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Angst vor Rückfall bei der Arbeit

P<ist9x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben.

Die Überschrift ist recht undeutlich, also möchte ich gern das ganze etwas näher erläutern.

Ich bin 24 Jahre alt, und habe letztes Jahr im Oktober meine Tochter zur Welt gebracht. Nach 4 Tagen im Krankenhaus und einer längeren Heimreise habe ich sofort wieder angefangen, Haus und Kind sowie Mann zu versorgen. Im November ging es mit dann sehr schlecht, (ich hatte immer noch mit den Geburtsverletzungen zu kämpfen ) ich hatte zwei Panikattacken und litt unter Ängsten. Ich bin relativ schnell in psychatrische Behandlung gegangen und bekam ein Medikament. Damit fühlte ich mich innerhalb weniger Wochen besser. Mittlerweile geht es mir gut und ich bin wieder die alte möchte ich meinen. Ab Oktober diesen Jahres möchte ich wieder arbeiten, alles ist organisiert. Nur jetzt bekomme ich wieder einen flauen Magen, immerhin war ich dann ein Jahr aus dem Beruf raus. Was ist wenn ich das nicht schaffe 😳 was ist wenn ich ein Rückfall bekomme und dort plötzlich umfalle oder in Panik geraten sollte..... habt ihr ähnliches erlebt oder vielleicht einen guten Rat für mich?

glg

Antworten
ZDwXac&k4x4


Ich war zwar kein ganzes Jahr aus dem Beruf, sondern "nur" 3 Monate krank, aber mit der Information "komme geradewegs aus der Psychiatrie und bin ab heute wieder arbeitsfähig" hat man wenig Zuversicht, dass der Wiedereinstieg reibungslos verlaufen wird. War aber alles problemlos: Die Kollegen haben mich begrüßt, als käme ich nach überstandener Grippe wieder, und mit den ersten neuen beruflichen Erfolgserlebnissen kommt dann auch recht schnell das Selbstvertrauen wieder.

Was wichtig ist: Nach einer Daumenregel soll man ein Antidepressivum nach dem Verschwinden der letzten Krankheitssymptome noch 6-12 Monate weiternehmen, um Rückfälle möglichst zu vermeiden. Hast Du mit dem behandelnden Arzt darüber gesprochen? Vielleicht verschreibt er Dir auch ein Notfallmedikament für plötzliche Panikanfälle. Meist hilft es schon, wenn man weiß, dass man ein solches greifbar hat.

P9it9x1


Huhu Danke für deine Antwort! Ich hatte seid Januar ein notfallmedikament immer auf Tasche ich bekam im Krankenhaus eine Tablette tavor und habe sie nie gebraucht! Also habe ich sie vor drei Wochen ganz stolz bei meiner Hausärztin abgegeben und gesagt dass ich die "Krücken " nicht mehr brauche. Für einen akuten Notfall (nie wieder eingetreten ) habe ich immer noch mal Rescuetropfen dabei. Klar die haben wahrscheinlich mehr Placebo Effekt als alles andere aber es hat mir letztes Jahr sehr gut geholfen!

Ich war ja auch nicht in einer Klinik, nur ambulant zu einem Gespräch mit einem Psychiater der mir dann Escitalopram 10 mg verschrieb, da er glaubte dass es sich schlicht um einen Zusammenbruch handelte und ich zum Schutz das Medikament nehmen soll. Er war zuversichtlich dass es mir bald besser gehen würde. Ich habe ja jetzt noch elternzeit :) ich muss vielleicht noch dazu sagen dass ich nach der Geburt unter sehr starken körperlichen Problemen leide was zusätzlich eine Qual ist denn keiner weiß woher es kommt. Selbst von dem Zusammenbruch wissen wir immer noch nicht woher dieser kam. Ich hoffe die Zeilen werden euch Lesern nicht zu lang :) ich freue mich über Austausch mit gleichgesinnten und leidensgenossen und bin für alle Tips offen!♡

ZSwacxk44


[[http://www.buendnis-depression.de/depression/nach-der-geburt.php]]

Pit91, Deine Beschreibung ergibt für mich als Leser kein ganz eindeutiges Bild. Zuerst schienen Angst und Panik im Mittelpunkt zu stehen. Die sind aber laut Deinem neuesten Beitrag behoben. "Starke körperliche Probleme" können unterschiedlichster Art sein; hier ist die Information etwas zu karg, um Ratschläge erteilen zu können.

