest du auch so kleine Erfolgserlebnisse?

Jaein. Ich habe später einige Sachen gemacht. Einmal ein Bild gemalen und aus Steinen zwei Kugeln und ein "Etwas" geschliffen. Aber zufrieden war ich mit mir nie. Ich hatte mir immer so hohe Ziele gesetzt, und war dann immer wütend auf mich wenn es schlussendlich nicht aussah wie ich es wollte. Mir wurde in den Kliniken auch immer wieder gesagt, dass ich zum Perfektionismus neige. Kann ich teilweise auch nachvollziehen, aber leider zur teilweise. Was schlimm war bzw. ist, dass ich nie darüber sprechen konnte was dabei in mir vorging, so blieb ich teilweise immer ein Rätsel für alle Therapeuten.

Da sich dabei in mir sehr viel gerührt hat war es denke ich schon eine sehr gute Therapie, aber ich nutzte es nicht, da ich mich nicht mitgeteilt habe. Ich denke mir oft, ich müsste wie eine Nuss mit Gewalt geknackt werden. Gebrochen werden, damit ich endlich spreche.

Hast du das besprochen? Bei uns waren die Ergebnisse der Ergotherapie dann auch Gesprächsthema in Einzel- oder Gruppengesprächen.

Wie schon oben geschrieben, habe ich leider so gut wie alles mit mir selbst ausgemacht. In der Therapie selbst, dachte ich eigentlich ich würde es gut machen, aber im nachhinein denke ich dass ich mich doch sehr gegen die Therapien gewehrt habe. Mein Therapeut meint auch, dass ich mich unterbewusst extrem gegen die Therapie wehre. Wir hatten damals hauptsächlich (2-3 mal in der Woche) Gruppentherapie. Aber egal wie angestrengt ich studiere ich kann mich an keine einzige Sitzung erinnern.

Und keine Ideen? Hast du auch manchmal Gefühle von Neugier oder Abenteuerlust?

Ja. Es kommen zum Glück immer wieder Momente, wo ich mir eine schöne gute Zukunft vorstellen kann. Wo ich mir es erlaube Tagträume zu haben. Wo ich mich in meiner eigenen Wohnung sehe. Glücklich. Mein Leben im Griff. An manchen Tagen, sogar in einer Beziehung, oder bei einem gemütlichen freundschaftlichen Abend mit Freunden oder Nachbarn.

Genauso kommt es dann vor, dass ich mich für diese Gedanken wieder hasse, weil ich es mir nicht erlaube glücklich zu sein. An anderen Tagen empfinde ich die Gedanken einfach nur als Folter, da sie mir ja nur zeigen was ich nie haben werde.

SZoroxman


**Ich denke mir oft, ich müsste wie eine Nuss mit Gewalt geknackt werden. Gebrochen werden, damit ich endlich spreche.

Aber hier hat dich niemand geknackt. Und trotzdem hast du einen Text geschrieben, von dem ich mir vorstellen kann, dass er deine Gefühle recht gut beschreibt. Ich finde, in Richtung einer Öffnung ist diese Beschreibung, die du geschrieben hast, ein großer Schritt.

Ich finde allerdings auch, dein gewähltes Bild von der Nuss versetzt dich in eine eher passive Lage und verschiebt die Aktivität und Anstrengung zum Psychotherapeuten: "Der/die muss mich doch "nur" knacken." und indirekt ein "Wenn er/sie das nicht schafft, dann liegt's an ihm/ihr, nicht an mir."

Ich habe es so kennengelernt, dass sich Psychotherapeuten nicht als Nussknacker verstehen - diese Verantwortung nehmen sie nicht an. Sie arbeiten eher so: wer geknackt werden will, soll auch seine Schale weicher machen - oder weicher vorstellen. So weich, dass sie nicht mit Gewalt von außen geknackt werden muss, sondern sich wie eine Eihülle von innen durchbrechen lässt.

Sie unterstützen also den Patienten dabei, seine eigene Schale von innen zu knacken, und manchmal geben Sie einen Hinweis wo die Schale etwas dünner sein könnte oder wie man den Hebel ansetzt. Ein Patient, der in einer bestimmten Therapieform keine Fortschritte erzielt, wird oft dazu angehalten, sich andere Therapieformen zu suchen.

