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Krise wegen Studium?

P+inuss /Sibiorica hat die Diskussion gestartet


Hallo,

dieses Forum hat mir schon oft geholfen, trotzdem habe ich jetzt lange überlegt, ob ich diesen Faden eröffnen soll, weil mir das Thema peinlich ist. Eigentlich weiß ich auch gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mal der Reihe nach:

Ich habe Jura studiert und warte gerade auf die Ergebnisse meiner schriftlichen Prüfungen vom 1. Staatsexamen. Diese Wartezeit beträgt insgesamt 2,5 Monate und nächste Woche werde ich erfahren, ob ich bestanden habe oder nicht (allein dieses "nicht bestanden" zu schreiben, führt schon dazu, dass sich mir der Magen umdreht :-( ). Habe das Examen schonmal geschrieben und bin durchgefallen. Das hier ist mein sogenannter Wiederholungsversuch, also mein letzter Versuch (noch so ein Unwort!). Sollte der nicht hinhauen, habe ich 7 Jahre Studium verplempert und noch immer keinen Job.

Genau hier setzen meine Probleme an:

- Ich kann den ganzen Tag an nichts anderes denken, als an diese Prüfungsergebnisse. Nachts träume ich davon. Jede Nacht. Tagsüber bin ich mit meinem Baby zu Hause, habe also viiiiel Zeit zum Nachdenken. Ich kann mich nicht mehr 100% ig auf das Kind konzentrieren. Das heißt, ich spiele natürlich mit ihm, koche Essen, gehe spazieren, schmuse etc., bin aber mit den Gedanken ständig woanders. Komme mir dabei so blöd vor, weil der Minimann das auch sicher merkt, aber ich kann es nicht abstellen. Muss mich zwanghaft den ganzen Tag mit meiner Zukunft beschäftigen.

- Muss mich zu allem, das ich mache total aufraffen. Zu allem. Auch zum Klogang. Alles fällt mir schwer. Einkaufen zu gehen oder ein Glas abzuspülen strengt mich total an. Ich fühle mich schlapp, habe ständig Kopfweh, mir ist schwindlig und übel. Habe immer sehr viel Sport gemacht, aber jetzt kann ich mich nur zum Allernötigsten zwingen.

- Egal wie ich es drehe und wende, ich sehe einfach keine Perspektive für den Fall, dass ich wieder durchs Examen falle. Mir macht Jura Spaß! Leider habe ich dolle Prüfungsangst, weswegen ich in den Klausuren zT ziemlich viel Müll geschrieben oder Dinge übersehen habe. Wenn ich an die Klausuren zurückdenke, sehe ich vor meinem geistigen Auge die Noten, die natürlich immer abgrundtief schlecht sind. Im Studium bin ich immer gut durchgekommen ohne mir ein Bein auzureißen. Für den ersten Versuch habe ich kaum gelernt und bin deshalb durchgefallen. Für diesen Versuch habe ich gelernt wie ne Wilde. Habe mit meinem Neugeborenen zu Hause gesessen und monatelang Jura gepaukt. Mit Schlafmangel. Ich will einfach nicht wahrhaben, dass diese Anstrengung umsonst gewesen sein soll.

- Was soll ich denn machen, wenn ich wieder nicht bestehe? Ich will keine Ausbildung machen, wollte immer studieren und nehme diesen Abschluss sehr ernst. Als Kind war meine schulische Leistung und künftiger Beruf immer ein großes Thema (bei meinen Eltern!). Ich wurde sehr auf Leistung getrimmt, die ich dann aus Protest in der Pubertät eingestellt hatte. Mir wurde gesagt, was ich gut könne und was nicht. Ich wurde immer nur für "musische Begabung" gelobt, nie für Leistungen in Natur- oder Geisteswissenschaften. Das ist leider ziemlich bei mir hängengeblieben und ich fühle mich tendenziell dumm. Sollte ich endgültig den Juraabschluss nicht geschafft haben, müsste ich wahrscheinlich in psychologische Behandlung. Ich habe (berechtigte) Angst, dass bei mir dann endgültig alle Stricke reißen und ich psychisch total durchdrehe. Wegen anderen Problemen habe ich bereits viele Jahre Psychotherapie, Antidepressiva und Klinikaufenthalte hinter mir. Wie ich ein normales Leben führen soll ohne diesen Abschluss kann ich mir derzeit leider gar nicht vorstellen.

