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Gequälte und zu Tode gequälte Kinder lassen mich nicht mehr los

ERhemaXligert Nutzeer #(#U5730x12)


Jaalma_

Irgendwie kam ich dann auf einen Titel, in etwa die Geschichte von ... Weiß nicht mehr. Naiv wie ich war, dachte ich, es geht um ein Video von der Babyzeit bis aktuell. Nein, sie wurde brutal gequält und ermordet. Von ihrer Mutter.

Dann kam ein Video nach dem nächsten.

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Keine Ahnung, weshalb ich immer weiter geklickt habe und nicht einfach raus bin.

Ich vertrage solche Nachrichten und Filme auch ganz schlecht.

Nur, ich sehe es mir nicht an - was bringt dich dazu, einen nach dem anderen in dich reinzuziehen ? Kann das nicht so richtig nachvollziehen.

Es muss doch etwas zu machen sein, oder? Viele sehen weg, das würde ich nicht tun. Aber aktiv etwas machen gegen diese Quälereien? Klar, allen Kindern kann nicht geholfen werden, aber geht denn überhaupt nichts?

Du kannst in deinem Bereich schauen, dass es den Menschen gut geht- und vorallem auch Dir.

Machen das viele, gibt es weniger Leid.

Shojo schreibt, dass zu einem gesunden Seelenleben die Fähigkeit der Verdrängung gehört.

Dem stimme ich zu , auch wenn manches aus der Verdrängung wieder auftauchen kann aber das ist ein anders Thema.

Das Problem ist auch , dass dieser Mitleidschmerzklumpen so rießig ist und dich umhüllt so dass du keinen klaren Blick mehr nach außen bekommst . Er macht dich handlungsunfähig , hält dich im Weltschmerz gefangen. Somit kannt du noch weniger helfen , als Menschen die eben filtern können. Das hat mit Hartherzigkeit nichts zu tun, sondern ist ein gesunder Selbstschutz.

H+ayleyx M.


Jaalma - was MACHST du?

Dir ging es sowieso schon richtig schlecht - und nun schürst du dein Leiden am Leben noch?! Man gerät nicht "zufällig" in solche Sachen hinein. :-|

Du tust dir gerade heftig etwas an --- schlimm. Ich würde bei einer Krisenberatung anrufen.

annnalxida


Mir tun solche Kinder natürlich auch leid, ABER sie beenflussen nicht min ganzes Leben oder meine Freude am Leben und genau da sehe ich das Problem bei dir.

cZompxy~freaxk


Ich wollte nur wissen, wie andere mit solchen Nachrichten umgehen.

Ich lasse das nicht so sehr an mich ran. Ich versuche mir jedenfalls nicht vorzustellen, wie es den betroffenen Menschen wohl dabei ergeht. Und erst recht nicht schaue ich Videos von Quälereien oder Katastrophen auf YouTube oder anderen Plattformen an. Ich weiß genau: Wenn ich so etwas an mich ran lasse, schade ich damit meiner Seele und meinem psychischen Zustand. Damit ist aber niemandem geholfen! Mitleid bringt nichts.

Deshalb schaue ich auch keine modernen Horrorfilme. Nichts gegen Grusel, aber ausgeprägte Gewaltszenen sind einfach traumatisierend. Wenn das nicht so wäre, würde ich mir Sorgen machen, ich wäre abgestumpft.

Was ich nicht ändern kann, das muss ich eben hinnehmen. Für mich selbst ist es besser, wenn ich dann nicht die genauen Details der verschiedenen Vorfälle kenne. Das geht aber offenbar vielen Menschen anders, die schauen sich sowas gern an, daher gibts ja diesen furchtbaren Sensationsjournalismus. Was ich unterstützenswert finde, sind Maßnahmen, die vorbeugend wirken. Was weiß ich, Aufmerksamkeit im Kindergarten, Aufklärung der Kinder über Gefahren, anonyme Meldestellen, intensive Polizeiarbeit, Sicherheit im Straßenverkehr durch moderne Technik. Solche Sachen.

S`hoOjIo


Ich wollte nur wissen, wie andere mit solchen Nachrichten umgehen.

