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äpfelchen und die Klinik

EBhem7aligWer N'utze=r (#509407x)


Ich finde es auch wahnsinn, was du da veranstaltest. Du bist dir irgendwie darüber im Klaren und kannst es sogar benennen, was deine Psyche da gerade veranstaltest, laberst aber wieder nur 5 Seiten irgendwelches Zeug, was dich keinen Schritt weiter bringt. Warum fragst du nicht einen deiner netten Mitbewohner ob er dich begleitet. In die Klinik. Jetzt.

äMpfel@chen


Warum fragst du nicht einen deiner netten Mitbewohner ob er dich begleitet. In die Klinik. Jetzt.

Die Klinik ist an einem anderen Ende von Deutschland. Da kann ich nicht einfach hinspazieren...

Ich habe gestern mit denen telefoniert und jetzt geht es daran, die Unterlagen zu sammeln bzw. erstellen zu lassen, die sie noch von mir wollen. Der Termin beim Arzt ist ja auch schon ausgemacht. Ich warte da nur noch drauf...

äHpfelFchen


Aber ja, das finden mehrere wahnsinnig, beinahe schon gruselig.

Mir wird oft gesagt, wie gruselig es ist, dass ich auf der einen Seite so reflektiert bin, aber auf der anderen so gelähmt, mir zu helfen. Und dann noch oft so kalt und sachlich und emotionslos darüber rede. Alles Schutzmauer, ich kann mittlerweile auch manchmal im Gespräch Emotionen leicht hochkommen lassen, aber das steht nie im Verhältnis dazu, worüber ich eigentlich rede... aber es wird besser.

Und mich nervt das selbst auch...

Emhema}ligSer Nut7zer #(#5094x07)


Und wie hast du dir konkret vorgestellt, die Zeit bis dahin zu überbrücken? Du musst mir nicht antworten und schon gar nicht 5 Seiten lang. Es wäre nur klug, dass du dir Strategien ausdenkst, wie du klar kommen willst, bis du tatsächlich untergebracht bist. Meiner Meinung nach tätest du gut daran, dich in eine Akuteinrichtung zu begeben, bis du dann schließlich in deine Wunschklinik kommst.

ä>pfqelchPen


So wie ich es eigentlich seit Jahren tue... ich habe keine besonders guten Strategien, weil sonst wäre ich logischerweise nicht wieder an dem Punkt hier, aber bisher kam ich damit immer so weit zumindest nicht zu sterben.

Aber wäre es ganz akut akut, dass ich nicht mehr für irgendwas garantieren kann, dann würde ich wohl hier in die Psychiatrie gehen. Aber nur im schlimmsten Fall, weil ich dort schon war zu Vorgesprächen (logischerweise nicht für die Akutstation, sondern für DBT) und der Ruf ist nicht so toll, aber für den Akutfall wäre das ja ziemlich egal.

Mein Problem ist nur, dass ich nicht erkennen kann, wann es akut ist. Jetzt gerade geht es mir z.B. relativ gut. Also für meine Verhältnisse, aber das kann ganz schnell springen und ich denke dann immer nur, dass ich mich eben zusammenreißen muss, notfalls Medikamente nehme und einfach schlafe, dann gehts schon wieder vorbei. Deswegen graut es mir ja auch so davor, dass die bald leer sind. Weil dann habe ich keine Akutstrategie und dann muss ich gehen...

Ich bin bisher immer viel zu feige gewesen zu sagen, dass ich in die Psychiatrie gehe. Da komme ich noch nicht gegen mein Stimmchen an, die sagt, dass es viel zu überzogen und übertrieben wäre.

Keine Ahnung, wann und wie man sowas bei sich selbst erkennt... aber das Thema ist ja auch schon lange da... mich selbst ernst nehmen und sowas.

Meine Angst kommt aber auch daher, dass ich nicht weiß, was dann passieren würde. Würde ich dorthin gehen...

äTp.fel-chen


Also jetzt wirklich so rein faktisch gesehen. Muss man über Nacht bleiben oder kann es sein, dass man wieder gehen darf.

Kann man dorthin gehen, wenn man keine Bedarfsmedikation mehr hat und sie dringend bräuchte, weil man weiß, dass es dann besser wäre. Darf man auch dann dahin oder muss man kurz davor sein, sich jetzt wirklich wirklich was anzutun.

Ich bin ja meistens so in der Lage, zu kontrollieren, dass ichs nicht tue und dann weiß ich, dass es wieder vorbei geht.

Und ich denke immer, so lange das noch funktioniert, dann gehöre ich da nicht hin...

