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Lebenskrise?

l8osgSertretexn hat die Diskussion gestartet


Meine güte, ich glaub, ich hab eine lebens- bzw. sinnkrise. ":/

Ich habe bereits schon mal fäden zu diesem oder einem ähnlichen thema eröffnet, jedoch wusste ich nie genau, was WIRKLICH mein problem ist. jetzt weiß ich es und deshalb schreibe ich hier:

Schon lange fühle ich mich mit meiner arbeit nicht glücklich und erfüllt. Und ich habe eben bereits verdammt lange darüber nachgedacht, was es ist, das mich nicht erfüllt und was passieren müsste, damit ich meine arbeit gern mache.

Und ich bin zu dem schluss gekommen, dass KEINE arbeit der welt mich glücklich machen würde. Egal, ob im büro, auf der baustelle, im krankenhaus, im restaurant, ich würde immer etwas anderes lieber machen. Und zwar einfach das, was ich gerade will und wonach mir gerade der sinn steht.

Gut, das klingt nun erstmal nach luxusproblem erster klasse, denn wer möchte nicht immer nur das machen, worauf er gerade lust hat. Das leben ist nun mal kein wunschkonzert. Das weiß ich natürlich auch und genau aus diesem grund quäle ich mich ja auch jeden tag in die arbeit. Aber ich habe so das gefühl, dass alle anderen um mich herum sich entweder viel leichter tun, diesen umstand zu akzeptieren oder aber wirklich mehr spaß an ihrer arbeit haben. Mich belastet das aber unheimlich und dabei hab ich wirklich einen lottosechser mit meinem job. Ich arbeite in einem tollen team mit einem super chef, der arbeitsaufwand hält sich in grenzen und ich verdiene gut. Und trotzdem hasse ich es, jeden tag neun stunden in der arbeit verbringen zu müssen, wo ich denn sooo viele bessere dinge wüsste, die ich mit meinem leben und meiner zeit anfangen könnte.

Ich hab auch schon überlegt, ob ich einfach nur faul bin. Denn in der arbeit kann ich mich nur sehr schwer aufzuraffen, neue dinge anzugehen und an projekten motiviert zu arbeiten. Es ist ein täglicher kampf mit mir selbst.

Aber lustigerweise ist das nur in der arbeit so. in meiner freizeit bin ich keineswegs nur faul daheim im bett oder auf der couch. Ich kümmere mich gerne um meinen haushalt, um meinen garten, ich liebe es, zu kochen und zu essen und spiele für mein leben gern tennis. Ich möchte mir tausende schöne plätze in der welt ansehen, bin gern in der natur und treffe mich regelmäßig mit freunden. Ich lache viel und oft und bin ein sehr geselliges menschlein. WENN ICH DIE ZEIT DAFÜR HABE. Doch die tatsache, noch über 30 jahre lang im job verbringen zu müssen, macht mich mürbe. Die tatsache, ständig zu wenig zeit für das zu haben, was mich glücklich macht, stresst mich. Ich mag nicht mehr. Ich lebe doch nur einmal und in diesem einen leben möchte ich einfach das tun, was mich mit freude und leben erfüllt. Und arbeit erfüllt mich nunmal nicht. Ich bin auch keiner der menschen, die sich über die arbeit definieren müssen, um etwas wert zu sein. Ich habe absolut null interesse daran, eine karriereleiter hochzusteigen, ich arbeite lediglich aus dem einen und einzigen grund, um mir meinen lebensstandard zu finanzieren. Denn ohne diesen wäre ich noch unglücklicher als ich es jetzt schon bin. So viel hab ich immerhin schon kapiert. Das leben, das ich jetzt führe (also mit arbeit) ist wohl das kleinere übel als ein leben ohne arbeit, aber dafür auch ohne perspektiven und lebensqualität.

