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Von Geburt an anders und am Ende

cmriecQhxarlie


okay.

Das mit der Angststörung ist eine Hausnummer,

aber bezüglich Asperger (nun mal als Arbeitshypothese) und schulischer Ausbildung oder Studium:

da gibt es eben Strategien, wie man das bewältigen kann.

Du kannst es halt nicht unter normalen Bedingungen, was nicht schlimm ist!! Aber mit den passenden Hilfsstrukturen kann es schon klappen.

Bist halt irre spät dran für solche Kompensationstechniken, das hätte man schon viel früher angehen müssen, aber das weißt Du ja selbst, sonst hättest Du nicht nach Kindergartenberichten gegraben.

Ich würde jetzt ausbildungstechnisch genau gar nichts angehen, sondern mich mal ordnentlich diagnostizieren und auf die Spur bringen lassen.

Mit der Diagnostik kannst Du auch Lücken im Lebenslauf gut erklären.

S~un5f_lowrer_73


Schließe mich criecharlie an. Jetzt nicht aus falschverstandenem Ehrgeiz irgendwas bzgl. Ausbildung anleiern (und womöglich den nächsten Misserfolg kassieren). Sondern Zeit nehmen, Diagnostik - und dann weitersehen. Sich DIE Zeit zu nehmen sollte das Wichtigste sein.

Die Lücke ist eh schon da, aber mit mehr Wissen WAS es sit wirst Du sie besser erklären können.

cCriMec~haBrlie


Wenn Du nun nicht Alias wärst, könnte ich Dir per PN mitteilen,

dass @sunflower und ich nicht fachfremd sind! @:)

E2hemaliger %Nutzer x(#52861x1)


Meine Diagnose lautet "Borderline" und ich werfe das jetzt hier mal so in den Raum.

Meine auch. Ich weiß aber mittlerweile, dass das so nicht stimmen kann.

Da ich wirklich meine Struktur, Regeln, Rituale brauche und auch an sonst mich mehr im Asperger finde, als im BL.

Mal ehrlich: wenn in meinem Leben alles in ruhigen (!) und geregelten Bahnen verläuft, habe ich NULL SVV*, Angst verlassen zu werden usw. Alles was BL typisch ist fällt bei mir KOMPLETT weg, wenn ich mein Leben völlig nach meinem Gusto gestalten kann (und alle in meinem Leben beteilige Leute machen, was ICH WILL!!!).

Das was Alias beschreibt, dass kenne ich einfach viel zu gut.

Und das SVV: Nur im Overload. Kein Overload = keine Depression = kein SVV.

Ich bin stabil. Außer man stresst mich. ;-D

Ich rate Alias definitiv zur Abklärung in Richtung Asperger.

*selbstverletzendes Verhalten

cdriecha:rlxie


Es gibt halt auch so Grenzgänger, ich z.B. habe deutliche Asperger-Züge, bin aber negativ getestet worden, dafür habe ich aber eine ADS-Diagnose bekommen..mit Traumatisierung als Verstärker.....

nicht umsonst heißt es mittlerweile Autismusspektrumsstörung und das ist gut so.

Alias 708003


Puh, ich hoffe, ich kriege meine Eltern davon überzeugt, dass ich lieber keine Schnappschüsse in Sachen Ausbildung mache. Aber ich glaube, das wird sehr, sehr schwer. Denn auch wenn ich auf dem Papier erwachsen und unabhängig bin, so sieht die Realität leider anders aus. Mein Vater ist etwas offener, vielleicht kann ich den ja mal überzeugen, mit zu einer Beratungsstelle zu kommen.

Das Sunflower vom Fach ist, wusste ich. criecharlie, bei dir wusste ich das nicht. Wenn du einverstanden wärst, würde ich dir gerne mal das Gutachten aus dem Kindergarten schicken und um deine Meinung bitten, wenn das okay wäre.

Benutzerin005, danke, das trifft zu 100% auf mich zu :-o . Wenn ich so Leben kann, wie ich es möchte und für richtig halte und mein Umfeld da keinen Druck macht, dann geht es mir fantastisch. Da hab ich dann auch keine Gedanken an SVV oder so. Selbst meine Manipulationen fallen dann weg, weil es dann ja keinen Grund gibt. Nur leider kollidieren meine Vorstellungen so ziemlich mit denen der Gesellschaft ]:D

Aktuell ist es jedoch so, dass mich das ganze Thema Ausbildung so stresst, dass ich unterbewusst schon wieder nach (nicht ganz "gesunden") Methoden suche, um keine Ausbildung anfangen zu müssen.

