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Lebenskrise?

Hrayleyd M.


Sie wird sich stattdessen noch schlechter fühlen, weil sie das Wunderheilmittel "positives Denken" nicht umsetzen kann, und ihre positiven Gedanken etwa 3 Minuten anhalten.

HannahWe

Was fuchst dich eigentlich so an einer möglichen Umänderung von negativen Gedanken in positive, dass du hier wiederholt gegen das "Wunderheilmittel" - was niemand behauptet hat - Hohn ausgießen musst?

Das was du im Link anführst, ist NICHT das, was ich unter positiv denken verstehe, um das nochmals klar zu sagen!

Positiv denken, wie ich es angewandt habe und auch der TE empfehle, ist es weder Verdrängung noch Verleugnung, es hat auch wenig mit Autoren wie Murphy zu tun. Es überdeckt keine psychische Störung und macht diese erst richtig schlimm, jedenfalls nicht so, wie ich es meine.

Sondern es handelt sich schlicht um eine grundsätzliche, nach und nach vorgenommene Veränderung des Blickwinkels, ein Abnehmen der permanent getragenen schwarzen Brille, am besten im Austausch gegen eine helle - was spricht dagegen? Es braucht einiges an ARBEIT dazu! Und es wirkt sehr wohl, nur nicht als geflunkertes Zaubermittel der 60er und 70er, da gebe ich dir Recht.

Meinst du nicht, du könntest es respektieren, dass es - richtig verstanden - anderen echte Lebenshilfe ist, und nicht voreilig mit Ausdrücken wie Bullshit kommen?

H8aysleQy MA.


losgetreten

Jenseits jeglichen Denkens:

Wenn es für dich nichts als unabänderliche Realität ist, dass dein Alltag dich nervt, überfordert und sauer macht - dann ÄNDERE ihn. Dann ist es doch eigentlich einfach: Du änderst dein Umfeld, reduzierst deine Arbeit, arbeitest weniger … wenn du Glück hast, kannst du sogar dasselbe Geld haben, durch eine geniale, gut zu vermarktende Idee vielleicht?

Aber nur klagen und endlos in der Situation verbleiben - was bringt es dir?

m$ond+vsterxne


Du bist mit Deiner Lebensituation unzufrieden, schaffst es jedoch nicht allein heraus. Wir können hier noch ewig weiterdiskutieren. Alleine wirst Du es nicht schaffen. Du brauchst jemanden, der Dich da rausholt.

p|inkni3co75


Du brauchst jemanden, der Dich da rausholt.

Ein gut durchdachter Plan z. B.

l3osgetr6eten


mit was würdest Du Deine ganze Freizeit füllen?

diese frage ist rein theoretisch, denn aktuell werde ich meine stunden nicht reduzieren, weil ich ja weiß, dass ich dann weniger geld zur verfügung habe und meine freizeit dann wiederum nicht so gestalten kann, wie ich es gerne möchte.

aber, ich wüsste ganz genau, womit ich meine freizeit locker füllen könnte, wenn ich genügend geld und genügend zeit hätte.

ich würde jeden tag ein bisschen sport machen, haus und garten ständig gründlich in schuss halten (nicht so wie jetzt, wo sich leider wirklich oft nur die oberflächlichen dinge ausgehen), einkaufen, kochen, ein bisschen was für mich tun (lesen, spazieren, singen), mich endlich mal regelmäßig mit meinen freunden treffen, meine eltern öfters besuchen und und und. es gibt so viele dinge, die man tun kann. da könnte man nicht nur ein leben, sondern ganze 10 leben damit füllen. ;-)

und ihr könnt mir das jetzt schlecht reden, wie ihr wollt: ich WEISS, dass mir niemals langweilig werden würde. und selbst für den unwahrscheinlichen fall, dass ich mich einmal langweilgen sollte: ja gut, ok, dann langweile ich mich halt einmal im monat. immer noch besser, wie mich JEDEN TAG im büro zu langweilen.

es ist ja nicht so, dass ich gar nicht arbeiten wollen würde (auch wenn ich das so in meinem ersten beitrag geschrieben habe), ich könnte mir durchaus vorstellen (achtung, alles nur theorie und wunschdenken!!!), 20 stunden zu arbeiten, das wäre für mich dann ein gutes verhältnis von arbeit (ca. 1/4 meiner zeit) und freizeit.

so, jetzt ist genug geträumt, die realität hat mich wieder, also ran an die arbeit. ;-)

lQosgetMreten


Du bist mit Deiner Lebensituation unzufrieden, schaffst es jedoch nicht allein heraus. Wir können hier noch ewig weiterdiskutieren. Alleine wirst Du es nicht schaffen. Du brauchst jemanden, der Dich da rausholt.

tja, nur wer bzw. was soll das sein? wie viele bereits festgestellt haben, kann das wohl nur ICH SELBST sein, der mich da rausholt und dazu bräuchte es ein umdenken.

