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äpfelchen und die Klinik

ä[pfvelcNhexn hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Manche haben mich schon in anderen Threads gefragt, wie es weitergehen soll, manche per PN und das Thema Klinik war sowieso immer so präsent, auch in meinem alten Thread.

Den habe ich ja schweren Herzens, aber dennoch bewusst schließen lassen und der Thread soll ein Neuanfang sein.

Ich hänge mittlerweile seit langer Zeit dahinter, dass ich bald in eine Klinik kommen kann. Ich habe gehofft, dass es einfacher ist und ich schneller was dazu weiß, wollte auch erst was dazu schreiben, wenn ich eben mehr dazu sagen kann, aber mich macht das Warten wahnsinnig.

Nach einem ewigen Hin und Her mit den Unterlagen (die Klinik ist weiter weg und ich kann da nicht einfach so hinfahren, deshalb läuft alles über Mail und Telefon), hier was nachreichen, da noch einen Bericht organisieren, ist von meiner Seite aus jetzt wohl alles getan und ich muss sagen, ich bin wirklich am Ende. Da ging so viel Kraft drauf, die mir jetzt fehlt..

Das ist deshalb auch so ein präsentes Thema.. ich bin so müde und fertig und habe, glaube ich, wieder den Fehler gemacht, all meine Hoffnungen da reinzusetzen. Die Entscheidung für die Klinik ist mir ganz und gar nicht leicht gefallen, ich habe deshalb noch ganz viel zusätzlichen Stress (privat und in der Uni) und umso mehr ich mich gegen meine Gedanken durchgesetzt habe und dafür gekämpft habe, leben und gesund werden zu wollen, desto mehr habe ich das Gefühl bekommen, mich selbst aufzugeben. Ich habe mir ständig gesagt, dass ich das alles schaffen kann, die Uni, meinen Alltag und ja gar nicht krank genug bin und mit der Erkenntnis, dass das eben alles gelogen ist, ging auch das Gefühl einher, dass ich gar nicht mehr kann.

Und jetzt habe ich Angst, dass die Klinik mich nicht aufnehmen will (deshalb dauert das auch alles so lange, die sind sich nicht schlüssig). Ich habe nichts mehr... keinen Therapeuten, weil die Wartelisten so lange sind und ich nur übergangweise in meiner jetzigen Stadt wohne (ambulant wollte mich sowieso niemand, ich habs ja mehrfach versucht und die PIA wollte mich direkt in die hiesige Klinik schleusen, aber das wollte ich nicht, weil ich glaube, dass das nicht das Richtige für mich ist), mein Psychiater und ich hatten starke Diskrepanzen und daraufhin bin ich gegangen bzw. hat er später in einem Brief an meinem Hausarzt geschrieben, dass er mich nicht behandeln kann und keine weitere Möglichkeit sieht (lange unschöne Geschichte) und studieren kann ich auch nicht mehr...

Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll, wenn mich die Klinik nicht nimmt... aber ich konnte auch nicht länger warten mit dem Thread. Ich stelle ja jetzt nicht wirklich eine Frage, das weiß ich. Ich suche nur nach jemandem, der da ist und zuhört und vielleicht Mut machen kann oder - je nachdem, was passiert - mir Rat geben kann. Ich weiß einfach nichts mehr und kann auch nicht mehr, glaube ich.

Ich habe einfach so oft das Gefühl, dass mich mittlerweile immer mehr aufgeben und das tut so weh, weil ich erstmals das Gefühl habe, dass ich vielleicht doch alles ändern kann. Ich bin niemand, der groß Regeln missachtet, sich nicht an Vereinbarungen hält und sich gegen alles weigert. Eigentlich im Gegenteil, ich kusche meistens und mache, was man mir sagt. Zumindest finde ich, dass ich Dinge annehme (über Psychopharmaka, gut, das ist ein Thema, worüber ich lange diskutieren kann, aber darum gehts ja auch gar nicht, sondern eher darum, dass ich weiß, dass da ein Wille da ist!).