Der obige Link betrifft postpartale Depressionen (die durchaus mit körperlichen Beschwerden verbunden sein können). Du kannst ja mal prüfen, ob Du Dich da wiederfindest.

In Zeiten von Hormonänderungen (Pubertät, SS, Geburt, WJ) fängt oft die Schilddrüse an zu "spinnen". Eine SD-Fehlfunktion kann zu mannigfaltigen Beschwerden führen. Du kannst ja mal nach "Symptome Schilddrüsenfehlfunktion" googlen; vielleicht kommt Dir da manches bekannt vor. Ein schneller Bluttest kann über den Hausarzt erfolgen: Bestimmung des TSH und der freien SD-Hormonwerte fT3 und fT4.

P(it9x1


Huhu nochmal also die Ängste und Panik sind soweit "geheilt" entschuldige das durcheinander in meinem Kopf laufen viele Dinge die mich beschäftigen oft parallel deshalb klingt es ab und zu etwas wirr.

vielleicht nochmal genauer zu der momentanen Situation : ich habe einerseits angst vor dem oben schon erwähnten Rückfall durch arbeitsstress, zum anderen habe ich angst davor durch die körperlichen Probleme mein altes Pensum nicht mehr zu schaffen. (Arbeite in einem großen Betrieb als hauswirtschafterin also quasi Mädchen für alles und das bitte noch flott wenns nach dem Chef ginge in Lichtgeschwindigkeit )

Zu meinen körperlichen Problemen :

Seid der geburt habe ich chronische Schmerzen im Rücken Ellenbogen Hand und Kniegelenke. Teils so stark dass ich morgens kaum stehen oder laufen kann. Zusätzlich habe ich massive Probleme mit meiner Hüfte.

Laut Arzt bin ich gesund 😳 ich war zum röntgen und habe Blutbild machen lassen sogar Ultraschall von der Schilddrüse und es sei alles okay. Trotzdem bleiben mir die schmerzen.

Ich entschuldige mich nochmal für das durcheinander und hoffe dass ich hiermit ein wenig Ordnung schaffen konnte @:)

Znwackx44


Welcher Arzt hat Dir denn bescheinigt, dass Du gesund bist? Hausarzt? Orthopäde? Neurologe? Mir kommen Deine Untersuchungen sehr punktförmig vor. Bei einer Röntgenuntersuchung sieht man die Knochen, aber die Weichteile leider nicht. Da wäre wahrscheinlich ein MRT hilfreich; manches kann man auch per Ultraschall beurteilen. Wurde untersucht, bei welchen Bewegungen die Schmerzen auftreten? Nach meiner unmaßgeblichen Meinung hätte sich ein Orthopäde eingehend mit Dir befassen müssen.

Die Schilddrüse hätte man eher im Verdacht bei fehlendem Antrieb, Kältegefühl, Gewichtszunahme, Probleme beim Treppensteigen etc. Ein Ultraschall der SD ersetzt zwar keine komplette SD-Untersuchung, aber ich glaube nicht, dass da die Ursache Deiner Probleme zu finden ist.

Poit!9x1


Guten morgen :

Beim Orthopäden war ich drei Stunden wobei 10 Minutenrröntgen war 5 Minuten wiegen und messen und wenn es hoch kommt 10 Minuten Gespräch mit dem doc. Ich sollte mich kurz hin legen er hat meine Beine angehoben wieder hingelegt und nach einem Blick auf die Bilder gesagt : "vormir steht eine gesunde junge Frau"

Meine Hausärztin hat nach einer Blutuntersuchung und den SD-Ultraschall gesagt "da sind zwar Knoten und die rechte Seite ist vergrößert aber sie sind gesund".

nachdem ich zum dritten mal unter Tränen bei meiner Ärztin saß und sie sagte "haben sie schon wieder was" habe ich aufgegeben und schleppe mich nun jeden morgen mühsam aus dem bett bis die Knochen langsam "warm gelaufen" und kümmere mich um Haus Garten Kind und mann. Am Wochenende gehe ich nebenbei arbeiten um die Haushaltskasse aufzubessern und montags bin ich dann ko.

kann man nun verstehen dass ich angst habe dass ich das Pensum in meiner Firma nicht mehr schaffe und angst habe zusammen zu klappen? ???

