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Ich bin mit mir nicht zufrieden...

t inkoerbe4ll84 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Mein Problem ist Folgendes :

Vor etwa 1 1/4 Jahr begann ich(31) von einen auf den anderen Tag abzunehmen. Der Entschluss fiel relativ relativ spontan, obwohl ich zugeben muß, dass ich mich auch nicht mehr wohlgefühlt habe. Ich wog bei einer Größe von 1,66 m rund 73,5 kg. Mein Oberkörper war immer schmal gebaut. Meine Problemzonen waren im Bereich des Beckens ( das breiter gebaut ist ) und des Pos.

Da mein Partner auch immer wieder sagte, dass ich einen dicken Po habe ( im Nachhinein sagt er, er habe mich nur sticheln wollen und ich hätte ihm so gefallen), war dies ein weiterer Grund für mich anzufangen mein Gewicht zu verlieren.

Ich begann damit meine Kalorienzufuhr auf 1400kcal pro Tag zu reduzieren. Ich achtete auf viel Gemüse und wenig Fett und trank fortan nur noch Tee und Mineralwasser.

Später begann ich auch mit 30 minütigen Übungen pro Tag und vielen Spaziergängen, die ich jetzt nur noch an den Wochenenden mache oder ganz weglasse.

Nun sind viele Monate vergangen und ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht mehr aufhören kann. An den Wochenenden esse ich alles was ich will und doch rechne ich immer wieder die Kalorien nach.

Eigentlich sind diese Gedanken ums Essen nun 24 Std. am Tag präsent. Auch an den Wochenenden überlege ich immer wieder was ich noch essen kann/sollte, obwohl ich da auf wesentlich mehr an Kalorien komme, da ich dann richtig "zulange ".

Ein Sättigungsgefühl empfinde ich auch nicht mehr wirklich.

Ich wiege nun 50,5 kg. Das Gewicht überprüfe ich mittlerweile jeden Tag. Mittlerweile meckert meine Familie und auch mein Partner über mein Gewicht. Ich sei nun zu dürr ( Zitat : " Du siehst aidskrank aus " " Nimm 5 Kilo zu " ) und es sähe nicht mehr gut aus.

Körperlich fühle mich weitestgehend okay, an einigen Tagen an denen ich weniger esse, etwas schlapp. Da ich einen Betablocker (aufgrund Herzstolperns) nehme und mein Blutdruck und Herzschlag niedrig sind, führe ich dies auch , jedenfalls zum Teil , darauf zurück.

Ich bin nicht mehr zufrieden, weil es zermürbend ist, an 4 Tagen der Woche darauf zu achten möglichst wenig zu sich zu nehmen und sich kein Eis zu gönnen und aufs nächste Essen hinzufiebern.Und doch zwinge ich mich dazu...:(An den Tagen, an denen ich nicht darauf achte, denke ich immer daran,was ich als Nächstes essen könnte. Das ist so dumm, wenn man darüber nachdenkt.

Ich freue mich dann immer aufs Wochenende.

Vor rund 2 Wochen war ich für 14 Tage im Wanderurlaub. Ich habe diese ganzen 2 Wochen normal gegessen und nicht zugenommen (was aufgrund der vielen Bewegung ja nicht ungewöhnlich ist). Ich habe mich richtig wohl gefühlt, nicht darauf achten zu müssen.

Aber seitdem ich wieder daheim bin ist es wieder beim Alten. Die Gedanken kreisen wieder nur um Gewichtsabnahme und ja nicht zuzunehmen.

Ich schaue mich tagtäglich mehrfach im Spiegel an und begutachte meinen Hintern und die Oberschenkel.

:(

Ich weiß nicht mehr, wie ich aus diesem Zwang rauskommen soll. Scheinbar bin ich von einer Erkrankung in die nächste abgedriftet. Denn ich habe mehr als 7 Jahre eine schwere Angststörung gehabt - Zeiten in denen ich nicht einmal die Wohnung verlassen konnte , aufgrund einer Angststörung unter Menschen zu Sterben .

Was kann ich tun und sollte ich damit aufhören oder weitermachen ?

Viele Grüße

tinkerbell

Antworten
aEtarix9


Das Kalorienzählen ist Quatsch.

Ich meine, Du solltest Deinen Tagesablauf ändern, in dem von allem etwas eingebaut wird.

Essen und viel Bewegung wie im Urlaub.

Etwas mehr messen wie die Woche über und ausgedehnte Spaziergänge.

Etwas weniger essen wie am Wochenende.

Gespräche mit einem Menschen, dem Du vertraust und der sich Zeit für Dich nimmt, könnten das ergänzen.

EMhemalliger NutOzer (I#565974)


Wie du aus diesem Zwang hinauskommst? Gib ihm einfach nicht mehr nach.

Hör 'einfach' auf dich täglich zu wiegen und genau zu begutachten bzw. versuch die Abstände zu vergrößern (1x wöchentlich, 1x monatlich, etc).

Das Kalorien zählen solltest du auch völlig sein lassen. Iss normale Portionen und ernähr dich einigermaßen gesund.

Versuch dir ab und an etwas zu gönnen und iss auch am Wochenende normal.

Sei nett zu dir selbst und sage deinem Partner, dass diese Sticheleien verletzend für dich sind und er sie bitte lassen soll.

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