Falls jemand noch nicht ganz dahinter kommt, was genau nun mein problem ist und wie es sich anfühlt, ich habe hier für mich ein – wie ich finde – sehr veranschaulichendes beispiel:

In der früh stehe ich mit einem gewissen prozentsatz an energie auf. An guten tagen mit 90% oder vielleicht sogar 100%, an schlechten tagen manchmal mit 60% oder weniger. In der früh hätt ich energie, um den haushalt zu schmeißen, alle anfallenden arbeiten zu erledigen usw. aber ich muss ja in die arbeit. Während des tages also sinkt mein energielevel kontinuierlich, auch wenn ich nicht körperlich oder manchmal auch geistig schwer arbeite. Alleine die tatsache, 9 stunden im büro verbringen zu müssen, lässt die energie von stunde zu stunde schwinden. Und es ist ja nicht so, dass ich gar nix tu. Ich komme also gegen 18uhr nach hause und habe an guten tagen ein energiepotenzial von sagen wir 30% übrig, an schlechten tagen so gut wie nix mehr. Und dann fängt aber doch das eigentliche "leben", die freizeit ja erst an. Und ich hab dann maximal noch 30% energie, um alles zu erledigen, was ich gerne erledigt haben würde oder ich gerne machen würde: haushalt, einkaufen, kochen, sport, körperpflege, freunde treffen, familie besuchen, zeit mit dem partner verbringen und zu guter letzt auch zeit für mich selber (!!!) haben. Für all das hab ich also noch maximal 30% energie (und darüber hinaus auch ungefähr daumen mal pi 30% meiner gesamten zeit) übrig – toller deal oder? %-| %-| %-|

Ok, ich bin unfair. An zwei tagen in der woche kann ich mein energiepotenzial voll ausschöpfen, nämlich samstags und sonntags. Aber soll ich euch was sagen? Manchmal bin ich einfach so kaputt von der woche, dass ich samstags mit einem energielevel von 50% aufwache. Oder aber ich hab mir so viel vorgenommen, dass die beiden freien tage ohnehin wieder in stress ausarten. Wie ich es drehe und wende, es wird nicht besser.

Und genau das macht mich so mürbe. Ich bin mindestens jeden zweiten tag schlecht gelaunt und quäle mich halt so durch. Ich weiß nicht, wie lang ich das so noch aushalte.

Ich brauche daher also keinen tipp, der in richtung "na, dann schmeiß doch alles hin und werd prinzessin" geht. Ich will auch kein mitleid und keine streicheleinheiten, weil ich ja ach so arm bin, denn ich weiß, dass es mir alles andere als schlecht geht, wenn man meine lebenssituation objektiv betrachtet. Ich brauche aber tipps, wie ich mich leichter mit der tatsache abfinden kann, noch 30 jahre lang in diesem rad gefangen zu sein. Wie gesagt, mir ist bewusst, dass jeder mensch gerne nur das im leben haben möchte, das ihn glücklich macht und dass das eben leider nicht immer oder teilweise sogar nur selten möglich ist. mir ist bewusst, dass ich es unheimlich gut mit meiner arbeit und mit meinem umfeld getroffen habe. Aber dennoch bin ich offenbar weitaus unglücklicher als andere. Und ich will doch einfach nur glücklich sein, das ist wirklich mein oberstes ziel im leben. Denn ich habe nur dieses eine leben und das würd ich gerne bestmöglich für mich nutzen können.

Ich hoffe auf zahlreiche kommentare!

Danke und liebe grüße,

losgetreten

Antworten
MDilk<y_e7x7


Hallo liebe Losgetreten!

Ich kann mich noch an dich erinnern. Du hast schon mal zu dem Thema gepostet.

Anscheinend hat sich - genau wie bei mir :°( - nichts am Zustand gebessert.

M<ilkyx_e77


Ich kann mir auch keinen Job vorstellen, den ich gerne machen würde.

Freiheit (wenn man noch dazu ausreichend Geld hätte) wäre immer besser.....

Stundenreduktion würde ich anstreben, ist aber derzeit nicht möglich da eine Kollegin seit über einem Jahr schon erkrankt ist.

Neuer Job ist sinnlos, weil es mich genauso anöden würde.

MBimlak9y_ex77


Hat dich das Arbeiten auch von Anfang an genervt oder hat es dir anfangs gefallen und erst mit den Jahren kam die Unzufriedenheit?