- Mit meinem Partner gibt es auch öfter Probleme, weil ich alles was er sagt in den falschen Hals bekomme. Harmlose Äußerungen führen bei mir zur Verzweiflung und ich heule sofort los. Verstehe keine Späße mehr. Höre überall vorwurfsvolle Untertöne oder Agression wo keine ist.

- Leider habe ich auch noch ein Stipendium bei einem Begabtenförderungswerk. Wenn ich denen erzählen müsste, dass die mich völlig umsonst gefördert haben, dann würde ich wohl vor Scham im Boden versinken aber sowas von! Das wäre so, so peinlich, dass ich gar nicht sagen kann, wie peinlich das wäre.

Momentan fehlt mir eine Strategie, um einerseits mit dieser Angst vor dem Ergebnis umzugehen und andererseits um mit dem (nicht unwahrscheinlichen) Fall, schon wieder durchs Examen geflogen zu sein. Ich habe Ratgeber gelesen und irgendwelche Erfahrungsberichte im Internet, aber dieses "Das Leben geht trotzdem weiter!" und "Es gibt ja noch so viele Möglichkeiten!" zieht mich nur noch mehr runter. Das ist wie nicht ernstgenommen werden, finde ich.

Weiß derzeit gar nicht, wie ich aus diesem Strudel aus Angst, Panik, Zweifeln, Albträumen und Lethargie wieder rauskommen soll.

Ideen? Irgendwas?

Antworten
Pxinus OSibi:rica


Tut mir leid, dass ich hier nicht einfach warten kann, bis Beiträge kommen! Ich muss einfach reden, sonst dreh ich durch.

Habe heute schon wieder von Prüfungen geträumt. Gleich muss ich einkaufen gehen. Werde mich währenddessen wieder die ganze Zeit damit beschäftigen, dass ich auch bald an der Kasse sitze und nicht mehr unbeschwert einkaufen kann, weil ich kein Geld haben werde.

Vorhin kam mir der Gedanke, dass mein Kind eine andere Mutter verdient hat. Ich schäme mich so für mich selbst...

g<anto


Mit meinem Partner gibt es auch öfter Probleme, weil ich alles was er sagt in den falschen Hals bekomme. Harmlose Äußerungen führen bei mir zur Verzweiflung und ich heule sofort los. Verstehe keine Späße mehr. Höre überall vorwurfsvolle Untertöne oder Agression wo keine ist.

Sprecht darüber, macht euch klar, dass es gerade eine Ausnahmesituation ist, die ihr einfach zusammen aushalten und durchstehen müsst.

Momentan fehlt mir eine Strategie, um einerseits mit dieser Angst vor dem Ergebnis umzugehen und andererseits um mit dem (nicht unwahrscheinlichen) Fall, schon wieder durchs Examen geflogen zu sein.

Jetzt für die kurze Zeit eine wirksame Strateegie zu finden, ist schwierig. Grundsätzlich ist es immer gut einen Plan B in der Tasche zu haben. Du könntest zumindest gedanklich versuchen dich mit einem Plan B abzulenken. Lass dabei den Gedanken freien Lauf und spiel erstmal alle Möglichkeiten durch ohne sie zu bewerten! Z.B. eine Ausbildung. Du musst sie ja nicht machen, aber es wäre eine Möglichkeit. Etwas anderes studieren und Leistungen anerkennen zu lassen, usw. Je mehr Alternativen du findest, desto mehr beruhigt es dich vielleicht. Auch mit einem anderen Lebensweg kannst du glücklich werden. Aber vielleicht musst du das gar nicht. Warte erst mal ab, wie das Ergebnis ausfällt. Bis dahin ist doch noch alles drin. Das wird schon. @:)

c`hnopwf


Ohje, ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Meiner Meinung nach hört sich das so wie du es beschreibst sehr sehr ungesund an und du solltest dir Hilfe holen, wenn dieser Zustand anhält (egal wie das Prüfungsergebnis ausfällt). Solche stressreichen Phasen sind gerne Auslöser für psychische Störungen. Weswegen warst du damals in Therapie? Du musst das nicht schreiben, wenn du nicht möchtest. Gehen deine Gedanken in eine ähnliche Richtung? Falls ja ist das ein Zeichen, dass du vielleicht wieder eine Therapie aufnehmen solltest. Hast du damals Entspannungstechniken gelernt? Die können eventuell helfen, auch wenn zu Beginn die Gedanken an die Prüfung dominieren können, aber das macht nichts. Auch wenn es nur einen Tropfen auf den heissen Stein ist, progressive Muskelrelaxation, Atemübungen, Achtsamkeitsübungen und Imaginationsübungen bieten sich da an um wenigstens kurz dem Gedankenstrudel zu entfliehen. Oder ein spannendes Buch, eine Sendung die dich interessiert. Beruhigungstabletten sollten keine ständige Lösungsstrategie sein, aber in so einer Extremsituation kann es hilfreich sein ab und zu (!) eine zu nehmen um wenigstens kurz mal etwas runterzukommen. Hast du solche mal verschrieben bekommen?