Ich setze mich damit auseinander, wenn ich einen konkreten Nutzen sehe, also beispielsweise, wenn ich mir klarmachen will, wie solcher Missbrauch von außen zu erkennen ist, was man tun kann. Ich würde mich nicht hinsetzen und mich vom Grauen fluten lassen, wenn der einzige Zweck der Übung darin besteht, mich vom Grauen fluten zu lassen. Es ist sehr schwer zu ertragen, vor allem, wenn man selbst Kinder hat, mir war vor der Geburt unseres Kleinen nicht klar, wie viel schwerer so etwas auszuhalten ist, wenn man selbst ein Kind hat.

Ich habe keine Ahnung, wie Du als Mutter bist, und würde mir darüber auch kein Urteil erlauben. Aber wenn Du Dein Kind beschützen willst, dann solltest Du Dir auch klarmachen, dass emotionale Instabilität, ganz egal, wie wunderbar Du als Mutter ansonsten sein magst, für ein Kind immer eine Belastung darstellt. Es ist wirklich gut, dass Du bereits etwas unternimmst, und Du scheinst ein ordentliches Päckchen zu schultern zu habe. Es ist aber so: Manchmal verändert sich durch ein Trauma massiv die Weltsicht, bricht regelrecht zusammen, und man erwartet vom Leben nichts mehr als Bluttodundteufel, nichts mehr als Schmerz, und ist in der Wahrnehmung komplett darauf fokussiert. Ich habe den Eindruck, als ob es bei Dir eventuell sinnvoll sein könnte, dort anzusetzen. Auch hier im Faden hast Du vieles als Angriff wahrgenommen, was kein Angriff war - das ist bei einer so ins Negative verzerrten Weltsicht "normal", das Problem ist nur, dass Dich eine so selektive Wahrnehmung immer weiter ins Dunkel treibt. Was gut ist, nimmst Du nicht mehr wahr, was schlimm ist, wird übermächtig.

Welchen Ansatz hat Deine Therapeutin, wie arbeitet ihr?

m`onDd+ste0rne


Wie geht ihr mit solchen Schicksalen um?

Ich zieh mir das nicht rein. Niemandem ist damit geholfen, niemandem geht es besser, wenn ich mir das antun würde. Nur mir würde es schlechter gehen.

Ich habe das Problem übrigens mit den vielen Flüchtlingen. Gegen die vielen schlechten Nachrichten zu dem Thema kann man sich kaum wehren. Ich weiß nicht, warum es so viele Menschen gibt, die sich dieses Leid freiwillig ansehen. Gerettet wird dadurch niemand.

Sihoxjo


Ich habe das Problem übrigens mit den vielen Flüchtlingen. Gegen die vielen schlechten Nachrichten zu dem Thema kann man sich kaum wehren. Ich weiß nicht, warum es so viele Menschen gibt, die sich dieses Leid freiwillig ansehen. Gerettet wird dadurch niemand.

Es wäre halt schöner, wenn dadurch ein größeres Verständnis für die Notlage geschaffen würde, das dem politisch subventionierten Rechtsruck wenigstens ein bisschen entgegenwirkt. Aber ich befasse mich damit auch genau dann, wenn ich darin einen Nutzen sehe - wenn ich mich informieren will. Nicht, um "mitzuleiden". Davon wird keiner satt und nichts heiler.

HponRestZy


So wie dir, geht es mir mit Tiervideos. Reportagen über misshandelte Tiere oder Artikel über qualvolle Tiermorde, da komme ich aus dem Heulen auch nicht raus. Verdrängung? Unmöglich!

Therapie? Und dann? Davon werden auch nicht weniger Tiere qualvoll ermordet. Eines der grausamsten Verbrechen ist dieses rumtrampeln auf Welpen bis sie tot sind. Da nützt mir eine Therapie auch nichts, das hilft den Armen Geschöpfen auch nicht mehr.

Man kann nur eines machen, sich sowas nicht ansehen. Es hilft den Tieren nichts. Lass uns unsere Energie lieber dafür verwenden, Tieren, oder für dich Kindern zu helfen. Auch kleine Beiträge helfen. Kleine finanzielle Beiträge oder auch mithilfe, Zivilcourage und Aufklärung.

Wir wissen welches Leid herrscht, auch ohne dass wir weitere solche Videos sehen, es bringt einfach nichts. Also hören wir auf damit.

J|aalkma_


Ich habe es mir nur einmal angesehen, dass war es dann auch. Nur seitdem bleibt bei mir die Frage, kann man nicht helfen, nichts verhindern? Darum geht es mir.