Vielleicht habe ich aber auch ein komplett falsches Bild.

E&hemal)iger N1utz&er (]#50940x7)


Wir kennen uns nicht und ich weiß nicht, ob du mich ernst nimmst. Aber das, was du hier schreibst ist schon lange akut. Und ich habe den Eindruck, dass es sich gerade noch weiter zuspitzt, ohne dass du es wahr nimmst. Wenn du merkst, dass du wieder solche Gedanken bekommst oder die Medikamente verbraucht sind, fahr in die Akutpsychatrie. Das solltest du wirklich ernst nehmen!

ä\pfelxchen


Ich nehme alles, was hier geschrieben wird ernst und mir zu Herzen, ebenso wie jeden, der hier schreibt!

Auf lang gesehen, ist es akut, ja. Zumindest so, dass ich weiß, dass ich garantiert nicht mehr ohne Hilfe da raus komme.

Ich schwanke nur so unheimlich schnell und extrem, dass es zwischendrin immer relativ "stabil" ist. So wie jetzt.

Da bin ich tief in mir noch immer traurig und verzweifelt, aber dabei eben doch so leer, dass keine akute Gefahr droht.

Ich sitze jetzt halt rum und tue nicht viel, was auch unheimlich belastend ist, aber eben ungefährlich.

Würde jetzt nochmal so etwas passieren wie im Urlaub und es müsste nicht einmal so heftig sein, dann würde ich in die Akutpsychiatrie fahren, denke ich. Ich schreibe bewusst nur, dass ich es denke, weil ich weiß, dass ich dann noch eine gehörige Portion Mut bräuchte. Mut eben dazu, einzusehen, dass genau dann der Moment gekommen ist, dass es nicht mehr geht.

Die Einsicht ist zwar oft da, aber dann bin ich halt - das muss ich zugeben - unheimlich faul und nehme "einfach" die Medikamente, damit die Zeit verfliegt. Auf lange Sicht ist das aber keine Lösung, deshalb ja die Klinik, in die ich will.

EoheUmalDiger Nu7tze=r (#5094r07)


Ich kann dir deine Fragen nicht mit Sicherheit beantworten. Vielleicht weißt das jemand anderes hier besser. Allerdings eines ist sicher: Wenn du Angst davor hast ohne Medikamente nicht alleine klarzukommen (und die hast du ja), dann musst du meiner Meinung nach nicht erst kurz davor sein, dir etwas anzutun. Nimm dir die Hilfe, die du bekommen kannst! Es kann nur besser werden. Den meisten Leuten, die hier regelmäßig schreiben und einen oder mehrere Klinikaufenthalte hinter sich gebracht haben, geht es besser. Nur darum geht es. Du verlierst dein Gesicht nicht, wenn du dir die Hilfe holst und sie auch annimmst, die dir angeboten werden kann. @:)

E6hemaliIger Nu`tzeer (#5x09407)


Gibt es eine stabile Person in deinem Umfeld, die du einweihen kannst? Der du Bescheid sagen kannst, wenn du für den Gang dorthin Unterstützung brauchst? Ich bin mir sicher, dass es dann leichter für dich wäre, wenn du nicht alles alleine mit dir abkasperst.

älpfel6chen


Ja schon... meine Mitbewohnerin. Es gibt noch mehr Menschen, die wissen, wie es mir geht, aber die sind um die Zeit, die immer kritisch ist (abends/nachts) nicht erreichbar, also bleibt meine Mitbewohnerin. Die anderen hier im Haus wissen auch, dass es mir nicht gut geht und kennen Umrisse, aber sie erleben mich eben nicht so. Wie niemand eigentlich.

Das ist das größte Problem, dass ich eben äußerlich so paradox reagiere zu meinem Innenleben. Mir kann es furchtbar schlecht gehen, aber ich kanns einfach nicht nach außen zeigen. Außerhalb meines Zimmers bin ich ein anderer Mensch.

Nachdem ich mich mal verletzt hatte und ausnahmsweise auch ganz heftig geweint, da bin ich irgendwann aufgestanden, habe die Blutungen gestillt, bin ins Bad geschlichen, habe mir das Blut abgewaschen, mein Zimmer sauber gemacht und dann saß ich bei den anderen, als wäre nichts passiert. Dass ich da 15 Minuten vorher sozusagen mir selbst gegenüber ziemlich ausgerastet bin, das war weder zu sehen noch zu erahnen. Das ist mein Problem....

Und mir fehlt der Bezug zu mir selbst, um unterscheiden zu können, was ich noch händeln kann und was nicht, deshalb ist das

Allerdings eines ist sicher: Wenn du Angst davor hast ohne Medikamente nicht alleine klarzukommen (und die hast du ja), dann musst du meiner Meinung nach nicht erst kurz davor sein, dir etwas anzutun.

ein guter Anhaltspunkt.

In meinem Kopf ist wirklich immer das Bild vor Augen, dass ich so heftige Suizidgedanken haben muss, dass ich für nichts mehr garantieren kann. Wobei da irgendein Denkfehler drin ist, weil in solch einer Gefühlslage könnte man wahrscheinlich auch nicht mehr in die Psychiatrie laufen...

Es kann nur besser werden. Den meisten Leuten, die hier regelmäßig schreiben und einen oder mehrere Klinikaufenthalte hinter sich gebracht haben, geht es besser. Nur darum geht es. Du verlierst dein Gesicht nicht, wenn du dir die Hilfe holst und sie auch annimmst, die dir angeboten werden kann. @:)

Danke für die Ermutigung!

Ich weiß nicht, inwieweit du meine Geschichte kennst. Ich war schon zweimal in einer Klinik und Angst, mein Gesicht zu verlieren, habe ich eigentlich nicht. Gut, bei der Akutpsychiatrie, da vielleicht schon.

Aber sonst ist es eher die Angst, mich jemandem anzuvertrauen, dann, dass es schief geht (wieso auch immer, ich war damals ja nicht unschuldig) und ich dann wieder alleine bin. Hoffnungsloser als vorher.

Weil es so bisher eben immer war.

m<s9x2


Du eierst rum wie eh und je.

Wenn es dir nochmal so schlecht gehen würde wie im Urlaub, ja dann würdest du gehen. Und du willst ja auch. Wollen und gehen würden reichen nicht aus.

Ich seh weiterhin keine tatsächliche Veränderung. Ich habe weiterhin das Gefühl, du belügst dich und es wird so weitergehen wie immer.

ä/pfeOlchxen


Ich seh weiterhin keine tatsächliche Veränderung. Ich habe weiterhin das Gefühl, du belügst dich und es wird so weitergehen wie immer.

Naja, ich denke anders als früher, andere Themen, aber das ist keine wirkliche Veränderung.

Aber die Veränderung kann ich ja auch nicht alleine schaffen, weil könnte ich das, müsste ich in keine Klinik.

Dass ich gerade dabei bin, den Klinikaufenthalt zu organisieren, das ist keine ausreichende Veränderung und das weiß ich.

Ich muss dahin, aber bis ich da bin, muss ich eben irgendwie klarkommen...

äapfelXchexn


Das Thema, ob Klinik notwendig ist oder nicht, das steht ja gar nicht mehr zur Debatte.

Dass ich gedanklich manchmal ziemlich durchdrehe, das weiß ich ja.

Keine Ahnung, ich wollte nur in der Zwischenzeit einen Ort, wo ich Ich sein kann... eben schreiben kann, was in mir vorgeht und nicht den äußeren Schein wahren muss...

E`hemali+ger Nutz^evr 4(#509x407)


Hier noch etwas zum Thema "geht es mir schon schlecht genug oder nicht": Dies steht auf einer Homepage einer beliebigen Hofheim Akutpsychatrie:

Hier werden Patienten behandelt, die an Psychosen, Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, Persönlichkeitsstörungen leiden oder suchtkrank sind. Dabei kann es sich um Ersterkrankungen handeln, die stationäre Diagnostik und Therapie erfordern oder um plötzlich auftretende Verschlechterungen von schon bekannten psychiatrischen Erkrankungen.

Meinst du nicht auch, dass das auf dich zutrifft? Ich kann deine Angst verstehen, ich fürchte aber, dass du dich ihr stellen musst. Und ich kann mir wirklich vorstellen, dass wenn du ehrlich mit dieser Angst umgehst und sie offen kommunizierst, dass du an ihr arbeiten kannst und mit ihr umzugehen lernen wirst.

Ich hab deine Geschichte immer mal wieder unregelmäßig verfolgt, meine mich aber auch erinnern zu können, dass du dir selbst schon eingestanden hast, nicht immer ganz ehrlich zu dir selbst gewesen zu sein, was einen Misserfolg bei der Behandlung erklären könnte. Ich habe aus der Entfernung aber schon den Eindruck, dass du hier mittlerweile weiter bist. Deswegen glaube ich, dass es dir diesmal besser gehen wird, solange du mit dir selbst und den Menschen, die dir helfen wollen ehrlich umgehst.

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