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äpfelchen und die Klinik

Dxé.lBiée


Es sollte mir nicht so wichtig sein wie es ist, ja, aber das ist die Traurigkeit. Menschen in meiner Umgebung steigen aus, hier auch.

Nicht, weil ich abhängig davon bin, dass ich Rückmeldungen bekomme (auch, wenn das sehr schön ist und ich mich sehr freue), sondern weil ich das Gefühl habe, immer mehr und mehr aufgegeben zu werden.

Aber: Ne, die wissen alles dazu, also meine Ängste haben die vorher per Mail bekommen, also sehen die anscheinend schon, dass es noch irgendwie möglich ist, zusammen zu arbeiten. Ich bin richtig motzig, ich weiß das. Da spricht halt Müdigkeit und Angst aus mir. Dass es nicht um Lust geht, weiß ich, weshalb ich das bewusst auch nicht so formuliert habe. Ich bin nicht begeistert (aber das ist wohl verständlich), aber ich versuche es nochmal. Ob ich hier rumsitze oder es da nochmal versuche... klar, dass ichs versuche. Ich träume nur vor mich hin, dass ich noch abspringen kann, wenn die Panik kommt. Ich hatte früher nur Panikattacken in Bussen oder vor Menschen, aber jetzt kommen sie einfach aus mir raus, einfach so, wenn ich nur da sitze. Das ist meine Art, damit umzugehen, weil ich es anders nicht weiß, weil die nie in der Form da waren.

F(liWederNinxa


Du hast einen schwierigen und evtl. längeren Weg vor dir. Aber den solltest du gehen, um wieder gesund werden zu können. Ich glaube dir, dass es dir schwer fällt und du am liebsten alles so lassen möchtest, wie es ist. Aber dann tritt keine Besserung ein.

Gab es denn einen Grund, weshalb du auf einmal nicht mehr in die Klinik möchte? Hat es damit zu tun, weil es hieß, solange du in der Klinik bist, solltest du hier nicht mehr schreiben? Macht dir der Gedanke Angst?

Dcé.lixée


Ne, ich hab letztes Mal ja auch nur ganz wenig geschrieben. Man hat da nicht wirklich Internet, abgesehen vom Datenvolumen vom Handy, aber da habe ich nie viel. Gut, diesmal habe ich einen Surfstick, aber ne, daran liegt es nicht.

Ich war ja die ganze Zeit schon am Zweifeln, weil einfach so schrecklich viel passiert ist dort und eben auch unschöne Dinge. Davor hab ich jetzt Angst. Gegen Ende gab es viele Fehlentscheidungen, ich hab gebettelt, dass sie mir bitte zuhören und mir glauben, dass das so schiefgeht. Ich habs dann zwar so versucht, wie sie es wollten, aber das hat nicht geklappt und wir mussten den kompletten Therapieprozess unterbrechen.

Ganz schlimm Angst habe ich auch, weil ich das mit dem Erbrechen ziemlich gut im Griff habe bis auf ein paar minimale Ausnahmen, aber kein Vergleich zu dort. Ich war früher mal bulimisch, dann Jahre nicht mehr und seit ich da in der Klinik war/bin, ist es wieder Thema. Das will ich nicht, ich ekel mich vor mir selbst.

Ich habe ziemlich viel zugenommen dort, womit ich überhaupt nicht klarkam und worin ich auch nicht unterstützt wurde.

Ja, ich bin jetzt wieder leichter (aber ich hab noch das Mindestgewicht!), aber dafür projiziere ich meinen gesamten Hass nicht mehr so massiv auf meinen Körper bzw. lebe allgemein nicht mehr alles so sehr mit dem Körper aus wie wenn ich es tue, wenn ich erbreche.

Ja, hauptsächlich quakt mir die Essstörung da rein. Ich habe nicht so viel zu verlieren, abgesehen davon, wieder ein wenig die Kontrolle zu haben und meinen Körper nicht ganz so sehr zu verabscheuen. Klingt lapidar, für mich ist es lebensnotwendig.

DWé.li[éxe


Die Essstörung, die ist schon eine Nummer. Ich habe mir (leider) mittlerweile angewöhnt, ziemlich häufig die Augen zu verdrehen und mich über mich selbst lustig zu machen, ich nehme mich da selbst nicht mehr wirklich ernst, wenn ich mir überlege, dass eine Zahl mein Leben derart bestimmt. Aber ich schaffs einfach nicht.