Den Worst Case durchzuspielen kann helfen. Wie sieht dein Leben in 10 Jahren aus, wenn du die Prüfung nicht bestehst. Vielleicht wärst du trotzdem glücklich? Ich kann mir vorstellen dass der reine Gedanke daran diese Prüfung nicht zu bestehen Panik auslöst, aber probiere es mal. Du bist kein schlechter Mensch, wenn du die Prüfung nicht bestehst. Dein Wert basiert nicht auf deinen (Studien-)Leistungen. Mir ist klar dass diese Sätze dein Empfinden nicht von jetzt auf gleich ändern können, aber langfristig vielleicht schon: Mach dir eine Liste was deine Vorzüge sind. Sprich zu deinem ängstlichem Ich und sag ihm, was deine Qualitäten sind. Versuche Gegenargumente zu deinen negativen Gedankengängen zu finden.

Ich kann nachvollziehen, dass du solche Ratschläge wie "das Leben geht weiter" als Hohn empfindest. Aber es ist immens wichtig, immer etwas Hoffnung zu haben. Vielleicht hattest du damals in der Klinik auch keine Hoffnung mehr. Und trotzdem ist es wieder aufwärts gegangen oder? Es kann nur noch besser werden. Mir hilft es extrem mir das immer wieder vor Augen zu führen und die Stopp-Technik anzuwenden: "Jetzt geht es mir extrem schlecht und das ist ein wahnsinnig schlimmer Zustand, den ich nicht langfristig aushalten kann (-->Panik). ABER, STOPP: Es wird wieder aufwärts gehen! Ist es das letzte mal auch! Ich muss es nur aushalten"

Ich wünsche dir viel Kraft! Wenn es dir hilft, alles hier niederzuschreiben, dann nur zu! @:)

E[hemZal$igber Nutzwer b(#572661)


Kann ich voll und ganz nachvollziehen, was du hier durchmachst. Und damit bist du nicht alleine ;-). Ich hab teils Rotz und Wasser geheult, als ich auf solche Ergebnisse gewartet hatte, einfach wegen der Ungewissheit, was ist, wenn es nix wird. Ich hab mich dann bis zu den Ergebnissen wie ein Versager gefühlt.

Ein paar Tipps:

- Ablenkungen (z.B. Sport)

- Jede Uni hat einen Seelsorgedienst, mit dem du über sowas sprechen kannst, wenn du redebedarf hast. Die hören dir zu und geben in der Regel sehr gute Ratschläge

- Sprich darüber, wenn es dir hilft. Wenn du es nicht vor Freunden machen willst, tu es hier. Aber steiger dich nicht rein (leicht gesagt, ich weiß).

Jyolandda34x5


Ich kann den ganzen Tag an nichts anderes denken, als an diese Prüfungsergebnisse. Nachts träume ich davon. Jede Nacht. Tagsüber bin ich mit meinem Baby zu Hause, habe also viiiiel Zeit zum Nachdenken.

Verständlich. Kannst du vielleicht tagsüber jemanden (Freunde/ Familie) treffen um zu quatschen und dich abzulenken? Mir hat das in der gleichen Situation sehr geholfen.

Mit meinem Partner gibt es auch öfter Probleme, weil ich alles was er sagt in den falschen Hals bekomme.

Du befindest dich in einer absuluten Ausnahmesituation und er hat hoffentlich Verständnis für dich. Sobald die Ergebnisse da sind wird sich das wohl wieder einpendeln und kannst es dann ja irgendwie wieder gut machen.

Wie ich ein normales Leben führen soll ohne diesen Abschluss kann ich mir derzeit leider gar nicht vorstellen.

Ich glaube solange man inständig auf Plan A hofft, ist es schwierig sich einen Plan B vorzustellen. Wenn es dann wirklich so kommen sollte wird es dir vermutlich einfacher fallen dich auf die Situation einzustellen und dir Alternativen zu überlegen.

