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Unzufrieden

kqlein_scDhlump3fine hat die Diskussion gestartet


Hallo,

es kostet mich etwas Überwindung hier zu schreiben. Ich frage mich aber, was mit mir los ist.

Eigentlich bin ich schon mein ganzes Leben latent unzufrieden. Denke oft ich hätte zu wenig Freunde... Fühle mich einsam. Denke oft ich bin so abhängig von meinem (tollen) Mann, weil ich nicht so viele andere Menschen habe... Dabei sind so 5 sehr enge und einige eher lose Freunde und Bekannte vermutlich Durchschnitt.

Ich lache viel und oft. Alber gerne herum. Gehe gerne weg. Mag Menschen...

Trotzdem sitze ich oft da und bin nicht so richtig glücklich. Vor einem Jahr habe ich mein Pferd verkauft. Mich hat die Verantwortung und die ständige Sorge so belastet. Ich hatte gehofft, dass es mir danach besser geht. Nun vermisse ich es. Bin irgendwie unzufrieden weil ich nie wirklich Erfolg habe. Mein Job ist ok aber da brechen jetzt auch keine Begeisterungsstürme über mich herein.

Wir wünschen uns ein Kind. Ich freue mich sehr drauf aber denke oft, dass ich dann ja viel einsam und alleine rumsitze und das Baby beaufsichtige und mich dann bestimmt erst Recht unzufrieden und einsam fühle. Da hat man dann ja gar keine Bestätigung mehr.

Frage mich manchmal ob ich irgendwie depressiv bin. Kann mich aber durchaus freuen und Spaß haben und alles...

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer etwas nachdenklichen Natur und einer Depressiven?

:|N

Antworten
D,afenxa


Hallo, würde mich gern anschließen in deinem Faden. Denn mir geht es so wie dir. Gefühlt kaum Freunde. Und oft überkommt mich das Gefühl einsam zu sein. Auch ich lache viel und oft etc.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer etwas nachdenklichen Natur und einer Depressiven?

Die Antwort auf diese Frage suche ich auch seit ewiger Zeit.

Laut meinem Arzt bin ich obwohl ich viel lache und soweiter, zwar ein nachdenklicher, ernster Mensch und habe trotzdem eine (a-typisch, was immer das bedeutet) Depression in einem mittelschweren Grad.

k8lein_@schTluwmpfinxe


Ich versteh mich da auch selbst nicht. Meine Eltern waren depressiv. Ich bin EIGENTLICH sehr glücklich mit allem. Nur, wenn irgendwas nicht perfekt ist... Bin ich auch sehr unzufrieden.

Denke oft, ich habe von meinen depressiven Eltern nicht gelernt wie man damit umgeht, wenn man mal unzufrieden ist. Hab das Gefühl die meisten Menschen denken gar nicht so viel darüber nach, ob sie zufrieden sind, oder nicht.

D\afexna


Vielleicht stellen wir zuviele ansprüche an uns selber und erschweren uns diese unzufriedenheit. Bei mir muss auch immer alles Perfekt sein. Wenn nicht schlägt meine Stimmung gen Nullpunkt und ich ziehe mich für den rest des Tages sehr zurück (soweit wie möglich) und will eigentlich in dem moment niemanden sehen, nichts hören und schon garnicht reden. Ist das bei dir auch so?

_6Parvaxti_


Hallo Schlumpfine,

du denkst zu viel und damit scheinst du dir selbst im Weg zu stehen. Einfach machen (z.B. Kinder bekommen) und der Rest ergibt sich von selbst. Oft treten die Befürchtungen die man hat eh nicht ein. Perfekt wird das Leben eh nie sein. Es gibt immer Höhen und Tiefen und immer etwas, was man noch verbessern kann.

Ein gesundes Maß an Perfektionismus ist in Ordnung. Bedenklich wird es erst, wenn du dein Selbstwertgefühl vom Erfolg und der Anerkennung Dritter abhängig machst. Das führt dann dazu, dass du Angst hast Fehler zu machen, Angst hast zu versagen und als Versager gehalten zu werden und schließich hast du Angst von Dritten abgelehnt zu werden. Das wäre wiederum total fatal für dich, denn dann würdest du dich ja nur noch einsamer fühlen. Wo wir schon beim Thema Einsamkeit wären: Du hast das Gefühl, du hättest zu wenig Freunde. Aber ist es denn tatsächlich so? Was würde sich denn ändern, wenn du mehr Freunde hättest? Würde sich an deinem Gefühl was ändern? Ich glaube eher nicht. Wichtig ist doch nicht die Quantität der Freunde sondern wie qualitativ die Freundschaft zwischen den einzelnen Freundschaften ist. Und wichtig ist auch, ob du dich selbst annehmen und lieben kannst. Kannst du dies nicht, machst du dich zu sehr von der Anerkennung anderer abhängig. Das wiederum führt dazu, dass du in ein tiefes Loch fallen könntest, wenn du tatsächlich mal niemanden mehr an deiner Seite haben solltest. Weder Freunde noch Partner.

