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32 Jahre alt und noch Jungfrau

SXalKdo


Das hier hat mich aufhorchen lassen:

Schon als kleines Kind habe ich mich oft verliebt, habe das Gefühl dann aber immer unterdrückt

Man legt ja als Kind seine Muster fest, die einen später immer noch begleiten und hier hast Du möglicherweise eine Grundlage dazu.

Ich würde die Jungfräulichkeit erst einmal nicht weiter in den Vordergrund stellen, die Lösung dazu kommt noch früh genug. Wichtig ist für Dich, eine anständige Beziehung zu haben. Wenn Du den Mann dann gefunden hast, wird der kein Problem damit haben und mit ihm wirst Du alles ausprobieren können, was Du brauchst. Und er wird Dir jede Zeit geben, die Du willst.

Wie findest Du aber deinen Mann? Das Wichtigste ist in meinen Augen, zu Dir zu finden, mit Dir halbwegs im Reinen zu sein. Dazu ist die Psychologin schon die richtige Wahl. Hast Du zu ihr denn ein gutes Verhältnis? Vertraust Du ihr? Deine Eltern und deine Erlebnisse als Kind, die Dich und deine Erfahrungen geprägt haben, beeinflussen heute Deine Partnerwahl. Du siehst Männer durch die Brille deines Vaters. Du bist weiblich nach der Definition, die Du deiner Mutter abgeschaut hast. Das sind alles Vorgänge, die seit Deiner Kindheit in Dir gespeichert sind und die immer noch wirken.

Einer Frau fragt sich zum Beispiel, warum sie immer wieder an Alkoholiker gerät, die gewalttätig sind. Das sucht sie sich (leider) so aus - unbewusst natürlich. Weil sie nur dieses Muster kennt aus ihrer Kindheit. Der Schritt, sich aus diesen Mustern zu lösen ist, sie sich bewusst zu machen (mit Aufmerksamkeit), sich daran zu erinnern, wieso man sich als Kind so entschieden hat und dann eine Entscheidung zu treffen, dass man eine bestimmte Sache nicht mehr so machen möchte.

evnigmBatic1x606


@ Schüchtern32

Gleich vorweg: Welcher halbgare Gedanke wurde noch nicht angesprochen?

Von halbgar war nicht die Rede - das war nur eine Überleitung zu meiner Frage danach, nach deiner Freizeitgestaltung ;-)

P'riRya86


Das mit dem Typen, dem ich nachtrauere, verstehe ich auch nicht. Denke ständig daran. Es hätte eben endlich gepasst, hatte ich den Eindruck, aber das mit dem Alkohol ist echt ein Problem.

Hmmm, ein Bier am Abend ist doch jetzt nicht soo dramatisch oder? Gerade jetzt im Sommer trinke ich abends auch sehr gerne mal einen Rosé und wäre nie auf die Idee gekommen dass das jemand abstoßend finden würde. Also die letzten 3 Abende haben wir immer gemütlich ein Gläschen auf dem Balkon getrunken.

Solange er sich nicht wöchentlich total zusäuft, es nicht unter Kontrolle hat?

Was könnte man denn sonst noch machen? Was macht ihr so?

Mit Freunden treffen oder Arbeitskollegen, meistens lernt man da auch gut passende Leute kennen ;-). Außerdem gehe ich momentan gern mal abends schwimmen, ich gehe reiten und bin sonst sehr viel mit Leuten aus der Uni zusammen (lernen). Ich denke einfach aktiv sein, nach dem was einem Spaß macht...Wasserski klingt auf jeden Fall spannend *:)

Eslaf(RemiIch081G5


Ich glaube es geht in erster Linie gar nicht um Sex, also den reinen Geschlechtsakt sondern um das Gefühl sich zu verlieben, begehrt werden und selber zu begehren, gänzlich irrational, mit rosaroter Brille auf und Schmetterlingen im Bauch bzw. dem unbestimmten Gefühl diese Fähigkeit nicht (mehr) in dem Maße zu besitzen wie es scheinbar "normal" sein sollte.

Klar, Sex ist toll. Sex + Gefühl ist Wahnsinn. ;-D Und wenn du das (noch) nicht erlebt hast ist es doch normal wenn du das ständig im Kopf hast, du bist neugierig und gespannt wie es wohl sein wird.

Wenn es nur ums Poppen geht könntest du dir auch einen hübschen CallBoy einkaufen... ;-)

Männer kennen zu lernen ist einfach. Den "richtigen" zu finden ist da schon schwieriger. Und dabei spielt es kaum eine Rolle wie erfahren du im Bett bist.

Es geht ja auch nicht darum den einen Mann fürs Leben zu finden sondern jemanden der einfach jetzt passt.

Ich würde einem Mann beim ersten Date aber nichts davon sagen das du noch Jungfrau bist. Das würde wohl unbewusst ehr abschrecken obwohl das ja gar nichts aussagt über deine "Qualitäten" als Mensch und als Frau.

Du schreibst du hast das Gefühl in der Vergangenheit oft unterdrückt. Wie drücke ich mich jetzt richtig aus...?