Ich habe einfach nur riesige Angst davor, dass die Klinik mich nicht behandeln will, weil ich nicht weiß, wie alles dann weitergehen soll.

Eigentlich hätte ich damit gerechnet, dass ich Anfang dieser Woche etwas erfahre, aber da kam nichts und meine Panik wird immer größer, mein Gedankenkarrussell immer schneller und ich immer verzweifelter..

Liebe Grüße @:)

Antworten
s1c#hneYckZe19x85


Ich drück dich mal ganz lieb :)* :°_ :)_ :)*

Es gibt gaaaanz viele Möglichkeiten, die dir bei der Gesundung helfen können. Selbst, wenn dich diese eine Klinik nicht will, dann gibt es andere.

Und auch vieles, was man privat im Alltag für die psychische Gesundheit tun kann.

Bzgl. Studium: Ich hab' den Eindruck, dass du halt schon lange aus dem letzten Loch pfeifst (sorry für die flapsige Formulierung) und jetzt kommt halt die ganze Verzweiflung hoch, weil eben die Maske nicht mehr da ist. Und du die blanke, ungeschönte Realität siehst / ertragen musst.

Ich kann mir ein kleines bisschen vorstellen, wie es dir geht. Als ich mein Studium aufgegeben habe, das war die letzte funktionierende Maske nach außen. Danach war alles weg, was mich nach außen zu einem wertvollen Lebewesen gemacht hat. So hab ich mich zumindest gefühlt, als wertloses, kaputtes Ding, das nichts mehr auf die Reihe kriegt.

Fakt ist: Eine so schwere psychische Erkrankung geht immer ganz massiv an die Substanz und du wärst kein Mensch, würde jetzt nicht ein Schwall an Selbstzweifeln, Angst usw. hochkommen. Denn du lässt gerade etwas los und hast noch nichts Neues in der Hand. Das ist frustrierend :)* :)* :)*

Das einzige, was ich dir sagen kann: Es kann besser werden! Immer! Da, wo etwas wegfällt, entsteht auch Raum für Neues. Die Leere füllt sich ganz langsam wieder. Ich glaube ganz fest daran und an dich! :)*

äCpfel]chexn


Danke für deine lieben Worte!

Ich habe mein Studium noch nicht offiziell unterbrochen, ich warte nurnoch auf die Ansage der Klinik..

Ich würde ein Urlaubssemester einlegen, mir die Zeit für mich nehmen. Klar, da gibt's noch mehr Kliniken, aber nochmal würde ich den ganzen Kram nicht schaffen. Diesmal hatte ich auch Hilfe, aber ich bin so unheimlich ausgelaugt.

Momentan mache ich ein Praktikum fürs Studium, aber es zerrt und zerrt. Ich will das aber noch beenden und das schaffe ich. Danach bin ich erst einmal im Urlaub. Atmen.

Mein Umfeld weiß eigentlich auch noch gar nicht Bescheid, ich bin immer noch die aufgedrehte, manchmal dagegen total zurückgezogene und düstere Person für alle. Wie und ob ich es sage, das überlege ich mir, wenn es sicher ist.

Manchmal springen meine Gedanken wieder um und ich frage mich wieder, ob die Entscheidung falsch ist, weil das mit dem Praktikum ja zB auch irgendwie läuft. Nicht perfekt, deshalb steuer ich dagegen an, indem ich mir sage, dass alles besser sein könnte.

In meinen Gedanken passiert momentan teilweise so viel, auch so viel paradoxes und ich bin so viel damit beschäftigt, irgendwie alles in Schach zu halten, aber ich weiß, dass das irgendwann auch schiefgehen kann..

Ja, ich bin momentan einfach so unheimlich verwirrt und durcheinander.

