» »

Unkontrollierbare beängstigende Suizidgedanken....

GIl4aksperhlenvogel hat die Diskussion gestartet


Hallo!

In meinen vergangenen Beiträgen/Fragen habe ich Einiges über mich erzählt.

Hier eine ganz kurze Zusammenfassung:

Ich bin weiblich, 20 Jahre alt, zur Zeit arbeitslos (seit Kurzem mit neuer Hoffnung auf schnellen Wandel). Während meiner Schulzeit wurde ich wiederholt ausgeschlossen, gehänselt bis ich im Teenager-Alter vier/fünf Jahre lang unter Magersucht gelitten habe (war nur zum Aufpäppeln im KH, eine richtige Therapie hatte ich nicht). Nach dem Schulabschluss und während meiner Lehre als Verkäuferin in einem Gartencenter wuchsen meine Ängste zunehmend. Mehr und mehr brach alles Mobbing aus den vergangenen Jahren über mich herein. Seitdem habe ich ständig das Gefühl, nicht gut und ungewollt zu sein, obwohl ich gerne ich bin. Mit Ach und Krach habe ich meine Ausbildung abgeschlossen im letzten Sommer, und seither verkrieche ich mich zu Hause in meinem Zimmer. Freunde gibt es keine mehr, nur noch Bekannte und Schulkameraden von früher. Meiner ehemals besten Freundin will ich auch nicht mehr hinterherlaufen.

Ich fühle mich insgesamt einfach seeehr einsam, viel zu sensibel und nachdenklich, komplett unfähig für diese Gesellschaft, diesen Leistungsdruck...Ich habe Angst vor dem Leben, vor allem vor dem Versagen (das was mir früher in der Schule immer eingeredet wurde).

Vor etwa zwei Jahren (nachdem ich die Magersucht hinter mich gelassen hatte) fingen die Suizid-Phantasien ganz schleichend und unscheinbar an. Vor einem Jahr (gegen Ende meiner Lehre) war ich schon deutlich nachdenklicher und sensibler geworden, doch es ging immer weiter: Seit einigen Monaten denke ich jeden Tag an Suizid, selbst wenn es mir gut geht. Sogar über die Methode bin ich mir schon seit Längerem im Klaren, und gestern hätte gar nicht mehr sooo viel gefehlt....Es macht mir einfach Angst, wie langsam sich diese Phantasien in echte Kopfkinos und beängstigende Blitzgedanken verwandelt haben! Sobald es um meine Zukunft geht oder ich mit einer mir wichtigen Person streite, sind die Gedanken sofort wieder da, und vor allem ein paar Tage vor meiner Menstruation, oder auch um die Vollmondnacht herum, denke ich besonders stark und häufig an Suizid! Ich bin ein lebensfroher junger Mensch, doch ich habe so schreckliche Angst vor der Selbstständigkeit, vor dem Arbeiten, vor so vielen Situationen...Ich schaffe es nicht einmal, Briefe zu versenden, auch viele normale Haushaltsprodukte kauft noch immer meine Mutter ein, weil ich es einfach nicht hinkriege, ins nächste Geschäft zu gehen....Das war aber schon während meiner Ausbildung der Fall, hat sich also nicht mit der Arbeitslosigkeit entwickelt. Heute kann ich sagen, dass diese krankhaften Ängste vor drei Jahren angefangen haben (mit dem Einstieg ins Berufsleben).

Ich weiss, jeder würde nun sagen: Mädel, geh arbeiten, finde Freunde, denk nicht soviel nach, du musst dich nur überwinden, usw.....Das sagt sich so leicht. Alleine komme ich da nicht mehr raus, zumindest nicht am Anfang.

Vor einer Woche habe ich mich mit einer Beraterin einer Beratungsstelle rund um alle Suizid-Fragen getroffen. Wir haben ein langes intensives Gespräch geführt. Letztendlich hat sie zwar gemerkt, dass ich Hilfe brauche, dass mir eventuell eine Verhaltenstherapie helfen könnte, sie sei aber auch der Ansicht, ich würde in keiner ernsthaften Krise stecken! Wahrscheinlich ist da noch viel übrig geblieben von meiner kindlichen Lebensfreude, von meiner freundlichen Ausstrahlung....aber was soll ich tun? Nur nett lächeln und versuchen positiv zu denken, hat mich bisher nicht weitergebracht!

