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In jeder Hinsicht versagt - keine Lebenskraft mehr

J@aalxma_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

dies soll ein Jammerfaden für mich werden. Einfach, um Frust, Wut und Trauer herauslassen zu können, anstatt dass ich meinem größten Wunsch nachgehen werde: Meinem besch...eidenen Leben ein Ende zu setzen.

Ich hoffe, dass der Faden mir hilft, am Leben zu bleiben. Er erinnert mich an meinen Bruder. Auch er hatte hier einen ähnlichen Faden eröffnet.

Deshalb erwarte ich auch keine Antworten, die mir vielleicht noch den letzten Rest geben. Lieber gar keine Antwort und dies wird eine Art Tagebuch werden.

Was hat man vom Leben? Täglich passiert etwas schlechtes, wirklich JEDEN BESCHISSENEN Tag ist irgendetwas. Das kann doch nicht normal sein. Ich wäre schon froh, wenn einmal 24 Stunden nichts passieren würde. Aber wie soll das in meinem Leben geschehen? Keine Chance.

Wie schrieb doch mein kleiner Bruder: Das Leben hasst mich und ich hasse das Leben.

Und so geht es mir auch. Seit meiner Kindergartenzeit bin ich der Depp für alle. Der Buhmann. Diejenige, bei der man den Frust abladen kann. Ihr geht es gut, sie hat ein lächeln in den Augen? Na dann aber schnell etwas dagegen unternehmen, bevor ein Tag mal Ruhe ist. Einfach nur Ruhe.

Ich habe im Leben nichts erreicht. Ich tauge zu überhaupt nichts. Beruflich, im Haushalt, als Mutter. Ich bin eine Versagerin. Und wieder denke ich an meinen Bruder, der schrieb: Nicht jede noch so große Anstrengung wird belohnt.

Er hat Recht. Ich arbeite, mache, tue und bekomme dennoch immer wieder eine rein. Mit zehn Jahren wollte ich mir zum ersten mal das Leben nehmen, weil ich das nicht mehr ertragen habe. Doch meine Freude zu einem Fußballverein ließ mich weiterleben. Weil ich dachte, ich könnte sonst nie wieder einen Sieg meiner Mannschaft miterleben. Heute bereue ich, dass ich mich weitere Jahrzehnte weiterquäle. Es wird nie aufhören, niemals.

Keine Freude, kein Glück. Weshalb bin ich überhaupt noch hier? Wegen meiner Kinder, weil sie mich brauchen. Deshalb darf ich nicht nachgeben, nicht schwach werden. Gestern war ich wieder kurz davor, alles zu beenden. Ich nahm Tabletten, da ich wusste, die halten mich von Dummheiten fern und deshalb bin ich noch da. Aber wie lange noch?

Muss an den Film Carrie denken, an den Schluss, als eine Schulkameradin dem Richter sagte:

Im Grunde war sie wie ich, so wie wir alle

Sie hatte Hoffnungen und Ängste

Wir haben sie immer nur getreten

aber man kann jemanden nicht ewig treten

irgendwann zerbricht er!

Und seit drei Tagen bin ich zerbrochen. Zu viele Menschen haben mich getreten. Immer und immer wieder.

Antworten
AintigoNnxe


:°_

l}ivin@gonlinxe


Aus vollem Herzen kann ich dich verstehen.

Ich bin schon lange zerbrochen...und...weitergetreten wird immer noch.

Ich kann nichts raten, nur Kraft wünschen. :)* @:)

JOaalxma_


Danke Antigone

livingonline, ja das kenne ich. Selbst wenn man am Boden liegt, wird noch draufgetreten. Wünsche dir ebenfalls ganz viel Kraft, das alles irgendwie zu überstehen. :)_ :)*

luivingonxline


Bei mir scheint es wie bei Dir zu sein. Ich hampel mich auch nur von Tag zu Tag weiter und merke, dass ich immer mehr zerbreche, als würde ich jeden Morgen ein Stück kaputter aufwachen. Hilfesuche habe ich längst aufgegeben. Meist rede ich auch gar nicht mehr drüber, denn gerade Opfer, die ihr Leid klagen, werden aufs Neue getreten, vor allem auch im Netz, da wird man durch die Anonymität dann oft richtig "grün und blau geschlagen".