Wie hast du es geschafft, dass du irgendwann doch den Gedanken zulassen konntest, dass du trotzdem wertvoll bist? Überhaupt alles Positive? Ich weiß es rational, aber es fühlt sich halt so anders an..

Juaa(lmxa_


Ich kenne deine Vorgeschichte nicht, aber deine Geschichte macht traurig.

Denke daran, es gibt viele Kliniken und ich bin ziemlich sicher, dass dich die Ärzte ernst nehmen. Wenn nicht in dieser, dann in einer anderen. Vertraue darauf.

Alles Gute und ganz viel Kraft für deinen Neuanfang :)*

sUchnKecke*1985


Ich würde dir gerne ein Patentrezept verraten, aber leider hab' ich keins @:)

Es spielte bei mir auch viel Glück mit: Einen jungen Arzt, der mich (endlich!) mal nicht gedrängt hat zu irgendwelchen Therapien, der ein wirklicher Partner-in-crime war. Dann auch die anderen Therapien / Therapeuten auf der Station, wo ich für meine künstlerische Ader zum ersten Mal in meinem Leben ganz viel Lob und Wertschätzung erhielt (für meine Familie war das immer nur minderwertiges Zeugs, auch wenn ich eine ganze Weile gut Geld mit dem Verkauf verdient habe), die richtige Medikation (die mich von der 24/7 inneren Anspannung runtergeholt hat - ich weiß auch ohne Drogen, wie sich ein Hamster auf Meth fühlen muss), die Mitpatienten, wo ich eine tolle Clique fand und wir uns gegenseitig sehr geholfen haben (und ich andererseits bei anderen Patienten vor Augen hatte, was mit meinem Leben passiert, wenn ich nicht radikal was ändere).

Und ganz fundamental wichtig: Die Erkenntnis, dass trotz aller Scheiße in meinem Leben eine innere Kraft da ist (die ich als Erbe meiner lieben, lieben Omi verbuche), die mich immer wieder aufstehen lässt. Diese Kraft sehe ich übrigens auch in dir - du bist immer noch da, du kämpfst. Manchmal ist alleine das noch-da-sein eine riesige Leistung. :)*

Und irgendwann auch die Erkenntnis, dass ich mit dem "Krankheits-Scheiß" aufhören muss. Vernünftig, statt impulsiv zu handeln. Nicht mehr auf Teufel komm raus das Extrem zu suchen. Mich an Gesunden zu orientieren.

Ganz weg ist diese Verrücktheit nicht (ich möchte sie auch nicht total missen), aber Prioritäten im Leben setzen und die eigene Gesundheit auf Platz 1 zu stellen. Das schaffe ich mal besser, mal schlechter, aber mir geht es insgesamt gut. Es ist einfach ein verdammt langer Weg. Ich muss annehmen, dass ich manches nicht mehr so kann, wie in der "Masken-Zeit", aber anders ist nicht gleich schlecht.

Noch etwas: Zu akzeptieren, dass die dunklen Stunden eben auch zum Leben gehören. Ich habe erst mit 25 (und unter Medis) gelernt, wie es ist, traurig zu sein, ohne eine Depression zu haben.


Ich hoffe einfach für dich, dass du auch früher oder später diesen Glücks-Mix findest: Die richtigen Menschen, die dir die Hand reichen und dich trotzdem anspornen, Therapieformen, die dir Selbstwert geben unabhängig von dem, was du nach außen leistest oder darstellst, die Gelassenheit und Akzeptanz, die du für den Umgang mit dir und deiner Krankheit brauchst und noch so vieles andere mehr.

Und vor allem die Einsicht, dass du eine innere Stärke hast, die dich bisher und auch in Zukunft durch alle Krisen geleiten wird. Das wünsche ich dir von Herzen :)*

äGpfelcYhexn


Ich würde dir gerne ein Patentrezept verraten, aber leider hab' ich keins @:)

Schade ;-), aber ja, natürlich gibt es da keins.

