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Wie soll es weitergehen? Mein verkorkstes Leben

Alias 707377 hat die Diskussion gestartet


Wo fange ich am besten an? Lange habe ich überlegt, ob ich überhaupt hier schreibe, aber vllt. hilft es ja auch ein bisschen. Vllt. hat auch der Ein oder Andere etwas ähnliches erlebt und kommt heute einigermaßen gut zurecht mit seinem Leben. Ich schreibe hier als Alias, auch, wenn es sich nicht vermeiden lassen wird, dass mich Mancher erkennt. Aber ich möchte nicht, dass meine Familie mich hier anhand von anderen Beiträgen erkennt. Denn meine Geschichte kennt außer meinem Mann niemand. Einiges werde ich versteckt schreiben, da auch triggernde Sachen dabei sind. Aber wer weiß, ob sich jemand meinen Beitrag antut, denn es wird lang werden, da für eine Kurzfassung zu viel passiert ist.

Ich war schon immer ein recht ängstliches und schüchternes Kind. Habe immer alles mit mir machen lassen u. auch meist das, was von mir erwartet wurde. Wenn mir jemand gesagt hat, ich soll mich in eine Pfütze setzen (nur als Bsp.), dann habe ich das gemacht. Erinnere mich noch daran (ich war vllt. 5 Jahre oder so), wie meine Mutter getobt hat, geschlagen hat sie mich vermutlich auch, das weiß ich jetzt nicht mehr. Ich saß dann heulend unter dem Klavier. Auch habe ich mir sogar den Kaugummi aus dem Mund rausklauen lassen! Wenn mir gesagt wurde, ich solle einen bestimmten Jungen küssen, habe ich das natürlich gemacht. Kinder können ziemlich grausam sein u. sie haben schnell mitbekommen, dass ich mich nie wehre. Meine "Freundinnen" waren mir auch dementsprechend immer überlegen u. haben meine Unsicherheit für sich ausgenutzt. Eine hat mich dauernd geschlagen, ich hatte richtige Angst vor ihr, trotzdem bin ich immer wieder hingegangen, eine hat mich beklaut, wieder eine andere hat hinter meinen Rücken sehr gemeine Dinge über mich gesagt, eine Freundin steckte sich mal Stöckchen in die Scheide in einem Park, bis es blutete u. ich sollte es nachmachen. Aber ich glaube, das ich das nicht gemacht habe, das war aber so ziemlich das einzige Mal, als ich nein gesagt habe. Ich habe das alles mit mir machen lassen.

Schlimm wurde es in der Schule. An die Zeit vorher kann ich mich auch gar nicht so gut erinnern. Ich wurde von meinen Eltern sehr stark unter Leistungsdruck gesetzt, vor allen Dingen von meiner Mutter. Dadurch habe ich dann oft kläglich versagt. Meine Mutter hat auch immer mit mir gelernt u. Hausaufgaben gemacht u. ist regelmäßig ausgeflippt, wenn ich was nicht konnte. Oft habe ich mir dann außer dem Geschreie von ihr noch Ohrfeigen eingehandelt. In der Schule wurde über mich gelacht, wenn ich vorn stand u. dann einiges nicht wusste. Noch heute, wenn wir Klassentreffen haben, werden alte Sachen wieder vorgekramt, die ich gemacht habe, weil ich eben durch meine Unsicherheit auch oft noch tollpatschig war, dann haben sie gleich wieder was zu lachen. Deshalb war ich auch seit Jahren zu keinem Klassentreffen mehr. Trotzdem ich nun nicht so gut in der Schule war, bin ich nie sitzen geblieben u. habe meinen Realschulabschluss auch geschafft.

