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Lebenskrise?

dtanaGe857


Das ist eine Trainingsfrage, so doof das klingt. Ein Gehirn baut sich so auf wie es genutzt wird, Verbindungen die selten genutzt werden, verkümmern, auch wenn das Wissen trotzdem bleibt, man hat keinen Zugriff mehr drauf. Die Impulse nutzen bevorzugt die breiten Bahnen. Deswegen vergessen wir Sprachen die wir mal gelernt, aber dann nicht mehr genutzt haben. Wenn du also jeden Morgen mti dem Gedanken: "Das ist nun Verschwenung meiner Lebenszeit" zur Arbeit gehst wird die Bahn dick und dicker und immer mächtiger im Kopf. Es kostet Kraft die wenig genutzten Bahnen zu nehmen oder ganz neue zu bauen, geht aber. Das ist doch ein sinnvolles Projekt, sich selbst zu einer positiveren Lebenseinstellung zu erziehen. :-D

Coomr!an


solche aussagen finde ich immer sowas von schwachsinnig. %-|

Herzlichen Dank auch, zumal ich diese Aussage in der Ich-Form getätigt habe @:)

und das macht mich eben manchmal einfach traurig und mürbe.

Dagegen kann man arbeiten. Du hast zumindest erkannt, dass dein Zustand eine Lebenswirklichkeit ist. Insofern musst du das auch abhaken können. Danae87 hat aufgezeigt, wie das geht. Dreh es rum und suche in der Arbeit - für diese Stunden am Tag - eine Herausforderung, die dir die Zeit leichter erscheinen lässt. Du wirst sehen, dass diese wie im Flug vergeht. Nicht einfach nur Aufträge annehmen und abarbeiten. Ich war in den 90ern mal zur Ausbildung in einer Fachabteilung, wo ich den ganzen Tag nur darauf gewartet habe, dass der Urlaub in einer Woche beginnt. Das waren die längsten Tage meines Lebens, weil ich "nur" meinen Job gemacht habe.

Wenn dir deine Arbeit diese Perspektiven nicht bietet, dränge auf Veränderung. Mehr Verantwortung lässt Zeit z.B. schneller verfliegen. Glaub's mir. Auch wenn du Verantwortung jetzt nicht willst. Bewirb dich auf andere Stellen, bilde dich weiter. Du bist noch lange genug im Berufsleben, und es liegt an dir, wie du es dir dort einrichtest. Häng dich rein und du bist zufriedener. Es gibt nicht nur einen Burn-Out, sondern einen Bore-Out. Unterforderung macht unglücklich.

lfosghetre]ten


Fangen wir gleich hier damit an: Überleg dir was heute auf Arbeit ansteht, wozu das gut ist und weshalb das erledigt werden muss. Nicht für dich sondern so ganz generell.

uff. ich versuche es. ich versuche, mein gehirn darauf zu programmieren, mich um das zu kümmern, was ich eben gerade mache. und wenn es arbeit ist, ist es eben die arbeit. und ich versuche, die bösen gedanken sofort abzuwürgen. vielleicht ists ja wirklich so, dass sich, je öfter ich das mache, mein gehirn "umstellt". :)^

Herzlichen Dank auch, zumal ich diese Aussage in der Ich-Form getätigt habe @:)

sorry, comran, ich wollte nicht garstig zu dir sein. du hast den ersten satz in der ich-form getätigt, das ist richtig. weiter ging es aber dann mit:

Und schon sehnt MAN sich wieder nach etwas Anderem.

deshalb habe ich deine aussage so aufgefasst, dass du der meinung bist, dass alles, was MAN regelmäßig macht, langweilig wird. und diese meinung teile ich eben nicht. @:)

d{anCaex87


Genau, üb es, konzentrier dich drauf. Das was du jetzt tust ist das was du ganz tust und so gut du kannst. Wird schon, es lohnt sich, immerhin macht es einen großen UNterschied ob man soviel Zeit im Leben seine Arbeit zumindest gerne, wenn auhc nicht begeistert macht oder sich so durchschleppt. :)_ :)_

l.osg%etr]etexn


Mehr Verantwortung lässt Zeit z.B. schneller verfliegen. Glaub's mir. Auch wenn du Verantwortung jetzt nicht willst. Bewirb dich auf andere Stellen, bilde dich weiter. Du bist noch lange genug im Berufsleben, und es liegt an dir, wie du es dir dort einrichtest. Häng dich rein und du bist zufriedener. Es gibt nicht nur einen Burn-Out, sondern einen Bore-Out. Unterforderung macht unglücklich.