Ich glaube, dass es wirklich sehr wichtig ist, dass man einen guten Therapeuten findet, bei dem man sich angenommen fühlt und sich richtig öffnen und sich auf alles einlassen kann. Das hatte ich halt bisher nicht wirklich. Ich merke ja schon, dass mir die Beratungsstelle richtig gut tut, weil ich da mehr ich sein kann als irgendwo anders bisher. Zumindest das Ich, von dem ich denke, dass ich es bin?

Ich fühle mich da gut aufgehoben und bin deshalb offener. Aber es wird eben immer deutlicher, dass das nicht ausreicht. Ambulant reicht einfach nicht, weil ich dann wegdrifte, wenn alles schwer wird. Das war auch so eine Art Schlüsselereignis. Ich kam zwar Zuhause an, auch, wenn ich nicht weiß wie und da war viel Glück dabei, aber ich hatte nicht mehr die Kontrolle und da ist die Angst, dass ich in Momenten, wenn ich dissoziiere, meiner anderen, dunklen Seite nachgeben könnte, zu groß. Weil klar, ich habe oft Suizidgedanken, aber ich bin davon so distanziert, weil ich für mich selbst festgestellt habe, dass JETZT gerade der absolut falsche Moment dafür wäre. Ich habe noch so viele Möglichkeiten und gerade eigentlich auch eine gute Zulunftsperspektive! Nicht, dass ich sagen will, dass es einen richtigen Moment gibt, aber es gibt ganz viele ganz falsche.

Mittlerweile sehe ich vieles an mir auch gar nicht mehr so schlecht. Ich glaube, das meinst du auch damit, dass du deine Verrücktheit nicht ganz müssen willst?

Ich mag, dass ich mich kreativ unheimlich entfaltet habe und ich mag ein bisschen meine dunkle, melancholische, aber eben auch verträumte Seite. Und ja, auch, dass ich ein bisschen verrückt bin :D

Aber das momentane Ausmaß ist einfach nicht mehr tragbar. Ich bin kurzfristig überlebensfähig, aber nicht auf Dauer. Mein Körper wird immer kaputter, ich gedanklich immer müder und wenn der richtige Knall kommen würde, wäre es vorbei, das weiß ich. Vorsätze hin oder her, ich verliere mich emotional immer mehr. Rational auseinandernehmen und reflektieren kann ich immer noch, jetzt sogar besser als früher, aber emotional bin ich gar nicht mehr ich und fühle mich einfach wirklich immer mehr so, als wäre ich nicht ich. Da ist so gar kein Bezug mehr zu mir selbst.

Aber durch so viele Dinge, die ich erarbeite, kommen gleichzeitig auch immer mehr Gefühle hoch, die ich nicht mehr händeln kann, also so gar nicht mehr! Ich glaube, ich habe das nie wirklich gekonnt und jetzt kommt die Zeit, in der ich das mal schaffen muss.

Weil wenn nicht, dann kann das einfach nicht mehr lange gut gehen. Ich fand die Formulierung aus dem letzten Loch zu pfeifen auch gar nicht so schlecht, weil das ist genau das. Ich schaffe es irgendwie meinen Alltag mehr oder weniger zu bestreiten, die Uni nur, weil mir das alles so leicht fällt, aber wenn Stress kommt (zB war das auch in den Klausuren so), machts Klick und mir fehlen Stunden meiner Erinnerung. DAS ist für mich nicht mehr tragbar. Dass diese Erschöpfung mich immer mehr und mehr einnimmt. Letztes Swmester war ich so gut wie nie in der Uni. Ich habe ziemlich gute Noten, aber trotzdem fehlt mir etwas..

pFelzhtier@86


Finde es wirklich toll, dass du dich nun (erneut) zu einer stationären Therapie überwunden hast.