Meine Mutter ist sowieso ein großes Thema. Sie war und ist schon immer sehr dominant, ich durfte nie eine eigene Meinung haben u. hatte ich eine, dann wurde ich nie ernst genommen oder sie fühlte sich davon so gekränkt, dass sie dann geheult hat. Dann habe ich mir gar nicht mehr getraut, was zu sagen. Meine Mutter wollte schon immer im Mittelpunkt stehen, alles musste sich immer um sie drehen und das hat sich bis heute nicht geändert. %:| :-X Sie war oft kränkelnd, dann hat mein Vater ihr den Puls gemessen, währenddessen sie leidend im Sessel saß und alle mussten auf sie Rücksicht nehmen und sie am besten noch bedauern. Meine Mutter hat mich nur sehr selten mal in den Arm genommen. Gut, wenn es Probleme in der Schule gab, dann ist sie da auch hingegangen u. hat für mich gekämpft, aber das war auch schon alles. :°( Ich habe immer um ihre Liebe gekämpft u. sie irgendwie nie so bekommen, wie ich sie gebraucht hätte. Ja, ich hatte oft sogar Angst vor ihr, vor allen Dingen, wenn ich schlechte Noten zeigen musste, weil sie dann immer so ausgerastet ist.

Ich habe seit meiner Kindheit Probleme mit meinem Bauch. Auch bin ich als Kind sehr oft umgekippt. Damals wurde es auf einen labilen Kreislauf geschoben, später im Erwachsenenalter wurde ein leichter Herzklappenfehler festgestellt, der aber harmlos ist. Ob meine Ohnmachten daran lagen, weiß ich nicht. Heute denke ich fast, dass ich damals schon Angst- u. Panikattacken hatte. Mir war auch als Kind schnell mal alles zu viel u. zu laut u. ich bin dann krank geworden.

Meine erste (ungewollte) sexuelle Erfahrung hatte ich mit 14. Ich bin nie aufgeklärt worden. (mit 14 lag ein Pornoheft auf einem Platz, nehme mal an, dass das mein Bruder hingelegt hatte u. ich habe mich nur geekelt) :-X Ja, selbst, als ich das erste Mal meine Periode hatte, habe ich das meiner Schwägerin erzählt und sie hat mich dann mit entsprechendem Schutz versorgt. Mit meiner Mutter konnte ich über solche Dinge nie reden. Nun ja, jedenfalls traf ich an einem Abend einen Schulkameraden u. ich sollte ihn bis zum Schluss mit der Hand befriedigen, was ich auch, ohne mich in irgendeiner Weise zu wehren, gemacht habe. Ich habe mich ganz furchtbar geekelt und das Zeug an einem Taschentuch abgewischt, was ich dann weggeworfen habe. :-X Als ich 17 war, hatte ich mein erstes Mal. Aber ich war so doof, dass ich dachte, es wäre nicht mein erstes Mal, da ich vorher einen Freund hatte, mit dem ich auch "gefummelt" habe u. da es immer dunkel war, dachte ich, dass das schon erledigt ist. So hat dieser Mann auch keine Rücksicht genommen u. es war alles andere als schön u. ich fühlte mich vergewaltigt. Ich habe dann aber angenommen, dass es eben so ist und Sex wohl immer so ist und die Männer sich das nehmen, was sie brauchen und haben wollen. Nicht, dass man denkt, ich hätte dann genug davon gehabt, nein, irgendwie hat das bei mir das Gegenteil ausgelöst u. ich hatte einige Sexpartner. :-X

