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Schlechtes Gewissen beim Auszug

R$osyenkindx86 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich muss einfach mal meine Sorgen und Ängste mit jemandem teilen.

Ich bin 28 Jahre ( bald 29) und wohne noch Zuhause bei meinen Eltern in einem großen Haus.

Seit meiner Kindheit habe ich psychische Probleme und nach jahrelangen Alkoholproblem, Einnahmen von Psychopharmaka und hunderten Therapieversuchen ( 7 Jahre Alleinsein, ohne rauszugehen) habe ich vor etwa 2 Jahren meinen Mann kennengelernt. ( Damals im Internet, er kommt aus einem anderen Land)

Wir haben uns kennen,verstehen und lieben gelernt und er lebt heute bei mir und meinen Eltern, hat seine gesamte Familie, Freundeskreis für mich hinter sich gelassen) Er ist wirklich ein Schatz, er arbeitet für unsere Zukunft und ich kann mit ihm so vieles teilen, fühle mich geborgen. Seit 4 Monaten sind für verheiratet und alles fühlt sich noch schöner an. ABER und jetzt kommt das große Aber, wir leben immer noch bei meinen Eltern und so ganz habe ich meine psychischen Probleme nicht ablegen können.

In letzter Zeit ist alles wieder schlimmer geworden und ich habe gemerkt, dass mein Mann und ich ausziehen müssen, weil wir einfach unser eigenes Leben brauchen. Ich liebe meine Eltern wirklich über alles und besonders zu meiner Mutter habe ich eine Art Affenliebeverhältnis, doch hier fängt das Problem an. In der Vergangenheit gab es sehr heftige Auseinandersetzungen mit meiner Mutter, oftmals sehr verletzend und prägend für mich. Ich habe so gut wie null Selbstbewusstsein und fühle mich oft in ihrer Nähe klein. Außerdem merke ich wie ihre Launen die Ehe meines Mannes und mir belasten. Mal ist sie fröhlich, dann bin ich auch fröhlich, mal ist sie so negativ eingestellt, als würde die Welt unter gehen und dann bin ich es auch. Es gibt so viele Streitpunkte und oft verbreitet sie bei mir unheimliche Zukunftsängste wie ,, wie soll das mal werden, wenn du ein Kind hast.. das arme Kind, oder wie soll das werden und dies werden, oder Dinge wie du wirst dich noch umschauen..

Oft bin ich ein Nervenbündel und mache nur noch das, was meine Mutter glücklich macht.

Ich versuche kleinsten Dinge zu vermeiden, damit sie nicht genervt von mir ist und es zum erneuten schlimmen Streit kommt.

Ich bin zur Zeit noch 1 Jahr krankgechrieben, aber ich möchte an meiner Zukunft arbeiten und so gerne ein normaler Mensch werden.. Familie haben, arbeiten...dennoch fühle ich mich so schuldig meine Mutter zu verlassen. Gestern habe ich ihr gesagt, dass wir ausziehen wollen und dann meinte sie es wäre okay, trotzdem ist sie seit gestern nur am weinen und ich merke wie sich ihre Laune sehr verschlechtert hat. Ich fühle mich so schuldig, weil sie so viel für mich getan hat, auch finanziell..ohne sie hätte der Umzug meines Mannes und die Hochzeit nie geklappt.

Auf der anderen Seite kann ich hier nicht ''ich selbst'' sein. Mein Mann ist eher locker und sehr positiv eingestellt, aber ich versuche dagegen nur noch zu funktionieren und alles richtig zu machen, damit meine Mutter glücklich ist. Dabei würde ich so gerne selbst entscheiden, wann ich die Wäsche wasche, wann ich koche und und und... das ist so aber nicht möglich. Wenn ich hier wohnen bleibe wird meine Ehe irgendwann zerbrechen, weil ich dann so krank werde, dass ich irgendwann in die Klinik gehe.

Wenn ich ausziehe, verletze ich meine Mutter zutiefst und werde immer in der neuen Wohnung sitzen und mich fragen, ob es ihr gut geht..

Tut mir leid für den langen Text, aber es musste mal raus.

Liebe Grüße

Antworten
Aosiga


Hallo Rosenkind86,

ist es "nur" weil deine Mutter euch finanziell unterstützt hat ? Nun, dein Mann arbeitet und du bestimmt irgendwann auch. Das Geld kann man zurückzahlen.

Du bist auf jeden Fall noch 1 Jahr lang krankgeschrieben ? Hoffentlich machst du auch eine Therapie ?

Falls deine Mutter Angst hat, allein zu sein, wenn du ausziehst, dann ist ihr Verhalten natürlich der falsche Weg, aber das merkst du ja selbst.

:)* :)* :)*

S-chmidxti70


Liebe TE,

man erzieht Kinder im Normalfall nun mal zur Selbständigkeit und es ist der normale Lauf der Welt, dass sie irgendwann ausziehen und ihr eigenes Leben führen. Und wenn man "alles richtig gemacht hat", sind sie dann durchaus weiter Teil des eigenen Lebens... :)_

Natürlich wird es auch für Deine Mutter eine Umstellung werden, aber sie wird es verkraften. Hat sie denn ernsthaft geglaubt, Ihr würdet Euer restliches Leben bei ihr verbringen? Habt Ihr eine abgeschlossene Wohnung?

Ich würde mich auch nicht erpressen lassen, finanzielle Zuwendungen an die Kinder sollten nicht an derartige Bedingungen geknüpft sein.