CBo%mZran


Und ich bin zu dem schluss gekommen, dass KEINE arbeit der welt mich glücklich machen würde. Egal, ob im büro, auf der baustelle, im krankenhaus, im restaurant, ich würde immer etwas anderes lieber machen. Und zwar einfach das, was ich gerade will und wonach mir gerade der sinn steht.

Ist es die Aufgabe der Arbeit, die Menschen glücklich zu machen? Wieviele Leute kennst du, die die Arbeit ehrlich glücklich macht?

Es ist die Aufgabe der Arbeit, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und niemandem sonst auf der Tasche zu liegen. Mag sein, dass manche mit der Arbeit glücklich werden. Finde ich komisch. Man kann sich fordern, stolz auf Ergebnisse sein - ja. Aber glücklich? Ich bin glücklich, wenn ich nach Hause komme und frei habe.

Aber dennoch bin ich offenbar weitaus unglücklicher als andere. Und ich will doch einfach nur glücklich sein, das ist wirklich mein oberstes ziel im leben.

Glück wichtiger als Geld? Dann kannst du aufhören zu arbeiten. Mach HartzIV und versuche, unvermittelbar zu werden. Dann hast du ganz viel Freizeit.

Ich glaube aber, dein Problem ist ein ganz anderes: ich halte dich einfach für schwer zufriedenzustellen. Du bist in gewisser Weise maßlos und es reicht dir nie, was du hast. In deinem Affären-Faden letztes Jahr ging dir sogar dein Freund auf den Keks. Ich weiß ja gar nicht, ob dein aktueller Freund noch der gleiche ist, aber auch bei Männern hat es nie gereicht. Du hast dich auch beschwert, dass du so oft schlecht gelaunt bist. Du hast dich auch beschwert, dass du zu wenig Zeit und zu wenig Geld hast (also HartzIV wäre wohl nicht dein Modell).

Es reicht dir nie. Und ich weiß auch nicht, inwieweit du überhaupt selbst bereit bist, an diesem Zustand etwas zu ändern. Wer von allem viel will, braucht entweder sehr viel Glück oder muss sich hart in seine Lebensplanung reinknien und für seine Ziele aktiv werden. Du hast eher das "Motzen" als Ventil, denn du erzählst von keinen Veränderungen, die du in Angriff nimmst.

"Prinzessin" ist eigentlich keine schlechte Idee, denn nur damit würdest du zufrieden werden. Wenn es wirklich nur die Arbeit wäre, dann hätte ich dir jetzt geraten: mach dich selbständig. Aber damit ist auch ein enormer Zeitaufwand verbunden - viel mehr als im Angestelltenverhältnis. Und das finanzielle Risiko ist auch da.

Ein Patentrezept habe ich daher leider nicht, weil das Problem deine Mentalität ist. Du musst verändern, was du verändern kannst, und beim Rest deutlich gelassener werden. Denn auch schlechte Laune raubt Zeit und Lebensqualität.

d{anZae87


Man muss im Leben ein paar Prioritäten setzen. Wenn du merkst das ZEIT deine Priorität ist, dann sieh zu ob du irgendwo auf Teilzeit gehen kannst. Dann hast du weniger Zeit auf der Arbeit und mehr mit Freizeit, erkauft wird das mit weniger Geld, aber wenn du dafür mehr Lebensqualität hast, eventuell auch wieder mehr Spaß im Job weil du einfach weniger Zeit darum hängst und es deswegen nicht mehr so bedrückend viel erscheint, dann sollte es einem schon wert sein.

m0ond+s?terne


@:)

mjnef


Schon lange fühle ich mich mit meiner arbeit nicht glücklich und erfüllt

Wieso hast du den Anspruch, dass dich alles im Leben (hier: Arbeit) glücklich machen und erfüllen muss?

Sie scheint bei dir ja erträglich zu sein, also allenfalls ein neutraler Faktor.