ich hab mir ehrlicherweise auch schon öfter mal gedacht, dass ich möglicherweise unterfordert bin. es gibt ja auch in meiner firma hoffentlich noch einige interessante stellen, auf die ich mich bewerben könnte. das wäre wirklich eine möglichkeit. denn ich hab ja fähigkeiten und qualitäten, nur lasse ich sie verkümmern, weil es mir eben nicht wichtig genug ist, damit in der arbeit zu glänzen. :-|

lieber glänzt es daheim und ich beim tennisspielen. ;-D ;-D ;-)

ddanaSe87


Die Kunst ist in beiden Feldern zu glänzen. ;-) Jetzt ist der Zeitraum in dem deine Qualitäten für deine Arbeit genutzt werden können um eventuell forderndere Stellen zu bekommen die auch besser bezahlt werden, was dann auch mehr Freiheiten in der Feizeit bedeutet. Und danach fährst du auf den Platz und gibst da dein bestes. Das ist was ich mit im-Moment-bleiben meinte. @:) @:)

Hsanna[hWxe


Losgetreten, ich kenne das Problem sehr gut, für mich war eine Mischung aus Psychotherapie und Reduzierung auf Teilzeit die Lösung. Natürlich ist damit auch eine finanzielle Einschränkung verbunden, die ich in Kauf nehme.

Ein Gedanke, der mir heute noch dabei hilft, wenn ich zwischendurch einen Anfall von Selbstmitleid a la "Ich hab aber keine Lust, warum muss ich jetzt hier sitzen und XYZ tun?" habe ist:

XYZ muss gemacht werden, weil es aus diesen und jeden Gründen wichtig ist. (Sich selbst den Sinn der aktuellen Arbeitsaufgabe erklären). Herr/Frau XY braucht diese Unterlagen. Irgendjemand muss also YXZ machen, und diesmal bin ich es, weil ich es eben kann, und sonst niemand (oder niemand grade da ist, der es ebenfalls tun könnte). Also wird es gemacht. Alle um dich herum müssen auch grade arbeiten. Tschakka. ;-D

Und dann einfach anfangen, ob man grade Lust hat oder nicht ist dann unwichtig. Es muss halt gemacht werden.

Das hilft dabei, sich aus kleinen Motivationslöchern rauszuholen.

Bei Sinnkrisen und größeren Lebensfragen hilft ein Psychologe. Das meine ich Ernst und überhaupt nicht abwertend. @:)

H4ann3a[hxWe


Losgetreten, ich kenne das Problem sehr gut, für mich war eine Mischung aus Psychotherapie und Reduzierung auf Teilzeit die Lösung. Natürlich ist damit auch eine finanzielle Einschränkung verbunden, die ich in Kauf nehme.

Ein Gedanke, der mir heute noch dabei hilft, wenn ich zwischendurch einen Anfall von Selbstmitleid a la "Ich hab aber keine Lust, warum muss ich jetzt hier sitzen und XYZ tun?" habe ist:

XYZ muss gemacht werden, weil es aus diesen und jeden Gründen wichtig ist. (Sich selbst den Sinn der aktuellen Arbeitsaufgabe erklären). Herr/Frau XY braucht diese Unterlagen. Irgendjemand muss also YXZ machen, und diesmal bin ich es, weil ich es eben kann, und sonst niemand (oder niemand grade da ist, der es ebenfalls tun könnte). Also wird es gemacht. Alle um dich herum müssen auch grade arbeiten. Tschakka. ;-D

Und dann einfach anfangen, ob man grade Lust hat oder nicht ist dann unwichtig. Es muss halt gemacht werden.

Das hilft dabei, sich aus kleinen Motivationslöchern rauszuholen.

Bei Sinnkrisen und größeren Lebensfragen hilft ein Psychologe. Das meine ich Ernst und überhaupt nicht abwertend. @:)

lQos*getr>eten


XYZ muss gemacht werden, weil es aus diesen und jeden Gründen wichtig ist. (Sich selbst den Sinn der aktuellen Arbeitsaufgabe erklären). Herr/Frau XY braucht diese Unterlagen. Irgendjemand muss also YXZ machen, und diesmal bin ich es, weil ich es eben kann, und sonst niemand (oder niemand grade da ist, der es ebenfalls tun könnte). Also wird es gemacht. Alle um dich herum müssen auch grade arbeiten. Tschakka. ;-D

da hast du natürlich recht. ich bin da aber oft so abgebrüht und denk mir: wozu muss das ganze ÜBERHAUPT gemacht werden? dazu müsst ihr wissen, dass ich mit etwas abstrakteren themen arbeite, wo ein "output" bzw. ergebnis, wenn überhaupt, nur sehr schwer greifbar oder sichtbar ist.

vielleicht würde es mir helfen, mit etwas zu arbeiten, wo ich ein konkretes ergebnis habe, ganz überzogenes beispiel: ich melke eine kuh, ergo habe ich milch. ;-)

Bei Sinnkrisen und größeren Lebensfragen hilft ein Psychologe. Das meine ich Ernst und überhaupt nicht abwertend. @:)

ich verschließe mich generell keiner psychologischen unterstützung, nur habe ich bereits einige male die erfahrung gemacht, dass mir so etwas im alltag kaum hilft. vor allem: ich bin mir ja bewusst, was ich ändern könnte/müsste/sollte, aber keine der alternativvorschläge würde mich zufriedener stimmen.