Ich hab auch Angst vor der Konfrontation mit dem Gefühlen, die vor der Verlegung hochgekommen sind. Die wurden dann einfach runtergedrückt aufgrund anderer Differenzen (die Fehlentscheidungen halt), aber die sind nicht weg, gar nicht!

Ich verletze mich wirklich selten im Vergleich zu früher, aber wenn, dann übel und ich habe Angst, dass es da auch wieder passiert, wenn wir an die Gefühle und die Schuldproblematik gehen und ich dann rausfliege oder wieder verlegt werde. Ich war so ohnmächtig auf der Geschlossenen und so verzweifelt, da eingesperrt zu sein, umgeben von Leuten, die Türen knallen und nachts rumschreien (mein Zimmer war herrlich, jede Nacht ein riesen Aufstand). Ich habe mich schon ziemlich oft verlassen gefühlt, aber niemals so so sehr wie da. Niemand wollte mit mir reden, ich hatte keine Ahnung, wann und wie ich da wieder rauskomme (wollte ja niemand mit mir reden) und ich hab Angst.

Dsé.lxiée


Ich hab gesagt, dass ich nicht diskutieren werde und ich habe eine Weile überlegt, ob ich das, was ich noch denke, schreibe oder nicht. Ich werds schreiben, weil ichs satt habe, nicht zu sagen, was ich denke.

Wieso war es letztes Mal okay, dass ich manchmal hier geschrieben habe, um zu berichten und was ist jetzt anders? Nur, weil ich mich immer noch im Kreis drehe?

Darf nur ich das nicht, aber andere schon?

Wer freut sich mit mir, wenn ich es schaffe, ein Glas irgendwas zu trinken, ohne innerlich zu kämpfen, wenn mich doch niemand so gut kennt und weiß, wie schwer mir das fällt?

Wem erzähle ich, dass ich es geschafft habe, einen Teller von irgendwas zu essen, wenn dort niemand weiß, dass ich da tierisch Panik habe?

Und wem schreibe ich, wenn ich es geschafft habe, dem Druck wirklich standzuhalten und nicht zu schneiden?

Wenn ich mehr als 50kg wiege und mich nicht zerschneiden und auseinander reißen will?

Wenn irgendwas tolles passiert?

Meine Familie und Freunde wissen nicht, dass ich das meiste erbreche, stundenlang renne, mich dort schneide, wo es niemand sieht, weine, nichts fühle, Angst habe. Fast immer alles dabei habe, damit ich ganz einfach komplett aussteigen kann. Dass ich ein Drogen- und Tablettenlager habe und jeder Tag ohne ein riesiger Gewinn ist.

Für die meisten ist es selbstverständlich, mal ein Stück Schokolade zu essen, für mich ist es Krieg. Ein Krieg, den ich hasse und der mich gerade ganz gewaltig umbringt, weil sich das so zugespitzt hat in den letzten Wochen.

Und in der Klinik werden Menschen sein, ja, aber niemand von denen kennt mich und weiß, wie riesig die Überwindung zu vielen Dingen ist.

Dmé.;lixée


Das wisst nämlich alles nur ihr hier, weil mein Umfeld noch angewiderter von mir wäre, mich noch mehr für eine Versagerin halten würde und mich abweisen würde, weil ich in der Hinsicht ganz oft ganz schwach bin.

Ich kotze grad Worte, weil ich richtig mies traurig bin. Und müde.

keratzEkaetszchHen


Hilft es dir wirklich, dass das alles ein anonymes Publikum weiss? Hilft es dir, dich dem ganzen bewusst zu machen?

Ich frage, weil die Anonymität zum Grossteil beschützt - schliesslich kennen dich die Leute hier nicht im realen Leben, oder haben dich erst danach im realen Leben kennengelernt. Damit ist aber die Unterstützung weniger real auch, und du hast weiterhin die Befürchtung, dass Leute im realen Leben sich von dir abwenden würden, wenn sie das über dich erfahren. Damit wirst du die Angst nicht los.

Ist diese Angst ein Grund, warum du dich nicht wirklich gegenüber den Leuten in der Klinik öffnen kannst? Oder die Angst nicht verstanden zu werden? Und du dir versuchst dieses virtuelle Verständnis zu erhalten.

Aber ich kann da jetzt nur von mir ausgehen: Mir hilft Verständnis in der realen Welt, von Menschen, die ich kenne, viel mehr als das Verständnis aus der virtuellen Welt.