Wir haben zwei Patenkinder aus einem Land, in dem Mädchen nichts wert sind und benachteiligt werden. Sie dürfen nun zur Schule gehen und wir bekommen alle 6 Monate Post und ein selbst gemaltes Foto und ein Foto des Kindes. Aber ist das schon alles? Mehr kann man nicht machen?

Honesty wie du mit den Tieren leidest, so meinte ich das. Ich war in einem Verein, in dem die Tiere wenigstens auf ihrem letzten Weg nicht mehr leiden müssen. Da hat man wenigstens eine Kleinigkeit erreicht. Klar, die Welt kann nicht geändert werden. Ich liebe eben Kinder und ja, auch Tiere und es ist nicht schön, dass so viele Kinder gequält werden, wo zig Adoptiveltern sie von Herzen lieben würden.

Was klar ist, es wird immer passieren, es wird nie aufhören. Ich dachte, wegsehen ist schlimm, aber dieser eine Abend war so schlimm für mich. Diese Gewissheit, was alles passiert. Was den eigenen Schätzen angetan wird.

Natürlich würde ich immer helfen, wenn ein Kind bei Hitze im Auto eingesperrt ist, wegsehen werde ich weiterhin nicht. Aber mir ist klar geworden, dass ich Abstand brauche und wie gesagt wurde, ändern kann man es nicht. Vielleicht Einzelfälle, aber nicht alles. Und die Angst, dass meine Kinder meine Trauer spüren, ist so groß geworden, dass ich jetzt die Verdrängungsmethode machen werde. Wenn ich an die Mäuschen denken muss, denke ich schnell an etwas anderes. Kinder fühlen, wie es ihren Eltern geht.

Verdrängen, was nicht zu ändern ist und helfen, wo man helfen kann, das ist mein Ziel.

Hyonesxty


Verdrängen, was nicht zu ändern ist und helfen, wo man helfen kann, das ist mein Ziel.

:)^ Genau so ist es das absolut Richtige :)^

SYhojxo


Verdrängen, was nicht zu ändern ist und helfen, wo man helfen kann, das ist mein Ziel.

Und Freude empfinden, Jaalma. Verdrängen, absichtlich verdrängen, ohne einen Fixpunkt, ist schwierig. Etwas zu tun ist leichter, als etwas nicht zu tun. Ich lasse es häufig zu, dass ziemlich scheußliche Gedanken kommen und auch wieder gehen, und dann bestaune ich, was alles funktioniert und schön ist. Wenn man sich vorstellt, das Universum wäre ein dunkler, hoffnungsloser Ort - dann gibt es dafür doch unglaublich viel Schönes. Und wie dunkel vieles sein mag, ich möchte nicht um dieser Dunkelheit willen die Schönheit ohne Wertschätzung links liegen lassen. Du hast ungeborene Kinder verloren, aber Du hast auch eins oder mehrere auf die Welt gebracht. Sie sind da, sie atmen, sie staunen, sie empfinden, sie sind aktiv Teil dieser Welt. Das sind wir alle nur kurz, aber in dieser Zeit erleben Deine Kinder so viel Schönes, auch miteinander.
Ich sitze manchmal abends noch kurz im Zimmer unseres Kleinen und höre zu, wie er atmet (bisschen creepy, finde ich eigentlich ;-D ). Er ist da. Ich bin da. Hier und jetzt zumindest ist für uns, in diesem winzigen Ausschnitt der Welt, ist alles gut. Das ist nicht selbstverständlich, das ist ein großes Glück. Mehr verlange ich in solchen Momenten nicht.

Ich wünsche Dir, dass Du ganz viele solcher Glücksmomente hast und nicht mehr so viel Schmerz empfindest. Dein Mitgefühl ist etwas Wunderbares, und ich hoffe, dass Du es schaffst, es auch - nicht nur, aber auch, und zwar ganz viel - auf das Mitfühlen von schönen Gefühlen lenken kannst. Mitfreuen, mitstaunen, mitlachen, mitwundern.

H}onexsty


Hier und jetzt zumindest ist für uns, in diesem winzigen Ausschnitt der Welt, ist alles gut. Das ist nicht selbstverständlich, das ist ein großes Glück. Mehr verlange ich in solchen Momenten nicht.

Zwar ist das für uns das größte Geschenk, dass wir im Hier und Jetzt es besser haben.

Aber ich denke dann daran, wie ungerecht das ist, dass anderen schlimme Dinge widerfahren und misshandelt werden. Dann kann ich das eigene Wohl nicht mehr so gut fühlen wenn ich daran denke dass alles ungerecht verteilt ist.

