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Elektroschocktherapie in der psychiatrischen Klinik

b(elieghtx82


Mit dir kann man ja nicht auf einem normalen Niveau diskutieren! tut mir leid... aber wie eine Userin bereits hier zuvor treffend schrieb ist deine Stärke nicht das objektive diskutieren sondern das demontieren der entsprechenden Fäden!

Nochmal: ich habe im Gegensatz dazu auch Quellen und Fälle an den Tag gelegt die deine "stupide" verharrende Meinung entkräften!

Also wendest du dich entweder von dieser Diskussion ab oder aber gibt's jedem User hier das Recht auf eine eigene Meinung über die gerne diskutiert werden kann und soll - mit der gewissen Portion auf Skepsis und Misstrauen!

und jetzt komm wieder zum eigentlichen Thema zurück!

s\ch~neck{e198x5


Natürlich kannst du skeptisch und misstrauisch sein. Ich würde eine EKT auch nicht machen, wenn ich noch andere Optionen hätte.

Trotzdem halte ich nichts davon, aus persönlicher Motivation zu fordern, dass man allen Menschen diese Möglichkeit wegnimmt.

Dein Hauptargument - die noch nicht erforschte Wirkungsweise - trifft auf unzählige medizinische Verfahren zu. Die Wirkung (und Nebenwirkungen) einer Chemotherapie sind von Fall zu Fall unterschiedlich: Von unnützer Quälerei Sterbenskranker bis zur vollständigen Remission ist auch da alles drin. Zumal die Erkrankung Krebs - wie auch psychische Erkrankungen - so mulitfaktoriell ist, dass es zwar ganz, ganz grobe Behandlungsrichtlinien gibt, diese aber auch teilweise alle Jahre wieder über den Haufen geworfen werden.

Als Patient hat man nun mal immer nur die Möglichkeit, nach bestehenden Verfahren zu greifen. Der Arzt berät, aber Kosten-Nutzen-Risiko muss ich immer für mich alleine abwägen.

Jaan374


aus persönlicher Motivation

Genau das ist doch völlig unklar. Worin besteht die persönliche Motivation? Wenn so ein Faden von jemanden kommen würde, dessen Schwester bei einer EKT-Behandlung schwere Schäden davon getragen hat, wäre es plausibel, aber so..

s`chneccBke1x985


Die persönliche Motivation sehe ich hier in einer bestimmten Vorstellung bzw. gewissen Horrorszenarien im Kopf des TE. Und natürlich in der verbreiteten Annahme, dass sich die Schulmedizin ausschließlich auf erforschte Behandlungsmethoden beruft.

J4an7x4


klar, aber das geht vermutlich vielen Leuten so. Trotzdem dürfte nun gerade dieses relativ exotische Themen kaum einen so sehr tangieren, dass er deswegen so verbissen arugmentiert. Warum lässt es den TE nicht kalt? Naja, auch egal. Trotzdem wunderts mich.

sBch:nec$ke14985


Naja, wenn man selber psychisch krank ist, dann wird man halt für bestimmte Themen sensibilisiert. Vor allem, weil bei belight halt auch Symptome in Richtung einer Angsterkrankung vorliegen, finde ich diese Auseinandersetzung nicht ungewöhnlich.

Auch, wenn es mich akut nicht betrifft, so möchte ich z.B. langfristig Sorge tragen, dass mein Partner im Falle eines erneuten, heftigen Krankheitsschubes Sorge für mich trägt bzw. medizinische Entscheidungen in meinem Falle treffen kann. Ganz legal.

Man überlegt sich halt Stategien für den worst-case. Die Vorgehensweise find ich nicht mal dumm :-)

Jyan7x4


stimmt: off-topic, aber besonders bedrohlich: Bei vielen von "uns" sind ja pathologische Elternhäuser mit im Spiel. Genau diese haben aber die rechtliche Verfügung, wenn einem was passiert (Koma etc), und man nicht verheiratet ist, sofern man da nicht vorsorgt. Grusel.

s"chnewcke198x5


@ Jan

Da sprichst du genau das an, was hinter meinem Ansinnen steckt: Meine Eltern sind wahnsinnig gutgläubig in Bezug auf Ärzte und würden ohne Zögern alles unterschreiben, was ihnen irgendwie vorgelegt wird. Sie kennen mich und meine Wünsche halt nicht, genauso wenig wie sie meine genauen Diagnosen wissen / verstehen wollen. Ist wohl so ne Mischung aus Verdrängungsstrategie und Obrigkeitshörigkeit. *schulterzuck*

J4an7d4


Naja, dafür gibts ja Vollmachten, aber ich nehme an, da hast Du vorgesorgt. meinen Eltern (zumindest einer Person davon) traue ich sogar vorsätzlichen Sadismus und mich-leiden-lassen zu. Wenn es einfach möglich wäre, mich zu entmündigen und in die Psychiatrie zwangseinweisen zu lassen, säße ich da wohl längst. Hach ja. Naja, nicht jammern und Faden klauen.

bpeligHht82


hab ich denn die Möglichkeit über zB eine Verfügung im Falle einer Unzurechnungsfähigkeit eine EKT Behandlung zu untersagen?