Benutzerin005, darf ich fragen, wie du das Arbeitsleben schaffst?

cIrie\char[lxie


Wenn ich so Leben kann, wie ich es möchte und für richtig halte und mein Umfeld da keinen Druck macht, dann geht es mir fantastisch. Da hab ich dann auch keine Gedanken an SVV oder so. Selbst meine Manipulationen fallen dann weg, weil es dann ja keinen Grund gibt. Nur leider kollidieren meine Vorstellungen so ziemlich mit denen der Gesellschaft ]:D

Man kann oberflächlich von Kollidieren sprechen oder weiter gedacht, dass Du Deine Nische bzw. den passenden Umgang noch nicht gefunden hast. Nicht jeder ist perfekt und kann gleich alles, man wächst da durch Ansage und Umsetzung hinein - normalerweise funktioniert das so bei Kindern, bis sie iwann auch bewußt steuern können. Und Du bist schon erwachsen und Dein Grips passt - Du würdest auch Deine Verhaltensweisen finden können, Dir muß einer zeigen, wie das geht. Dass alle machen, was Du willst:

das wird auf Dauer nicht funktionieren und zum Crash führen. Wenn Du aber lernst, die Welt anders zu lesen und für Dich zu übersetzen, muß kein Stress entstehen oder zumindest kein solcher dass es nicht auffangbar wäre.

Also nun rein für das ASS -Angststörung ist was anderes.

Ich denke, Du bist einfach undiagnostiziert und produzierst Nebenbaustellen, die die Chance haben zu verschwinden, wenn man Dich auf die Spur bringt.

Übrigens denke ich nach wie vor, dass es in der Uni einfacher wäre, man kann dort mit de psychologischen Beratungsstelle reden und auch die Dozenten informieren, die sind da bestimmt offen. Gerade in der Anonymität haben Asperger eigentlich eine gute Chance, zu verschwinden, eben, weil es meist noch einen gibt, der noch schlimmer ist..... ;-D

mein Sohn war in einer Mini-Klasse und war da bald außen vor, dann kam er in ein Uralt-Gebäude mit engem Treppenhaus und 33 Kindern in der Klasse - und es hat super funktioniert, weil er sich bemüht hat und sich etwas verstecken konnte. In der kleinen Klasse war er sofort der bunte Hund. Steht so in keinem Buch, aber war bei uns erfolgreicher als alle Beruhigs- und reizarmen Szenarien.

H5eym


Da ich wirklich meine Struktur, Regeln, Rituale brauche und auch an sonst mich mehr im Asperger finde, als im BL.

Ohweia. Ja, auch ich brauche Struktur, Regeln und Rituale. Auch meine zwischenmenschlichen Probleme sind jetzt nicht unbedingt BL-typisch.

Andererseits jedoch haben ich keine Probleme Mimiken zu interpretieren. Auch war ich als Kind "normal", Asperger haben doch schon Auffälligkeiten im Kindergartenalter?!

Alias 708003


Oh, Heym, mit der Mimik sagst du was, ich kann Mimik einfach nicht lesen. Als Kind hab ich meine Eltern in den Wahnsinn getrieben, weil ich alle paar Minuten gefragt haben, ob sie sauer seien, weil ich ihre Mimik einfach nicht einschätzen konnte. Kann ich immer noch nicht^^

Puh, Uni und ich. Es kann schon sein, einfacher wäre es bestimmt. Aber es gibt kein Studienfach, was mich interessiert und wo ich denke, dass ich ein Studium eventuell schaffen könnte. Denn Lernen und Hausarbeiten hasse ich wie die Pest, deswegen hab ich für die Schule früher auch nie was gemacht :-X

Leider war ich nicht erfolgreich, was die Suche nach Anlaufstellen betrifft. Nun gut, es sind Sommerferien, auf die paar Wochen kommt es auch nicht an.