JSaaAlmxa_


Ja, die Welt ist ungerecht und es ist ungerecht, was vielen Kindern und Tieren angetan wird. Aber was können wir tun? Wir können nur einen kleinen Beitrag leisten. Die Augen offen halten und einschreiten, wenn wir Augenzeuge etwas schlimmeres werden.

Ich habe Tage mit weinen verbracht und ich war froh, noch schwach zu sein, damit die Kleinen mir abgenommen wurden in dieser Zeit.

Aber dürfen unsere eigenen Kinder und Tiere nicht glücklich sein? Heute war ich zum ersten mal nach meiner OP stark genug, mit der Kleinen die Treppen hinunter zu laufen. Wir gingen in den Garten und sie sah einem Schmetterling nach. Sie juchzte vergnügt und ich konnte zum ersten mal seit jenem Abend wieder von Herzen mit ihr lachen und etwas spielen.

Es wäre schlimm, wenn wir wegen Dingen, die nicht zu ändern sind, die eigenen Kinder und Haustiere leiden lassen, weil sie spüren, wie schlecht es uns geht. Es bringt sie nicht zurück. Leider.

Versuche auch, dein Augenmerk ins Hier und Jetzt zu richten. Die Kinder werden es uns danken.

Und wenn jemand in Not ist und Hilfe braucht, dann können wir dennoch für sie da sein.

v\aWmpx28


Ich hab nicht alles hier gelesen, die erste Seite ein bisschen. Ich hatte erst vor kurzem ein Video gesehen, das hat jemand in FB gepostet. Da ging es um eine Mutter die ihr Kind schlägt, das Kind schreit...es hat extrem getriggert. Ich konnte das Video nur paar Sekunden anschauen und es schnürte mir den Hals zu. Da ich selbst schlimme Dinge erlebt hatte, war das für mich extrem triggernd. Es hat mich noch Tage mitgenommen, noch selbst jetzt. Musste weinen, weil der Schmerz so extrem war. Dabei weine ich fast nie. Aber genau aus dem Grund kann ich solche Dinge mir nicht anschauen oder lesen.

Ich weiß was für Grausamkeiten in dieser Welt vor sich gehen, ich weiß das selbst aus eigener Erfahrung. Ich brauche mir diese Dinge nicht anzuschauen oder die Nachrichten zu lesen...denn ich weiß was Kinder auf dieser Welt durchmachen. Es macht mich nur selbst kaputt, wenn ich andauernd mich damit beschäftige und mir solche Dinge anschaue. Davon wird auch kein Kind gerettet leider. Nur anschauen bringt auch gar nichts...es kann Leuten sehr wohl die Augen öffnen...aber ganz ehrlich? Die meisten Menschen schauen es sich an und sind für Minuten oder Stunden schockiert, am nächsten Tag ist das schon wieder vergessen. Getan wird nichts...und die Menschen schauen trotzdem noch weiter weg, wenn ein Kind gequält wird.

Ich bin auch oft etwas Zwiegestalten...ob ich es gut finden soll, ob solche Videos so detailliert gezeigt werden sollte. Klar soll es die Menschen aufwecken, aber anderseits können solche Videos auch viel neuen Stoff für Täter liefern. Und die Kinder die dort gezeigt werden, die werden ja fast schon zu Schau gestellt. Das finde ich nicht gut. Und Leute die schlimme Dinge erlebt haben, das kann schon sehr triggern. Also eine gesunde Mitte sollte gefunden werden.

Wenn dich diese ganzen Videos usw. so mitnehmen, warum schaust du dir das immer wieder an? Ich hab jetzt nicht alles gelesen, vielleicht hast du diese Antwort schon gegeben. Aber schütze dich selbst und meide solche Filme bitte. Du weißt sicherlich was alles in dieser Welt vor sich geht, du brauchst sowas nicht andauernd anschauen. Ich denke deine Augen sind schon offen genug dafür.

Lg Vamp28

S7hoxjo


Aber ich denke dann daran, wie ungerecht das ist, dass anderen schlimme Dinge widerfahren und misshandelt werden. Dann kann ich das eigene Wohl nicht mehr so gut fühlen wenn ich daran denke dass alles ungerecht verteilt ist.

Wie genau passt denn das eigentlich zu deinen Äußerungen im mittlerweile geschlossenen Flüchtlingsfaden?

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