» »

Einsame Freundin

H3annahY MLaura


Hey, entschuldigung, dass ich so lange nicht geantwortet habe.

Ja, man kann aber auch einsam sein, wenn man Freunde hat.

Mal so ganz stumpf gesagt kann ich (oder auch die eine andere Freundin, die sie noch hat), ja wohl kaum jeden Tag dorthin fahren. Ich gehe zur Uni und abends arbeite ich.

Einen Hund haben sie, aber den wollte wohl hauptsächlich ihr Mann und er ist ziemlich problematisch: Nicht erzogen, springt immer alle an, pinkelt überall hin etc. -eigentlich möchte sie ihn lieber loswerden.

Ja, sie war auf einer Abendrealschule. Längere Geschichte, wieso sie in dem Alter noch zur Schule gegangen ist. Bei ihr ist einiges im Leben nicht ganz rund gelaufen

Ja, wieso postet man Probleme über Dritte? Sie würde sich niemals im Internet über Möglichkeiten informieren und da ich selber nicht so ideenreich bin, hoffte ich, hier Ideen zu bekommen.

Ich werde das mit dem KiGa und dem Pfarrer mal ansprechen. Mal schauen, wie sie reagiert.

Das Problem ist halt, dass man, um etwas zu ändern, auch selber aktiv werden muss und ich bin nicht sicher, wie offen sie dafür ist.

Aber ich danke euch schon mal sehr für die Vorschläge. Ich selber komme halt aus der Stadt und kenne das Dorfleben so überhaupt nicht.

CCor|nel:i=a5x9


Dieser Umzug aufs Land scheint mir wirklich nicht zu Ende gedacht. Was passiert denn, wenn das Kind schulpflichtig wird? Wer fährt sie, der Mann doch wohl kaum, wenn er immer weg ist! Also eben doch Führerschein. Das Geld wird wohl da sein müssen, denn anders geht es nicht. Macht er denn auch die Einkäufe oder was?

Was den Hund angeht: dann muß sie ihn eben erziehen, wenn es der Mann nicht tut.

H%annYahW Laauxra


Ja, ich fand die Idee auch nicht gut, aber ich kann ja schlecht in deren Entscheidungen reinpfuschen.

Ihr Mann arbeitet in der Stadt und macht die Einkäufe.

Geld für einen Führerschein ist definitiv nicht da momentan.

Für eine Hundeschule übrigens auch nicht.

Sie ist einfach mit der Gesamtsituation überfordert und steigert sich da rein. Ich habe sie als sehr lebensfrohen Menschen kennen gelernt und jetzt ist sie total down. "Was soll's Neues geben, ich bin ja eh nur zu Hause?", "Nein, ich habe kein Geld, um in die Stadt zu fahren.", "Ich weiß nicht, ob ich mit meinem Mann noch glücklich bin." und so weiter...

CcornUeliax59


Hundeschule, trallala! Dafür bräuchte sie ja auch wieder eine Fahrmöglichkeit! Ich denke, sie sollte sich entsprechende Fachbücher besorgen und anfangen, den Hund zu erziehen!

Abgesehen davon solltest du ihrem Mann mal stecken, wie unglücklich seine Frau ist, und daß es eventuell kurz vor 12 für die Ehe ist! Ich denke, dann geraten die Dinge in Bewegung!

bqellazgica


Das Baby war ein Unfall, den Umzug aufs Land wollte ihr Mann, den Hund mag sie eigentlich nicht....

Deine Freundin ist komplett fremdgesteuert. In ihrem Leben scheint tatsächlich nichts den Weg zu nehmen, den sie von sich aus gehen würde.

Ich glaube da würden die meisten Menschen depressiv.

Sie weiß nicht, ob sie in ihrer Ehe glücklich ist?

Sie ist ganz offensichtlich kreuzunglücklich.

Ich finde es sehr traurig, dass ihr Mann das nicht mitzubekommen scheint.

EXscheylbachxer


7sachen packen und gehen,denn dort verliert sie jeden Tag 24stunden ihres Lebens!!!

Günstig aufm Land,geht meist nur durch andere Verluste,es muß ja nicht die Großstadt sein,aber wenigstens ein paar Menschen!

m"onFd+st%ernxe


Es ist wohl sehr schwer ein Gespräch mit ihr zu führen, weil sie so "down" ist. Ich an Deiner Stelle wüsste nicht, wie man sich mit Deiner Freundin gut unterhalten kann.