Und ich finde, dass du im letzten halben Jahr einige Erkenntnisse gewonnen hast, die umso wertvoller sind, da sie aus dir selbst kommen und dir nicht bloß eingeimpft wurden. Und du scheinst ehrlicher zu dir selbst geworden zu sein.

Weiter so! @:) :)*

pAelnztiexr86


p.s.: bleib dran, lass dich nicht wieder einlullen von äußeren oder inneren Umständen - aber setze dich auch nicht unter Druck, und sei nicht zu streng mit dir selbst.

Du kannst das schaffen, davon bin ich überzeugt...wenn du nämlich nicht über einen Krampfgeist verfügen würdest, wärst du schon nicht mehr hier...

äwpfe,lchen


Danke @:)

Ja, ich bin schon ehrlicher und reflektierter geworden, aber ich fühle mich dabei gleichzeitig schwächer und verletzlicher.

Meine "kalte mauer" bröckelt und das tut weh. Ich bin viel anfälliger, wenn irgendwas schiefgeht oder wenn eben überhaupt irgendwas passiert... das wirft mich immer so schnell aus der Bahn.

Gerade ja z.B. auch. Ich bin so unheimlich genervt, weil nichts vorwärts geht.

Ich dachte, dass die Klinik sich letzte Woche hätte melden müssen, zumindest wollten die das und ich warte und warte und kann nichts machen, weshalb hier alles still steht. Ich kann mich nicht für die Uni zurückmelden, weil ich ja nicht weiß, ob ich ein Krankheitssemester nehme oder regulär gehe, weil ich dafür ja Infos von der Klinik brauche. Deshalb kann ich auch keine Kurse wählen, was richtig nervig wird, falls ich nicht in die Klinik kann, weil einerseits muss ich dann sowieso mehr bezahlen, weil ich dann zu spät bin und andererseits sind dann die Kurse wahrscheinlich sowieso voll. Das ist so schon immer schwer, selbst, wenn man pünktlich ist.

Das ist jetzt nur rein organisatorisch, dazu kommt ja noch das emotionale, dass ich total in der Schwebe hänge, was alles so betrifft.

Mit der MPU, die jetzt bevor steht, ist es genau dasselbe Spiel. Ich war mit allem extra rechtzeitig, habe während der Klausurenzeit parallel das alles noch gedreht und organisiert, bin rumgerannt, um alles zusammen zu sammeln und dann bauen die Mist, meine Unterlagen werden nicht weitergereicht und jetzt ist mein Termin zu spät. Klar, es wäre sowieso nicht sicher gewesen, ob ich denn überhaupt bestehe, aber wenn doch, dann hätte ich den Führerschein vorm Urlaub wieder bekommen und hätte auch fahren können, d.h. mit 2 Fahrern wären wir viel schneller voran gekommen und jetzt wirft das erst Recht alles durcheinander

Mich nervt alles und mir gehts überhaupt nicht gut :°( .

Die letzten Wochen, fast schon Monate waren schon so anstrengend, das alles zu schaffen und ich bin einfach nur total kraftlos und leer und gleichzeitig wieder so voller negativer Emotionen und verzweifelt und müde...

ä0pf$elc"hen


Aber ich hoffe, dass ich da bzgl. Klinik bald mehr erfahre... :)z

Die riefen bisher immer dienstags oder freitags an. Das wäre schön, wenn ich Ende dieser Woche schlauer wäre...

p@elz"tixer86


Ich kann deinen Kampf und deine Gefühlslage ein gutes Stück weit nachvollziehen, auch wenn meine Situation meinen körperlichen Erkankungen geschuldet ist.

Manchmal ist es verdammt schwer sich nicht vom Gefühl überwältigen zu lassen, dass die ganze Welt, ja das Schicksal selbst, gegen einen ist, und dass jegliches Hoffen und Kämpfen sinnlos sind. Da hilft bei einer akuten Attacke dieser Gefühle meiner Erfahrung nach erst einmal nur aktive Verdrängung, ein bewusstes Anbrüllen gegen diese Stimme, wobei z.b. Musik oder Kunst helfen kann. Aber es gibt natürlich auch solche Momente, in denen nichts hilft, und die man einfach nur versuchen kann durchzustehen.