Man kann da echt nur Kraft und gutes Gelingen wünschen, dass man sich in Zukunft besser abgrenzen kann und einen Weg findet mit den Verletzungen, den alten und den neuen, so umzugehen, dass man damit klar kommt. Ich allerdings habe den Weg immer noch nicht gefunden. Müßte man mich als Bild beschreiben, würde ich sagen, dass ich eine einzige blutende Wunde bin. Da ist keine Stelle mehr heil. :-(

Ja, ich finde es auch richtig, dass man einfach mal alles so herunterjammern kann, und ich hoffe, hier bleiben Personen fern, die sich gern solchen Fäden anhängen und so "superschlau" rufen -jammere nicht, tu was- ....nein, wie schlau...als hätten wir nie versucht, gegen unser Leid etwas zu unternehmen. %-|

Hier eine besonders große Portion Kraftsternchen für uns: :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

EKhemsalfiger $Nutzer (H#458871x)


Hilfesuche habe ich längst aufgegeben.

Ein guter Bekannter von mir, Mann meiner langjährigen besten Freundin, glücklich verheiratet und mit einem süßen Kind, aber manisch-depressiv, hat diese Hilfesuche irgendwann auch aufgegeben. Und jetzt steht seine Frau alleine da, als Witwe mit Mitte 30, und einem Kleinkind.

Ich hatte immer viel Verständnis für seine Situation, seine Schmerzen, die ich z.T. nachvollziehen konnte. Er hatte aber auch gute Jahre, nach Aufenthalten in der Psychiatrie, wo er medikamentell gut eingestellt war. Das alles NACH einem ersten missglückten Suizidversuch.

Das Leben ist leider furchtbar ungerecht. Ich weiss das. Dieses "Jeder ist seines Glückes Schmied" ist einfach Bullshit, so einfach ist das nicht. Ich habe überdurchschnittlich viel Verständnis dafür, wenn Menschen nicht mehr wollen, weil der Berg an Problemen und Schmerzen immer größer wird. Ich habe sogar - ich hoffe, ich darf das hier schreiben - Verständnis dafür, wenn sich Menschen, die völlig allein sind und null Hilfe bekommen und neben all den Problemen und Schmerzen auch noch unheimlich einsam sind, irgendwann dazu entschliessen, sich das Leben zu nehmen.

Wo bei mir das Verständnis aufhört, ist, wenn andere Personen involviert sind. Ein Kind, oder ein liebender Partner, oder Familie, der wirklich etwas an einem liegt.

Und da kommen wir zum

-jammere nicht, tu was- ....nein, wie schlau...als hätten wir nie versucht, gegen unser Leid etwas zu unternehmen.

Das Schwierige in einer Lebenskrise ist ja, dass man eigentlich nicht die Kraft hat, sich Hilfe zu suchen. Diese Kraft muss man aber aufbringen. Es reicht nicht, es einmal oder zweimal zu versuchen oder auch zwanzigmal. Ich hätte mir gewünscht, dass mein Bekannter erkennt, dass er es schon einmal geschafft hat, aus dem Sumpf herauszukommen (mit Hilfe unzähliger Ärzte und Therapeuten), und dass er es auch noch mal schaffen kann. Dass er in seiner Situation keine Kraft mehr hatte, sich selbst Hilfe zu suchen, sehe ich, aber dass er die Hilfe, die seine Frau ihm aus Liebe anbot, nicht annehmen konnte, dass er in keine Klinik mehr wollte, dass er seinen kleinen Sohn in den letzten Wochen völlig ignoriert hat, macht mich wütend. Ich hatte ihn immer als Kämpfer gesehen, im Nachhinein sehe ich ihn nur noch als absoluten Loser.