Wenn du jetzt gut verdienst, besteht dann nicht die Möglichkeit, mit reduzierter Stundenzahl immernoch genug zu haben, um lebensstandardtechnisch nicht merklich abzusinken?

m|nexf


PS:

Die tatsache, ständig zu wenig zeit für das zu haben, was mich glücklich macht, stresst mich. Ich mag nicht mehr. Ich lebe doch nur einmal und in diesem einen leben möchte ich einfach das tun, was mich mit freude und leben erfüllt. Und arbeit erfüllt mich nunmal nicht. Ich bin auch keiner der menschen, die sich über die arbeit definieren müssen, um etwas wert zu sein. Ich habe absolut null interesse daran, eine karriereleiter hochzusteigen, ich arbeite lediglich aus dem einen und einzigen grund, um mir meinen lebensstandard zu finanzieren.

Falls dir das hilft: Ich sehs genauso und meine persönliche Meinung ist, dass du allein mit der Sichtweise schon sehr viel gewonnen hast und "freier" bist, als so manch anderer, der Komplexe bekommt, weil er beruflich nicht der Obermotz ist oder so ;-D

rGemnixnd


Mir ging es früher so wie Dir. Ich habe jetzt eine Teilzeitstelle, gehe dafür einmal weniger shoppen und bin glücklich.

Myilky_xe77


Mittlerweile weiß ich, dass unser Problem gar nicht mal so selten ist.

Ich dachte, dass ich die einzige bin und alle anderen gerne zur Arbeit gehen.

Aber sogar im Freundeskreis haben sich jetzt einige - auf vorsichtiges Anfragen meinerseits - mir gegenüber geoutet, dass sie nicht gerne arbeiten und gefrustet sind.

Mein Traum wäre ja auch Arbeitszeitreduktion. Und wenn es nur von 38,5 auf 35 Stunden wäre. Das wären schon 3 Nachmittage, wo ich eine Stunde früher heimgehen könnte und freitags eine halbe Stunde. Ist jetzt nicht der Mega-Unterschied, aber für mich wäre es schon eine Erleichterung.

Ich hoffe so sehr, dass ich eines Tages reduzieren kann. Am liebsten auf 32 Stunden, aber über 35 würde ich mich echt schon freuen.

CooPmraxn


Mittlerweile weiß ich, dass unser Problem gar nicht mal so selten ist. Ich dachte, dass ich die einzige bin und alle anderen gerne zur Arbeit gehen.

Hast du aber lange für gebraucht, für diese Erkenntnis ;-D

lrosjgetYrexten


Hallo an alle und danke für die antworten. @:) @:)

Wie gesagt, ich weiß ja, dass das ein luxusproblem ist, aber mich zermürbt einfach die vorstellung, dass ich soviel meiner zeit, die ich hier auf der erde zur verfügung habe, in etwas stecken muss, das mir eigentlich keine freude bereitet und ich vergleichsweise dazu – meiner meinung nach – einfach weniger zeit für das zur verfügung habe, was mich erfüllt.

Hat dich das Arbeiten auch von Anfang an genervt oder hat es dir anfangs gefallen und erst mit den Jahren kam die Unzufriedenheit?

Im grunde genommen weiß ich jetzt – rückblickend betrachtet – dass ich es nie mochte. Als ich noch studiert hab und dann erstmals begonnen habe, 30 stunden zu arbeiten, dachte ich mir damals schon, dass ich das nie ein ganzes leben lang durchalten werde, 30, geschweige denn 40 stunden zu arbeiten, quasi die ganze woche mit arbeit zu verbringen. Aber klar, da ich (immer noch ;-D ) keine prinzessin bin, musste ich wohl oder übel arbeiten, um mir meinen lebensunterhalt zu verdienen. Ich verstehe es auch heute noch nicht, dass es tatsächlich viele menschen gibt, die ja noch weitaus mehr stunden als ich arbeiten müssen und das auch noch ertragen. ":/ ":/ ":/

Ich glaube aber, dein Problem ist ein ganz anderes: ich halte dich einfach für schwer zufriedenzustellen. Du bist in gewisser Weise maßlos und es reicht dir nie, was du hast. In deinem Affären-Faden letztes Jahr ging dir sogar dein Freund auf den Keks. Ich weiß ja gar nicht, ob dein aktueller Freund noch der gleiche ist, aber auch bei Männern hat es nie gereicht. Du hast dich auch beschwert, dass du so oft schlecht gelaunt bist. Du hast dich auch beschwert, dass du zu wenig Zeit und zu wenig Geld hast (also HartzIV wäre wohl nicht dein Modell).