C^omraxn


wie viele bereits festgestellt haben, kann das wohl nur ICH SELBST sein, der mich da rausholt und dazu bräuchte es ein umdenken.

Genauso ist es. Entweder umdenken, oder handeln (falls du nach genügend Einkehr doch feststellen solltest, dass speziell diese aktuelle Tätigkeit im Job maßgeblich an deiner Stimmung schuld ist).

Aber beides liegt in deiner Verantwortung, die du übernehmen musst. Weil es niemand sonst kann und sich die Welt nicht für dich verändern wird (OK, du könntest versuchen, die Welt zu verändern, aber das kostet dann mal richtig Zeit und Engagement ;-D ).

MPilk)y_e7x7


Ich habe für mich jetzt die Entscheidung getroffen, dass ich meine Arbeitsstunden ein kleines bisschen reduzieren möchte. Vo 38,5 Stunden auf 35 Stunden. Ist zwar nicht soooo ein Riesenunterschied, aber immerhin dann von Di - Do jeweils eine Stunde früher gehen und freitags eine halbe Stunde weniger. Vom Gefühl her ist dann herrlich, den Tag wenigstens ein bisschen mehr nutzen zu können. Es ist ein großer Unterschied, ob man um 16:45 oder 17:45 zuhause ist. Um 16:45 kann man sogar noch shoppen gehen und ich müsste nicht den ganzen Winter im Stockdunkeln heimfahren.

Finanziell machen die 3,5 Stunden Reduktion nicht sehr viel Unterschied. Kann ich locker verkraften. Die Freizeit ist mir viel mehr wert. x:)

Ich hoffe soooooo sehr, dass es klappt. Ich habe bald Mitarbeitergespräch, da werde ich es beantragen. Mit einer Freundin werde ich mir gute Argumente zurechtlegen, um meinen Wunsch gut darlegen zu können.

H?aylexy M.


Und dass alles seinen Preis hat, ist wohl wirklich unanfechtbare Tatsache.

Dnie SNehUexrin


ich hatte vor kurzem mal drei wochen urlaub am stück und in letzter minute wurde unsere reise abgeblasen. deswegen hatte ich alle zeit der welt, keine geldprobleme und konnte tun und lassen, was ich wollte.

aber: mein mann musste arbeiten, meine freunde mussten arbeiten, abends waren alle kaputt und hatten keine große lust, mich bei irgendwas zu begleiten. meine wohnung habe ich dann irgendwie doch nicht angepackt, weil ich schon wieder zu viel zeit hatte. meine eltern wollte ich besuchen, aber so rentner sind ja immer unterwegs... tja... war dann doch nicht so doll.

H[ayl6ey Mx.


tja... war dann doch nicht so doll.

Ist es nicht oft so mit der Wunscherfüllung? Niemand, der ein Ziel erreicht hat - egal welches - wird ununterbrochen darüber jubeln und von da an nur noch gute Laune haben. Außer wenn er sowieso dieser Typ oder so eingestellt ist, und dann ist er es eben auch unter weniger günstigen Bedingungen. Einstellungssache, wie alles.

C+om*rxan


Finanziell machen die 3,5 Stunden Reduktion nicht sehr viel Unterschied.

Netto macht es ohnehin nicht den Riesenunterschied, da du mit etwas Glück in der Progressionstabelle runterrutschst. Wenn du es optimieren willst, schaust du einfach nach, wo der ideale Punkt mit dem besten Netto-Stundenlohn ist.

Aber wenigstens triffst du eine Entscheidung. Finde ich gut. Bei uns im Haus sind so ziemlich alle Arbeitszeitmodelle möglich, da ist mein Arbeitgeber extrem kulant. Ein Kollege hat vor 3 Jahren Zeit verringert. Leider hat er die Erfahrung machen müssen, dass sich irgendwann die Gewohnheit so einstellt, dass einem die neue Arbeitszeit wieder genauso vorkommt wie die normale davor. Aber zurück will er auch nicht mehr (hat allerdings auch Eltern über 80 im Haus, da ist der Bedarf an etwas mehr Zeit zuhause mehr als verständlich).

HCanznahWxe


Leider hat er die Erfahrung machen müssen, dass sich irgendwann die Gewohnheit so einstellt, dass einem die neue Arbeitszeit wieder genauso vorkommt wie die normale davor.