Wie Du auch schon festgestellt hast, kannst Du nicht in ihre Entscheidungen reinpfuschen. Deshalb wirst Du wohl damit leben müssen, dass sie sich für ein Leben auf dem Dorf entschieden hat, auch wenn es nicht unbedingt gut durchdacht war. Denn Deine Freundin lebt dort einsam und unglücklich. Es wäre schön, wenn Du Dich davon nicht runterziehen lassen würdest.

H"aNnnah< LaZura


Ja klar, das hat sie sich auch schon oft gedacht, einfach gehen und neu anfangen. Aber mit einem knapp fünf Monate alten Baby, ohne Job und Ausbildung und ohne eigene Familie (Heimkind)?

Für jemanden, der momentan eh ein bisschen labil ist, ist das eine riesige Herausforderung. Eine Ausbildung will sie anfangen, sobald das Kind mit zwei Jahren in die KiTa kommt.

Mein Freund kriegt die ganzen Sachen ja auch mit und obwohl er und meine Freundin sich nicht so gut kennen, hat er mir schon gesagt, sie könnte mit dem Kind bei uns einziehen - zumindest für den Übergang wäre das kein Problem! Aber das möchte sie auch nicht.

CfornelUia5x9


Selbst diese Planung einer Ausbildung wird so nicht funktionieren. Denn das Kind ist dann vielleicht nur halbtags in einer Kita, und sie ist vollzeit in Ausbildung... wie soll das gehen? Und wie will sie zu ihrer Ausbildungsstelle kommen, wenn sie keinen Führerschein hat?

Ich denke, sie sollte sich mal mit dem Arbeitsamt bzw. dem Wohnungsamt eurer Gegend in Verbindung setzen. Ihr stehen Leistungen zu, und nicht zuletzt auch Unterhalt für sich und das Kind von ihrem Mann bzw. Exmann. Eine Wohnung wird ihr da auch verschafft werden können, Hartz 4 und Möbel aus dem Sozialkaufhaus. Für den Übergang wird sie bei euch wohnen können, das ist schon mal gut. Aber sie sollte endlich eine Entscheidung treffen! Dann muß sie eben mal auf Zeit bei euch unterkriechen, das geht auch! Aber nur dasitzen und jammern, damit kommt sie nicht weiter. Tritt sie mal in den A****, sonst bewegt sich da gar nichts!

H(annahg Laufr:a


Ich habe ja schon öfter versucht, mit ihr über diese ganzen Probleme zu reden. Aber sie denkt, dass schon alles gut werden wird irgendwann...Ich habe ihr das so nicht gesagt, aber irgendwie verschwendet sie ihr Leben total!

Es gibt auch Teilzeitausbildungen. Die dauern ein bisschen länger, sind aber perfekt für Familien, die nicht den ganzen Tag ihr Kind weggeben können oder wollen. So etwas möchte sie machen. Ja, bis dahin muss sie einen Führerschein haben. Es soll auch, wenn die finanzielle Lage etwas entspannter wird (durch das Baby gab es ja viele Neuanschaffungen), darauf gespart werden - und auf ein Auto natürlich.

Coorne0lia&5x9


Dann sollte sie ihrem Mann aber ganz klare Zeitvorgaben machen. Führerschein spätestens bis Zeitpunkt X anfangen, Auto bis Zeitpunkt X, so in der Art. Und sie sollte sich dann auch schon ganz offiziell bei einer Fahrschule anmelden! Es wird ja meines Wissens erstmal nur eine Anzahlung fällig, das müßte doch gehen!

Tja, an so eine Teilzeitausbildung muß sie erstmal rankommen. Denn die liegen nicht auf der Straße rum zum Aufsammeln! Sie wird sich in Bewegung setzen müssen, so oder so! Wie wär's, wenn du sie mal zu einer Berufsberatung begleitest und auch zu einer Fahrschule? Einfach mal, um Nägel mit Köpfen zu machen und von dem ewigen nur-reden-und-nichts-umsetzen wegzukommen? Auf die Art könnte sie ihren Mann mal vor vollendete Tatsachen stellen und ihn zum Handeln zwingen!

m4ondt+steJrne


Ich habe ihr das so nicht gesagt, aber irgendwie verschwendet sie ihr Leben total!

Ja, den Eindruck habe ich auch. Sie ist aufgrund ihrer Vergangenheit schicksalsergeben und außengesteurt.

Ich würde es für eine Überlegung halten, ob Du es ihr nicht doch noch sagst. Ich würde es davon abhängig machen, was für ein Gefühl dahinter steckt. Deshalb wäre meine Frage, mit welchem Gefühl Du diesen Satz geschrieben hast.

BOa?rcelxoneta


Da ich selbst vom Land komme, kann ich gut nachvollziehen, wie sehr einen das von der Außenwelt abschneiden kann. Ich würde da in dem Hund schon eine Möglichkeit sehen, sich zu beschäftigen und einen Kumpel um sich herum zu haben. Das beschäftigt und lenkt ab. Wenn Hundeschule nicht geht, würde ich ihr empfehlen, sich in diesen beiden Gruppen Trainingstipps für zuhause zu holen, mit denen sie partnerschaftlich und mit Spaß die Zeit rumkriegen, das Verhältnis zum Hund verbessern und "Gesellschaft" bekommen kann:

[[https://www.facebook.com/groups/Trainieren.statt.dominieren/?fref=ts Trainieren statt dominieren]]

[[https://www.facebook.com/groups/209060100497/?fref=ts Führend mit positiver Verstärkung]]

Und auch hier gibt's wirklich tolle Tipps:

[[https://www.youtube.com/user/kikopup/videos]]

Ich sehe das aber auch nur zur Überbrückung, langfristig wird sie um eine Veränderung der Lebenssituation nicht herumkommen. Wie ist denn das Verhältnis zu ihrem Mann? Wenn er schon den Hund eigentlich gegen ihren Wunsch geholt hat, scheint er eher den Ton anzugeben. Ist das so?

H8annSah Lxaura


Mit keinem guten Gefühl habe ich den Satz geschrieben...sie ist doch meine Freundin und das ist fast schon ein Angriff!

Ja, der Mann gibt eindeutig den Ton an. Sie haben halt letztes Jahr geheiratet, als sie wussten, dass die Kleine unterwegs ist. Er ist ihr allerdings auch schon fremd gegangen und sie weiß das.

Vielleicht ist das mit dem Zeitplan eine gute Idee. Auch wenn es sicher ein paar Monate dauern kann, bis sie anfangen kann (Geld...), gibt es wenigstens schon mal eine Vorfreude.

Sie schreibt jedes Mal, dass sie mich beneidet, wenn ich sage, dass ich arbeiten muss. Das ist schon heftig, oder? Ich freue mich immer, wenn ich frei habe und daran sieht man halt auch den Unterschied: Ich habe viele soziale Kontakte und bin oft unterwegs, ich arbeite gerne, bin aber auch froh, wenn ich nicht arbeiten muss und sie sehnt sich nach Arbeit.

Nur Kind und Hund müssen halt versorgt werden...

SJorSomaxn


Abgesehen davon solltest du ihrem Mann mal stecken, wie unglücklich seine Frau ist, und daß es eventuell kurz vor 12 für die Ehe ist! Ich denke, dann geraten die Dinge in Bewegung!

Ich denke, das bekommt der täglich bereits mit, wenn nicht sollte eher Hannah ihre Freundin ermuntern, das Gespräch zu suchen. Ich sehe hier viele Einflüsse: ganz kleines Kind, vermultich häufiges Stillen nachts durch, dadurch eh meist schon Schlafentzug/mangel. Und Schlafentzug/mangel ist echt eine große Herausforderung. Dazu die ungewohnte Umgebung, keine Familie als Rückhalt bei ihr, kein Erlebthaben einer Kindheit in Familie, und damit auch keine Vorbilder von Eltern, sondern nur von Heimeltern. Finanzen zu knapp, um damit etwas zu lösen. Der Mann arbeitet ggf. nach Käften, um zusammen besser über die Runden zu kommen.

In gewisser Weise macht sie sich sehr abhängig. Vom Mann. Und dir als Freundin. Eine Idee ist mir noch gekommen: Es gibt Mutter-Kind-Kuren, das könnte noch ein temporärer Ausweg für sie sein. Ich sehe den wichtigsten Aspekt in ihrer psychischen Stabilisierung: selbständig werden, in der Beziehung Wünsche äußern, Lösungen finden, planen, vor Entscheidungen auch die Konsequenzen überlegen (wie mit dem Umzug und der resultierenden Abgeschiedenheit). Aus sich selbst heraus. Und nicht so häufig anderen oder den Umständen die Schuld geben. Wenn der Antrieb gegen ihr depressives, abhängiges Verhalten und ihre soziale Isolation nicht aus ihr selbst kommt (gern von außen mit Hilfe zur Selbsthilfe), sehe ich eine ungünstige Entwicklung. Nur auf dem Prinzip Hoffnung zu agieren, macht auch unselbständig. Aber niemanden kann man durch Einfluss von außen selbständig machen.

Und zumindest mit ihrem Kind mal einen Termin bei einem Berater des Jobcenters oder im Berufsinformationszentrum (beides zur Ausbildungsberatung), das müsste sie doch hinbekommen. Noch deutlich bevor das Kind zwei Jahre alt ist.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH