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Depression ist so langweilig

H.on`exsty


Es gibt auch Mangelerscheinungen die zu Depressionen führen können, zum Beispiel Vitamin B12, der Klassiker.

SNilb9erPmon3daugxe


Jaaa das stimmt normalerweise schon, dass ein AD nur für eine begrenzte Zeit sein soll.

Aber manche Menschen brauchen das Zeugs trotzdem für immer, ja, um einen Therapeuten muss man sich leider selbst kümmern. Ich habe mich dafür entschieden, meine Depression rein durch AD zu behandeln, vielleicht wäre sie durch eine Psychotherapie schneller weg gewesen aber ich habe meine Gründe warum ich mich dagegen entschieden habe

Was hat der Neurologe denn gesagt, warum er dir "nicht einfach so" ein AD verschreiben kann.

Wenn du noch Mängel (das erwähnte B12 oder auch Schilddrüse oder...) abklären musst, das ist ja beim Hausarzt schnell erledigt. Oder meint er, du sollst zuerst eine Therapie machen ? (Fände ich persönlich doof)

A7licegegecnWu|nderlxand


Schilddrüse ist auch immer mal wieder der Übeltäter oder kann es verschlimmern...

Hast du das mal beim Arzt abklären lassen?

Ansonsten kann ich nur aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es sehr wichtig ist zu akzeptieren dass etwas grade nicht so funktioniert wie man will. Macht man das freut man sich umso mehr wenn man ganz kleine Schritte in Richtung Ziel machen kann. Ansonsten Augen zu und durch...hört sich so blöd an, aber mir hilft es wenn ich mir vor Augen führen dass ich da jetzt durch muss damit es irgendwann wieder schön wird.

d0oofuxs


Aber wenn dir langweilig ist, steht es dir trotz der Depression frei, dir eine Beschäftigung zu suchen, die du zumindest an den besseren Tagen ausüben kannst. Was für Interessen hast/hattest du? Was könnte dir gefallen? Das muß nichts aufwändiges sein, vielleicht ein Spaziergang, ein paar schöne Fotos machen draußen. Frische Luft und Bewegung hilft manchmal. Man muß selber aktiv werden, sich mit der Erkrankung auseinandersetzen. Von selber geht die nicht weg.

Für die Dinge, die mich wirklich interessieren bin ich leider ungeeignet, zu untalentiert und das auch ganz ohne Depression. Es gibt allerdings sicherlich auch Dinge die mir Spaß bringen würden für die ich auch geeignet bin. Aber selbst wenn ich das theoretisch sein könnte wäre ich zum jetzigen Zeitpunkt einfach wegen der Depression unfähig, daher lässt sich kaum ausprobieren was mir liegt und was nicht.

Wenn ich von Interessenverfolgung spreche dann vorallem von Dingen, die mich weiterbringen, in denen ich besser werden kann, bei denen eine Entwicklung stattfindet. Dazu zählt sogar der berufliche Werdegang.

Hier und da rumwandern und Bildchen knipsen das sind Dinge, die ich alle paar Wochen mal für 30 Minuten machen kann, ohne dass sie langweilig werden. Sportlich aktiv bin ich übrigens so sehr es mir möglich ist. Da gehe ich schon ans Limit.

Das ist aber in jedem Fall besser, als von vornherein zu sagen: das dauert ja viel zu lange, das lass ich gleich bleiben.

Ja da hast du natürlich Recht. Ich wollte damit auch nicht sagen, dass ich das nicht tue, sondern dass ich bis dahin dennoch weiter in diesem Loch sitze.

Wie stark ist deine Depression? Kommen übergangsweise auch pflanzliche Medikamente in Frage? Ich habe da ganz gute Erfahrungen mit gemacht.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, denn einschätzen kann ich das selbst nicht. Beim Neurologen wurde so ein kurzer Fragebogen ausgefüllt nach dem ich eine "minimale depressive Stimmung" habe. Die Fragen waren aber so simpel, dass die sich jeder Laie selbst stellen könnte um dann zu einer ebenso guten Selbsteinschätzung zu kommen.

Und wenn du schon Jahre an Depressionen leidest - was hat dich vor zB 4 Monaten davon abgehalten, dich bei diversen Therapeuten auf die Warteliste setzen zu lassen?

Selbsternannte Hobby-Mediziner und die eigene Uneinsichtigkeit. Nach Hilfe habe ich schon sehr viel gesucht, aber leider immer in der falschen Ecke.

"Da steckt bestimmt etwas körperliches dahinter. Das wirkt gar nicht wie eine Depression" kam immer von allen Seiten.

dsoo@fuxs


Es gibt auch Mangelerscheinungen die zu Depressionen führen können, zum Beispiel Vitamin B12, der Klassiker.

Ja, das ist mir bewusst. Ist hier allerdings nicht der Fall.

Jaaa das stimmt normalerweise schon, dass ein AD nur für eine begrenzte Zeit sein soll.

Aber manche Menschen brauchen das Zeugs trotzdem für immer, ja, um einen Therapeuten muss man sich leider selbst kümmern. Ich habe mich dafür entschieden, meine Depression rein durch AD zu behandeln, vielleicht wäre sie durch eine Psychotherapie schneller weg gewesen aber ich habe meine Gründe warum ich mich dagegen entschieden habe

Wusste gar nicht, dass das so möglich ist. Ich persönlich kann mir kaum vorstellen, dass mir eine Therapie weiterhelfen kann aber naja. Ich werds dennoch probieren.

Was hat der Neurologe denn gesagt, warum er dir "nicht einfach so" ein AD verschreiben kann.

Er meinte er könne nicht mit Sicherheit feststellen ob ich wirklich eine Depression habe. Er könne halt nicht einfach jedem Medikamente hinterherwerfen sagte er. Wie bei meinem Hausarzt hatte ich das Gefühl, dass er meinte dass ich nur simuliere.

Wenn du noch Mängel (das erwähnte B12 oder auch Schilddrüse oder...) abklären musst, das ist ja beim Hausarzt schnell erledigt. Oder meint er, du sollst zuerst eine Therapie machen ? (Fände ich persönlich doof)

Ist nix Körperliches.

Schilddrüse ist auch immer mal wieder der Übeltäter oder kann es verschlimmern...

Hast du das mal beim Arzt abklären lassen

Siehe oben :-)

Ansonsten kann ich nur aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es sehr wichtig ist zu akzeptieren dass etwas grade nicht so funktioniert wie man will. Macht man das freut man sich umso mehr wenn man ganz kleine Schritte in Richtung Ziel machen kann. Ansonsten Augen zu und durch...hört sich so blöd an, aber mir hilft es wenn ich mir vor Augen führen dass ich da jetzt durch muss damit es irgendwann wieder schön wird.

Ich glaube mit der Akzeptanz habe ich weniger ein Problem. Dass es nicht so funktioniert wie ich will habe ich akzeptiert. Dass mir dadurch extrem viel durch die Lappen geht beziehungsweise schon gegangen ist auch schon fast.

Aber dass jeder Tag derselbe langweilige Müll ist ist dennoch doof.

A8lic egegenGWunderlxand


Selbsternannte Hobby-Mediziner und die eigene Uneinsichtigkeit. Nach Hilfe habe ich schon sehr viel gesucht, aber leider immer in der falschen Ecke."Da steckt bestimmt etwas körperliches dahinter. Das wirkt gar nicht wie eine Depression" kam immer von allen Seiten.

Sowas ist sehr ärgerlich.

Hast du denn gute Freunde die dich ab und zu etwas in eine Richtung "drücken" können? Klar können die keine Therapie ersetzen, aber ein Gespräch mit einer Person der man vertraut ist Balsam für die Seele und hilft manchmal auch etwas Licht ins dunkel zu bringen.

Ich hab da z.B. eine Freundin die mich schon oft auf Ideen gebracht hat die ich von mir aus so nie gehabt und gesehen hätte.

dboofxus


Hast du denn gute Freunde die dich ab und zu etwas in eine Richtung "drücken" können? Klar können die keine Therapie ersetzen, aber ein Gespräch mit einer Person der man vertraut ist Balsam für die Seele und hilft manchmal auch etwas Licht ins dunkel zu bringen.

Ich hab da z.B. eine Freundin die mich schon oft auf Ideen gebracht hat die ich von mir aus so nie gehabt und gesehen hätte.