Dazwischen waren einige sehr, sehr unschöne Erlebnisse dabei. Nach meinem ersten Mal hat mich ein Freund meines Bruders sexuell missbraucht, wenn auch nicht mit Geschlechtsverkehr. Sie feierten bei uns u. ich lag schon im Bett, hatte meine Türe aber nicht abgeschlossen. Er kam einfach rein u. wollte mit mir schlafen. Obwohl ich das nicht wollte, hatte ich Angst, mich zu wehren u. etwas zu sagen, zumal ich auch Angst hatte, dass mir keiner glaubt. Da Verkehr, vermutlich aufgrund von zu viel Alkohol bei ihm nicht ging, hat er mir seine ganze Hand in die Scheide gesteckt u. ich habe hinterher geblutet wie ein Schwein. :-X :-X :-X Das war nicht das einzige Mal, dass mir solche Geschichten passiert sind. Ein anderes Mal bin ich mit einem Kumpel meines Bruders auf einen Wein nach Hause gegangen. Er hatte eine Freundin und ich habe ihm vertraut. Dort hat er dann die Türe abgeschlossen u. ist über mich hergefallen und hat mich vergewaltigt. Ich hatte wahnsinnige Angst und habe ihm auch versprochen, ihn wieder zu besuchen, weil er das wollte. Nur, um da heil rauszukommen. Man könnte meinen, ich hätte daraus gelernt. Aber ich war einfach zu vertrauensselig, obwohl mir das ja nun schon das zweite Mal passiert war. Dazwischen ist ja immer wieder alles gut gegangen. Das nächste Mal, als es passierte, war es der Bruder eines Kumpels meines jetzigen Mannes, bei dem ich auf die anderen gewartet habe. Ja und dann war noch die Sache mit meinem Bruder. Ich bin damals mit meinen Eltern aus den neuen in die alten Bundesländer gezogen, obwohl ich da eigentlich gar nicht hin wollte. Aber wieder war ich zu feige und hatte zu viel Angst, da ich ja nie alleine gewohnt hatte. Zudem wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht, ob wir uns überhaupt mal wiedersehen. Deshalb bin ich mit hierher gezogen, obwohl ich schon erwachsen war. Die Ehe meines Bruders stand da schon nicht mehr zum Besten. Er war fast immer nur bei meinen Eltern. Eines Abends kam er wieder mal in mein Zimmer rein, er war, wie so oft, stark angetrunken. (mein Bruder war Alkoholiker) Nun, irgendwie ist es dann passiert. Wir haben miteinander geschlafen. Ich weiß heute nicht mehr, ob es von mir gewollt war, kann es mir aber nicht vorstellen. Hatte es damals auch in mein Tagebuch geschrieben, aber dann den kompletten Text geschwärzt, weil es wohl zu schlimm für mich war. Ich sage immer, er hat mich vergewaltigt. Aber ich weiß es nicht, wie es war. Es ist einfach wie ausgelöscht und vllt. ist das auch ganz gut so. Am meisten ärgert mich, dass ich mich auch da nicht gewehrt habe! Aber ich hatte sogar Angst, dass meine Eltern was mitbekommen, weil wer hätte mir schon geglaubt, wo mein Bruder sowieso das Lieblingskind meiner Mutter war? Mein Bruder hat das Ganze dann auch noch meiner damaligen Noch-Schwägerin erzählt, so, als wäre er stolz darauf! Als sie mich gefragt hat, habe ich es verneint.

Kurze Zeit danach kam mein jetziger Mann hierher. Mein Bruder hat noch weitere Annährungsversuche unternommen, aber ich habe es dann endlich unterbunden. Kurze Zeit später ist er tödlich verunglückt u. wir konnten dadurch natürlich nie mehr darüber sprechen, warum, wieso, weshalb.

Ich bin kurz darauf schwanger geworden, unser Kind ist heute erwachsen. Als ich mein Kind geboren habe, habe ich in ihm das Gesicht meines Bruders erkannt. Das war ein totaler Schock. Aber es sah nur im ersten Moment so aus, dann keinerlei Ähnlichkeit mehr. Aber es ist auch ausgeschlossen, dass dieses Kind das Kind meines Bruders ist. Danach bekam ich vermutlich Wochenbettdepressionen. Ich war himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt. Habe das aber nie beim Arzt abklären lassen.

Immer wieder hatte ich mal so komische Zustände, aber da ich das von der Kindheit her kannte, dachte ich, es kommt vom Kreislauf.

2. Teil folgt.

Antworten
Alias 707377


2. Teil: Irgendwann hatte ich dann mal gelesen, dass es so eine Angsterkrankung gibt u. mir war klar, dass ich das wohl habe. Aber ich habe trotzdem die Jahre über ganz gut damit gelebt.