Und manchmal fragen sie auch einfach: warum wollen Sie dass Ihre Schale von außen mit Gewalt geknackt wird? In einer Nuss lebt es sich doch auch ganz nett: abgeschirmt, geschützt, geborgen.

Und so kommt man dann als Kompromiss z.B. zu einem Igel oder einer Schnecke.

Der Igel kann sich einrollen und die Stacheln zeigen, oder er kann sich ausrollen und dann seine Umwelt wahrnehmen. Die Schnecke kann sich in ihr Haus zurückziehen, oder sie kann rauskommen und mit ihrer Umwelt interagieren, wenn auch nur langsam.

Was brauchen beide: einen Mechanismus, der entscheidet, wer ihnen eher wohlgesonnen ist, und wer eher nicht. Mit diesen Bildern zeigt sich auch, wieviel Eigeninitiative im Igel und der Schnecke steckt. Und das ein sich schützen/abblocken an der "richtigen" Situation etwas Wertvolles sein kann. Aber ein Igel, der krampfhaft eingerollt bleibt, kann sich weder ernähren noch hat er große Chancen auf soziale Kontakte.

Ich hatte absolut kein Vertrauen mehr in meine Wahrnehmung, konnte aber auch nicht den Mut aufbringen mit ihm offen darüber zu sprechen.

Ich kann mir vorstellen, dass dies ein Kernpunkt ist: mangelndes Vertrauen in die eigene Wahrnehmung. Aber ich finde, das ist ein sehr lohnenswertes Thema für ein Gespräch im Rahmen einer Psychotherapie. Ggf. auch nicht als Gespräch, sondern als bewusste praktische Wahrnehmungsübungen.

BTW: Du schreibst, du hattest schon dein ganzes Leben Depressionen. Wie hast du auf Medikamente reagiert, also z.B. Antidepressiva?

MiammRut86


BTW: Du schreibst, du hattest schon dein ganzes Leben Depressionen. Wie hast du auf Medikamente reagiert, also z.B. Antidepressiva?

Habe bei der Einnahme nie eine Wirkung gespürt. Fühlte mich mit und ohne gleich. Aber ich muss auch sagen, dass ich mich nie so wirklich darauf eingelassen habe. Ich habe sie zwar nie ganz abgelehnt, aber habe ihnen auch nicht so wirklich eine Chance gegeben. Ich glaube die Längste Zeit wo ich sie durchgängig genommen habe, war 1 1/2 Jahre. Habe dann aufgehört, weil ich eine körperliche Abneigung gegen Tabletten entwickelt hatte. Mir wurde jeden Tag schlecht wenn ich nur in die Nähe der Tabletten gegangen bin. Und schlucken konnte ich sie nur noch mit Mühe. Musste immer mehr gegen Erbrechen ankämpfen. Habs dann irgendwann einfach gelassen.

Bin aktuell wieder am Überlegen einen Psychiater aufzusuchen und mich nun mal wirklich ausführlich über Medikamente zu unterhalten. Hierzu schlägt meine Einstellung aber auch fast täglich um.

cVriec|harxlie


Hi du,

ich habe das gestern nacht gelesen und nun noch mal, ich hoffe, ich habe alles richtig behalten,

Aber ich hätte ein paar Fragen.

ich verstehe immer noch nicht genau, was dich so ausbremst. du hattest anscheinend eine kindheit, in der du erlebt hast, wie dein stern am firmament (deine mutter) ständig nieder gemacht worden ist. und sie hat geweint, das ist für kinder schlimm.

punkt 1: deine kindheit spukt noch in deinem kopf/herzen herum

diese hilflosigkeit hat sich bei dir in einer sprachlosigkeit manifestiert, die dir zwar selbst bewußt ist (was ja schon mal gut ist!!), der du aber deiner ansicht nach hilflos ausgeliefert bist.

punkt 2: das bist du nicht, denn du weißt es UND du bist aktiv dran, indem du dich hier mitteilst. und du warst/bist beim psychologen.

so auf anhieb wäre m.a. nach ein sozialkompetenztraining für dich das beste, evtl. kombiniert mit leichten stimulanzien.

ich bin mir nicht sicher, ob der schwerpunkt nicht vom vergangenheitswühlen auf das jetzt verlegt werden sollte, also mal versuchen zu sagen: cut, das war bisher, nun kommt was neues in form von z.B. sozialkompetenztraining, weiterbildung etc..

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