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Ich werde nicht glücklich

MIPoqwexr hat die Diskussion gestartet


Ich (m/18) bin irgendwie nicht in der Lage richtig glücklich zu werden. Vorab, der ganze Thread ist weniger pessimistisch und depressiv als er zuerst klingen mag. Ich lache viel und werde auch oft von Freunden als glücklich,lachend, scherzend beschrieben.

Aber das eigentliche Problem ist, das ich immer am ende des Tages so ein leeres Gefühl in mir habe und mich einfach unzufrieden fühle, fast quängelich. Als hätte man extreme Schmacht nach einer Kippe, was aber nicht durch eine Kippe befriedigt wird. Ich werde dann irgendwie immer leicht melancholisch und mir vergeht dann meistens die Lust auf alles weil ich in all meinen Taten keinen Sinn sehe. Ist schwer zu beschreiben

Z.b habe ich mich seit 6 Monaten auf mein neues Auto bzw. sogar Traumauto extrem gefreut und in dem Moment indem ich drin saß war all die Euphorie weg und es war mir gleichgültig, ich dachte mir dann "Und jetzt?". Aber es geht mir nicht nur so bei materiellen Dingen, auch von Momenten bei denen ich mir immer sehr viel erhoffe und vorstelle bin ich einfach während ich sie erlebe so abwesend, gar gelangweilt. Klar Vorfreude ist die schönste Freude, aber diese innerliche Zufriedenheit die man eigentlich haben sollte fehlt mir total. Es fühlt sich für mich so an als könnte ich nicht glücklich werden, auch wenn ich noch am gleichen Tag mit meinen Freunden irgendwo saß und gelacht habe, habe ich diese innere Zerissenheit..

Hoffe ihr könnt die Sätze entschlüsseln, habe gerade irgendwie ne totale Schreibblockade und es fällt mir unglaublich schwer gerade das alles in Sätzen zu fassen :-/

Antworten
CrrUanxk1


Hallo MPower

Kann es sein, dass Du Dir die Frage nach dem Sinn des Lebens stellst?

Nicht wenige Menschen spielen anderen, ob bewusst oder unbewusst ein "glückliches" Leben vor, indem sie auf andere glücklich wirken und somit das tun, wo man selber glaubt, was andere von einem erwarten.

Das wäre der falsche Weg, falls es so wäre.

Mit 18 Jahren, ja, da weiß man oft selber nicht so richtig, wozu das ganze hier überhaupt und was passiert überhaupt mit mir. Kann es sein, dass Du eher introvertiert bist und bei allen Gelegenheiten, die sich dir so bieten versuchst, der Allgemeinheit zu entsprechen, weil Du glaubst, dass man sonst schnell ins Abseits gerät?

Falls ja, dann sage ich Dir, dass das der falsche Weg ist, da Du eben genau oder besser auch deswegen, nun das bist, was Dich zweifeln lässt.

Die heutige Zeit ist leider durch Gruppenzwang, Stress und Schnellebigkeit geprägt, welche die Menschen nachdrücklich ,gezwungenermaßen anpassend verändern, also in ihrem Gefühlen und in ihrem handeln.

Druck ,ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, der das Leben eines jeden einzelnen nachdrücklich und leider auch negativ beinflussen kann.

Von diesem Druck muss oder besser sollte man sich dringendst lösen, um wieder oder endlich, selbst, sein zu können.

Ich glaube, eine gewisse Leere hat fast schon jeder einmal kennengelernt.

Bei Dir vermute ich jetzt einfach mal, dass Du eher ein nachdenklicher Mensch bist, der mit seinen inneren Gefühlen noch nicht so richtig umgehen kann, bzw. diese auch richtig deuten kann.

Gibr Dir selber ein wenig Zeit, ohne in eine gewisse Panik zu verfallen. Alles braucht seine Zeit, ja alles, aber man sollte auch seine Zeit nicht mit zu vielen Gedanken füllen, da diese nur zu Unmut , Verzweiflung und Resignation führen, was dann zur eigenen Verständnisslosigkeit führt, welche nur wieder neue Fragen aufwirft.

Ich weiß, ich schreibe hier so dahin und ev. verstehst Du gerade auch nicht so wirklich, was ich sagen möchte. Das wäre aber weniger schlimm, da ich glaube, dass Du es später verstehen kannst.

Du weisst noch nicht so richtig, wieso , was und wohin die Reise oder Dein Leben Dich führen wird, aber da kann ich Dir sagen, dass es nicht wenigen in Deinem Alter ähnlich geht und nicht wenige, ihren eigenen Weg gefunden haben und auch gegangen sind.

Aber darüber zu grübeln und zu fachsimpeln macht es sicher nicht einfacher, sondern kann Dich auch genau ins ungewollte Gegenteil führen.

Also, Lebe erst einmal ganz unverdrossen und ohne zu starke Gedanken und Gefühle, bis Du das Gefühl bekommst, ja, das könnte es sein, ohne zuvor zu wissen, was nun das wirkliche für Dich ist, denn das stellt sich in aller Regel ganz von selbst heraus, solange Du Dich nicht in Deine 4 Wände verkriechst und alles meidest, was mit Menschen im allgemeinen zu tun hat.