2000 habe ich dann eine Umschulung gemacht u. da hatte ich Streit mit einer Klassenkameradin, womit ich nicht klar kam. Dann ging es bei mir richtig los, schwere Angstzustände und Panikattacken, mit Hyperventilation, Angst vor Einnässen, Zittern der Hände, etc. Das ging soweit, dass ich mich nicht mehr rausgetraut habe und die Umschulung hingeschmissen habe. Da mich die Anderen aber so drängten, habe ich sie nach 7 Wochen dann doch wieder aufgenommen u. auch erfolgreich zu Ende geführt. Hatte sogar das erste Mal eine 1 in Mathe. Aber ich habe mich die ganze Zeit nicht gut gefühlt. Seitdem hatte ich immer wieder Pause dazwischen, dann wieder ganz schwere Angst- u. Panikattacken, wo gar nichts ging. Am schlimmsten ist es, dass ich dann auch so einen starken Druck auf der Blase habe u. jeden Moment denke, ich nässe gleich ein! :-o Natürlich immer gerade in solchen Situationen, in denen ich nicht aufs Klo gehen kann, wie in der Tram oder Bus sitzen. Am schlimmsten ist es dann noch, wenn die Tram oder der Bus ewig an einer Ampel hält. Das belastet mich am meisten, vor allen Dingen, weil ich dann wirklich richtig viel muss, wenn ich mal aufs Klo gehe. Ich habe zwar Restharn in der Blase u. auch immer wieder mal Probleme beim Wasserlassen, dass es schwer geht, aber sonst ist organisch wohl alles i. O. Meine linke Niere ist grenzwertig klein, aber denke nicht, dass das damit was zu tun haben kann. Seitdem mir eine Bekannte gesagt hat, dass es einer anderen Frau wirklich passiert ist, dass sie in so einer Angst-/Paniksituation in die Hose gemacht hat, ist meine Angst da noch größer. Erst habe ich immer gedacht, dass das nur Kopfsache ist, aber nicht passiert. Nun habe ich gelesen, dass diese Ängste oft durch sexuellen Missbrauch entstehen. Ich habe eigentlich gedacht, dass ich da längst drüber weg bin.

Ich habe 2003 meine erste Therapie gemacht. Da meine mein Therapeut schon, ich würde das so erzählen, als würde mich das alles nichts angehen. Ich weiß, dass ich da sehr emotionslos rede.

2013 ging es mir wieder sehr schlecht, dass ich mich nicht rausgetraut habe. Meine Mutter wurde sehr krank u. ich musste mich kümmern. Hinterher habe ich aber wieder nur Vorwürfe bekommen, dass ich nichts richtig gemacht habe und gut genug. In ihren Augen konnte ich sowieso noch nie was richtig machen! Da bin ich zusammengebrochen. Dann habe ich ihr gesagt, dass ich erst mal keinen Kontakt zu ihr möchte, was auch schwierig war, weil mein Vater noch lebte. Da bekam sie es mit dem Herz und musste ins KH. Und wer war Schuld daran? ICH! %:| Ihre Worte: "Ich habe gedacht, daran zerbricht ein Mutterherz!" :-X Sie hat es immer geschafft, mir Schuldgefühle zu machen, sie war u. ist immer am rumjammern, wie schlecht es ihr geht, aber mich versteht sie nicht: "Ich verstehe nicht, woher du das alles hast!" (habe auch einige körperliche Krankheiten und das mit der Psyche hat sie ohnehin noch nie verstanden) Ich habe dann wieder eine Therapie gemacht, die dieses Jahr beendet war, kann aber noch 1 x im Monat kommen. Aber ich schaffe es nicht, manche Dinge zu ändern.

Nun ist es so, dass mein Vater letztes Jahr verstorben ist u. meine Mutter mit gar nichts zurecht kommt, aber ständig explodiert u. ausrastet, weil sie mir nicht glaubt oder weil sie wieder was nicht versteht. Es werden x-andere Leute gefragt, ehe sie mir dann mal glaubt. Am liebsten will sie, dass ich zu ihr ziehe, sie sucht mir auch einen netten Mann, dabei habe ich seit fast 30 Jahren einen. Aber ihn hat sie nie akzeptiert, weil er ihr auch nicht nach dem Mund redet und mittlerweile will er auch gar keinen Kontakt mehr zu ihr, so wie die meisten. Ich stehe also ganz alleine da. Mittlerweile nehme ich schon nicht mehr so viel Rücksicht auf sie u. sage auch die Meinung, auch, wenn sie heult. Sie versteht dann die Welt nicht mehr. Wenn ich mich mal 3 Tage nicht mehr bei ihr melde, erzählt sie den Leuten, dass sie ein Nichts und ein Niemand ist, sich keiner um sie kümmert u. ich mich schon ewig nicht mehr habe blicken lassen. Soweit ging es mir trotzdem immer noch erstaunlich gut. Dann kam sie aber vor ein paar Monaten ins Kh mit ihrem Herz, als wir gerade nicht da waren. Die Untersuchung, die Aufschluss gebracht hätte, hat sie natürlich wieder abgelehnt. Seitdem darf ich mir nur anhören, wie schlecht es ihr geht. Jegliche fremde Hilfe lehnt sie aber ab. Mir geht es seitdem wieder schlechter, weil ich Angst habe, mich um sie kümmern zu müssen. Ich möchte keine Verantwortung für sie übernehmen u. Entscheidungen treffen müssen, da sowieso alles falsch ist. Tritt das mit dem Herz aber wieder auf, soll ich den Notarzt rufen. Da sie aber auch von Ärzten nichts wissen will, stresst mich das schon im Vorfeld. Ich bin nervlich ziemlich am Boden. Auch der Druck auf die Blase ist jetzt wieder da u. die Angst- u. Panikattacken. Eigentlich wäre das Beste für mich, den Kontakt abzubrechen u. alles andere sollte mir egal sein. Aber das kann ich nicht! Ich käme mir trotz allem arschig vor u. weiß ja, dass sie außer mir keinen hat u. dann tut sie mir auch irgendwie wieder Leid. Ich stecke in der Zwickmühle.

Zudem bin ich schon sehr lange arbeitslos u. es ist mittlerweile auch schon soweit, dass ich mir gar nichts mehr zutraue, zumal ich zu Perfektionismus neige u. mir dann gerade unter Stress Fehler unterlaufen. Ich würde auf der einen Seite so gerne wieder arbeiten gehen. Auf der anderen Seite macht es mir aber auch wieder Angst, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Zumal ich seit der Umschulung nie in dem Beruf gearbeitet habe.

Manches hört sich, wenn ich das lese, für mich selbst unglaublich an. Aber so ist es leider gewesen. %:| :-X

Vielen Dank an alle, die bis hierher gelesen haben!

nNottran1qui]lized


ich habe mir alles mal durchgelesen. Viele Charaktermerkmale erinnern mich auch an mich, auch ich konnte mich früher nicht wehren und habe einfach gemacht was man mir sagte, heute geht es besser, aber auch nicht so gut, das ärgert mich teilweise dermaßen, dass ich den Leuten den Tod wünsche, was soll das auch, sich immer nur schwächere suchen zum ausnutzen, die meisten sind auch selber so unsicher, dass sie noch schwächere brauchen um sich zu profilieren, ich verstehe gut, wie manche ausrasten und dann gewalttätig werden, solche Leute haben es auch nicht anders verdient, das Opfer hat das Recht sich zu wehren und ist in jedem Falle moralischer Sieger.