...Liebe ist keine rationale Sache. Vernunft ist da nicht im Spiel. Und manchmal verliebt man sich in jemanden den man unter rationalen Gesichtspunkten nicht wollen würde. Man gibt also einen Teil seiner Selbstbestimmung auf und ich denke das ist es letztlich was du befürchtest. Mit viel Fleiß und Aufopferung hast du dir ein gutes Leben erarbeitet. Dabei spielten ratonale Überlegungen eine Rolle. Bildung, Job, Verdienst, Wohnung usw. Und jetzt sollst du Gefühle zulassen die man nur schwer kontrollieren kann. Dich auf Dinge einlassen deren Ausgang man nicht immer überblicken kann.

Das wichtigste ist eigentlich das du weißt wer du bist und wo du stehst und das es gut ist so und das nicht alle Menschen gleich sind und vor allem das du nicht weniger oder mehr wert bist als jemand der seine Sexualität auslebt.

Sieh es als Bereicherung an und nicht als zwingendes Muss.

Ist das Glas in der Beziehung halb leer oder halb voll? Ist das was das fehlt oder ist da was das dazu kommen kann?

In wie weit die Prägungen aus frühester Kindheit eine Rolle spielen weiß ich nicht, kann aber mit Hilfe eines Psychologen abgeklärt werden.

Sfchüc'hterxn32


@ Saldo:

Danke auch für deine ausführliche Einschätzung :). Das mit den sich wiederholenden Beziehungsmustern habe ich mir auch schon gedacht. Mein Vater hat zwar, als ich noch zu Hause wohnte, nie einen Tropfen Alkohol getrunken, aber er wäre wohl der Typ, wenn er nicht meine Mutter kennengelernt hätte. Seit er eben diese Depression hat (seit ca. einem Jahr - er ist in Behandlung), überdenke ich gerade alles ein bisschen. Durch diese Krankheit wird die Loslösung von Zuhause noch schwieriger. Und interessant, dass sie gerade jetzt so richtig ausbricht, wo ich anfange richtig selbstständig zu werden. Es nimmt mir viel Kraft, mich da nicht mit hineinziehen zu lassen. Meine Mutter tut mir da echt auch oft leid.

Und eben zusätzlich soll ich meinen Gefühlen nachgehen, aber wenn ich das tun würde, wäre sicher jetzt mit diesem unausgeglichen Musiker zusammen, mit dem ich - eigentlich gegen meine Neigungen - keinen Kontakt mehr möchte. Gerade nehme ich all meine Kraft zusammen, um ihn endlich zu vergessen. Die Situation ist schon ein bisschen verzwickt, nicht? Ich habe nur eine gute Freundin, mit der ich diese Sache ein bisschen bereden kann. Möchte sie aber auch nicht zu viel damit belasten. Sie hat selbst genug am Hals.

@ priya86:

Danke Priya für deine lockere Stellungnahme. Die hat gut getan. Indem man die Dinge überdramatisiert, werden sie oft erst zum Problem. Du siehst das positiv und das tut gut. Mehr Hobbies wären sicher auch die Lösung, nur bin ich nach der Arbeit immer so müde, dass ich oft gar keinen Auftrieb mehr habe. Aber möchte jetzt eine Selbsthilfegruppe für Hochsensible gründen. Vielleicht lernen wir dort, mit unseren Kräften besser umzugehen.

P6riyax86


Mehr Hobbies wären sicher auch die Lösung, nur bin ich nach der Arbeit immer so müde, dass ich oft gar keinen Auftrieb mehr habe. Aber möchte jetzt eine Selbsthilfegruppe für Hochsensible gründen. Vielleicht lernen wir dort, mit unseren Kräften besser umzugehen.

Total viele Hobbies zu haben schafft kaum jemand der berufstätig ist :)_ aber vielleicht schaffst du es immer mal mit Freunden zu grillen oder dich zu treffen, gerade bei dem Wetter? Da lernt man auch schnell mal Leute kennen, muss ja nicht ein Partner sein, aber wenigstens Kontakt.

Und der Freund von deinem Bruder, ist der ganz "vom Tisch"?

Eine Selbsthilfegruppe, gibt es die evtl schon vor Ort? Oder in der Nähe?

S`chüRchterznx32


@ Elaf Rechmich0815:

Vielen Dank auch deine Antwort. Da sind auch wichtige Gedanken drinnen, die mir weiterhelfen :))! Es war einfach alles sehr mühsam bis jetzt - und ist es auch noch. Ich habe den Eindruck, dass hier (wohne eben in der Provinz und auch nicht Deutschland) alles auf einem Leben zu zweit aufgebaut ist. Und die meisten sind halt noch dazu noch wohlhabend. Ich alleine muss immer sparen, damit ich über die Runden komme - inmitten von reichen und verwöhnten Bauern, die aber trotzdem unzufrieden sind und neidisch auf alle anderen. Eine klassische Situation. Wenn man da ein bisschen sensibler ist, kann einen das ganz schön mitnehmen. Kenne hier eigentlich kaum jemanden, der so alleine lebt wie ich. Aber ok, das ist jetzt keine Motivation dafür, auch so zu werden wie mein Umfeld, aber ich verstehe mich selbst halt auch, dass ich darunter leide. Es drückt von allen Seiten. Und dadurch, dass alles bis jetzt so schwierig war, diese Unabhängigkeit bis zu einem gewissen Grad aufzubauen, habe ich halt Angst das alles wieder zu verlieren - durch eine unglückliche Liebe zu Beispiel. Irgendwie hängt das schon alles logisch zusammen.