Man kann diese Leute im realen Leben nur haben, wenn man sich öffnet und es versucht. Und ein Psychologe/ Therapeut (sorry, kenne den Unterschied da nicht genau) kann nur seinen Job machen, wenn du deine Probleme aussprichst und du ihn dich leiten lässt. Ja, das ist schmerzhaft, aber es ist auch mutig und bewundernswert.

E]hemaaliger, Nutxzer (#15)


Dé.liée

Wieso war es letztes Mal okay, dass ich manchmal hier geschrieben habe, um zu berichten und was ist jetzt anders? Nur, weil ich mich immer noch im Kreis drehe?

Ja genau.

Darf nur ich das nicht, aber andere schon?

Andere "dürfen" das genausowenig, wenn ein solches Muster erkennbar ist. Wenn sie das Forum nutzen um ihre Problematik auszuleben, das Forum als Ventil nutzen nichts unternehmen zu müssen.

Wer freut sich mit mir, wenn ich es schaffe, ein Glas irgendwas zu trinken, ohne innerlich zu kämpfen, wenn mich doch niemand so gut kennt und weiß, wie schwer mir das fällt?

Wem erzähle ich, dass ich es geschafft habe, einen Teller von irgendwas zu essen, wenn dort niemand weiß, dass ich da tierisch Panik habe?

Und wem schreibe ich, wenn ich es geschafft habe, dem Druck wirklich standzuhalten und nicht zu schneiden?

Wenn ich mehr als 50kg wiege und mich nicht zerschneiden und auseinander reißen will?

Wenn irgendwas tolles passiert?

Das ist doch die Problematik: Du brauchst es, bist nahezu abhängig davon, dass Andere sich mit Dir freuen, mit Dir leiden etc.. Solange das so ist, bist Du auch nicht gezwungen wirklich etwas zu ändern. Das lässt Dich tiefer in die Spirale rutschen und das wollen wir nicht mit ansehen (verantworten).

Und in der Klinik werden Menschen sein, ja, aber niemand von denen kennt mich und weiß, wie riesig die Überwindung zu vielen Dingen ist.

Und genau damit umzugehen mußt Du lernen um irgendwann gesund, selbstständig und vor allem unabhängig leben zu können.

Natürlich ist es schön und wichtig Menschen um sich zu haben die einem auch emotional nahe stehen, die mit einem fühlen, für Einen da sind, auch mal aufbauen oder trösten usw.. Das ist aber nur dann auch gesund, wenn man nicht darauf angewiesen ist im Einzelfall. Wenn man negative Gefühle auch alleine aushalten, zuordnen, mit ihnen umgehen kann in diversen Situationen. Das gilt es für Dich zu lernen.

Das wirst Du aber nicht, wenn Du weiterhin hier den Raum hast Deine Negativgefühle auszuleben.

Deine Angst vor der Klinik, der Therapie, den Menschen dort - das ist nur allzu verständlich. Aber auch hier solltest Du Dich nicht darauf ausruhen fast schon nach Negativaspekten regelrecht zu suchen (den Eindruck habe ich mittlerweile), sondern versuchen die positiven Seiten zu sehen. Es gibt überall schwarze Schafe, auch in solchen Kliniken - aber diese sind sicher nicht durchgehend vorhanden. Lasse Dich mehr auf sie ein, höre auf sie - selbst wenn sie Dich nicht wirklich kennen (wie denn auch?), wissen sie durchaus was sie tun.

k=ratz)kaet>zchen


Wenn ich mit meinen Vermutungen falsch liegen sollte, dann sorry @:)

D!é.lMxe


Ich sag doch nicht, dass ich in der Klinik nicht rede. Das wäre so absoluter Schwachsinn dann dorthin zu gehen, das ist mir klar.

Ist diese Angst ein Grund, warum du dich nicht wirklich gegenüber den Leuten in der Klinik öffnen kannst?

Ich kann mich Leuten in der Klinik öffnen. Konnte ich die letzten Mal auch, aber in dem Ausmaß will ichs nicht mehr. Und die werden mich nie so gut kennen, dass sie z.B. den Kampf mit meinem Gewicht und der Essstörung erahnen können.

Das ist eine Sache, die durchkämpfe ich hier im Forum seit Jahren und ganz ehrlich, die meisten Leute belächeln meine Angst vor Trinken z.B.. Weil die die Vorgeschichte nicht kennen, dass ich früher tagelang gar nicht getrunken habe, meine Organe angefangen haben zu spinnen und ich als Notfall in der Klinik vorgezogen wurde.