Diese Suizidgedanken müssen doch einen Grund haben, und vor allem frage ich mich seit einiger Zeit, ob ein Klinikaufenthalt etwas sein könnte für mich, denn in meinem Umfeld tut sich gar nichts, und alle zwei Wochen zur Psychologin gehen und eine Stunde nur reden, das bringt nichts.

Es ist so schrecklich, ständig diese Phantasien durchleben zu wollen, um sich innerlich entladen zu können!

Vor allem macht mir Angst, dass ich schon genau weiss, wie ich mir theoretisch das Leben nehmen würde -

und auch schon ein paar mal beinahe Ernst gemacht hätte....Natürlich würde mir das niemand glauben, die Beraterin meinte auch, ich müsse damit leben, das sei normal. Aber ich will nicht so leben mit diesen Gedanken und nach jeder kleinsten Kritik in ein tiefes Loch fallen! Alleine der Gedanke an meine berufliche Zukunft lässt mich an Suizid denken!

Was kann man da denn machen? Kann ein Klinikaufenthalt sinnvoll sein, auch wenn man sich selbst als wertvollen und eigentlich fröhlichen Menschen, der mit allem völlig überfordert und voller Ängste ist, bezeichnet?

Was denkt ihr? Soll ich mal direkt bei einer Klinik nachfragen? Mein Hausarzt nimmt mich in dieser Hinsicht sowieso nicht ernst, und meine Psychotherapeutin hat auch monatelang nicht erkannt, wie schlecht es mir innerlich eigentlich geht....

Ich merke einfach, dass ich da Hilfe brauche, und das vor allem am Anfang nicht nur alle zwei Wochen!

Danke!

Antworten
J6an7x4


Kann es sein, dass Deine Suizidgedanken in den Bereich "Zwangsgedanken" gehören.. die Dich quasi überkommen, Du machtlos gegen sie bist, sie bedrohliche Inhalte haben, aber halt auch bloß Gedanken bleiben?

Generell gehts mir nicht viel anders als Dir, was die Grundlagen angeht. tiefgehender seelischer Knacks, der einen tief im inneren verunsichert und in allen möglichen Bereichen zu Ängsten und Problemen führt, und da gibts ja noch wahrlich viel mehr Leute, denen das so geht. Klar, wenn Du bereit bist in eine Klinik zu gehen, ist das sicherlich kein Fehler.

PmlüscQhfbiaeMst


Da du ja zur Zeit arbeitslos bist, könntest du mal mit deinem Jobcentermitarbeiter reden.

Meine Fallmanagerin hat für mich einen Termin ausgemacht bei einem Gesundheitscoach.

Da konnte ich mich ausquatschen, Probleme schildern und er hat mir dann Vorschläge gemacht, was mir helfen könnte und wie man das realisieren kann.

Der Coach hier ist von einer Krankenkasse und kennt sich Therapien, Rehaangeboten bestens aus.

Vielleicht gibt es so etwas bei dir auch?

P)lüsc?hbiexst


Den Termin bei diesem Coach bekommt man hier recht schnell.

Eine psychosomatische Kur die über die Rentenversicherung läuft könnte ich mir bei dir gut vorstellen für den Anfang. Wenn der Antrag eingereicht ist geht das meist schnell vonstatten.

PVlüscMhbiexst


Schade TE, dass du dich hier nicht mehr meldest.

G-lasper7leUnxvogel


Hallo Plüschbiest

Es tut mir leid....Vielen Dank für Deine Antwort! Ich denke darüber nach, habe vorerst meinen ehemaligen Psychotherapeuten kontaktiert und hoffe, dass ich bald einen Termin bekomme.

LG Glasperlenvogel

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH