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Diagnose Depression, und nun?

foalco pDeleFgrinoidres


Hallo Lodurr,

wenn du nicht so gerne Sport machst, könntest du spazieren gehen, jetzt bei dem schönem Wetter in der Natur, das hellt die Stimmung auf. Sei achtsamen, die Farben und Formen der Pflanzen, die Gerüche, die Geräusche, der Insekten und der Vögel. ... Du könntest die was zu essen mitnehmen und unterwegs essen.

Magst du Tiere? Wenn ja, könntest du ehrenamtlich im Tierheim aushelfen, könntest Hunde ausführen. Der Kontakt mit Tieren kann eine Depression lindern, weil sich die Aufmerksamkeit auf sie lenkt.

Bleibt nicht viel alleine zuhause, triff dich mit deinem Freunden, auch wenn dir nicht danach ist.

Bist du krankgeschrieben? Gab einen geregelten Fahrtablauf.

:)* Gute Besserung.

cxhi


Ich bin derzeit auch in einer Depression gefangen. Ich schreib morgen noch was dazu. Eigentlich möchte ich jetzt gern schlafen, aber wenn ich mal für 10 Minuten schlafe, hab ich gleich den nächsten Albtraum. -.-

M1imixko


Also dei Antriebssteigerung habe ich erst nach ca. 1 1/2 Monaten Einnahme bemerkt. davor hatte ich nur Nebenwirkungen und Angst, dass es gar nicht wirkt. Aber selbst wenn es nicht wirkt, kann man herumprobieren, das ist gar kein Problem. Eine Freundin von mir hatte auch 3 Präparate, bevor sie das perfekte gefunden hat. Aber es lohnt sich. Es ist wirklich ein Gefühl wie Tag und Nacht. Und man nimmt die so lange, dass, wenn man sie absetzt, der Körper die eigenen Stoffe wieder selbst herstellen kann bzw. hergestellt hat, die einem bei Depressionen fehlen. Die Therapie ist dann gut dafür, direkte Maßnahmen in schlechten Zeiten zu treffen. Ich ritze als Kompensation und habe noch nichts anderes gelernt, sicher, ich kenne alternative Maßnahmen aber die anzuwenden fällt mir schwer Also mit Medikamenten habe ich auch noch schwarze Tage, aber die sind von "Mein Leben ist schwarz" zu "Einmal in zwei Wochen ist mein Leben schwarz" übergegangen :)* Das Buch hole ich mir auch gleich, kann ja nicht schaden. Mein Psychiater hat mir speziell für Angehörige "Lebensfreude gewinnen - Pischel-Walz empfohlen. Das betrifft alle, die einem nahe stehen, das hat insbesondere meinem Freund geholfen, denn der war oft nicht verständnisvoll. Seit dem Buch ist er gelassener und macht mir weniger Druck. Geht aber für alle, ob Eltern, Freunde, Geschwister...

Mjimikho


Und der Vorschlag mit dem Spazierengehen finde ich auch toll. Ich mache das gerne nachts, vor dem Schlafengehen, gerade, wenn es tagsüber so heiß ist. Entspannt, man kann danach besser schlafen und man sieht viele Katzen ;-D Bewegung ist immer gut, aber bei mir ging es in der heftigen Phase leider auch noch nicht, lag dann lieber im Bett rum 24/7 :-/

cxhi


Danke für die Buchempfehlung Sunflower. Das Kostenerstattungsverfahren ist mir bekannt. Das Problem ist aber, wie bei der normalen Therapieplatzsuche, diese ewige abtelefonieren von Therapeuten. War zur Schulzeit mal wegen einer sozialen Phobie in Behandlung. Telefonieren zählte noch nie zu meinen Hobbies

Also ich hab ansich ja keine soziale Phobie und ich kann auch gut telefonieren. Seit einiger Zeit aber schiebe ich besonders Telefonsachen weit, weiiiit von mir weg. So hab ich Monate verschwendet, bei der Therapeutensuche %-| .

Mir hat folgendes letztendlich geholfen: Ich hab den Infomed-Dienst meiner Krankenkasse genutzt. Die haben mir Adressen und Telefonnummern von Therapeuten in meiner Umgebung per mail geschickt. Dann hab ich mir ein Worddokument geöffnet und einen Text vorbereitet, den ich bei den Therapeuten auf den Anrufbeantworter sprechen wollte. Immer dasselbe, einfach abgelesen. Hat auch funktioniert, bei 5 Therapeuten war ein Band geschalten. 3 davon haben später zurückgerufen. Nachdem da nun aber einige Wochen nichts passiert ist, hab ich nochmal den Infomed-Dienst angerufen und den Suchradius erhöht. Dann hab ich wieder meine Liste mit dem Text rausgekramt und wollte wieder dasselbe runterrasseln, doch ich hatte Glück und gleich beim ersten bekam ich einen Termin für die kommende Woche.