Damit hast du wohl einen (vielleicht wunden) punkt erwischt. Vielleicht bin ich wirklich schwer zufrieden zu stellen. Vielleicht ist es mir nie genug. Aber was ist so verwerflich an dem wunsch, mehr zeit für dinge zu haben, die einem gut tun?? Ich finde das ganze system ist verkehrt. Alle menschen sollten mehr zeit für das haben, was sie glücklich macht. Ich weiß, das ist ein naiver und dummer wunsch, denn es gibt so viele menschen, denen es millionenfach schlechter geht als mir und die sich im leben nichts anderes wünschen würden, als so ein leben zu führen wie ich oder auch viele andere es haben. Dennoch: das verhältnis von "dinge-tun-die-ich-tun-muss-obwohl-sie-mir-nicht-gefallen" und von "dinge-tun-die-ich-in-diesem-moment-gerade-tun-will" ist meiner meinung nach unausgeglichen. >:(

Es reicht dir nie. Und ich weiß auch nicht, inwieweit du überhaupt selbst bereit bist, an diesem Zustand etwas zu ändern. Wer von allem viel will, braucht entweder sehr viel Glück oder muss sich hart in seine Lebensplanung reinknien und für seine Ziele aktiv werden. Du hast eher das "Motzen" als Ventil, denn du erzählst von keinen Veränderungen, die du in Angriff nimmst.

Was soll ich denn ändern? Motiviere ich mich und arbeite mehr, damit ich mehr geld habe und mir mehr leisten kann (noch besseres essen, mehr reisen, damit auch mehr von der welt sehen, usw.) bin ich noch unglücklicher als ich es jetzt schon bin. Reduziere ich meine stunden, habe ich zwar mehr freizeit, aber noch weniger geld (ich komme ja jetzt schon kaum zurecht) für die dinge, die ich gern mache. Und kommt mir bitte nicht damit, dass viele dinge kein geld kosten. Das ist einfach nicht wahr. Beispiele gibt es en masse:

ich koche gern, ergo kostet das geld. Ich koche wenn möglich bio und regional, ergo kostet das noch mehr geld. Ich probiere beim kochen gerne nicht alltägliche dinge aus, koche viel mit frischem gemüse und gutem fleisch/fisch – kostet sehr viel geld.

Ich reise gerne bzw. würde gerne reisen und mir soooo viel fremde länder, kulturen, lebensweisen und die verschiedenen küchen anschauen und ausprobieren. Kostet geld. (brauche ich wohl nicht weiter ausführen.)

Ich trinke gerne guten wein. Kostet geld.

Ich spiele tennis. platzgebühr bzw. mitgliedschaft im club kostet geld.

Ich hege und pflege im sommer gerne meinen garten. Auch das kostet.

Ich bin gerne mit freunden unterwegs. Man isst, trinkt usw.. kostet geld.

Also kostet das leben, das ich gerne führe, eine stange geld. Wenn ich weniger arbeite, kann ich mir das noch weniger leisten als ich es eh jetzt schon kann. %-|

Ich sitze also in der zwickmühle. Mir bleibt im prinzip nichts anderes über, als untertags mein tristes dasein in der arbeit zu fristen, damit ich dann abends (wenn überhaupt) oder am wochenende wenigstens das machen kann, was mir spaß macht. %-| %-|

"Prinzessin" ist eigentlich keine schlechte Idee, denn nur damit würdest du zufrieden werden. Wenn es wirklich nur die Arbeit wäre, dann hätte ich dir jetzt geraten: mach dich selbständig. Aber damit ist auch ein enormer Zeitaufwand verbunden - viel mehr als im Angestelltenverhältnis. Und das finanzielle Risiko ist auch da.

Nein, das wäre mir zu viel verantwortung. Ich hab nicht gerne verantwortung, ich bin auch kein vernünftig denkender mensch ;-D ;-D , bei mir würde das unternehmen wohl innerhalb kürzester zeit den bach runter gehen.

Wieso hast du den Anspruch, dass dich alles im Leben (hier: Arbeit) glücklich machen und erfüllen muss?

