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Lebenskrise?

m0ond+sRternxe


Was glaubst Du? Gibt es dieses Areal? Warum benutzt Du es nicht in dem Maße, wie Du es eigentlich müsstest?

M:ilkyq_e7x7


Dieses Areal würde ich auch gerne finden und aktivieren.

Mir gehts genauso. Ich mag auch keine Verantwortung haben.

Dennoch denke ich nicht, dass Losgetreten und auch ich, verwöhnt sind. Wir müssen ja das tun was wir hassen bzw. was uns die Freizeit stiehlt, und wir ziehen es durch, unter Verlust von Lebensqualität. Aber wir ziehen es durch.

Deshalb finde ich nicht, dass wir verwöhnt sind. Wir WÄREN es gerne, sind es aber bei weitem nicht. Das ist ein großer Unterschied.

daana6e8x7


Ne Milkey, verwöhnt sein ist das eine, damit durchzukommen das andere. Es ist verwöhnt, aber die Notwendigkeiten zwingen euch anders zu handeln, aber der Anspruch an sich ist bereits verwöhnt.

Dazu gibt es kein Hirnareal, nur so am Rande. Das ist eine Sache des Trainings. Das Gehirn baut die Teile aus die benutzt werden und wenn man immer dieselben Gedanken und Gefühle hegt und pflegt werden sie so bestimmend wie das hier der Fall ist.

lFosgNetre+texn


Dennoch denke ich nicht, dass Losgetreten und auch ich, verwöhnt sind. Wir müssen ja das tun was wir hassen bzw. was uns die Freizeit stiehlt, und wir ziehen es durch, unter Verlust von Lebensqualität. Aber wir ziehen es durch.

Deshalb finde ich nicht, dass wir verwöhnt sind. Wir WÄREN es gerne, sind es aber bei weitem nicht. Das ist ein großer Unterschied.

WORD!!!! :)= :)= :)=

das sehe ich genauso.

wäre ich verwöhnt, würde ich mich zurücklehnen und auf den ritter mit weißem schimmel warten. wäre ich verwöhnt, hätte ich bei dem mann bleiben können, der mir all das hätte bieten können, was ich jetzt hart erkämpfe mit jedem tag, den ich im büro festhänge. ich hatte nämlich mal eine beziehung, wo er sehr sehr reich war. aber das alleine macht ja auch nicht glücklich.

und ich WEISS, dass ich für mein geld, für meinen lebensstandard etwas tun muss. also TU ich. ich mach jeden tag und mach jeden tag und finde einfach, dass es eine gemeine zwickmühle ist, viel zu viel von jener zeit, die man arbeiten muss, zu benutzen, um die wenige zeit, die man dann zur freien gestaltung hat, auch (aus)leben zu können.

lNosgetxreten


Es ist nicht falsch, mehr zu wollen als das, was man hat, solange der Wunsch einem nicht das, was man hat, versaut.

das ist ein weiser satz und dem stimme ich total zu.

aber ich vermag es nicht, meine denkweise zu verändern. :-/

lAosge+tretxen


Was glaubst Du? Gibt es dieses Areal? Warum benutzt Du es nicht in dem Maße, wie Du es eigentlich müsstest?

ich denke nicht, dass es dieses areal gibt und selbst wenn, weiß ich offenbar nicht, wie ich es zu benützen habe.

l7osgetxreten


Vor lauter sehnen und streben nach mehr genießt du nicht mehr bewusst was du hast

nein, das stimmt nicht. wenn ich am wochenende zum beispiel (achtung, nur EIN beispiel, es gibt gottseidank noch einige mehr) in meinem garten sitze, abends, bei einem glas wein und nachdem ich ein gutes essen genossen habe, genieße ich sehr wohl bewusst, was ich IN DIESEM MOMENT habe. ich schätze diese momente sehr, aber meines erachtens nach finden sie halt einfach viel zu selten statt. :°(

zumindest habe ich nicht annähernd so oft eine schöne zeit, die ich richtig bewusst genießen kann als die zeit, die ich mit und in der arbeit verbringe. und das ist meiner meinung nach eben ein ungesundes gleichgewicht.

M@ilk%y_e7x7


Das Problem ist auch - bei mir zumindest - dass das Gefühl der Unzufriedenheit immer mächtiger wird, immer mehr Raum einnimmt. Aber wenn man versucht es zu unterdrücken, dann brodelt es im Hintergrund umso stärker weiter.

Dennoch denke ich nicht, dass ich verwöhnt wäre. Wäre ich verwöhnt, dann hätte ich wahrscheinlich schon nach 1 Monat den Hut draufgeworfen und hätte es nicht mittlerweile schon 17 Jahre durchgezogen.

dPanaex87


losgetreten

Und Vorfreude? Kannst du mehr aus Vorfreude ziehen?

Milkey

Das ist genau was ich meinte. Je mehr Übung das Gehirn im Umzufriedensein bekommt desto öfter wird es diese Bahnen nutzen bis es zum Grundgefühl wird.