@ TE:

Schwach werden darfst Du natürlich, das darf jeder. Aber Du darfst nicht aus den Augen verlieren, wie viele Menschen Dich lieben. Da geht es (mir) gar nicht mal um Verantwortung, die Du als Mutter natürlich hast, sondern schlicht und ergreifend darum, dass Dein Tod mehreren Menschen (einer würde schon reichen) den Boden völlig unter den Füssen wegziehen würde. Ich nehme an, Du bist in psychotherapeutischer Behandlung? Es mag sehr helfen, sich hier seinen Frust von der Seele zu schreiben, aber heilen kann ein Forum nicht, wenn Du mich fragst.

ELhemalFiger= Nuutzer (e#4588x71)


Noch was, ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es oft "schlau" ist, zwischen Jammern und Selbstmitleid zu unterscheiden. Jammern (im Sinne von: sich seinen Frust von der Seele reden) kann unheimlich gut tun, Selbstmitleid hilft nur sehr sehr kurzfristig, danach wird es destruktiv. Destruktivität bringt einen aber leider überhaupt nicht weiter, sondern man knibbelt quasi nur an seinen Wunden herum, damit sie ja nicht heilen.

Ich habe im Leben nichts erreicht. Ich tauge zu überhaupt nichts.

Ich habe in einem anderen Thread schon mal jemandem empfohlen, mal ein Gedankenexperiment zu machen: Sag all das, was Du Dir so selbst an den Kopf knallst, mal stattdessen zu einem guten Freund / einer guten Freundin / Deinem Partner / Deinem Kind. Würdest Du nicht tun, oder? ;-) Warum bist Du dann zu Dir selbst so hart? (Und wer definiert bitte, ob man "zu etwas taugt" oder "etwas im Leben erreicht hat"? Die BILD?)

Jwaalxm}a_


livingonline, hoffen wir, dass die Kraftsternchen etwas bringen. Ist es bei dir auch so, dass jeden Tag etwas negatives passiert? Und damit meine ich nicht kleine Dinge wie, Lieblingszeitschrift ist ausverkauft, Katze kam heute nicht nach Hause, ach keine Ahnung, so ähnlich eben.

Nein, es ist immer etwas größeres oder großes. Ich komme nicht dazu, alte Dinge aufzuarbeiten, weil wirklich immer etwas ist.

Nach meinem Posting heute morgen ging es mir auf einmal besser. 11 Uhr und nichts passiert, einfach überhaupt nichts. Ich war happy wie eine Gewinnerin. Hätte sogar fast meine Wunschkatze gekauft. Dann der Rückfall, wieder Angst, wenn ich mir das Kätzchen geholt hätte, wegen dem Stress mit Anderen. OK, dachte ich. Dann eben kein Glück, Hauptsache, es passiert nichts negatives. Tja, schön wäre es gewesen. Bin wieder am Boden. Meine Existenz steht nun auf dem Spiel. Ich sage ja, es ist immer etwas größeres, wichtiges, schlimmes. IMMER! TÄGLICH!

Wenn du magst, kannst du dich in diesem Faden auch gerne austauschen und schreiben, was dir so alles passiert ist. Vielleicht entdecken wir doch mal glückliche Momente darunter.

@ julejule,

ja, ich bin in Behandlung. Ich bin schon froh, weil sie mir zuhört. Das kenne ich von zu Hause nämlich nicht. Ich habe so viel durchgemacht, und es tat gut, dass sie zuhörte, aber das reicht mir nicht mehr. Ich denke immer: Jammern oder lieber etwas gegen die Situation unternehmen und ich entscheide mich für zweites. Doch genau das wird immer wieder zerstört. Egal, um was es sich handelt. Es ist immer etwas. Ich trete auf der Stelle. Komme nicht vorwärts. Und meine große Liebe ist weiß der Geier wo. :°(

S ilkyPeaxrl


Wenn Du neue Lebenskraft suchst, brauchst Du viel Mut und wirst alle Kraft zusammennehmen müssen, aber Du kannst sie finden! Es gibt Kuren, die für ein solches Burn out Gold wert sind, die psychosomatische Richtung. Danach gibts Selbsthilfegruppen und Betreuung.