Zkwackx44


Ich konzentriere mich mal auf die SD, weil ich davon mehr verstehe. Die Entscheidung, die SD beim HA untersuchen zu lassen, ist von vornherein nicht glücklich, weil sie meist nicht die nötige Erfahrung haben. Die Reaktion Deiner HÄ belegt das. Bei einer Sonographie gibt man das SD-Volumen an und bei Knoten auch deren Größe, außerdem charakterisiert man das Echomuster, wobei "inhomogen" und "echoarm" auf eine akute oder vergangene Entzündung hinweisen würden, in der Regel eine SD-Autoimmunerkrankung. Was mich am meisten stört: dass sie Dich nicht zum Nuklearmediziner geschickt hat, um die Knoten weiter untersuchen zu lassen. Es gibt heiße Knoten, die sich vom SD-Regelkreis abgekoppelt haben und Hormon am Bedarf vorbei produzieren, was irgendwann zu einer ÜF führt. Kalte Knoten produzieren kein Hormon mehr. Da aber 3-5 % im Laufe der Zeit entarten, ist eine regelmäßige Kontrolle des Wachstums ratsam. Manche Ärzte nehmen die Knoten bei Erreichen einer Größe von 1-1.5 cm vorsichtshalber heraus. Du verstehst, dass die Unterscheidung zwischen heißen und kalten Knoten wichtig ist, und die ist nur per Szintigramm möglich.

Die "gesunde junge Frau" Deines Orthopäden kann sich vielleicht auf das Hüftgelenk beziehen, keinesfalls auf die Knie, weil man beispielsweise einen Meniskusschaden beim Röntgen ohne Kontrastmittel gar nicht sehen kann; heute verwendet man dafür ein MRT oder CT. Schmerzen in Arm, Ellbogen und Hand könnten ihre Ursache u.a. in einer schadhaften Halswirbelsäule haben, was man auch im MRT sehen müßte. Dein Ellbogen könnte auch der berühmte Tennisellbogen sein; ich habe meinen operieren lassen und seitdem keine Probleme mehr damit. Ich hoffe, es meldet sich noch ein orthopädisch angehauchter user. Insgesamt kommt es mir so vor, als würde Dir eine Kur vor dem Wiedereinstieg in den Beruf gut tun.

Pri8t9x1


Hi, das klingt sehr gut! Danke für den ausführlichen Bericht! !!! Eine Kur habe ich beantragt allerdings nicht bekommen weil zur zeit die Plätze voll sind.

Das mit der HWS klingt interessant, ich habe seid geraumer Zeit eine Art gnubbel in der hws der ca einen Durchmesser von 1,5 cm hat und bei Berührung schmerzt. Er liegt knapp unter der Schädelkante also quasi da wo die Wirbelsäule anfängt.

Ich bin gespannt auf weitere Beiträge und werde mich nochmal mit einem anderen Arzt kurz schließen zwecks zweitmeinung *:)

Z6wackx44


Atlaswirbel verlagert?

P:it9x1


Das ist eine sehr gute frage, sowas habe ich schon mal bei Google gefunden war mir dessen aber nicht ganz sicher kann sich sowas denn negativ auf das ganze Skelett auswirken und auf das Wohlbefinden?

ZkwaDck44


Wenn Du nach "Atlaswirbel" googlest, wirst Du finden, dass er sich auf unterschiedliche Weise verschieben kann, so dass daraus auch unterschiedliche Beschwerden resultieren können. Auf "das ganze Skelett" sicher nicht, aber auf einen beträchtlichen Teil. Du wärst ja wahrscheinlich schon erst einmal über einen Teilerfolg glücklich.

PMit9x1


Natürlich! Ich habe schon sämtliche Dinge versucht um Besserung zu finden! Täglich eine halbe Stunde pilates , Gymnastik, laufen und Co . Jeden Tag werde ich matter und müder. Habe im übrigen gerade meinen Psychiater besucht zwecks Routine Gespräch alle paar Wochen. Eine psychische Ursache vermutet er hinter den rückenproblemen nicht und auch die Angst vor der Arbeit sei völlig normal und dass ich wohl nach einer gewissen Zeit der Einarbeitung wieder gut dabei wäre. Nun dann will ich mal im Oktober mal ganz unvoreingenommen einen Start wagen. Hoffentlich kann ich bis dahin meine restlichen "Problemchen" beseitigen :)

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