P.s. Ich werde dir auch im Anschluss noch eine PN schreiben. Habe da etwas durch Zufall gesehen, was voll etwas für dich sein könnte...

p\elzftier8x6


Noch als Anmerkung zu meiner Ausasge bzgl "Verdrängung" zu verstehen: ich glaube, dass es so etwas wie gesunde (dann imme nur kurzzeitig angewandte) Verdrängung gibt , und dass sie manches Mal überlebenswichtig ist.

Probleme, die man jetzt da hoc nicht lösen kann, weil die äußere Bedingungen dafür nicht gegeben sind, man bspw. von anderen abhängig ist bei der Lösung des Problems etc., werden nicht dadurch weniger, wenn man sich an diesem Tag ausschließlich mit ihnen beschäftigt.

Es ist natürlich eine Gratwanderung, das ist klar. Man muss sehen kann, wann es eine gesunde und wann eine ungesunde Verdrängung ist , und das erfordert vor allem Ehrlichkeit mit sich selbst.

äXpfelcyhen


Manchmal ist es verdammt schwer sich nicht vom Gefühl überwältigen zu lassen, dass die ganze Welt, ja das Schicksal selbst, gegen einen ist, und dass jegliches Hoffen und Kämpfen sinnlos sind. Da hilft bei einer akuten Attacke dieser Gefühle meiner Erfahrung nach erst einmal nur aktive Verdrängung, ein bewusstes Anbrüllen gegen diese Stimme, wobei z.b. Musik oder Kunst helfen kann. Aber es gibt natürlich auch solche Momente, in denen nichts hilft, und die man einfach nur versuchen kann durchzustehen.

Ja, das schlimme ist einfach, dass ich wirklich gar nichts anderes machen kann, als durchzuhalten und das auszuharren, aber das macht mich eben auch fertig. Dieser stillstand bremst mich gerade so sehr in meinem gesamten Tempo ab. Aber gleichzeitig weiß ich auch gar nicht so genau, wie ich das machen soll.

Mein Praktikum macht Spaß und ich mag meine Kollegen da, aber teilweise fühle ich mich da schon wieder komplett durchschaut. Klar, die sind da auch alle desnsibilisiert für. Mein Praktikum ist gut, aber raubt mir auch gleichzeitig ziemlich viel kraft. Gibt mir aber auch einen Alltag, dass ich wenigstens während des Wartens zumindest irgendwas zu tun habe. Ich weiß noch nicht so genau, wie ich das am besten händeln kann, ohne nach jedem Arbeitstag so kaputt zu sein.

dhanxae8x7


Ruf selbst an wenn sie sich Freitag nicht melden. @:)

ä*pfel@chxen


Ja, hab ja keine andere Wahl..

Ich fühle mich dann nur so nervig und ungeduldig.

Dummerweise bin ich momentan durch das Praktikum halt auch echt schlecht erreichbar, aber schaue in den Pausen immer mal wieder drauf, ob jemand angerufen hat und wenns dann mal so sein sollte, dann würde ich da wohl schauen, ein ruhiges Plätzchen zu finden, um direkt zurückrufen zu können. Komme abends immer frühestens um 21.30 Uhr abends nach Hause und bin so tot, dass ich dann bis 10 Uhr schlafe (kann nicht direkt, wenn ich heimkomme schlafen, aber auch nicht wirklich noch groß was machen) und dann wieder los muss %:|

Ich merke zurzeit, dass ich so ganz wirklich niemals auf Dauer in der Lage wäre, zu funktionieren. Ich hangelmich jetzt schon so durch den Alltag.

Aber ich habe jetzt auch irgendwie Angst, was das alles noch mit sich zieht..

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