Freunden gegenüber möchte ich mich nicht öffnen. Ich sehe das Ganze als Schwäche (ich weiß, ist ungesund) und weiß, dass andere das insgeheim ebenso tun würden. Es gibt sowieso nichts großartig zu reden. Ich habe Beschwerden, weil ich aus irgendwelchen gründen depressiv bin. Fertig.

Außerdem habe ich diesbezüglich sowieso unangenehme Erfahrungen gemacht, weil mich meine Familie nachdem ich nur angedeutet habe, dass es mir nicht gut geht seitdem als faulen Versager abgestempelt hat.

E!hemalRiger NutBzeRr (#417x903)


Na ja, manche haben eben für psychische Dinge kein Verständnis. Ist halt so, kann man nicht ändern. Da braucht man dann auch nicht zu dikutieren, die Energie kann man sich sparen.

Daß du Sport machst, so gut es geht, ist doch schon mal gut. Bist du denn berufstätig?

dJooflus


Nein, nicht mal eine Ausbildung habe ich.

Die ganzen Beschwerden sind in einer sehr kritischen Zeit über mich hereingebrochen. Ohne dass ich Stress, Ängste oder einfach nur "keinen Bock" hatte.

Die Zukunft ist rosig @:)

P!lüs`chbiqest


Leiden Depressive mehr unter Vergesslichkeit als Nichtdepressive?

Und wenn ja, warum ist das so?

E7hemaliger |Nu+tzer (#41d790x3)


Hattest du schon geschrieben, wie alt du bist? Vielleicht hab ich es überlesen.

Eine Ausbildung kann man doch bestimmt nachholen.

Was spricht dagegen, erstmal mit einem Praktikum anzufangen, um zu sehen, wo deine Interessen/Fähigkeiten liegen und wie belastbar du bist?

Wie bestreitest du deinen Lebensunterhalt im Moment?

J]anx74


ja, isso. suboptimaler Spiegel diverser Neurotransmitter halt.

Dir bleibt an sich nichts übrig, ausser "den großen Weg" zu gehen, den man da nunmal geht, d.h. zum Psychiater, Antidepressiva, Therapie.. auch wenns Monate dauert bis zum Termin gibts keine Alternative.

Dass man Monate warten muss bis man ADs verschrieben bekommt ist allerdings nicht die Regel. Das kann ggf auch der Hausarzt machen, und monatelang warten auf Psychiater-Termine ist auch eher ungewöhnlich; kommt auch drauf an, wo man wohnt.

SkilbermHondaugxe


Leiden Depressive mehr unter Vergesslichkeit als Nichtdepressive?

Kann durchaus vorkommen. Meine Hausärztin benutzte da sogar den Ausdruck Depressions-Demenz. Aber warum das so ist ? Keine Ahnung. Habe auch nicht nachgefragt.

Depressionen sind ja nicht immer rein seelisch, sondern manchmal auch körperlich oder beides. Meine HÄ sagte, so wie man sich einen Arm brechen kann, kann auch die Seele "gebrochen" sein.

Deshalb kann man auch nicht immer so pauschal sagen "such dir ein Hobby, mach was dir guttut"

Es gibt Ärzte die knallen einem nach 5 min. Gespräch ein Medikament hin. Das ist quatsch. Aber wenn ein Arzt (der vom Fach ist) ein bißchen Zeit opfert und körperliche Mängel ausgeschlossen sind, dann muss er auch eine Depression als solche erkennen können !

PDlüsVchb:ixest


Kann es sein, dass der Neurologe nur an sein Budget gedacht hat?

Hab mal irgendwo gelesen dass ein Arzt pro Patient pro Quartal ca. 40 Euro abrechnen kann.

Da ist so ein Arzt natürlich froh, wenn er möglichst wenig verschreiben muss und die Patienten selten da sind und keine Kosten verursachen.

Die können ja sogar in Regress genommen werden, wenn sie wiederholt das Budget überschreiten.

S[ilb(ermon=dauxge


Das Verschreiben von AD könnte der Neurologe auch an den Hausarzt delegieren.

Aber was eher passt: möglichst wenig Zeit mit dem Patienten verbringen.

Traurig, das.

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