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äpfelchen und die Klinik

SgilEkPear`l


Okay, so wie Du Deine "böse Seite" beschreibst, klingt sie destruktiv. Da will ich nun auch nicht weiter drauf herumreiten. Ich selbst habe die Erfahrung einer Integration solcher Gedanken machen dürfen, und es ist im Grunde nicht so wichtig, wie wir sie benennen.

Nachdem ich das Gefühl hatte, ich konnte diese Gedanken einfach nur annehmen und aufhören, sie aus Angst zu bekämpfen, hörte es auf, sie als destruktiv wahrzunehmen; sie schwanden einfach mehr und mehr, bis sie ganz fort waren. Das wollte ich Dir eigentlich sagen. Aber jeder Weg ist anders.

Liebe Grüße,

Silky

ä1p;felxchen


Ja, ich glaube auch, dass sich die böse Seite jetzt geteilt hat. Wie gesagt, diese neue Seite war mir nie so bewusst und vielleicht ist das ja schon ein Schritt in die Integration?

Wie man sieht, ich bin nicht in der Uni. Anstatt es aber damit zu begründen, dass es mir zu viel werden würde, war ich da viel sozialer angehaucht: mit mir stehen Leute auf der Warteliste, die im 16.-7. Semester sind, die brauchen das bestimmt mehr als ich.

Zumal mir jetzt tatsächlich nur noch 2 Module fehlen und das nicht einmal komplett.

Ergebnis ist das Gleiche, ich habe dadurch weniger Stress, egal, ob jetzt klinik oder nicht.

dzanaDe87


Aber als Kind habe ich mich doch nicht so verletzt wie heute?

Aber jemand anders vielleicht und dann ist das eben die Seite die es rechtfertigt und erklärt.

E hemaligjerH Nutzer (!#509407)


Aber jemand anders vielleicht und dann ist das eben die Seite die es rechtfertigt und erklärt.

Das denke ich auch.

Wobei an sich muss ich ja mein Verhalten optimieren. Ich setze nur mich und mein krankes Verhalten wohl zu sehr gleich.

Ich weiß nicht, ob du dein Verhalten optimieren musst. Vielleicht eher zunächst erstmal deine "Gefühlslage". Aber ich würde es auch nicht optimieren nennen, sondern eher (kognitiv) umstruktieren. Wenn irgendwann deine "gute" oder "nomale" Seite öfter in deinem Kopf zu hören ist, dann ändert sich automatisch auch dein Verhalten. Man sagt nicht umsonst: Man fühlt, was man denkt. Und das gilt es zu verbinden. Das ist ein Prozess und erfordert Training und das geht sicherlich nicht von heute auf morgen. Aber aus deinen Gedanken resultieren Emotionen und daraus Handlungen. Ändern sich deine Gedanken, verändert sich automatisch nach einer gewissen Zeit auch dein Handeln.

Würde es dir nicht helfen, deiner bösen Stimme, wenn sie da ist, zu sagen: "Hey, du bist zwar da und ich akzeptiere das, aber ich höre dir nicht zu. Ich weiß, dass da auch noch eine gute/ normale und eine unbenannte Seite ist und denen höre ich viel lieber zu."

Ich entscheide mich ja teilweise bewusst dafür, mich so extrem wie möglich auszutoben anstatt gesunde Wege zu nutzen, die ich aus der Theorie ja kenne. Die Gründe sind mir nur eben nicht bekannt.

Vielleicht ist es an der Zeit, die Gründe nun erstmal zur Seite zu schieben und dich einfach nur deiner guten Seiten zu widmen. :)*

lKuohmarexn


@ äpfelchen:

Man kann sein Verhalten nicht optimieren. Es ist immer eine Reaktion auf die Umwelt. Mir wird so langsam bewusst, wie sehr ich mich in China verbogen habe, um chinesisch zu werden. Ich habe mittlerweile eine solche Anpassungsfähigkeit, dass ich nach zwei Tagen in Österreich anfange, mit österreichischen Akzent Deutsch zu sprechen. Ein bisschen spooky. Ich weiß nicht, ob du dich genauso verwinden möchtest oder das momentan nicht schon tust.

Ich kann dir nur zu dem ständigen Verbessern etwas sagen. Bei mir ging es in dem Bearbeitungsprozess, der noch immer andauert, darum, Maßstäbe dafür zu finden, was ich tue und was die anderen tuen. Es geht dabei um Einordnen und auch darum, das für mich richtige zu finden. Was die anderen denken, hat mit mir wenig zu tun. Ich glaube, dass auch dies noch auf deinen Aufgabenzettel wandern sollte.

Ich hoffe, ich schreddere dein Gehirn nicht vollständig. Ist ja ganz schön viel Input, den wir dir hier geben. Es wäre ein Wunder, wenn du alles verarbeiten kannst. @:)

äIpfdelcheVn


Das wäre es wohl wirklich, also ein Wunder. Aber ich sauge die Ideen sozusagen auf und fange an, über die nachzudenken und sie zu bearbeiten.

Überfordert bin ich nicht, mein Kopf hat so einen Schutzmechanismus, dass er sich einfach in Leere hüllt, wenn ich überfordert bin. Das sorgt dann automatisch dafür, dass ich nur leichte Dinge tun kann und das ist okay.

Ihr fordert mich im positiven Sinn, das ist schön.

Momentan hänge ich nur sehr in diesem Unithemading (morgen nochmal das gleiche Spiel - langweilige Veranstaltung (die ich nächstes Semester zu 100% durch was interessantes ersetzen könnte) und hinquälen oder gar nicht erst hingehen) und das ist eigentlich so lapidar, aber macht mich echt fertig. Damit werde ich wohl die ganze Nacht zu kämpfen haben %:| .

Richtig bescheuert ;-D

E6hemaliQger Nuntzer (#50940x7)


Momentan hänge ich nur sehr in diesem Unithemading (morgen nochmal das gleiche Spiel - langweilige Veranstaltung (die ich nächstes Semester zu 100% durch was interessantes ersetzen könnte) und hinquälen oder gar nicht erst hingehen) und das ist eigentlich so lapidar, aber macht mich echt fertig. Damit werde ich wohl die ganze Nacht zu kämpfen haben %:| .

Ich als Studentin in den letzten Zügen meines Studium (hab' die Schnauze voll) würde dir sagen: Geh einfach nicht hin und mach dir 'nen faulen Lenz. Du hast genug geackert! ;-)

Aber mal ehrlich, wenn du nächstes Semester spannendere Themen erwischen wirst, dann gönn' dir doch wirklich mal ein ruhiges Semester und vertrau einfach drauf, dass das mit der Klinik klappt.

äcpfehlchen


Ja, wäre sinnvoller. Ich hänge aber teilweise noch in der Denkweise fest, dass ich, wenn ich hingehen würde und nicht in die Klinik kann, nächstes Semester fertig wäre bzw. im 6. Semester mich nur noch um 1 Klausur und die Bachelorarbeit kümmern müsste ;-D .

Ist ja auch nicht so, als würde ich jetzt sonst gar nichts tun, mir fehlen wirklich insgesamt nur noch 4 Modulelemente, aber mein Gewissen %:| :-X .

Das ist so biestig, manchmal wünsche ich mir, ich hätte in der Schule gelernt, wie man alles nicht so eng sieht.

ä pf/elcxhen


Ich als Studentin in den letzten Zügen meines Studium (hab' die Schnauze voll)

Oh, in den letzten Zügen? Dann gehts bald an die Bachelor(oder Master-)arbeit, oder?

Ich will am Liebsten gar nicht aufhören zu studieren. Kommt mir vor, als hätte es gerade erst angefangen und ich hätte noch gar nicht so richtig das Student sein gelebt. War halt immer so eingeschränkt (psychisch und finanziell), dass mir irgendwas fehlt. So die Freiheit auskosten ;-D .

E|hemaligSer Nutyzera (#x509407)


An die Examensarbeit geht's, jap. Ich hab noch die letzte Möglichkeit erwischt, nicht auf Bachelor/Master zu studieren, aber das ist auch schon 10 Semester her. %:|

ä+pfedlchxen


Was studierst du denn?

Bist du jetzt auch so im Stress, weil die Frist abläuft? Das Problem haben zumindest ganz viele Lehramsstudenten bei uns...

Ich will auf jeden Fall noch den Master dran hängen, aber den mache ich nicht in meiner jetzigen Stadt. Einerseits, weil ich entweder einen spezialisierten machen will und der hier nicht angeboten wird, andererseits tut ein Wechsel nochmal ganz gut (aber bestimmt auch weh, aber es war klar, dass ich nicht hier bleibe).

ä'pfe5lcxhen


Danae

Aber jemand anders vielleicht und dann ist das eben die Seite die es rechtfertigt und erklärt.

Das ist ja das Problem, da gibts nichts gravierendes in meiner Vergangenheit, dass das rechtfertigen würde. Also es gibt schon viele mögliche Faktoren (leichtes Mobbing, kaltes, distanziertes und sehr strenges Verhältnis zum Vater) und prägende Erlebnisse (wie eben z.B. die vielen Übergriffe, die aber weitaus schlimmer hätten sein können), aber dann muss ich ein unheimlich schwacher Mensch sein, wenn ich das nicht wegstecken kann. Deshalb macht es mich ja so verrückt. Weil entweder mache ich aus einer Fliege einen Elefanten und komme wirklich nicht drauf klar oder ich komme eigentlich drauf klar, schiebe es aber als Ausrede vor (aber dann bleibt immer noch die Frage, wieso ich eine Ausrede brauche, weil das Verhalten muss ja einen Ursprung haben, welcher ist es dann) oder ich komme drauf klar, will aber krank sein und will Aufmerksamkeit und schiebe es deshalb vor.

Ach, ich habe von mir heute sowieso wieder ein richtiges Scheißselbstbild und könnte kotzen, deshalb tendiere ich ja dazu, dass ich einfach mal klarkommen soll und froh sein soll, dass mir nichts Schlimmeres passiert ist.

Dybdahl

Vielleicht ist es an der Zeit, die Gründe nun erstmal zur Seite zu schieben und dich einfach nur deiner guten Seiten zu widmen. :)*

An guten Tagen würde ich dir da zustimmen, heute bin ich einfach nur voller Selbsthass und frage mich, wozu ich der guten Seite Raum lassen sollte.

Aber den Grundgedanken verstehe ich, die Umsetzung ist nur wieder so so schwer. Nicht, weil ich nicht wüsste wie, sondern weil ich mich nicht danach fühle, es zu tun.

luomaren

Man kann sein Verhalten nicht optimieren. Es ist immer eine Reaktion auf die Umwelt. Mir wird so langsam bewusst, wie sehr ich mich in China verbogen habe, um chinesisch zu werden. Ich habe mittlerweile eine solche Anpassungsfähigkeit, dass ich nach zwei Tagen in Österreich anfange, mit österreichischen Akzent Deutsch zu sprechen. Ein bisschen spooky. Ich weiß nicht, ob du dich genauso verwinden möchtest oder das momentan nicht schon tust.

Ja, das könnte schon sein... mittlerweile führe ich nicht mehr nur ein Doppelleben, sondern gleich 3 oder 4. Je nachdem, wo ich bin, bin ich so, wie ich denke, dass ich sein soll.

Hast du zu dem zurück gefunden, was du bist, wenn du dich nicht anpassen willst bzw. denkst, dass du es musst? :)*

Bei mir ging es in dem Bearbeitungsprozess, der noch immer andauert, darum, Maßstäbe dafür zu finden, was ich tue und was die anderen tuen. Es geht dabei um Einordnen und auch darum, das für mich richtige zu finden. Was die anderen denken, hat mit mir wenig zu tun. Ich glaube, dass auch dies noch auf deinen Aufgabenzettel wandern sollte.

Ja, das ist wohl wirklich eine Sache, die mir Probleme bereitet. Ich lebe irgendwie im ständigen Wettkampf mit anderen, ohne dies offensichtlich zu tun. Ich freue mich nicht, wenn ich besser/schneller/sonstwas bin, ich brauche es nur als Bestätigung, dass ich irgendwas kann. So als Maßstab eben, dass ich hier rein passe und hier rein gehöre...

Und um mir selbst etwas zu beweisen. Ich wetteifer also nicht in dem Sinne, dass ich das offen austrage und mir darauf was einbilde, nein, es sorgt eher dafür, dass ich mich nicht herabwürdige. Mir gehts durch das Mithalten mit anderen nicht um Stolz, sondern um einen Grund zu finden, mein Selbstbild nicht noch weiter herabzusenken...

Klingt trotzdem fies und arrogant und richtig nervig %-| .

*

Ja, heute ist kein guter Tag. Ich weiß schon wieder nichts mit mir anzufangen und außerdem werfen mich heute Kleinigkeiten so aus der Bahn. Habe gerade eine meiner Lieblingslampen aus Versehen kaputt gemacht und bin sowas von traurig. Ich sag ja, emotional bin ich entweder ein Eisklotz oder ein Kleinkind. :-X

d{an6ae87


Wenn ein Scheiß-Tag ist, geh ins Bett. So ein Tag wird auch nicht mehr besser wenn man länger wach bleibt, aber am nächsten Tag sind da die Karten neu gemischt.

ädpfelcbheBn


Den Gedanken hatte ich auch gerade, aber hab ich gestern schon gemacht und ich wach dann ziemlich flott wieder auf und kann dann erst spät wieder einschlafen und muss morgen früh raus...

Hm, die Zeitschleife fängt wieder an... vom Gefühl her. Mit einem Schlag wurden mir wieder die üblichen Zweifelgedanken entgegengeschleudert und entweder muss ich darüber nachdenken (was so dumm ist) oder ich denke gar nicht und bin total lethargisch...

Ja, ich hole gerade Schwung und drehe mich wieder richtig heftig nervig im Kreis.

äbpfeRlchxen


Aber immerhin weiß ich jetzt, dass es gleich wieder von vorne losgeht, nur die Intensität wird eine Überraschung und ich bin ziemlich kurz davor zu Tavor zu greifen, aber wäre wohl auch nicht schlau. Aber ich könnte schlafen, einfach alles verschlafen.

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