Das Wichtigste ist aber, Dir selbst eine Veränderung zuzugestehen, das ist auch das Schwerste.

Viel Kraft! :)*

E"hemalaigerY N/utzer 8(#458871)


ja, ich bin in Behandlung. Ich bin schon froh, weil sie mir zuhört. Das kenne ich von zu Hause nämlich nicht. Ich habe so viel durchgemacht, und es tat gut, dass sie zuhörte, aber das reicht mir nicht mehr. Ich denke immer: Jammern oder lieber etwas gegen die Situation unternehmen und ich entscheide mich für zweites. Doch genau das wird immer wieder zerstört.

Ich hatte das auch jahrelang, da ging alles den Bach runter. Grosse Themen wie Gesundheit, Beziehung, Familie. Irgendwann ging es aber wieder bergauf, zumindest teilweise. Ich habe einige Probleme (z.B. Familie) dann auch erstmal ganz weit weggeschoben, um erstmal mit dem Rest wieder klarzukommen. Dieses selektive Verdrängen hat mir geholfen, die Probleme etwas gezielter anzugehen, statt in dem ganzen Haufen Sch*** unterzugehen.

Gut, dass Du in Behandlung bist. Wenn die Therapeutin Dir nur zuhört, aber wenig positive Impulse bringt, würde ich über einen Wechsel nachdenken. Gut, dass Du etwas gegen die Situation unternimmst. Das bedeutet ja nicht, dass man sich nicht auch mal einen Tag ins Bett legen kann zum Heulen, aber man sollte dem Sog widerstehen, immer tiefer in den Sumpf zu rutschen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt sind es nicht mehr nur die Probleme an sich, die schon schlimm genug sind, sondern noch all die Grübeleien darüber, die einen fertigmachen. Ich habe mir irgendwann bewusst gemacht: Mir geht es so schon beschissen genug, da brauche ich mich nicht noch zusätzlich fertigmachen, indem ich a) in Selbstmitleid ertrinke oder b) mich selbst runtermache. Ich kenne diese Versager-Gedanken nur zu gut, sie sind aber kontraproduktiv. Komplett.

Ich kann verstehen, dass einen der Mut irgendwann verlässt, wenn doch immer wieder schlimme Dinge passieren. Das Unglück ist auf dieser Welt nicht gerecht verteilt. Ich erinnere mich an eine Australierin, die zwei Angehörige verlor, als das Malaysia-Airlines-Flugzeug verschwand. Als Monate später das andere Malaysia-Airlines-Flugzeug über der Ukraine abgeschossen wurde, sass wieder ein Verwandter von ihr unter den Passagieren. Ich meine, so etwas ist unbegreiflich, ungerecht, es macht einen fassungslos. Aber es bedeutet nicht, dass diese Frau nie wieder glücklich werden kann.

E7hem1aliMger NutzeTr (#45887x1)


Was ich noch fragen wollte: Hat sich Dein Bruder das Leben genommen?

H.ayjley xM.


In den USA gibt es eine junge Frau, die ihre 3 kleinen Töchter auf einen Schlag durch einen unfassbaren Unfall verlor, den eine enge Verwandte unter Drogeneinfluss verursachte. Sie hat jahrelang mit Suizidabsichten gekämpft, weil sie keinen Sinn mehr in ihrem Leben finden konnte. Erst als sie wieder ein Kind erwartete, hat sich das gewandelt, und sie sagt in ihrem Buch, in dem sie ihr Schicksal ein Stück weit verarbeitet, dass sie es nicht für möglich gehalten hätte …

Steckt man in einem solchen Tief - auch so wie du - kann man einfach nicht glauben, dass sich das doch ändern kann. Aber es kann.