Hm, aber die Essstörung wird diesmal weniger Thema, zumindest in Bezug auf die Mitpatienten. Ich will nicht, dass das groß vor Mitpatienten bekannt ist. Also ich werde es nicht benennen, lügen werde ich natürlich nicht. Außer, dass ihnen vielleicht irgendwann auffällt, dass ich Mahlzeiten auslasse (darf ich aber), ists einfach nicht Thema. Ganz lange war ich letztes Mal die einzige Essgestörte, danach waren wir irgendwann maximal zu dritt. Ich erwarte aber nicht, dass mich da jemand versteht, aber Mitpatienten wollen es verstehen (können sie aber halt nicht) und fangen dann an zu drängen. Das ist nie böse Absicht, aber das pack ich gerade nicht. Ich muss SO aufpassen momentan, ich finds momentan auch sehr schwer, Menschen essen zu sehen, Essen zu riechen und überhaupt, von außen merkt man es mir vielleicht nicht an, aber innerlich herrscht Krieg, ich krieg dann einen riesigen Hunger und häng dann darin fest, dass die Essstörung mir das nicht erlaubt. Und wenn ich im Sinne der Essstörung schwach werde, dann erbrech ich und dann bin ich bald tot, ganz ganz sicher. Und das will ich eigentlich gar nicht.

Bis zu einem gewissen Grad lass ich mir reinreden, weil ich schnell mal die Kontrolle über mein Nicht-Ess und Nicht-Trink-Verhalten verliere und das tagelang durchziehe, aber sonst werde ich zur Furie. Will ich eigentlich auch nicht, ich will überhaupt nicht, dass das Thema ist.

Der Aspekt mit der Schwäche gerät momentan wieder in den Vordergrund: Wenn ich weiß, dass Menschen wissen, dass ich eine Essstörung habe und eigentlich dünner werden will und ich vor denen esse, dann denke ich, dass die denken, dass ich schwach bin, weil die ja genau wissen, dass ich eigentlich nicht essen will und es trotzdem tue. (Wahrscheinlich denkt das niemand außer mir ;-D ). Das ist im Privatleben schon scheiße, in der Klinik wäre es der Horror, weil ich da in einem Raum voll von 60 Menschen sitze und essen soll.

Aber ich kann da jetzt nur von mir ausgehen: Mir hilft Verständnis in der realen Welt, von Menschen, die ich kenne, viel mehr als das Verständnis aus der virtuellen Welt.

Es geht nicht um Verständnis, sondern um Toleranz. In meinem direkten Freundeskreis hier sind psychische Krankheiten kein Unding, die meisten haben - wie ich - klinische Psychologie in der Uni oder haben selbst einen Knall.

So, die wissen aber weder, dass ich als Kind missbraucht wurde, noch, dass ich mich in meiner Jugend weiter habe missbrauchen und vergewaltigen lassen (teilweise wohl sogar bewusst, weil ich ja "Dreck bin") oder dass ich Zuhause in meinem Zimmer manchmal tage/nächtelang Drogen nehme, dass ich ihnen dabei aber eiskalt ins Gesicht lüge, wenn ich sage, dass Drogen schon lange kein mehr Thema sind und dass ich die Kontrolle habe.

Ich bilde mir ein, dass Menschen mich anschauen und all das sehen und mich genau so widerlich finden. Ich weiß wohl, dass das wahrscheinlich zum Teil nicht so ist, aber ich fühle es nicht. Ich mache so viele Sachen, die so erbärmlich sind und ich könnte niemandem mehr in die Augen schauen, wenn die Menschen all das wüssten. Ich habe so viele Sachen gemacht, für die ich mich so schäme, dass ich sie nicht einmal hier niederschreiben kann bzw. konnte, Sachen, die noch gar niemand weiß, aber wenn ich all die Geheimnisse, die ich hier aufschreiben konnte, niemals hier hätte schreiben können, dann wäre ich an mir selbst erstickt. Das alles sind Dinge, die Menschen dazu bringen, einen für Abschaum zu halten.