was ich wirklich versuche, ist, die vorschläge von danae87 zu beherzigen und anzuwenden. vielleicht beginnt dann laaaaaaaaaaangsam ein umdenken. wäre schön.

dQana=e8x7


Was hast du zu verlieren? Entweder es klappt und du gewinnst an Lebensqualität oder es klappt nicht und alles bleibt beim Alten. Vielleicht hilft es auch dir nochmal zu überlegen wieso das was du produzierst am Ende doch wichtig ist. Und wenn alles nicht klappt kannst du ja auch noch immer einen praktischeren Beruf ergreifen bei dem du am Ende was in den Händen hälst. ;-)

M]ilk`y_eI7x7


Ich versuche mir trotz allem Frust immer wieder das Geld vor Augen zu halten, dass ich verdiene. Dass ich mir dadurch trotzdem einiges leisten kann, was ich mir nach längerem Bezug von Arbeitslosengeld nicht gönnen könnte.

Obwohl dann leider manchmal der Gedanke durchkommt, dass viele Käufe ja eigentlich deshalb stattfinden, um mich zu "belohnen". Wäre ich glücklich(er), würde ich weniger ausgeben, da ich die "Belohnungen" dann nicht brauchen würde.

Vieles, das ich gerne mache, kostet auch nicht viel Geld. Spazierengehen, TV, ausschlafen, lesen, schwimmen.... Sogar Fitnessstudio kostet nicht viel, und ich nutze es mangels Zeit viel zu wenig.....

C=omxran


Und wenn alles nicht klappt kannst du ja auch noch immer einen praktischeren Beruf ergreifen bei dem du am Ende was in den Händen hälst.

Ich glaube, die Beschaffenheit des Jobs spielt eine sehr große Rolle, wie man den Tag verbringt. Es gibt positiven Stress, der einen voller Adrenalin heimkommen lässt und nicht müde macht. Die Wege dahin hatte ich ja angesprochen. Verantwortung übernehmen, mitgestalten anstatt nur irgendwas zu bearbeiten, was auf den Tisch kommt. Davon nehme ich praktische Berufe gar nicht aus. Ich kann mir das gut vorstellen, dass man etwas tut, wo man abends sieht, wie die Werke Form angenommen haben. Ich habe so was halt nicht gelernt und bin mit meiner Tätigkeit zufrieden.

Mwil/ky_Le7x7


Ich denke auch, dass ein praktischer Beruf in der Hinsicht vielleicht mehr Zufriedenheit geben kann, als wie zB im Büro Excel-Tabellen zu bearbeiten.

Aber dafür braucht man handwerkliches Geschick, das fällt bei mir leider schon mal weg ;-)

l[osget.rSetexn


comran

Es gibt positiven Stress, der einen voller Adrenalin heimkommen lässt und nicht müde macht. Die Wege dahin hatte ich ja angesprochen. Verantwortung übernehmen, mitgestalten anstatt nur irgendwas zu bearbeiten, was auf den Tisch kommt.

ja, das merke ich auch. wenn ich mich mal aufraffe und mich richtig reinhaue oder wir einen stressigen tag hatten, wiel veranstaltungen usw zu bedienen waren, geht es mir abends dann viiiiiiiiiiiiel besse.

aber die meiste zeit verfalle ich in eine art lethargie und lasse den tag über mich ergehen. ":/ :-(

und es ist ja nicht so, dass ich nirgendwo gerne verantwortung habe. aber da ich mich lange um meinen freund gekümmert habe und hier die totale verantwortung übernommen habe (was definitiv nicht gut war und worum mich auch keiner gebeten hat), bin ich müde geworden. ich übernehme verantwortung nur noch da, wo es mir wichtig ist. und die arbeit ist mir nunmal (noch) nicht wichtig genug.

Ceomrxan


aber die meiste zeit verfalle ich in eine art lethargie und lasse den tag über mich ergehen. ":/ :-(

Der innere Schweinehund ist etwas, was du überwinden musst. Die Arbeit selbst ist ja nicht schlimm, wie du selbst geschrieben hast. Was du aber lernen musst, ist, den Gedanken an den Feierabend wenigstens mal für die 8 Stunden zu verbannen. Damit stehst du dir selbst im Weg. Konditioniere dich mal um: sofort, wenn du vom Feierabend und Freizeit träumst, raffst du dich unwillkürlich auf, jetzt einen bestimmten Block auf der Arbeit sofort anzugehen. Das dauert paar Wochen, aber man kann sich selbst ändern. Die Imagination muss nur stark genug sein. Denk nicht an die Freizeit, sondern an die letzte Arbeitsminute, mit welchem Erfolg du heimgehen würdest und was du von deiner Liste streichen kannst.

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