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Ich klammere und würde gerne loslassen..

fTreeGfa*ll1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

es geht um einen bestimmten Menschen, den ich - freundschaftlich - irgendwie ziemlich gerne mag.

Würde auch sagen, dass wir uns ganz gut verstehen, der Mensch hat mir auch seine Hilfe bei einem Projekt zugesagt usw..

Nun merke ich, dass ich irgendwie an ihm klammere. Und das will ich nicht.

Vor allem, weil mich gerade dieser Mensch mit Antworten auf Nachrichten fast immer warten lässt.

Was in meinem Kopf oft die schlimmsten Horrorszenarien auslöst (er mag mich nicht mehr, er fühlt sich genervt, er wird nicht antworten, er schmeißt mich aus seiner Freundeliste, er hat keinen Bock mehr, usw.)

Dabei weiß ich nicht mal, ob er das absichtlich macht. Oder ob er einfach so ist.

Weil bisher kamen spätestens nach ein paar Tagen immer total nette Antworten, außerdem sind wir uns ziemlich ähnlich, haben sehr ähnliche Interessen und Ansichten.

Wir sind aber auch einige Jahre auseinander, ich bin die jüngere.

Dann denke ich mich immer, dass sich dieser Mensch doch sowieso nicht mit einem "Kind" abgeben will.

Ich weiß auch nicht, warum mir genau diese Person so ans Herz gewachsen ist.

Ich weiß einfach nur, dass ich so unendlich gern mit diesem Menschen befreundet wäre.

Aber auch, dass ich innerlich schon wieder viel zu fest klammere.

Bin leider eh ein Mensch mit großen Verlustängsten.

Wie lasse ich los?

Antworten
HGay}ley Mx.


Es geht nur, indem du ihn nimmst wie er nun mal ist und deine Erwartungen an ihn abstreifst, die weder zutreffen noch euch beiden Freiheit lassen.

Mach dir klar, es sind nur unbewiesene Gedanken, die offenbar mit der Realität, so wie du ihn beschreibst, nichts zu tun haben. Und stärke dein Selbstbewusstsein: Sei dir deine Wertes bewusst, und dass du es nicht nötig hast, an dir zu zweifeln - was du indirekt mit deinen dich selbst abwertenden, auf ihn projizierten Gedanken tust.

Erinfac/h\ Perfxekt


Hey freefall1,

ich kenne das selbst ganz gut, war schon öfters in einer ähnlichen Situation, in der ich mir nicht sicher war, ob das zwischen mir und der anderen Person Freundschaft ist oder ob ich einfach nur nerve.

Damals war ich etwa 16.

Genauso wie du wusste ich nicht damit umzugehen, doch nun, 8 Jahre später, weiß ich warum ich damals so abhängig von der Bestätigung war:

Es war mein mangelndes Selbstbewusstsein. Ich war einfach der festen Überzeugung, dass es keinen Grund gäbe mit mir befreundet zu sein, ich wusste nicht was meine Stärken waren und ich war mir nicht meiner Talente bewusst.

Mein Tipp:

Setz dich hin und schreibe dir 5 Eigenschaften auf, die du an dir liebst. Kannst du vielleicht gut kochen? Hast du vielleicht immer ein offenes Ohr für deine Freunde? Egal was, schreibe es auf und hänge es dir irgendwo hin, wo du es jeden Tag mindestens einmal sehen kannst, z.B. an deinen Spiegel.

Um es dir nicht nur visuell beizubringen, dass es keinen Grund gibt um nicht mit dir befreundet zu sein, sprichst du dir diese 5 Gründe am Besten morgens einmal vor. Wenn du das Ganze dann noch mit einem Lächeln auf den Lippen machst, ist das der erste Schritt, nicht mehr von anderen Menschen abhängig zu sein und alles lockerer sehen zu können.

Hoffentlich hilft dir der Tipp.

Liebe Grüße

Sebastian

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