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Fehlendes Engagement der Krankheit zu trotzen

Eihemraliger) Nutze3r (#5M737x97) hat die Diskussion gestartet


Ok, mein Problem ist, ich bekomm den Hintern nicht mehr hoch!

Ich hab einen Sack voll mit behandlungsbedürftigen Beschwerden (eine Haupt- und einige Folgeerkrankungen), aber wegen zahlreicher Enttäuschungen durch die Ärzteschaft blocke ich seit geraumer Zeit alles komplett ab. Wenn ich damit nur mir selbst schaden würde, geschenkt, aber so ist es nicht. Vor allem einem weiteren mir nahestehenden Menschen geht's dadurch auch beschissen, was mir einerseits weh tut, andererseits ändere ich aber trotzdem nichts an der Situation. Ein Stück weit habe ich mich aufgegeben, glaube nicht mehr an eine (Ver-)Besserung.

Ging's jemandem schon mal ähnlich? Wie habt ihr euch nach vielen Tiefschlägen motivieren können, die Dinge wieder in Angriff zu nehmen, nach Hilfe zu suchen, Termine zu vereinbaren?

Antworten
DVie SLehe&rin


vielleicht ist dieses thema im psychologie-, oder beziehungsforum ja besser aufgehoben?

E/hemali|gerM NutNzer (#z5783797)


Möglich :-/, ich war heute Morgen selbst nicht sicher, wo das Thema am besten passen könnte.

P$Fschbriest


Hallo, kommt mir etwas bekannt vor.

P@lüsc%hb/iest


Man müsste jetzt genaueres wissen, um dir gezielte Lösungen aufzeigen zu können.

EWhema7ligerr Nutgzer (#5737x97)


Genaueres? ":/

Alles Relevante hatte ich doch eigentlich geschrieben ":/?

Pvlüsc-hbiesxt


Na ja, ich denke wenn es um was psychisches geht müsste man sich anders motivieren, als wenn es um was körperliches geht.

EOhema!ligerr Nutzer) <(#5737x97)


Ach so, ok, daran hatte ich tatsächlich nicht gedacht. @:)

Es ist was Körperliches.

P8lüscDhbiexst


Geld könnte eine gute Motivation sein. Wenn man auf Grund von Krankheit erwerbsunfähig ist kann man sich sagen, wenn ich schön brav an meiner Gesundung arbeite und die Ärzte aufsuche hab ich irgendwann auch wieder mehr Geld im Portmonee.

EXhemaliger :Nutzer ({#57379x7)


Für manche ist Geld bestimmt der Anreiz schlechthin, für mich eher nicht.

Ich kann mich nicht mehr motivieren, weil ich seit Jahren nicht vorankomme, immer nur in ratlose Ärztegesichter schaue und deshalb habe ich keine Lust mehr. Ich weiß nicht, ob ich das alles überhaupt nochmal will, also neue Ärzte suchen, wieder alles erzählen, wieder die gleichen Untersuchungen. Nur um die nächste Pleite zu erleben!?!

J:axn74


Das hat viel mit Anstand, Würde und Selbstrespekt zu tun. Durch das, was Du tust (nämlich nichts), schadest Du ja nicht nur Dir selber, sondern auch jemand anderem, und dadurch begibst Du Dich auf ein Niveau, welches man klar bezeichnen kann als "Du nimmst vorsätzlich und wissend in Kauf dass es anderen Leuten durch Deine Trägheit und Faulheit schlecht geht".

Die Tatsache, dass Du das hinnimmst und offenbar damit leben kannst, sagt ja auch einiges über Dich aus. Offenbar ist Dein Selbstbild so beschaffen, dass so eine Verhaltensweise toleriert werden kann, d.h., es ist nicht allzu gut. Es hat doch was von "ich kann eh nicht mehr aufrichtig in den Spiegel schauen, bin eh schon weit unten, bin eh ein Arsch, also kommts darauf nun auch nicht mehr an".