Eine Sache wundert mich allerdings, ich hatte neulich auf Drängen meiner Eltern hin wieder ein Vorstellungsgespräch, es lief schrecklich und ich wurde trotzdem genommen :-o . Kann ich mich etwa so gut verstellen? Denn ich will einfach nicht arbeiten müssen :°( , auch wenn ich vom Verstand her weiß, dass da kein Weg dran vorbei führt.

c]rie<chaxrlie


Für was hast Du dich denn beworben?

Und ernsthaft:

auch in der Ausbildung mußt Du lernen...

da kommst Du nicht drumrum. Kennst Du denn wirklich ALLE Studiengänge und hast sie für Dich ausgeschlossen?

Allerdings muß ich noch mal betonen, dass ich denke, dass das iim Moment nicht zur Diskussion stehen sollte,

denn Du brauchst eine vernünftige Diagnostik und Hilfe und egal, wofür Du dich dann entscheidest, ob Studium oder Ausbildung:

es wird Dir bedeutend leichter fallen!

Alias 708003


Um eine Stelle als Krankenschwester, weil mich Medizin interessiert.

Klar muss ich in einer Ausbildung auch lernen, aber in der Schule haben sie immer gesagt, wer das Abi schafft, schafft eine Ausbildung mit links und ohne Anstrengung, im Gegensatz zu einem Studium.

Das Problem mit der Uni ist, dass an eine ganz bestimmte Uni gebunden bin und die bietet nicht so viele Studiengänge an. Der Schwerpunkt ist dort die Naturwissenschaft, was leider gar nicht meins ist. Mathe und Physik 5, Chemie 4-, Biologie 3, sag ich nur.

cJriechLar"lixe


Wieso bist Du an eine Uni gebunden?

Und wieso bietet die nur Naturwissenschaften an - ist das eine TU?

Ist denn keine allgmeinbildende Uni erreichbar?

S?unf+lqower_7x3


Hätte dieselben Fragen wie criecharlie...

Und:

Krankenschwester ist medizinisch, aber eben auch sehr sozial-interaktiv. Du hast mit Menschen zu tun, weniger mit Medizin (salopp formuliert).

Lass' eine vernünftige Diagnostik machen... und orientiere Dich DANN! Es soll nicht heißen, dass ich es Dir nicht zutraue, aber ein erneuter Misserfolg ist das letzte, was Du aktuell brauchst.

Mdim_ikxo


Ja, ich würde auch sagen, geh zu einer Uniklinik o.Ä., da wird dir definitiv besser geholfen.

Ich habe momentan Depressionen, die behandelt werden, aber man findet sich in vielen Diagnosen nicht 100 % wieder. So habe auch ich recht viele Aspekte z.B. aus dem autistischen Spektrum, weswegen ich mich sofort in deinem Text wiedergefunden habe. Um das näher zu erläutern: Ich war nämlich auch immer "anders", und das nicht, weil ich komisch aussah o.Ä., sondern weil ich z.B. gerne Dinge geordnet habe oder Daten sortierte, während die anderen Kinder "normal" gespielt haben. Ich war auch absolut ein Kind, das ausschließlich alleine spielte, ja nicht mit anderen, außer, damit ich mich nicht ganz so ausgegrenzt fühle. Tollpatschig sowieso, in Worten wie mit Dingen, das macht's nicht einfacher. Dafür konnte ich mir eine lange Telefonnummer sofort merken, genauso wie andere Daten, die ich sammelte. Super, bringt leider nicht viel für den Alltag...

Naja, was ich damit sagen will: Momentan geht es mir, trotz und inklusive (in Behandlung) Depression, besser als damals mit den ggf. autistischen Zügen, und das liegt nur an meinen Freunden. Die nehmen mich so, wie ich bin. Beispiel: Ich interpretiere oft die Mimik falsch und plötzlich merke ich, die ist ja traurig, statt gelangweilt...Aber niemand nimmt es mir übel, weil man mich so annimmt. Oder wenn ich Sprüche rauslasse, die freundlich gemeint sind, höre ich schon Gelächter und Gestöhne, frage ich nach, so kommt "Das klang aber richtig böse", aber da sie ja wissen, dass ich das niemals so meinen würde, ist das in Ordnung so. Es ist eher so, dass die richtigen Leute es mit Humor nehmen. Früher habe ich geweint, weil ich dachte, die lachen über mich, aber die lachen eher über das seltsame Verhalten. Beispiel: Bald Schwiegermutter fragt: "Soll ich Musik anmachen?" - Ich: "von mir aus - nicht!" - alle lachen, ich verstehe es nicht, aber inzwischen lache ich mit, habe ich so gelernt