Dass du einen Mann haben kannst ist gut und positiv, vielleicht kann er dich unterstützen, auch auf deine Mutter bezogen, deine Mutter scheint sehr egozentrisch zu sein und git wenig acht auf deine Gefühle, da würde Distanz helfen und Grenzen setzen, aber wie es aus deinem Text hervorgeht scheinst du das nicht zu schaffen, aber ich wünsche es dir trotzdem, vielleicht kann dir ja dein Mann dabei helfen.

c riech5arlxie


Ich kenne solche unseligen Verwandtschafsverhälnisse und ich habe jahrelang bis zur Selbstaufgabe versucht, das zu kitten. Letztendlich was gebracht hat leider nur der radikale Kontaktabbruch. Ich hatte mich da jahrelnang gegen gewährt, weil man das macht mit der Familie nicht, vor allem, wenn es so nahe ist. Kleinere Pausen haben auch nie was genutzt, man hat wieder genauso angefangen, wie man aufgehört hat. Und kam dann von Hölzchen auf's Stöckchen....

seit 10 Jahren ist nun Ruhe und selbst, wenn wir nun noch mal zusammen kommen würden, würde es nichts nutzen, wir wären wohl alle noch auf demselben Trip, der nur Schaden verursacht hat (bei mir Depressionen).

Lös' Dich von Deiner Mutter. Sag'ihr, dass Du Dich in einem Jahr noch mal meldest und wenn sie Dich dann immer noch unter Druck setzt, du den Kontakt leider nicht aufrecht halten kannst.

Alias 707377


Ich musste mich erst mal sammeln. Erst hat es mir ganz gut getan, dass ich das hier gepostet habe. Dann kam ich mir aber irgendwie wieder schäbig und schuldig vor. Aber es tut doch ganz gut, wenn man verstanden wird.

@ Nottranquilized:

Dass du einen Mann haben kannst ist gut und positiv, vielleicht kann er dich unterstützen, auch auf deine Mutter bezogen, deine Mutter scheint sehr egozentrisch zu sein und git wenig acht auf deine Gefühle, da würde Distanz helfen und Grenzen setzen, aber wie es aus deinem Text hervorgeht scheinst du das nicht zu schaffen, aber ich wünsche es dir trotzdem, vielleicht kann dir ja dein Mann dabei helfen.

Ja, mein Mann hat mir immer die ganzen Jahre beigestanden. Aber mit meiner Mutter kann und will er mir nicht helfen, zumindest nicht bei Dingen, wo er sie sehen oder mit ihr reden muss, nur im äußersten Notfall. Wie auch? Er möchte keinen Kontakt mehr zu ihr, aus verständlichen Gründen. Aber wir reden schon genug über meine Mutter, sie ist leider ständig präsent, auch, wenn ich nicht bei ihr war oder mit ihr gesprochen habe... %:|

@ Chriecharlie:

Lös' Dich von Deiner Mutter. Sag'ihr, dass Du Dich in einem Jahr noch mal meldest und wenn sie Dich dann immer noch unter Druck setzt, du den Kontakt leider nicht aufrecht halten kannst.

Ich weiß, dass das das Beste wäre, aber ich befürchte, dass ich, wenn dann was mit ihr passiert, wieder Schuldgefühle bekomme. Meine Mutter ist nicht mehr die Jüngste und sie kann viele Sachen nicht mehr alleine, vor allen Dingen, was amtliche Schreiben, Bankgeschäfte, etc. betrifft. Das hat alles mein Vater immer erledigt. Ja, sie kann noch nicht mal ihre (neue) Waschmaschine bedienen oder den Kühlschrank abtauen. Sie kann sich Kleinigkeiten einkaufen u. kochen oder auch mal ein bisschen putzen, obwohl es ihr danach immer mies geht. Sie dreht bei den kleinsten Dingen durch. Wenn ich den Kontakt ganz abbreche, ist niemand da, der das erledigt und jegliche fremde Hilfe lehnt sie ja ab, obwohl ich ihr auch schon x-Mal gesagt habe, dass ich auch mal krank werden kann u. sie auch mal nicht pflegen kann u. will. Es gibt noch Verwandtschaft, die meisten sind aber weit weg u. können das gar nicht beurteilen. Diese Leute haben sie auch mindestens schon jahrelang nicht mehr besucht, wenn überhaupt und haben ja auch schon bemerkt, dass sie sich immer mehr zum Negativen verändert hat. Aber gerade diese Leute werden es dann auch sein, die mir die Hölle heiß machen, weil ich den Kontakt abgebrochen habe. Im Prinzip könnte mir das egal sein, aber ich weiß nicht, ob ich es aushalte. Mein Kind wohnt in der Nähe meiner Mutter, möchte sich aber so wenig wie möglich um sie kümmern. Die Tochter meines Bruders wohnt weiter weg, hat immer die große Klappe, dass ich ihr einen Betreuer vorsetzen soll, etc. Da meine Mutter aber keinen Fremden reinlässt u. sich da auch nicht darauf einlassen würde, würde sie vor Gericht geladen. Ich weiß nicht, ob ich dem Ganzen gewachsen wäre, zumal da einiges noch dran hängt: Ich müsste meine Telefonnummer ändern, weil sie mich sonst mit Anrufen bombardieren würde u. am besten auch noch umziehen, damit sie nicht hier vor der Türe steht. Denn sie würde das nicht begreifen, warum ich so handle u. es auch gar nicht akzeptieren. Garantiert würde sie auch gleich wieder sterben. Aber das zieht nicht mehr, denn sie stirbt ja seit einigen Jahren schon dauernd bei jedem Wehwehchen... :=o