Man steckt so viel Zeit und Energie in ein Studium, dass es schwer ist sich vorzustellen, wie es ohne diesen Abschluss weitergehen soll. Aber wenn man sich nicht mehr ständig mit der Thematik beschäftigt, darüber nachdenkt, Leute aus dem Studium trifft, hofft und bangt, verliert das Studium/ der Abschluss irgendwann auch an Wichtigkeit und neue Dinge treten ins Leben.

Ich drücke dir die Daumen, dass du bestanden hast!

Pyinu?s S<ibiQricxa


Weswegen warst du damals in Therapie?

Wegen einer Angst- und Panikstörung, Depressionen sowie Drogenmissbrauch. Es war offiziell eine tiefenpsychologisch fundierte, aber eigentlich eher eine Verhaltenstherapie. Entspannungstechniken habe ich dort leider nicht gelernt. Meine damalige Erkrankung ist wegen jahrelangem, häuslichem Psychoterror ausgebrochen. Leider habe ich ein paar Missbrauchserfahrungen verdrängt und bekam in der Prüfungssituation plötzlich einen Nervenzusammenbruch und Flashbacks (Dekompensation?), hatte ständig diese Sequenzen im Kopf, wie in nem (schlechten) Film und kam nicht mehr klar, versuchte vergeblich die Tür der Nachbarn aufzuschließen, weil ich dachte, das sei meine eigene und sowas. Wollte dann von der Prüfung zurücktreten, weil mein Zustand unerträglich war und ich mich nur mit allergrößter Mühe auf 5 Stunden Klausur konzentrieren konnte. Einen Rücktritt wusste aber das Prüfungsamt zu verhindern, also habe ich die Kampagne zu Ende geschrieben, so gut es eben ging.

Das

Sprecht darüber, macht euch klar, dass es gerade eine Ausnahmesituation ist, die ihr einfach zusammen aushalten und durchstehen müsst.

stimmt, aber die Ausnahmesituation dauert nun leider sehr lange an und seine Geduld ist verständlicherweise langsam am Ende. Erst die Schwangerschaft mit Prüfungsphase, dann die echt stressige Geburt, dann das Wochenbett mit erneutem Lernstress, dann nochmal Prüfungsphase... Ich halte mich inzwischen so gut es geht zurück, denn ich will meinen Partner auf gar keinen Fall vergraulen! Bemühe mich, ein ganz normales Verhalten an den Tag zu legen und meistens gelingt das auch. Leider nicht immer.

Aber wenn man sich nicht mehr ständig mit der Thematik beschäftigt, darüber nachdenkt, Leute aus dem Studium trifft, hofft und bangt, verliert das Studium/ der Abschluss irgendwann auch an Wichtigkeit

Das wird bei mir (vermutlich) nicht passieren. Ich bin umgeben von Leuten, die studiert haben und zwar fast ausschließlich. Auch mein Partner hat ein Studium beendet und arbeitet seit Jahren erfolgreich in seinem Beruf, strebt sogar eine Promotion an. Als ich Abi gemacht habe, war ich mit einem zusammen, der ziemlich gut in der Schule war und damit ständig prahlen musste. Das lief auf einen Konkurrenzkampf hinaus und ich habe keine Gelegenheit ausgelassen, ihm meinerseits irgendwie zu beweisen, wie klug ich doch sei, weil ich mich ständig minderwertig und dumm fühlte. Wie gesagt, ich bin da vorbelastet. Dem Leistungsdruck von zu Hause bin ich mit NIchtstun in der Schule begegnet, einfach aus Trotz.

Das wird nicht anders sein, wenn mein Partner promoviert. Wie soll ich neben einem Dr. soundso weiterleben, wenn ich nichtmal einen Abschluss habe? Von meinem Abschluss mache ich also nicht nur meine berufliche Zukunft abhängig, sondern auch meine Beziehung. Ich will auf keinen Fall eine Hausmutti sein, während mein Partner Karriere macht und in der Welt rumreist. Das wäre, wie jeden Tag ans eigene Versagen erinnert zu werden.

Mist, jetzt habe ich mich schon wieder reingesteigert. :-|

Es tut gut, wenn man verstanden wird, deshalb habt lieben Dank für eure Beiträge! Ich habe jetzt beschlossen, die verbleibenden Tage zu nutzen, um nicht großartiges zu tun, sondern noch ein letztes Mal zu entspannen, auch mal ein Mittagsschläfchen zu halten und sowas alles. Denn nach den Ergebnissen geht es entweder sofort knallhart mit dem Lernen für die Mündliche weiter oder mit der Sinnkrise und (Aushilfs-) Jobsuche.

