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Bulimie + Borderline und kein Ende in Sicht

Atnd.rea2f769 hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen!

Hoffe in diesem Forum Tipps, Ratschläge oder Austausch mit Gleichgesinnten zu bekommen.

Ich bin 46 Jahre alt und allein erziehend . Meine Tochter ist 18 Jahre und mein Sohn 12 Jahre.

2011 fing die Erkrankung meiner Tochter an. Sie wurde in der Schule gemobbt und wollte seit diesem Vorfall unbedingt

ihr Gewicht reduzieren um dem heutigen Schönheitsideal zu entsprechen. Damals wog sie 60 Kilo bei 152 cm. Anfang 2012

wog sie 45 Kilo bei 155 cm. Sie hat kaum noch gegessen und ich suchte einen Kinder und Jugendpsychiater auf. Der sprach schon beim ersten Besuch von schlechten Heilungsprognosen bei Essstörungen und das die Kinder oft in speziellen Wohngruppen therapiert werden müssen. Damals wollte ich dies noch nicht einsehen und suchte einen Therapeuten auf der Verena ambulant therapierte. Dieser Sprach von Schulwechsel der unbedingt erforderlich sei. Dieser erfolgte nach Rücksprache mit Direktor und neuer Schule 2 Wochen später. Dann wechselte die Problematik, meine Tochter bekam Fressanfälle, nahm in nur 4 Wochen 10 Kilo

zu. Aus Wut darüber, warf sie mehrfach alle Lebensmittel im Haus weg, riss Gardinen Schienen aus der Decke, zerstörte Möbel usw.. Mein Kind war komplett außer Kontrolle. Sie fing an nicht mehr zur Schule zu gehen und es erfolgte die erste Einweisung in die [...] Kinder und Jugendpsychiatrie. [...] Meine Tochter war auch dort sehr verhaltensauffällig, hatte in kurzer Zeit Schwestern und Ärzte gegen sich aufgebracht, sie verweigerte jegliche Mitarbeit und wurde nur noch mit Melporon ruhig gestellt.

Ich nahm meine Tochter gegen ärztlichen Rat nach Hause. Sie tat mir so leid und sie schwor das sie es zuhause schaffen würde. Ich suchte nach Klinikalternativen und fand in [...] die [...] Kinder und Jugendpsychiatrie mit spezieller Therapie bei Bulimie.

Zuhause steigerten sich die Ausbrüche, seit dem Klinikaufenthalt hatte meine Tochter auch das Ritzen für sich entdeckt. Beim Vorstellen in [...] der Kinder- und Jugendpsychiatrie spielte meine Tochter die ausgeglichene, die aber schon leichte Probleme hätte und für ihre Mutter die Th. versuchen wolle. Die Ärztin sah mich schon mit hochgezogenen Brauen an ( ... na was hast du mir den da so dramatisch aufgetischt...... ist doch gesund das Kind.....). Zum Schluß des Gesprächs fragte [...] meine Tochter ob sie den beim Aufenthalt Unterstützung bei Abnehmen erhalten würde. Nein sagte die Ärztin, sie habe ja normal Gewicht. Damit hatte sie dann ein Glas Wasser im Gesicht und eine schreiende Furie in Ihren Räumen. Scheiß Klinik hier geh ich nicht hin..... du verlogene blöde Kuh.... hier haben sie gar keine Ahnung....... war noch das harmloseste. Die Woche darauf wurde meine Tochter ( als Notfall) aufgenommen. 10 Wochen war sie dort, hat sich auch gut auf die Behandlung eingelassen, viele Freunde gefunden und auch die Wochenenden zu Hause waren entspannt. Die Ärztin sprach an das sie mit der Erkrankung versuche die Aufmerksamkeit auf sich zu konzentrieren, das ich mich abgrenzen müsste und sie zwingen müsste erwachsen zu werden. Sie wolle nicht erwachsen werden, dies sei ihr größtes Problem.Einfacher gesagt als getan. zwei Wochen nach Entlassung war Karneval. Ich habe noch eine Stunde meiner Tochter erklärt das sie keinen Alkohol wegen Psychopharmaka trinken soll und was das für schlimme Folgen hat. 13 Uhr Schulende, 14.30 Anruf Krankenhaus, Alkoholvergiftung 2,5 Promille. Das Ordnungsamt hatte sie gefunden und da sie mich nicht erreichten Ihren Vater angerufen. Der kam, worauf meine Tochter schrie " nein ich gehe nicht mit meinem Vater!" Der ist immer betrunken und schlägt mich!" Das Jugendamt wurde eingeschaltet, [...] meine Tochter wurde bewusstlos, also KH. Dort sah der Arzt die Ritzspuren und fragte nach dem Warum. Antwort" weil meine Mutter mich nicht liebt" . Verständigung des Sozialdienstes. Abend habe ich [...] sie dann mit einem Restwert von 2 Promille abholen können mit dem Hinweis, dass das Jugendamt benachrichtigt würde. Meine Hoffnung war evtl. dort Hilfe zu bekommen, also war ich bei dem Gedanken ganz entspannt. To. ging dann nochmal nach [...], die empfahlen nach Th. abbruch durch To. dem Jugendamt eine Wohngruppe für Essgest. in [...]. Vorfälle in der Klinik waren unter anderem das angreifen einer Nachtschwester, Suizidversuch mit Ibo , tiefe Ritzverletzungen. Ich stimmte zu . Zu der Zeit war ich schon mit meinen Nerven am Ende und fassungslos wie mein Kind sich entwickelte. Sie war schon immer ein Mensch der andere kontrolliert, Besuch wurde z.B. dazu abgeordert die Getränke oder Essen hochzutragen, mich etwas zu fragen oder ähnliches. Auch forderte sie von ihren Freunden das sie immer Zeit haben. Wenn sich mal jemand anders verabredet hatte, hat [...] meine Tochter angefangen sie auf übelste zu beleidigen und war Tage lang sauer auf sie. Auch Unterstellungen kamen vor, wo Freunde z.B. schlecht gemacht wurden( die klaut....die raucht....usw.) Die ambulante Th. hat sie abgebrochen, weil der Th. sie immer so komisch anfasst. Trotzdem hatte ich noch keine Ahnung was noch alles auf mich zukommen sollte. Sie zog im Mai 2012 in die Wohngruppe und 4 Wochen später musste ich sie nach Anruf sofort abholen. meine To sei ein Gruppensprenger, habe versucht Feuer im Waschraum zu legen, hätte mehrfach sich betrunken, rauche im Haus obwohl verboten( ich wusste noch nicht einmal das sie mit dem rauchen angefangen hatte). Also Arbeit abgebrochen und Kind nach Hause geholt. Dort erzählte [...] sie mir das mein Freund Bilder von ihr per Whats app gefordert hat. Anzeige, Trennung ( nach 7 Jahren) . Dann widerrufen der Vorwürfe von meiner To. Anzeige eingestellt. Alles sehr verworren. [...] Sie ging nochmal nach [...] um aufgebaut zu werden. Diese sprachen das erste mal von Persönlichkeitsstörung. Und von der Flucht vorm Leben, immer wieder in den geschützten Raum einer Klinik. Nach vier Wochen kam sie nach Hause, machte ihren Abschluss . Fing an Hasch zu rauchen, in [...] hatte sie Freunde kennengelernt die wegen Drogen dort waren, später kamen Amphetamine dazu. Sie wurde wieder extrem aggressiv, zerstörte Türen, erbrach sich mehrmals täglich und war nicht zu bremsen. Sie erzählte mir das sie peep nehme und das Bekannte sie abgezogen hätten. Ich war entsetzt, fragte warum sie mir als Mutter sowas erzählte als wäre ich eine Freundin. Ich würde das nicht tolerieren. Sie hatte mit dem Abi angefangen, auf einer Gesamtschule, aber ging kaum zum Unterricht. Die Situation eskalierte als sie wieder mal vollgedröhnt vor mir stand und komplett ausrastete. Ich schmiss sie raus, hatte ja auch noch ihren Bruder der sehr unter der Situation litt. Ihr Vater fand einiges an Drogen in ihrem Besitz und [...] sie behauptete diese hätte sie von mir bekommen. Ich dachte ich fall in Ohnmacht. Meine To. trieb es so weit das sie mit meinem Ex zur Krippo fuhr und mich anzeigte( der Ex den sie vorher wegen Mißbrauch angez. hatte).

Nach vier Tagen ließ ihr Vater sie dann wieder in [...] einweisen wegen Ausraster und weiterem Konsum von Drogen. Seitdem hat er auch kaum mehr Kontakt zu ihr. [...] Meine Tochter nahm die Vorwürfe zurück, die Klinik hatte das Jugendamt eingeschaltet und eine geschlossene Unterbringung angeraten wegen Persönlichkeitsstörung. Sie kam in eine Einrichtung in [...], war dort mehr abgängig als anwesend. Mein Vater erkrankte an Krebs und ich pflegte ihn bis zu seinem Tod zuhause. Dadurch verlor ich meine Arbeitsstelle ( klar die Fehlzeiten durch den ganzen Kram mit [...] meiner Tochter und dann noch ein halbes Jahr Pflegezeit). [...] Meine Tochter war sehr traurig über den Tod. Sie zog wieder zuhause ein, wieder Drogen und unkontrolliertes Verhalten, wieder ausgezogen. Wieder Anzeige gegen mich, diesmal wegen angeblicher Körperverletzung. Dann wegen ich wäre außer Kontrolle und nicht zurechnungsfähig, ihr Bruder wäre in Gefahr. Die Polizei die zu uns kam, war sehr überrascht als sie erfuhr das ich gerade einkaufen bin und mein Sohn sehr relaxt war. Sie begann eine Ausbildung, wurde gekündigt wegen Schulverweigerung und häufigen Au's. Mit Brechen war sie mittlerweile wieder untergewichtigt. Krankenhausbehandlung wegen Kaliummangel und Rhytmusstörungen. Zuletzt Behandlung in [...]. Nach 6 Wochen erklärte [...] sie jetzt alles in Griff zu haben. Seit 2 Wochen wieder zu Hause und das brechen fängt wieder an. noch heimlich...... und ohne Ausraster.... aber wie lange noch. Ich habe zum Schluss jetzt sehr abgekürzt, aber sonst würde ich ewig schreiben. Ich weiß nicht mehr weiter. Habe Angst vor dem was kommt. Wieder Anzeigen? Ich schäme mich schon vor die Tür zu gehen, weil die Polizei hier so oft war. Meinen Job habe ich schon verloren. Meine Türen sind fast alle geflickt weil [...]sie sie aus Wut aus den Angeln tritt. Was ist das? Was lässt mein Kind so außer Kontrolle geraten. Ich kann ihre Fress und Brechatacken durch die Arbeitslosigkeit auch kaum mehr finanziell bewältigen. [...] Sie selber lügt. Behauptet sie hätte das alles nicht gegessen und brechen würde sie auch nicht. Noch trifft sie sich nicht mit Ihrem alten Freunden ( Drogen Konsum), aber sie fordert dafür ständige Bespassung zum ablenken. Ich weiß nicht mehr weiter! %:|

(Der Beitrag wurde zum Schutz der Nutzerin und ihrer Familie anonymisiert.)

Antworten
E=hem9aliger NAutz$er (#B438245)


Da gibt es eigentlich nur eine Lösung: Zurück in die geschlossene Psychiatrie.

Deine Tochter leidet unter einer Persönlichkeitsstörung, die eine längere Behandlungsphase (Therapie) und Stabilisierungsphase erfordert. Da helfen keine Versprechungen ihrerseits, kein Jammern und Klagen.

Deine Tochter ist ernsthaft psychisch krank und muss fachärztlich behandelt werden.

A"ndr<ea27x69


Das ist einfacher gesagt als getan! [...] Sie bricht jede Therapie ab und ich als Mutter kann sie doch nicht auf die Strasse setzen. Den Ärzten ist das egal, nicht Therapie fähig und tschüss.......

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