Ich fände daher, nach einer Diagnose, ein Studium (auch wenn es weiter weg erst eine Uni gibt) super, weil du da vielleicht auch Menschen findest, die zu dir passen und die dich annehmen. Ich bin sogar inzwischen gerne am feiern, obwohl ich vorher immer nur am Computer war aus Angst; alles mit den richtigen Menschen. Ausbildung ist redundant und die Gefahr der Unterforderung ist größer. Die Noten snd nicht wirklich gut bei dir gewesen, daher würde ich natürlich irgendwas machen, bei dem du schon vorher mit einem halbwegs guten Gefühl rangehst. Aber alles Zukunftsmusik!

Da ich sonst keinen riesigen Leidensdruck hatte, bzw. lediglich mein Studium um 2 Jahre verlängere, war mir eine gesicherte Diagnose nicht so wichtig. Da ich bei dir aber ganz klar sehe, wie sehr du an dieser Andersartigkeit leidest und littst, musst du echt im Sommer mal schauen, dass du wenigstens einen Termin bekommst. Klar, es dauert immer Monate bis du hin kannst, aber die erste Hürde wäre dann geschafft und du müsstest dann nur noch ausharren, so wie bisher. Deine Eltern verstehen dich nicht, aber du solltest da wirklich nichts darauf geben. Sie bauen auf ihren Erfahrungen, und wenn sich jemand so wie du verhalten hat, war das halt bei den ihnen bekannten Personen Faulheit. Sie können nicht in dein Innenleben schauen und es sofort verstehen, wenn du es erzählst. Kümmere dich um dich und lerne, dass deine Eltern nicht die richtigen Ansprechpartner für Krankheiten sind (höchstens, sie wären selbst Ärzte in dem Bereich ;-D ) Falls du Angst vor dem Telefonieren hast (ich schiebe den nächsten Psychologentermin schon wieder 2 Monate her aus Angst), dann schreibe dir ganz genau auf, was du sagen willst, das hilft mir immer als Stütze, weil ich nie weiß, wann ich was sagen soll und verhaspele mich dann und lege dann ganz auf aus Panik ]:D Richitg bescheuert ;-D

Da dich aber viele Leute im Forum hier z.B. verstehen, egal ob Diagnose A, B oder C, solltest du mit einem guten Gefühl in die Welt gehen. Sicher, du bist anders als die meisten, aber das ist nicht schlimm, du machst das Beste darauf mit Unterstützung von außen und ich wünsche dir, dass du gute Freunde findest, denn die haben mich einfach aufgebaut in jeder Hinsicht @:) Du schaffst das schon, egal welche Diagnose. Hauptsache, du bekommst Hilfe. Bei mir haben die Medikamente sehr viel gebracht bei der Depression

c6rieOch9arlixe


Den Aspekt mit der intellektuellen Überforderung hatte ich ja auch schon mehrfach genannt, aber da geht sie nicht darauf ein. Die Angst ist wohl zu groß.

Und ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass Du in der Uni bestimmt Deine Nische findest- und die Chance auf Leute steigt, die Dir weiter helfen könne, weil sie kognitiv einen anderen Überblick haben.

Beispielsweise habe ich im Praktikum unter den Oberschwestern echt gelitten, weil die immer alles persönlich genommen haben, die Dozenen haben/hatten immer ein viel dickeres Fell, vor allem, wenn man mit ihnen geredet hat. Die haben die persönliche Schiene einfach außen vor gelassen.

1. Diagnostik

2. Therapie, Sofortmaßnahmen und langfristige Überlegungen

3. Ziel setzen, was genau erreicht werden soll, dami man dann

4. ein Studium anfangen kann.

Gibt soooooo viele Bachelors, alles mögliche, IRGENDEINER wird doch passen!!!

Du hast trotz Deine Einschränkungen das Abi geschaffft- auf den Punkt gebracht bist Du zu intelligent für eine Ausbildung (sorry). Das wird nichts werden!!!

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