J7aalmxa_


Hayley, ich glaube, das Buch kenne ich. Auf jeden Fall geht es da um drei Mädchen. Schlimmer kann es nicht mehr kommen, da hast du Recht. Bei mir waren es "nur" drei Fehlgeburten und zwei stille Geburten, mehrere Vergewaltigungen, Beleidigungen, Schläge, Mobbing, Existenzangst, zwei behinderte Kinder. (spastische Lähmung und Epilepsie)

So, ich dachte, dass war der Schlag für heute, weil meine Existenz im Eimer ist? Ach, nicht doch. Der Geschirrspüler hat seinen Geist aufgegeben und als ich meinen Nebenerwerb ausüben wollte, ging das Internet nicht mehr. (Gestern fast den ganzen Tag nicht). Was kommt heute noch.

@ julejule,

Wegen meinem Bruder, der sich 2009 hier angemeldet hatte, um Kraft zu schöpfen und Hilfe zu suchen. Ja, er hat den Kampf gegen sein Pech verloren. Seine Beiträge sehe ich mir immer wieder an. Dann ist er mir so nahe. In seinem ersten Beitrag als er Hilfe suchte, meinte er als letzten Satz so etwas ähnliches wie: "Und bitte keine Sprüche wie "dann häng dich doch auf" das kann ich jetzt gar nicht gebrauchen. Und 3 1/2 Jahre später fanden wir ihn im Keller. Wie, steht in seinem letzten Satz.

Hyon(esty


Was hat man vom Leben? Täglich passiert etwas schlechtes, wirklich JEDEN BESCHISSENEN Tag ist irgendetwas. Das kann doch nicht normal sein. Ich wäre schon froh, wenn einmal 24 Stunden nichts passieren würde. Aber wie soll das in meinem Leben geschehen? Keine Chance.

Kommt mir sehr bekannt vor. Es reißt einfach nicht ab :°(

Ich bin schon glücklich wenn einfach mal eine Weile keine Hiobsbotschaften kommen. Gute und freudige Ereignisse, erwarte ich schon lange nicht mehr.

E2hemalig+er NuXtzer "(#45'8871x)


Bei mir waren es "nur" drei Fehlgeburten und zwei stille Geburten, mehrere Vergewaltigungen, Beleidigungen, Schläge, Mobbing, Existenzangst, zwei behinderte Kinder. (spastische Lähmung und Epilepsie)

Das sind ganz schöne Schicksalsschläge. Ich glaube nicht, dass man so ein Päckchen ohne gute fremde Hilfe bewältigen kann.

Wegen meinem Bruder, der sich 2009 hier angemeldet hatte, um Kraft zu schöpfen und Hilfe zu suchen. Ja, er hat den Kampf gegen sein Pech verloren. Seine Beiträge sehe ich mir immer wieder an. Dann ist er mir so nahe. In seinem ersten Beitrag als er Hilfe suchte, meinte er als letzten Satz so etwas ähnliches wie: "Und bitte keine Sprüche wie "dann häng dich doch auf" das kann ich jetzt gar nicht gebrauchen. Und 3 1/2 Jahre später fanden wir ihn im Keller. Wie, steht in seinem letzten Satz.

Das ist jetzt also gerade mal drei Jahre her - wie geht es Dir damit? "Beneidest" Du ihn? Bist Du wütend? Wütend, dass er Dich allein gelassen hat?

Er hat aufgegeben - geh bitte nicht den gleichen Weg.

Ich bin schon glücklich wenn einfach mal eine Weile keine Hiobsbotschaften kommen. Gute und freudige Ereignisse, erwarte ich schon lange nicht mehr.

Es sagt sich sicher leicht, aber ich glaube, wenn man schon so eine pessimistische Erwartungshaltung hat, bemerkt man viele positive Ereignisse gar nicht mehr. Mir ging das selbst lange Zeit so. In Phasen, in denen ich statt pessimistisch-frustriert eher neutral-resigniert war, sind tatsächlich mehr gute Dinge passiert. Letztenendes neigt man glaube ich dazu, das Unglück schon zu erwarten, dramatisiert "normales Pech" (wie der o.g. Geschirrspüler - ich bin mal wegen eines Knöllchens in Tränen ausgebrochen) und übersieht Kleinigkeiten, die Sonne ins Leben bringen. Natürlich gilt das nicht für wirkliche Schicksalsschläge, die treffen einen aber auch nicht täglich.

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