MBilsky_ex77


@ danae87

Aber es ist so schwierig positiv(er) zu denken, wenn ich ja weiß, dass meine negativen Gedanken der Wahrheit entsprechen. Es IST ja verlorene Lebenszeit, die ich nicht für mich nutzen kann. Wie kann ich mir das schönreden? Ich würde es mir wirklich gerne schönreden können. Das können viele andere ja auch. Aber wie geht das?

Muilk4yE_e7x7


@ losgetreten:

Ja, ich liebe auch diese schönen Momente, wenn man einfach nur Ruhe hat und genießt. Sei es ein gemütliches Frühstück oder im Garten sitzen oder abends ein Cocktail mit Freunden.

Aber aus Zeitgründen geht das halt leider sehr selten. Vor allem kann man im Sommer das schöne Wetter kaum genießen. Man ist halt auch darauf angewiesen, dass es am Wochenende dann schön ist, was halt auch nicht immer der Fall ist.

Und die Abende kann man unter der Woche auch nicht ungetrübt genießen. Da ist man dann schon ausgelaugt von der Arbeit und kann auch abends nicht so lange was machen (zB eben Cocktails trinken....), weil man am nächsten Tag wieder früh aufstehen muss.

Da kann ich das dann nicht so genießen, wenn ich auf die Uhr schauen muss und weiß, okay, nur mehr eine halbe Stunde, es ist gleich 22 Uhr..... Und eigentlich bin ich eh schon spät dran. oje morgen wird das Aufstehen wieder schwer fallen. Und schon ist das chillige Gefühl wieder komplett weg.

MjilkyE_e77


Was ich auch sehr schlimm finde: Dass man niiiiiiiieee länger als 2 oder höchstens 3 Wochen frei hat, wenn man arbeitet.

Als Schüler hatte man 9 Wochen, da konnte man mal so WIRKLICH abschalten. Hatte das ganze Jahr das große Ziel: die langen Ferien!

Jetzt freut man sich zwar auf den Urlaub, aber man hat nie dieses unbeschwerte Gefühl, denn das kann sich in 2 Wochen einfach nicht einstellen, denn kaum hat man sich an die freie Zeit gewöhnt, ist es schon wieder vorbei.

l\oshgetxreten


Und Vorfreude? Kannst du mehr aus Vorfreude ziehen?

mehr nicht. ich freue mich auf etwas. da ich aber ein sehr kopflastiger mensch bin, wird bei mir vorfreude auch immer von ein bisschen angst begleitet, dass das ereignis, auf das ich mich freue, durch irgendeinen umstand (krankheit, o.ä.) versaut wird. deshalb "traue" ich mich manchmal nicht, mich zu freuen. (siehe auch meinen thread "Londontripp fällt ins wasser")

Was ich auch sehr schlimm finde: Dass man niiiiiiiieee länger als 2 oder höchstens 3 Wochen frei hat, wenn man arbeitet.

Als Schüler hatte man 9 Wochen, da konnte man mal so WIRKLICH abschalten. Hatte das ganze Jahr das große Ziel: die langen Ferien!

Jetzt freut man sich zwar auf den Urlaub, aber man hat nie dieses unbeschwerte Gefühl, denn das kann sich in 2 Wochen einfach nicht einstellen, denn kaum hat man sich an die freie Zeit gewöhnt, ist es schon wieder vorbei.

oh ja. {:( ich war heuer eine woche (eine woche!!!!!!!!!!! %-| :(v ) auf feuerteventura und fast hab ich mir gewünscht, gar nicht dort gewesen zu sein, weil es viiiiiiiiiiiiiiiiiiiel zu schön war, als dass es nach einer woche schon vorbeisein hätte dürfen. das war fast gemein: da ist man endlich wie im paradies und kaum genießt man es, muss man es schon wieder verlassen. :-(

(für mehr als eine woche hätte mir allerdings so oder so das geld gefehlt, leider :°( )

d3a~nae8x7


Man kann isch sgaen: Morgen habe ich die Chance das Geld für mein Leben zu verdienen, ich kann mit der Kollegin xy einen netten Plausch halten, kann in der Mittagspause einen Spaziergang da und dorthin machen... Nicht es sich schön reden sondern auf die guten Seiten daran fokussieren. Wenn man abends dasitzt sich denken: Boah, was hatte ich für einen schönen Abend und nun schön gemütlich in mein kuscheliges Bett und morgen frisch in den Tag." Mein Freund hatte/ghat dein Problem auch immer mal wieder, aber der meinte neulich zu mir das es mit diesen Gedanken schon viel viel leichter geht.

d(anabe8-7


Und wieso kannst du dich nicht daran erfreuen überhaupt eine Woche gehabt zu haben? Ist doch super und nun kennst du ein wenig vom Land und kannst für das nächste Mal mehr Üläne machen, gezielter fahren und so.

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