knlei8n_scholumpfoixne


Hallo Schlumpfine,

du denkst zu viel und damit scheinst du dir selbst im Weg zu stehen. Einfach machen (z.B. Kinder bekommen) und der Rest ergibt sich von selbst. Oft treten die Befürchtungen die man hat eh nicht ein. Perfekt wird das Leben eh nie sein. Es gibt immer Höhen und Tiefen und immer etwas, was man noch verbessern kann.

Ja das stimmt. Leider geht das "einfach machen" immer deutlich langsamer voran. Es ist nicht so, dass irgendwas nicht gemacht wäre. Ich möchte in 2-3 Monaten die Verhütung absetzen. Dann bin ich nicht mehr in der Probezeit. Das vereinfacht einfach vieles ohne besonders einschränkend zu sein.

Aber bis dahin kann man viel Denken. Und auch dann ist man nicht mit Absetzen der Verhütung schwanger. Und danach dauert es ja auch bis das Kind da ist. Und da kann ja auch so viel schief gehen.

Du merkst schon. Trotz Machen hat man viel zu viel Zeit zum Denken.

Ein gesundes Maß an Perfektionismus ist in Ordnung. Bedenklich wird es erst, wenn du dein Selbstwertgefühl vom Erfolg und der Anerkennung Dritter abhängig machst.

Das tut es eigentlich nicht. Aber ein gewissen Erfolg habe ich schon gerne und er fehlt mir. Ich war in meinem Hobby einigermaßen erfolgreich und auch durch Noten im Studium kriegt man Erfolge ja schriftlich bestätigt. Ich war nie jemand der Mega gute Noten hatte... Aber sowohl im Hobby und auch in der Uni gab es immer ein Ziel, eine Messlatte, eine Rückmeldung, Erfolg und Misserfolg.

Das Hobby habe ich aus Zeitgründen aufgegeben (ich hatte ein Pferd, das ist leider kein Hobby was man zurück fahren kann, entweder übernimmt man die Verantwortung oder nicht).

In meinem Job gibt es keine Messlatten. Mir fehlt das.

Das führt dann dazu, dass du Angst hast Fehler zu machen, Angst hast zu versagen und als Versager gehalten zu werden und schließich hast du Angst von Dritten abgelehnt zu werden.

Nein. Ich habe eigentlich extrem wenig Angst vor Fehlern und das war auch nie mein Problem. Ich kann ganz gut zu Fehlern stehen und das Kratzt mein Ego eigentlich nicht.

Als Versager fühle ich mich auch nicht.

Wo wir schon beim Thema Einsamkeit wären: Du hast das Gefühl, du hättest zu wenig Freunde. Aber ist es denn tatsächlich so? Was würde sich denn ändern, wenn du mehr Freunde hättest? Würde sich an deinem Gefühl was ändern? Ich glaube eher nicht. Wichtig ist doch nicht die Quantität der Freunde sondern wie qualitativ die Freundschaft zwischen den einzelnen Freundschaften ist.

Hmm ja also ich habe viele Sozialkontakte durch meinen Mann, der wiederum sehr viele Freunde hat, mit denen wir sehr viel Zeit verbringen. Daher ist das nicht so wild.

Aber ich hätte gerne Mäddelsabende und solche Dinge und dafür habe ich tatsächlich irgendwie zu wenig Freundinnen. Und ja manchmal ist es tatsächlich die Außenwirkung... Wenn wir an meinem Geburtstag zu 5. sind und meine Freundin mit 50 Gästen feiert...

Und wichtig ist auch, ob du dich selbst annehmen und lieben kannst.

Ja, eigentlich schon. Ich habe so meine Schwächen. Ich rede viel zu viel, das nervt andere. Und wenn mich was verletzt werde ich trotzig und verletzte zurück. Das ist auch nicht so hilfreich. Ich wäre gern etwas massenkompatibler irgendwie.

Kannst du dies nicht, machst du dich zu sehr von der Anerkennung anderer abhängig. Das wiederum führt dazu, dass du in ein tiefes Loch fallen könntest, wenn du tatsächlich mal niemanden mehr an deiner Seite haben solltest. Weder Freunde noch Partner.

Ja, ohne Freunde und Partner wäre ziemlich kacke. :-o

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