S[chüc`htervn3x2


@ Elaf Remich - sorry

PTriy5ax86


ass hier (wohne eben in der Provinz und auch nicht Deutschland) alles auf einem Leben zu zweit aufgebaut ist.

Ohje, das kenne ich von Freundinnen die auf dem platten Land leben...hast du denn nicht überlegt mal in eine Stadt zu ziehen? Wo leben denn vielleicht Freunde von dir? Wo könntest du gut arbeiten?

Ich weiß sowas ist immer leicht gesagt und sehr, sehr schwer gemacht. Aber muss ja nicht sofort sein, so etwas entwickelt sich ja.

Sbchüch^tern32


@ Priya86:

Danke :). Ja, gehe morgen ein bisschen wandern. Es fällt mir momentan nicht so leicht, aber es wird schon :). Danke dir. :)_ Vielleicht sollte man einfach alles ein bisschen lockerer sehen. Diese Verbissenheit ist oft auch nicht so das Gelbe vom Ei, wie man sieht. Was nützt es einem, wenn man mit Scheuklappen seine Ziele erreicht und dann doch nicht glücklich ist.

SWchOücthterWn32


@ priya86:

Wohne in einer Kleinstadt, aber es ist eben eine ländliche Gegend,die nicht viel Platz für Vielfalt lässt. Aber wer weiß, was in Zukunft sein wird. Zum Glück gibt es das Internet :). Das rettet mich. Ist aber auch nicht die Lösung - ich weiß. Wichtig ist einfach, sich nicht hängen zu lassen und sich nicht unter Druck zu setzen. Danke dir :).

ENhemalliger Nutszer ((#565974x)


Vielleicht sollte man einfach alles ein bisschen lockerer sehen. Diese Verbissenheit ist oft auch nicht so das Gelbe vom Ei, wie man sieht. Was nützt es einem, wenn man mit Scheuklappen seine Ziele erreicht und dann doch nicht glücklich ist.

Genau das wollte ich dir mit meinem Text vermitteln.

Sei glücklich und genieß das Leben - alles andere kommt von allein.

Sya|ldo


Ich schlage dir vor, deine Zelte da wo Du jetzt lebst, abzubrechen und ganz woanders hinzuziehen. Ein Neuanfang. Sonst wirst Du in diesem Kleinklein bleiben - und das Kleinklein in deinem Kopf wird auch bleiben.

Die Welt hat soviel zu bieten.

Sqchüc%hternx32


@ Saldo Danke für den Tipp :). Es klingt jetzt wahrscheinlich nach einer Ausrede, aber bin während der Studienjahre schon sehr oft hin - und hergezogen (zwischen zwei Staaten mit zwei sehr unterschiedlichen Kulturen) und habe gemerkt, dass mich das nur noch mehr auslaugt. Natürlich ist das Umfeld hier in meinem Heimatort nicht ideal, aber solange ich es nicht schaffe, meine Einstellung von meinem Inneren heraus als bewusste Entscheidung - unabhängig vom Umfeld - zu ändern, fürchte ich, wird mir sonst auch nichts helfen. Und wenn ich keinen geeigneten Partner finde und "ohne körperliche Lust zu zweit" durchs Leben gehen muss, dann wird es schon so richtig sein. Die Diskussion hier hat mir geholfen, mich nicht so unter Druck setzen zu lassen. Das wäre das allerschlimmste.

CiH36


Hallo,

ich bin bereits 36 und auch noch Junggeselle, aber auch noch männliche Jungfrau. Auch ich hatte noch nie eine Beziehung, mit einer Frau.

Wenn ich zu verzweifeln drohe, muss ich mich erst mal zurück ziehen. Aber dieser Missmut, vergeht auch wieder. Ich höre klassische Musik, um mich selbst zunächst zu beruhigen. Ich besichtige gerne Museen oder geh ins Kino. Aber auch ich suche noch einen Menschen, der zu mir passt.

Ich würde Dir raten: Nicht die Hoffnung aufzugeben.

Weißt du: Oft sind die Wege steinig, die wir zu gehen haben und geraten u.a. auch in Ratlosigkeit.

Aber, ich weiß aus Erfahrung, dass Geduld sich auszahlt.

Und am besten weiß dies Gott.

Und auch wenn du Dich ganz alleine fühlst bei deinen Problemen: Gott ist immer bei Dir.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Zuversicht.

@:) Eine kleine Rose für Dich. Blumen schenken uns oft ein Lächeln

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