Chriecharlie, wie hast du es geschafft, diese blöden Gedanken nach Kontaktabbruch aus dem Kopf zu bekommen, die Schuldgefühle raus zu bekommen? Ich habe einfach auch Angst davor, dass dann gerade was passiert u. ich dann mit diesen Gefühlen nicht umgehen kann. :°( Andererseits bringt es meiner Mutter auch nichts, wenn ich dann richtig am Boden liege u. gar nichts mehr geht, was auch ihre größte Sorge ist, dass ich mal krank werde u. dann keiner mehr für sie da ist. :=o

cErielcharOlie


Ehrlich gesagt hat es nur die Zeit gebracht, das hat schon ein paar Monate gedauert.

Bei mir waren es keine Schuldgefühle in dem Sinne wie bei Dir, weil es sich um leute meines Alters /um die 30 handelte.

Allerdings hatte man immer Schuldgefühle wegen des Kontaktabbruches, weil sich Eltern/Kinder auseinander bewegten.

In Deinem Falle würde ich Dir raten, Deiner Mutter jeden Tag etwas aus dem Haushalt zu zeigen und das auhc aufzuschreiben. Und jedes Mal, wenn Du es ihr gezeigt hast, würde ich es nicht mehr machen.

Und dann tatsächlich Telefonnummer ändern, ihr das auch so sagen.

Wenn sie dann vor der Türe steht, ehrlich gesagt umziehen, aber nur nach voriger Ankündigung.

Auch würde ich das den Verwandten so erzählen, dass sie dich kaputt macht - entweder ihr zieht an einem Strang oder Du klingst Dich aus.

Plan erarbeiten, wer wann für sie verantwortlich ist.

Ob sie jemanden fremdne im Haus haben will oder nicht, wäre mir egal,

ich würde mit der Sozialstation/Hausarzt sprechen, wie man das am besten angeht.

naütrlich ist es wünschenswert, dass sic hdie Kinder im Alter um die Eltern kümmern, aber das muß eine Begegnung auf Augenhöhe sein, weil sonst haben die Eltern ihren part an der Sache auch nicht erfüllt - warum soll es dann das Kind machen?

Habe ein paar Jahre dazu gebraucht, aber langfristig muß man ja auch leben können.

c?riecvharxlie


1. Was genau hat sie denn?

2. Wie alt ist sie?

3. Betreutes Wohnen möglich? Hat sie Besitz/Geld, welches man dafür verwenden könnte?

cRrNiecxharlixe


Die Tochter meines Bruders wohnt weiter weg, hat immer die große Klappe, dass ich ihr einen Betreuer vorsetzen soll,

wie wäre es, wenn ihr mal zusammen überlegt, wie man das am besten anstellt?

Sie hat nämlich recht. Sie hat keine große Klappe, denn von der umsetzunge würdest du nur profitieren.