Einer der Therapeuten, der mich zurückgerufen hatte, sagte am Telefon auch ganz deutlich, dass man anrufen soll, so viel es irgendwie geht. Er meinte, irgendwann hat man immer Glück, man soll nur nicht aufhören zu telefonieren. Zumindest bei mir hats dann ja nun gestimmt.

Medikamente nehme ich übrigens (noch) nicht. Hatte zum schlafen ein paar Monate Amitryptilin retard, aber die sind derzeit nicht mehr erhältlich und von den normalen nehme ich sehr schnell, sehr viel Gewicht zu.

Spazieren gehen find ich furchtbar und dazu kann ich mich auch nicht aufraffen. Ich mach halt den Haushalt und Handarbeiten und je nach Phase höre ich viel Musik. Leider sind die Phasen bis jetzt (bis auf ganz kurze ausnahmen) immer nur schlimmer geworden und je schlimmer es wird, desto weniger Musik vertrage ich noch.

S*unflow_er+_73


Das Problem mit der Suche ist halt:

Es gibt zu wenig Therapieplätze. Fakt. Einige Therapeuten rufen daher nicht mal zurück (schlecht, aber irgendwie nachvollziehbar). Einige führen Wartelisten, die sich auf 1-2 Jahre oder mehr erstrecken. Oder eben keine und man erwischt beim Anruf genau DEN Moment, wo ein Platz freiwird.

Daher (so hart und frustrierend und schwierig es ist): Am Ball bleiben und wirklich die Arbeit investieren!

H(appyr Bxanana


Ich habe selbst seit vielen Jahren durchgehend schwere Depressionen. Medikamente funktionieren nur in Verbindung mit Therapie. Sofern die Medikamente überhaupt anschlagen und einen die Nebenwirkungen nicht noch mehr umhauen. Ich teste seit über einem Jahr Antidepressiva. Leider noch nichts gefunden was wirklich dauerhaft hilft. Ich habe allerdings außer Depressionen auch noch Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung, Magersucht, emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Sozialphobie u.s.w. Auf einen Therapieplatz warte ich noch. Was mir momentan hilft irgendwie durch den Tag zu kommen, ist der Kontakt mit meinem gerichtlichen Betreuer, der Kontakt mit mit meinem ambulanten Betreuer im Rahmen der ambulanten psychiatrischen Pflege und meine 2 mal die Woche stattfindende Ergotherapie. Zusätzlich könnte ich auch noch zur psychosozialen Kontakt und Beratungsstelle gehen, aber da macht mir die Sozialphobie und die Antriebslosigkeit immer wieder einen strich durch die Rechnung.

Ich würde dir nur empfehlen dir ein Hobby zu suchen das du auch Zuhause machen kannst. Ich weiß ja selbst das jeder Schritt draußen phasenweise eine Höllenqual ist. Und mit gehe raus, das Wetter ist schön, will ich dir auch nicht kommen, weil ich auch da weiß wie sinnlos diese Erläuterungen sind. Die jenigen die keinerlei Erfahrungen mit Depressionen haben (also noch nie selbst daran erkrankt sind) verstehen nicht das es bei Depressionen nicht mehr um Wille und Können geht. Da muss man die Tage so nehmen wie sie kommen. Dann darf man sich auch dafür loben wenn man es geschafft hat zu duschen. Für Gesunde ist das eine banale Lappalie. Bei Depressionen ist das ein riesiger Kraftakt. Lerne dir keine allzu riesigen Ziele zu setzen. Erkenne deine Grenzen. Für die brauchst du dich nicht schämen.

l-oduxrr


Danke nochmal für eure lieben Worte, ich melde mich mal zurück...

Die letzten Tage waren echt nicht so super. Geschafft habe ich eigentlich... nichts. War ganz froh, wenn das mit dem Einkaufen mal funktioniert hat. Habe Donnerstag den Termin bei einem Arzt, mal sehen wie es da weiter geht.

Dummerweise habe ich recht bald auch noch Geburtstag. Auch wenn ich mich dafür hasse, aber ich will einfach niemanden um mich herum haben. Freunde konnte ich vertrösten, aber die engere Familie besteht darauf, mich zu sehen. :-/

Ich werde mal versuchen, mich nächste Woche mindestens drei mal für eine halbe Stunde sportlich zu betätigen, so als Tagesziel. Vielleicht Schwimmen oder laufen, mal schauen. Meistens ist meine "Stimmung" abends besser, nur dann ist es meist zu spät für Sport :|N

Ich habe mir eigentlich vorgenommen nicht zu jammern, aber ich merke seit einiger Zeit, dass ich die Leute aus meinem gewohnten Umfeld, nun ja wie soll ich es formulieren.... zunehmend als "Feinde" wahrnehme. Das tut mir eigentlich total Leid, da mir niemand was getan hat, aber ich kann es nicht steuern...

Manchmal würde ich gern woanders sein, also von dem Ort (WG-Wohnung in meinem Fall) wo ich gerade bin fliehen. Allerdings weiß ich dann auch nicht, wo ich dann eigentlich sein möchte. ":/

Nunja wünsche euch erstmal einen guten Start in die nächste Woche. Bis bald

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