J7ank74


Wenn Du vor all diesen Dingen wirklich so große Angst hast (den Eindruck macht es zumindest), dann geh zum Notar, lass Dich beraten und mache eine wasserdichte Vollmacht/Verfügung.

Soweit ich weiss ist aber jede Form von zwangsweiser Behandlung (ausser der Unterbringung an sich) in Deutschland seit einiger Zeit eh stark erschwert bis unmöglich? Also ich denke, "Zwangs-EKT" gibts eh nicht, aber wenn Du trotzdem Angst davor hast, dann Notar..

M&ongaxta


Um Himmels Willen!

Die EKT ist eine Anwendung für und mit den Patienten und keine Strafmaßnahme nach dem Motto "Du bist nicht so wie wir es wollen, also wollen wir doch mal sehen, ob dich ein paar Stromstöße nicht ein bisschen auf Vordermann bringen ]:D , deine böse Stiefmutter hat auch schon unterschrieben, dass wir die EKT 5 Mal pro Woche bei dir machen dürfen, weil du zu irre bist, um über dich selbst entscheiden zu dürfen, muhahaha..."

Das ist totaler Quatsch!

bfeligxht82


jgbk:

"Das Gehirn ist ein System, das auf Millivolt im zweistelligen Bereich ausgelegt ist.

Auch wenn man den Hautwiderstand und den des Schädelknochens berücksichtigt, ist dies nichts anderes als wenn man zwischen die Batteriepole eines Autos 220 V anlegt in der Hoffnung, man könnte einen defekten IC reparieren, den man nicht mal lokalisieren kann."

bmeetle}juiqce2x1


Ganz ehrlich du wirkst auf mich so als solltest du dir über anderes Gedanken machen als über freiwillige! Behandlungsmethoden anderer Leute

SIunf,lowexr_73


Ganz ehrlich du wirkst auf mich so als solltest du dir über anderes Gedanken machen als über freiwillige! Behandlungsmethoden anderer Leute

deutlich formuliert, aber auch mein Gedanke.

Ansonsten: Schade um die Polemik. Hat das Thema nicht verdient.

Die Therapie wird (nach wie vor) eingesetzt. Unter strengster Indikationsstellung, d.h. erst am Ende einer LANGEN Reihe mit Behandlungsversuchen, die nichts bringen. Stichwort therapieresistente Depression. Und da reicht auch keine leichte, immer mal wieder auftretende Depression aus, sondern wir reden hier von Schweregraden, die den Leuten das Leben zerstören. Und wo NICHTS hilft. Wenn DU in der Klinik damit nicht in Berührung gekommen bist: Sei froh. Dann geht's Dir zu gut dafür.

Und: Es ist keine Zwangsbehandlung. Ist es nicht und kann auch nicht als solche angeordnet werden (bspw. im Gegensatz zu Fixierung, zu Zwangsernährung,...). Es ist eine Option, die besteht, und die man der in Frage kommenden PAtientengruppe anbietet. Von denen sich längsr nicht jeder drauf einlässt, aber es eben auch Menschen gibt, die es WOLLEN. Weil sie die Hoffnung auf Besserung haben, weil diese Hoffnung nicht unrealistisch ist.

Ob die Zahlen zunehmen, kann ich gerade nicht sagen. WENN, dann muss man das auch in Relation zur steigenden Depressionshäufigkeit setzen. Und auch berücksichtigen, dass das Verfahren schon verfeinert wurde. Ich war mal bei einer Behandlung direkt dabei, da ist nichts Barbarisches dran.

Und: Die Hirnforschung reift nun mal weiter (Stichwort Bildgebungs-Hype, der durchaus wichtige Erkenntnisse liefert. Auch wenn angesichts eines systematischen Fehlers wohl einiges überdacht werden muss, aber das sprengt den Rahmen). Aber mal kann einiges aus der Hirnforscung ableiten. Siehe neue Behandlungsansätze mit Hirnstimulatoren bspw. bei Tourette und Parkinson und z.T. sogar chron. Zwängen. Siehe transkranielle Magnetbehandlungen, mwo man verblüffend genau Hirnareale beeinflussen kann.

Das ist halt Fortschritt. Es sind OPTIONEN, die Erkrankte haben. Es ist nichts, was man bei einer ersten leichten Depression anwendet. Es sind Patienten, die sich FREIWILLIG dafür entscheiden. Klar, man könnte jetzt das Fass aufmachen, wie freiwillig eine solche Behandlung ist, wenn es sonst keine Optionen mehr gibt. Aber ein Krebspatient qird quasi auch vergiftet, um ihn zu heilen. Oder es zumindest zu versuchen. Es gibt in der Organmedizin eine Menge drastischer Behandlungsmethoden. Je kränker, desto umfassender/einschneidender die Behandlung. Es gibt aber im Psycho-Bereich auch eine entsprechende Bandbreite.

Und solange es jedem frei steht, sich dafür zu entscheiden (oder eben nicht): Wo ist das Problem?

Wenn DU es ablehnst, dann ist es doch Deine freie Entscheidung. Warum meinst Du dann, für andere durch diese Polemik quasi mitentscheiden zu müssen?

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