Ich denke, hier liegt die Lösung zum Problem. Wenn Du Respekt vor Dir selber hast, dann willst Du schon aus Aufrichtigkeit und eigenem Antrieb nicht so sein, dass Du mit Vorsatz ein moralisch fragwürdiges Verhalten an den Tag legst. Wenn Du Dir selber etwas bedeutest, würdest Du nicht so handeln. Offenbar siehst Du Dich schon soweit unten, dass das nun auch egal ist, und nicht mehr drauf ankommt, daher, sch**ss drauf.

E5hemalicgekr NutAzer (#F5 73797x)


Durch das, was Du tust (nämlich nichts), schadest Du ja nicht nur Dir selber, sondern auch jemand anderem,

Indirekt, ja.

Es hat doch was von "ich kann eh nicht mehr aufrichtig in den Spiegel schauen, bin eh schon weit unten, bin eh ein Arsch, also kommts darauf nun auch nicht mehr an".

Aufrichtig in den Spiegel schauen klappt noch, alles andere aber passt.

Offenbar siehst Du Dich schon soweit unten, dass das nun auch egal ist, und nicht mehr drauf ankommt, daher, sch**ss drauf.

Das trifft's gut.

Jfan7x4


Klammerst Du Dich ans Arsch-sein, weil es Dir Vorteile bietet (z.B. Bequemlichkeit), oder leidest Du wirklich an ernsthaften Minderwertigkeitsgefühlen?

Und willst Du so sein? Eigentlich will das ja niemand.

Ein guter Entschluß wäre, zu sagen, "ich will mich so verhalten, dass andere Leute, und auch ich selber, Respekt vor mir hätten!".

Letzten Endes ist die Tatsache, dass Du bisher immer nur VERSUCHE unternommen hast, aber keine Erfolge erzielt hast, auch ein allgemeiner Mechanismus des Daseins. Wir können alle immer nur alles versuchen, es gibt niemals eine Garantie auf Erfolg. Von daher bleibt bei Mißerfolg gar nichts anderes übrig, als halt wieder erneut zu versuchen. Alles andere ist Trägheit und Stillstand und führt mit Sicherheit zur Verschlimmerung. So ist das Leben nunmal. Aber der Aufrichtige versucht stets, das bestmögliche zu tun. Aus Bequemlichkeit schlechte Dinge einfach so laufen zu lassen ist eine drastische Negativspirale, in Deinem Fall körperlich und auch seelisch.

EphemaliLger N!utzeir (#5737x97)


Erstmal. Ich hab Respekt vor mir!

Es ist nicht Bequemlichkeit, es ist Resignation. Immer nur kämpfen, seit Jahren, und immer wieder eins auf die Schnauze bekommen, das lähmt irgendwann.

Sorry, aber ich sehe mich nicht als "Arsch". Ich bin weder ein egoistischer, noch kaltherziger Mensch, sondern bin in allen Lebenslagen für meine Leute da und helfe. Nur in diesem einen Punkt verhalte ich mich seit ca. einem Jahr arschig, das mag sein, nur geht's hier um meinen Körper, daher ist es auch letztendlich meine Entscheidung. Nichtsdestotrotz tut es mir natürlich leid, wenn ich andere durch meine Antriebslosigkeit runterziehe, keine Frage.

Minderwertigkeitsgefühle? Nee, da bist du auf dem Holzweg.

Nochmal. Ich bin einfach von vielen Ärzten sehr enttäuscht und habe derzeit keine Energie, mir neue zu suchen, die mich dann wieder mit ihrer Allwissenheit und Arroganz abkanzeln, weil es ja nicht sein kann, dass ein Patient auch mal Recht haben könnte.

J@an7x4


Naja, dann müssen die anderen letztendlich auch akzeptieren dass Du grad keine Kraft und Motivation mehr hast. Bringt ja auch nichts wenn Du Dich für andere verbiegst.

Vielleicht wärs ganz sinnvoll wenn Du mal konkret sagst, was Du überhaupt hast..

Ich hab auch solche Erfahrungen mit Ärzten gemacht und bei bestimmten Dingen festgestellt dass ich mir selber da viel besser helfen kann. In der Tat ist es wohl manchmal nicht so leicht, den richtigen Arzt zu finden, vor allem bei Probleme wo man sich für den Patienten sehr viel Zeit nehmen müsste, um ihn umfassend zu verstehen.

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