Nein, ich hab nicht den anspruch, dass arbeit mich erfüllen muss. Nur würde ich es leichter ertragen, wenn es mich erfüllen würde. Andersrum: arbeit muss mich nicht erfüllen, nur für den umstand, dass sie mich nicht erfüllt, verbringe ich meiner meinung nach viel zu viel zeit damit. {:(

Wenn du jetzt gut verdienst, besteht dann nicht die Möglichkeit, mit reduzierter Stundenzahl immernoch genug zu haben, um lebensstandardtechnisch nicht merklich abzusinken?

Ich verdiene gut - meiner ausbildung entsprechend. Heißt aber nicht, dass ich mir deswegen all das leisten kann, was ich gerne möchte. bei uns in der gegend sind mietpreise und lebenserhaltungskosten extrem hoch. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, wie das mit einer stundenreduzierung klappen soll.

Tja, wie ihr seht, ich drehe mich im kreis und genau deswegen würde ich einfach gerne das areal im hirn finden, das für meine extreme unzufriedenheit zuständig ist und ausschalten bzw. überlisten. Das denke ich, ist aber nicht so einfach. ;-)

Cromrxan


Nein, das wäre mir zu viel verantwortung. Ich hab nicht gerne verantwortung

Noch nicht einmal das?

Darf ich dich "verwöhnt" nennen?

Ich glaube, das Areal im Hirn gibt es nicht, was du suchst. Vielleicht ist die Ursache in deiner Erziehung zu suchen, dass dir irgendwie das Bild vermittelt wurde, es würde dir alles zustehen, was du dir wünschst.

Beneiden tue ich dich nicht um dieses Gefühl. Ständig mehr zu wollen, als man erreichen kann. Aber eine Augenbraue geht vor allem bei dem Satz hoch, dass du sogar Verantwortung ablehnst. Wer Glück hat oder sich seinen Lebensstandard aus eigener Kraft und Engagement erarbeitet, bei dem bin ich nicht die Bohne neidisch. Du willst aber wirklich alles. Genügend Freizeit und gleichzeitig jemanden, der dir genug für bisschen Arbeit bezahlt, dass du dir teuren Wein und Reisen leisten kannst. Und alles in der sozialen Hängematte des Angestelltendaseins.

Was du suchst, dafür gibt es ein einfaches Wort: du suchst einen Sponsor.

ddaLnae8x7


Bleibt nur reich heiraten, einen Mann der eine hübsche junge Frau zu repräsentativen Zwecken wünscht. Nur muss man dann eben in Sachen Gefühlen abstriche machen.

Es ist nichts falsch mehr zu wollen als das was man hat, solange der Wunsch einem nicht das was man hat versaut. Genau das schent hier aber der Fall zu sein. Vor lauter sehnen und streben nach mehr genießt du nicht mehr bewusst was du hast. Dabei kann man ja auch die Schwerpunkte in den Hobbys verlegen und damit schon viel sparen. Du kochst gerne und machst gerne was mit Freunden, wieso nicht verbinden? Dann zahlt jeder einen Teil der Materialien, kommt zu vielen viel günstiger und du kannst kochen und was mit ihnen machen und Geld sparen. An den anderen Tagen kann es durchaus herausfordernd sein regional und bio zu kochen und dabei zu versuchen zu sparen in dem man gut einkauft, größere Mengen und dann viel variiert, wenig wegschmeißt, mal was vegetarisches versucht und weniger Fleisch und Fisch...

Genauso beim Urlaub. Es kann total toll sein couchsurfing zu betreiben und dann ist das Wegfahren nicht so teuer und man ist auch noch nah dran an Land und Leuten und der Küche.

Also man kann alles mögliche so oder so gestalten.

Am Ende ist Zufriedenheit auch eine Entscheidung. Du entscheidest dich gerade dich auf all das zu konzentrieren was du nicht hast statt den Fokus auf das zu legen was du hast und das zu genießen. Kann man machen, aber wenn du arbeiten als Verschwendung von Lebenszeit betrachtest, wie denkst du dann darüber sich die Lebenszeit mit selbstgebauter Unzufriedenheit zu vermiesen?

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