Zieh es durch! @:)

RZoUse!nkiRnd86


Hallo Asiga,

danke für deine liebe Antwort @:)

Nun es ist so, das sich derzeit keine Therapie mache, aber schon sehr lange ohne Psychopharmaka auskomme ( 1 Jahr) und auch Bachblüten umgestiegen bin. Ich möchte irgendwann wieder eine Therapie machen, aber ich habe das Gefühl, dass jede Therapie sinnlos ist, weil ich in diesem Umfeld nicht wirklich gesunden kann. Ich möchte meiner Mutter auch Geld zurück zahlen, aber das nimmt sie meistens nicht an, außerdem ist sie seit heute morgen wieder sehr launisch und strafend..weil ich ausziehen will. Ganz nach dem Motto '' du wirst schon sehen, wie du auf die Nase fällst'' und das tut mir sehr weh.

Liebe Grüße

R*osenkPind8x6


Hallo Schmidti70 ,

meine Mutter sagt immer ihre Mutter hätte auch das ganze Leben mit ihrer Mutter zusammen gelebt und das es bei einem guten Verhältnis auch funktioniert.

Leider haben wir hier keine abgeschlossene Wohnung..nur 2 Zimmer und die Mitbenutzung von Bad und Küche. Niemand hat hier wirklich seine Ruhe..

Liebe Grüße

Sjch4midtciQ70


Rosenkind, das ist aber IHR Problem...Sie kann sich ja mal umgucken, wie viele Familien sonst so leben...

Abgesehen davon kann man das Zusammenleben Deiner Urgroßmutter mit Deiner Großmutter auch nicht wirklich mit heute vergleichen...Hat denn Eure Großmutter auch bei Euch ihr Leben verbracht?

SPchmBidtOix70


Rosenkind, das ist aber IHR Problem...Sie kann sich ja mal umgucken, wie viele Familien sonst so leben...

Abgesehen davon kann man das Zusammenleben Deiner Urgroßmutter mit Deiner Großmutter auch nicht wirklich mit heute vergleichen...Hat denn Eure Großmutter auch bei Euch ihr Leben verbracht?

H"orro<rvixbe


Ganz nach dem Motto '' du wirst schon sehen, wie du auf die Nase fällst'' und das tut mir sehr weh.

Ich glaube, sie hat einfach Angst vor dem Alleinsein, weil wie du schon schreibst, hat sie ihre Zeit schon immer mit Ihrer Mama verbracht. Dass man da nur unselbständig bleibt, in welchem Sinne auch immer, dürfte klar sein.

Ich glaube, im Grunde genommen weiß sie, dass es nur richtig so ist. Und den Satz dürfte Sie auf sich beziehen, wenn Sie nicht aufpasst und sich in Ihrem "Elend" suhlen will.

A}sixga


Ich möchte irgendwann wieder eine Therapie machen, aber ich habe das Gefühl, dass jede Therapie sinnlos ist, weil ich in diesem Umfeld nicht wirklich gesunden kann.

Ich dachte eher an Stärkung für den "Absprung"

Ich möchte meiner Mutter auch Geld zurück zahlen, aber das nimmt sie meistens nicht an

Noch ein Grund weniger für schlechtes Gewissen

Und du wirst ja nicht mal alleine wohnen, du lebst ja mit deinem Mann zusammen, man könnte natürlich eine Diskussion führen dass du erstmal alleine leben sollst der wird dich auffangen.

L#ucy4F71x1


Hallo Rosenkind86,

ich kann dich gut verstehen, ich habe auch eine Affenliebe zu meinem Kind (38 J), wir haben uns auch noch nicht abgenabelt, wir lachen immer drüber, meine Tochter meint immer, ich habe gar keinen Grund, mich abzunabeln (lach).

Aber, sie ist mit 18 Jahren ausgezogen und hat ihr Ding gemacht, wir rufen täglich an. Ich selber bin auch mit 18 Jahren ausgezogen und habe mein eigenes Ding durch gezogen und rufe meine Mutti täglich an.

Meine Mutter und ihre Mutter, also meine Oma, die haben bis zum bitteren Ende zusammen gelebt.

Du bist jung, bist verheirate, du kannst es auch schaffen, zieh aus und zieh dein Ding, mit deinem Mann zusammen durch. Du kannst sie auch täglich anrufen.

Du schreibst, deine Eltern, da hat deine Mutti ja noch ihren Mann, oder? Da ist sie ja nicht so alleine? oder habe ich was überlesen?

Srcihm#idtix70


Lucy4711, genau das meinte ich... :)_ Das Selbständigwerden des Kindes zerschneidet ja nicht zwangsläufig die vorhandenen Bande...Ich bin auch ganz oft bei meinen Eltern.

Trotzdem pflegte mein Papa von jeher zu sagen, dass er mit Keinem seiner 3 Kinder unter einem Dach leben möchte, das ginge selten gut... ;-)

L3ucny4x711


Hallo Schmidti70,

da gebe ich dir voll kommen Recht (oder deinen Papa), man liebt ja seine Kinder über alles, aber ab einen gewissen Alter, sollten sie von Tannen ziehen(lach) und ihr eigenes Leben in die Hand/Hände nehmen bzw. in den Griff bekommen.

Rsose<nki|nd8i6


Hallo, leider ist die Luft hier gerade ziemlich vergiftet. Sie möchte jetzt das ich am liebsten morgen ausziehe und wo sie mir zuvor noch Hilfe angeboten hat, sind jetzt wieder nur noch Angriffe dazu gekommen. Sie sagt sie wird mir jetzt auch nicht mehr helfen ect.

LhucyP471F1


Hallo Rosenkind,

das tut mir schrecklich leid, so eine Auseinandersetzung mit der Mutter. Hast du denn noch einen Papa?

Lqucyx4711


Noch etwas, wie alt ist denn deine Mutti?

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