Die Erfahrung kann ich nur bedingt bestätigen. Habe ebenfalls vor 2 Jahren meine Arbeitszeit reduziert (aus gesundheitlichen Gründen) und arbeite nun 30 std (vorher 40 std. als Vollzeit).

Natürlich stehe ich nichtmehr jeden Tag auf und denke "Wooohoo, ich muss nur 6 std arbeiten heute", wie es vielleicht am Anfang die ersten Wochen der Fall war.

Aber trotzdem merke ich den Unterschied zu 8 std. Arbeit nach wie vor jeden Tag. Ich habe mehr Zeit für Hobbies, Freunde, Arzttermine (leider nötig), und auch mehr Energie für und Freude an diesen Unternehmungen.

Auch wenn natürlich die erste Euphorie übers weniger arbeiten müssen nicht ewig anhält ist es doch auch nach 2 Jahren noch eine große Erleichterung.

lVosg5etr/eten


Ich hatte vor kurzem mal drei wochen urlaub am stück

Du glückspilz ;-)

und in letzter minute wurde unsere reise abgeblasen

Das ist natürlich bitter, tut mir sehr leid. 

Deswegen hatte ich alle zeit der welt, keine geldprobleme und konnte tun und lassen, was ich wollte. Aber: mein mann musste arbeiten, meine freunde mussten arbeiten, abends waren alle kaputt und hatten keine große lust, mich bei irgendwas zu begleiten

Siehst du, was arbeit mit den leuten anstellt, sie sind abends zu kaputt, um was anzustellen. MEINE REDE!!!!!!!!!!!!! GENAU das kritisiere ich hier bereits zum gefühlten 1.000sten mal!!!!!! Das sollte eigentlich nicht so sein.

Aber ok, weiter im text. ;-)

meine wohnung habe ich dann irgendwie doch nicht angepackt

Warum nicht? Ihr weist mich hier immer wieder darauf hin, dass ich dinge in der arbeit eben anpacken muss, auch wenn sie mir nicht gefallen, weil sie eben gemacht werden müssen.

Andersrum müsste das aber ja dann in deinem fall mit der hausarbeit auch passieren, oder? Was fürs berufsleben gilt, gilt auch fürs privatleben. ;-) und der groooooooooße unterschied BEI MIR wäre ja: ich mach die hausarbeit sogar gerne, weil ich einen sinn darin sehe (was bei meiner arbeit nicht immer der fall ist ;-)

meine eltern wollte ich besuchen, aber so rentner sind ja immer unterwegs

Dasselbe in grün. Wenn man will, findet man einen weg, das predigt ihr mir hier immer ;-) – ich bin mir sicher, dass deine eltern nicht 24 stunden am tag und 7 tage die woche unterwegs waren und ihr, wenn du dich wirklich mit deiner ganzen energie darum gekümmert hättest, einen termin für ein treffen gefunden hättet. ;-)

tja…war dann doch nicht so doll."

Liebe seherin, ich schätze deine beiträge sehr, hier jedoch drehe ich den spieß mal um und behaupte: DAS hier ist jammern auf hohem niveau. Ihr unterstellt mir ja, ein verwöhntes prinzesschen zu sein und nur zu jammern, dass die arbeit ja ach so sinnlos und langweilig ist. und empfehlt mir, mein denken umzustellen, sodass ich mir eben den arbeitsalltag sinnvoller gestalten kann.

Du hingegen hast hier gerade "gejammert", weil du nicht wusstest, was du mit drei wochen urlaub anstellen sollst. Ja, dann wäre mein rat: hättest du deine denkweise geändert, hättest du deine drei wochen vielleicht anders gestalten können. ;-)

Versteht ihr, worauf ich hinauswill?

Ich versteh einfach immer noch nicht, wie manche behaupten können, dass immer nur frei haben langweilig wird. Leute, euch wird "immer nur arbeit" ja offenbar auch nicht langweilig!

Klar erfordert es auch strukturen im alltag, wenn man immer nur frei hat. Wer einfach so in seinen tag hineinlebt, wird wohl kaum die erfüllung finden. Aber das wäre ja etwas, was ich unheimlich gerne machen würde: mir meinen alltag planen und strukturieren. Hier würde ich meine energie reinlegen. Damit ich ein erfülltes leben nach meinen bedürfnissen und wünschen habe.

HRaylqey xM.


Ja sicher bleibt die Erleichterung und mehr Lebensqualität nach einer ersehnten Umstellung. Und genau das ist auch die richtige Handlungsweise, anstatt ewig auf der eigenen Unzufriedenheit hocken zu bleiben. Handeln und ggf. leichte Einschränkungen in finanzieller Hinsicht hinnehmen - was sollte der denn sonst helfen, wenn sie es mit der anderen Einstellung einfach nicht hinkriegt?

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