Alias 707377


Bei mir waren es keine Schuldgefühle in dem Sinne wie bei Dir, weil es sich um leute meines Alters /um die 30 handelte.

Na ja, meine Mutter ist 85, da ist das vllt. doch noch ein bisschen anders, denn in einem Jahr kann da einiges passieren. Wenn sie noch 20 Jahre jünger wäre, wäre das immer noch was anderes. Obwohl es da natürlich auch nie eine Garantie gibt, aber man könnte sie in dem Alter noch mehr zur Selbstständigkeit anregen. ;-)

In Deinem Falle würde ich Dir raten, Deiner Mutter jeden Tag etwas aus dem Haushalt zu zeigen und das auhc aufzuschreiben. Und jedes Mal, wenn Du es ihr gezeigt hast, würde ich es nicht mehr machen.

Habe ich schon, allerdings nicht aufgeschrieben. Sie vergisst alles recht schnell wieder, bzw., begreift es auch nicht mehr, auch, wenn ich ihr das x-Mal erkläre. Dement ist sie aber (noch) nicht.

Wenn sie dann vor der Türe steht, ehrlich gesagt umziehen, aber nur nach voriger Ankündigung.

Geht nicht so einfach, da mein Mann schon seit 2,5 Jahrzehnten in der gleichen Fa. ist u. woanders auch nicht so leicht was findet. (und da er Alleinverdiener ist u. bei mir die Chancen auch nicht so gut stehen, was zu finden...) Außerdem will er hier nicht mehr umziehen, wenn, dann später in die alte Heimat wieder.

Plan erarbeiten, wer wann für sie verantwortlich ist.

Auch nicht so einfach machbar. Mein Kind wohnt zwar um die Ecke, ist aber jeden Tag bis abends arbeiten, außer an zwei Tagen, wo es mal bisschen eher zu Hause ist. Alle anderen sind zu weit weg.

1. Was genau hat sie denn?

So einiges, aber jetzt nichts lebensgefährliches (außer Herz, da weiß man ja nie, wie sich das entwickelt). Aber es schränkt sie schon im Alltag recht ein.

3. Betreutes Wohnen möglich? Hat sie Besitz/Geld, welches man dafür verwenden könnte?

Lehnt sie alles konsequent ab. Schon mehrmals angesprochen, es geht kein Weg rein.

wie wäre es, wenn ihr mal zusammen überlegt, wie man das am besten anstellt?

Sie hat nämlich recht. Sie hat keine große Klappe, denn von der umsetzunge würdest du nur profitieren.

</p></div><p>Mit großer Klappe meinte ich, dass sie mir immer sagt, was ICH machen soll, sie kümmert sich aber selbst, außer mal anrufen, um gar nichts! Kommt alle paar Monate mal u. dann ist sie schon mit dem Nerven runter, wenn sie nur mal zwei Tage da war. :-X

Meine Hoffnung ist, dass es nicht mehr so lange dauert, bis es vorbei ist. Das wäre für mich eine Erleichterung! Auch, wenn es vllt. die erste Zeit auch komisch wäre, wenn sie nicht mehr da ist.

cdriQecKharlie


....also wenn sie schon 85 ist- vergiß, was ich geschrieben habe.

Da bin ich wirklich der Meinung, dass ihr Zuständigkeiten klären solltet und einen Mama-Dienst einrichten.

Und sich an die Sozialstation wenden.

cCriecha=rlixe


3. Betreutes Wohnen möglich? Hat sie Besitz/Geld, welches man dafür verwenden könnte?

Lehnt sie alles konsequent ab. Schon mehrmals angesprochen, es geht kein Weg rein.

tja,

das liegt aber nicht in ihrer Hand. Ich würde es nicht diskutieren, DASS es gemacht werden muß, sondern nur, wie. Ob sie jemanden von der Sozialstation will oder einen Umzug.

cVriechaOrlixe


_Sie hätte sich schon vor Jahren drum kümmern müssen.

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