%:|

P&inuos OSibiVrica


Zu Plan B: Hatte mir schon vor Monaten mehrere Pläne zurechtgelegt, von denen mir jetzt keine mehr gefallen. Ich will unbedingt in einem juristischen Beruf arbeiten. Das bedeutet, der einzige Weg für mich wäre der über Bachelor und Master. Parallel dann arbeiten, um das ganze irgendwie zu finanzieren.

Für die Ausbildungen, die mich interessieren (Bundesverwaltung), müsste ich aus meiner Stadt weg und das geht wegen dem Kind nicht...

Plinus dSibirixca


Noch 5 Tage... die Zeit zieht sich wie Kaugummi. Niemand hat Zeit. Wie soll ich bloß die restlichen Tage rumkriegen? :-|

E:hemaligeTr Nsutzedr (#]565974x)


Angenommen du würdest die Prüfung nicht schaffen - könntest du dann etwas tun, um das Studium noch zu 'retten'?

Painus ZSibsirihca


Leider nein, jedenfalls nicht mit Abschluss Staatsexamen, da ich dann "endgültig durchgefallen" wäre.

Das einzige was wohl ginge wäre, sich seine Leistungen weitestgehend in einem anderen Rechtsstudiengang anrechnen zu lassen, zB in Österreich oder in einem Fernstudium mit Bachelorabschluss.

E&hemaligerR Nut3zer (#Z5659x74)


Könntest du dir das vorstellen?

PXinus] Sifbirixca


Ja, auf jeden Fall. Nur die Finanzierung wäre hier ein großes Problem. Da hab ich leider gar keine Ahnung, wie ich das anstellen sollte.

EMhxemaleiger NutYzer ({#5094^0,7)


Bildungskredit?

EOhema]ligeYr Nutzer C(#5409x92)


Was soll ich denn machen, wenn ich wieder nicht bestehe?

Solltest Du nicht bestehen, legst Du ganz einfach Widerspruch dagegen ein und beantragst Einsicht in die Klausuren. Und dann kannst Du dir überlegen, ob es möglicherweise Sinn macht, einzelne Klausurbewertungen anzugreifen, um doch noch auf den Punkt für die Zulassung zur mündlichen Prüfung erforderlichen Schnitt zu kommen.

Alternativ/Parallel dazu: Du hast es ja selbst schon gesagt - der BoL an der FU Hagen. Hol' dir am besten die Tage schon mal ein Transcript of Records von deiner Uni und frag' in Hagen nach, was dir angerechnet werden würde. Klar, der Bachelor ist stark wirschaftsrechtlich ausgerichtet, deshalb wird wohl nicht alles angerechnet werden können - aber ein Großteil des Bachelors dürftest Du dennoch abdecken. Dann musst Du vielleicht noch 1-2 Semester Arbeit investieren - aber im Verhältnis zum Examen ist das absoluter Kindergarten. Und wenn Du den Bachelor dann hast, kann man weitersehen. Du kannst Du dich mit dem Bachelor auch auf Stellen im gehobenen Dienst in der Verwaltung bewerben, und zeitgleich dazu noch einen Master machen. Es gibt für alles Wege.

Was die Finanzierung angeht: Zur Not muss es halt ein Studienkredit sein. Klar, ist scheisse, der Druck wird dadurch nicht geringer - aber: Die Zinssätze sind niedriger denn je. Und in 20 Jahren wirst Du dich sicher nicht über 20k € Schulden ärgern - sondern über vertane Möglichkeiten. In anderen Ländern ist es völlig üblich, dass man sich für das Schulden brutal verschuldet. Halte dir das als Relationsmaßstab vor Augen.

Im Studium bin ich immer gut durchgekommen ohne mir ein Bein auzureißen. Für den ersten Versuch habe ich kaum gelernt und bin deshalb durchgefallen. Für diesen Versuch habe ich gelernt wie ne Wilde.

Ganz grundsätzlich denke ich, dass Du dich erstmal beruhigen solltest. Bei den Vorbedingungen halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass Du auch beim zweiten Mal durchgefallen bist. Klar, die Wartezeit ist die Hölle - aber selbst im worst case wird deine Welt nicht untergehen. Es gibt Lösungen und Wege, immer - Du musst sie nur sehen können.

Drücke dir die Daumen, dass es reichen wird!

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