Klingt abgedroschen und wie von Oma, aber ist tatsächlich nicht selten einfach eine Tatsache.

Andererseits, mit 18 Jahren, da darf man natürlich auch mal dies und jenes in Frage stellen, aber nur, solange es Dich dann nicht grundsätzlich beherrscht und Dich von Deinem eigenem Leben abhält und genau das gilt es ja für jeden einzelnen, selbst herauszufinden, was in Deinem Alter also völlig normal ist.

Mache das, wonach Dir ist, probiere aus, allgemein, beruflich, hobbymässig, freundschaftlich oder sexuell, denn nur so, findest Du Deinen eigenen, persönlichen Weg und auch Sinn, Deines eigenen Lebens.

Gibr Dir selber die Zeit, ja Zeit, ohne allzuviel über das ... zu grübeln, denn das behindert Dich nur, statt Antworten zu finden, die im optimalsten Fall garnicht erst aufkommen, da Du glücklich und zufrieden bist!

Alles liebe und gute für Dich!

;-)

JCanq7x4


Mir geht das auch so. Ich hab auch große Zweifel dass man daran irgendwas ändern kann.

Im Endeffekt ist der Zustand des "ganz ok, aber nicht wirklich glücklich sein" evolutionär sinnvoll, weil er einen dazu antreibt, nach Glück zu streben (was natürlich nie klappt, aber im Rahmen dessen tut man die Dinge, die man biologisch tun soll als Zielvorgabe, also Paarung und materielle Versorgung sicherstellen). Wir Menschen sind nicht zum glücklich-sein da sondern nur um unsere Gene weiterzugeben.

CNra}nk1


Sehr rational, aufbauend und objektiv von Dir Jan74.

Um diese Uhrzeit wäre es nicht schlecht, wenn Du versuchen würdest, Deine eigenen Probleme aussen vor, oder wenigstens distanzierter zu den hier gestellten Fragen zu sehen und das bei allem Respekt vor Dir und Deiner Geschichte.

T9QxM


Das was Du da sehr anschaulich beschreibst kenne ich nur zu gut!

Ich glaube aber, dass es zum Teil zum "Menschsein" einfach dazu gehört.

Sicherlich gibt es unterschiedliche Ausprägungen....

Das Gefühl mit dem Auto hast Du wie ich finde auch sehr schön beschrieben. Gerade wenn man lange auf etwas hingearbeitet hat oder einem Ereignis entgegenfieberte ist es oft eher eine Ernüchterung, wenn das langersehnte Ereignis endlich eintritt. Aber auch das ist ziemlich normal.

Letztlich hat es die Menschen immer wieder erneut angespornt, Veränderungen herbeizuführen (Forschung, Entwicklung, etc.).

Also, kein Grund zur Panik ;-)

Gruß

TQM

M4Powwer


Danke erstmal an alle Antworten:)

@Crank1; Du liesst mich ja wie ein Buch ;-D Und doch ich verstehe was du schreibst und mir sagen willst und du hast auch mein Problem anscheinend verstanden.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens, ich hörs immer wieder und wäre trotzdem nich darauf gekommen,..

Ja ich bin eher introvertiert aber versuche in der Öffentlichkeit (unter meinen Freunden, in der Schule) eher extrovertiert zu sein, bzw. nicht ganz in meinen Gedanken abzudriften. Ich bleibe in der letzten Zeit immer sehr lange wach und höre dann anspruchsvolleren (philosophischen) Rapp und kann dann total abschalten, als würde man den Geist massieren. Und am nächsten Tag (nachdem ich mehrere Lieder gehört habe) kommt mir die Welt total fremd vor und ich betrachte alles kritischer und versinke dann meistens total in meinen Gedanken während des Alltags. Meine Freunde "stupsen" mich dann immer an wenn ich am träumen bin und fragen ob alles ok ist, ich sage dann meist ich bin müde, die würden mich sonst fragen ob ich besoffen bin wenn ich denen erzählen würde über was ich mir gerade den Kopf zerbreche.

Man kann halt mit niemanden über sowas reden und auch wenn doch gibt es auf solche Fragen/Gedanken keine Antwort, kein richtig oder falsch. Und selbst wenn man eine richtige Antwort hat, hat sich ja nichts wirklich verändert. Die Erde dreht sich immernoch um die eigene Achse

M<Powexr


*@TQM Klar gehört das zum menschlich sein dazu, aber ich weiß nicht warum ich mir in der letzen Zeit über sowas Gedanken mache. Die ganzen Sachen waren mir ja meine ganzen 18 Jahre vor der Nase. Philosophie und , ja , die Frage nach dem Sinn des Lebens waren für mich Leute die nachts auffm Kiez mit nem Lautsprecher rumrennen. Zeitverschwendung. Plötzlich stelle ich mir die selben Fragen.

Argh es ist echt kompliziert über sowas zu schreiben, ich krieg bei sowas immer ein totalen Knoten im Kopf wenn ich versuche das alles in Worten zu fassen, ohne Authistisch zu wirken %-|

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