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Panikattacken in nur einer bestimmten Situation

Hwones5ty hat die Diskussion gestartet


Es geht darum, dass ich enorme Panikattacken bei etwas bekomme, wo es darum geht, ein Ergebnis abzuwarten/ etwas zu erfahren.

Dabei geht es nicht um mein eigenes Leben sondern jemanden, der das Wichtigste aller Zeiten für mich ist.

Als Beispiel sagen wir jetzt meine Tochter. Als Name nehmen wir mal Caro.

Generell bin ich zwar schon der ängstliche Typ der immer vom Schlimmsten ausgeht, aber dieser Zustand ist eher nervig als schlimm.

Aber wenn es um Caro geht, dann bekomme ich brutalste Panikattacken. Wenn es ihr nicht gutgeht, dann werde ich zum Hypochonder. Alles Male ich mir aus als Krebs, oder sonstiges tödliches. Sobald es ihr schlecht geht, gehe ich komplett vor die Hunde. Von diesem Moment an, da ein Symptom auftaucht, schnürt es mir die Kehle zu, ich bekomme schlecht Luft (imaginär, kann schon normal atmen), ich zittere und habe ein ganz schlimmes Gefühl in mir.

Beim Arzt bekomme ich dann eine Panikattacke par excellence. Dann zittere ich so sehr dass man es sogar sieht, hyperventiliere, das Herz schlägt so schnell, ich weiß nicht wie der Puls ist, bestimmt 180, dann bekomme ich ein Gefühl der Ohnmacht, bin kurz vorm Krieslaufzusammenbruch, bekomme Bauchschmerzen (Reizdarm), nehme alles nur noch wie benommen wahr, spüre nichts mehr um mich herum (Derealisation), bin im völligen Delirium.

Bei einer OP war es so schlimm, dass ich einen starken Nervenzusammenbruch hatte und die mir schon Sanis holen wollten.

Die Panik ist unbeschreiblich groß.

Ich habe dann das Gefühl, Caros Leben rinnt mir davon und ich kann es nicht beeinflussen.

Irgendwann wird dieser Tag zwangsläufig kommen, ab diesem Tag werde ich emotional sterben. Ich fürchte mich davor und immer wenn ein Symptom auftaucht (aktuell etwas verdächtiges wobei bislang nichts schlimmes rausgefunden wurde), dann habe ich das Gefühl, der Tod klopft an die Tür.

Dann schnürt es mir die Kehle zu, es ist als würgt mich innerlich jemand, es fühlt sich an als platzen Adern im Kopf vor Angst. Man kann die Angst nicht genau beschreiben aber ich glaube so fühlt sich Todesangst an.

Was kann ich dagegen tun ??? Akut, wenn sowas passiert?

Antworten
BTrJom#bme=erktüchxlein


@ Honesty

Mit 10jähriger Panikerfahrung versuche ich mal zu antworten.

Was kann ich dagegen tun ??? Akut, wenn sowas passiert?

Ich weiß das wird sich jetzt fürchterlich beschissen anhören, aber du kannst akut nur die Panikattacken "aussitzen". Ich weiß nicht wie lange deine Attacken dauern - die klassischen dauern ne halbe Stunde - aber mehr kannst du im Akutfall nicht tun.

Längerfristig helfen nur Therapien. Eins kann ich dir aber gleich schreiben - ganz wirste den mist wahrscheinlich nie los. Aber in der Therapie lernst du mit den PA's umzugehen und sie auf ein erträgliches maß runterzufahren. Manchmal schafft man es auch, sie im "Anfangsstadium" unten zu halten, damit sie nicht komplett durchbrechen. Du lernst dort auch Entspannungstechniken um dich möglichst nicht rein zu steigern. Gelingt natürlich nicht immer - aber immer öfter. ;-D

Ich kann dir nur raten (so wie ich dich hier im Forum lese, scheinst du so ein Mensch zu sein) - versuchs mit ganz viel schwarzem Humor zu nehmen. Akut kannst du sie wirklich nur versuchen auszuhalten.

Gibt natülich auch die medikamentöse Variante, aber dazu sei gesagt - ehe das Pillchen wirkt, ist die PA meist eh schon vorbei.

Bei Fragen immer her damit - bin Paniker mit Agoraphobie, GAS,PTBS und vieles mehr ;-D und das seit 2005.

Hlone~stxy


Die Panikattacken haben kein zeitliches Ende sondern enden erst mit dem Befund "Caro hat nichts Schlimmes".

Sollte der Befund einmal anders lauten, dann werde ich sicher einen kompletten Knockout erleben.

Die Abkürzungen sagen mir nichts.

Habe das mal gehört mit so einer Entspannungstechnik, da war ich gerade im Wartezimmer. Da fing die Panikattacke an, ich wendete die Atemtechnik an, aber da war eine große Abneigung dagegen, ich dachte mir dann nur, die Atmung ändert auch nichts an der bevorstehenden Narkose.

Dann kamen die Tränen geflossen aber in dem Moment wurde ich aufgerufen. Das war ein minimaler Eingriff der an sich überhaupt nichts schlimmes darstellte, aber mich hat das so weggebeamt.

Aktuell hat sie wirklich etwas was nicht normal ist, die Ängste waren für mich nicht auszuhalten. Bei den ersten Untersuchungen jetzt war alles erstmal unauffällig. Aber es stehen noch Ergebnisse aus. Und ihr geht es nicht gut.

Sobald ich darüber nachdenke, bekomme ich schon wieder dieses beklemmende Gefühl. Es fängt immer so im Magen an, wie ein Druck und dann kommen die anderen Symptome alle nacheinander dazu.

B`romb`eeVrküchxlein


Hm klingt sehr schwierig aber eins ist mal fakt - Panikattacken gehen nicht ewig. Jede PA hat einen Anfang - einen Höhepunkt - abebnung ... ich sag mal bewusst nicht ende, weil es wirklich PA's gibt, die zwar nach dem Höhepunkt wieder leicht abflachen - sich aber relativ schnell wieder hochschaukeln können.

die Atmung ändert auch nichts an der bevorstehenden Narkose.

Nein das stimmt, aber sie soll ja auch nicht gegen die Narkose, sondern gegen die bevorstehende PA helfen. Atmung ist das A und O bei Panik, denn wenn du erst hyperventilierst haste eh verloren und die PA bricht volle Kanne durch.

Wie fühlst du dich denn während der PA? Sitzt du eher schockstarr oder hast du den drang loszulaufen? Panik setzt unwahrscheinlich viel Adrenalin frei und ich habe die erfahrung gemacht, das durch loslaufen (bin dadurch Jogger geworden) die PA schneller wegging.

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