Und meine Familie... dass ich krank bin, ist logischerweise bekannt, aber wüsste mein Bruder das, würde er mich nicht mehr in sein Haus lassen und nicht mehr mit mir reden (ist keine Vermutung, ich weiß das, weil er in einem Gespräch mal gesagt hat, was er von so Leuten wie mir - unwissend, dass ich dazu gehöre - hält), meine Mutter konnte damit bisher auch nicht umgehen, wäre so enttäuscht und hat früher entweder geschrien oder auch mal geschlagen und mein Vater steht momentan mit Sicherheitsabstand daneben, schiebt wahrscheinlich meine Verkorkstheit auf meine Mutter und würde mir alle finanziellen Mittel streichen, wenn er all das wüsste. Momentan weiß er von meinem Leben genau so viel, nämlich was ich studiere, wie alt ich bin, wo ich wohne und dass ich ständig in der Psychiatrie rumhänge. Früher wurde ich verleugnet, ich wäre ja körperlich so krank und deshalb plötzlich so dünn geworden und niemand wüsste, wieso. Himmel, dass ich irre bin, das kann nicht sein! Keine Ahnung, wie er das jetzt handhabt, ist mir auch egal, solange es nicht wieder eine Telefonkette gibt, dass ich wieder in der Klapse bin. Nicht sorgvoll, die sorgen sich einen Scheiß und erkennen mich nicht einmal auf der Straße, wenn ich vor ihnen stehe, sondern abwertend.

Mein momentanes Umfeld ist nicht dazu geeignet, diese dunklen Dinge zu wissen, wirklich nicht.

Ich übe gerade, Menschen in die Augen zu schauen, weil das jahrelang gar nicht ging. Jetzt themenabhängig, aber ich bin mächtig froh, dass es besser wird. Vor ein paar Jahren bin ich ohnmächtig geworden, wenn mich zu viele Menschen gleichzeitig angeschaut haben, dann bin ich nur völlig auf Drogen überhaupt einen Schritt vor die Tür und mittlerweile gibt es gute und schlechte Tage. Aber es gibt die guten Tage und es gibt die Tage, an denen ich Menschen ein bisschen in die Augen schauen kann. Sogar Menschen, die mehr von mir wissen und so unsicher ich mich dabei auch fühle, weil ich glaube, dass sie direkt durch meine Augen in meinen Abgrund schauen können und all das Schlechte in mir sehen... trotzdem gibts gute Tage.

DQé.(lPiée


Ich hab das Gefühl, dass hier einfach nicht ankommt, was ich sagen will.

Siouhua


Sorry, wenn ich mich kurz einklinke(lese bei dir immer mit), aber von dem was du jetzt zuletzt geschrieben hast, hat mich zum Teil sehr vieles an mich selbst erinnert. Somit lass dir gesagt sein von einer, die auch soviel Scheiße durchgemacht hat, du bist verdammt stark.Verdammt stark. Sonst hättest du schon längst aufgegeben. Sonst hättest du zum Beispiel nicht die Kraft gehabt, das eben alles aufzuschreiben. In dir steckt viel mehr Kraft als dir selbst bewußt ist. Fuck off, die Arschlöcher, die dich nicht verstehen, die brauchst du nicht, die ziehen dich höchstens hinunter. Du musst jetzt mal an dich denken, nur an dich, an niemanden sonst.

Ja, man schämt sich für Sachen, ich auch, aber das bist du, das ist deine Vergangenheit, ein Teil von dir, nichts Schönes, aber auch nichts direkt Schlechtes. Man kann es in Positives umwandeln, denn du hast es überlebt und bist immer noch hier. Irgendwann schließt du damit ab.

Ich hab unter anderem auch wieder mit Ballett angefangen weil ich dadurch Kontrolle über meinen Körper habe und es keiner blöden Erklärungen bedarf, wenn ich sehr schlank bin und ich will, dass der Körper mir gehorcht. Das lässt einen nicht los, aber irgendwann hat es nicht mehr diese enorme Wichtigkeit. Vertrau darauf.

Nur lass die Drogen nicht überhand nehmen. Das ist wirklich eine echte Gefahr und hat auch mich fast das Leben gekostet und man zahlt einen verdammt hohen Preis.

Und dass du dir selbst nichts wert bist, das kenn ich auch, aber das ist der innere Teufel und auf den muss man nicht hören. Du bist sehr, sehr viel wert und bedeutest manchen Menschen sicher sehr, sehr viel. Auch wenn sie das vielleicht nicht immer zeigen.

Also, du schaffst das, selbst wenn du hier begrenzt nicht mehr schreiben darfst. Zeig es dir und der fucking Welt, was du drauf hast. Es wäre sonst ewig schade.

Dgé.lixée


Danke für Deine Worte!

Hihi, ich hab in dem anderen Thread immer mitgelesen, ich mag Tanzen so gerne, weil das so schön aussieht, aber ich bin in der Hinsicht ziemlich... eintönig.

Ich würde auch gerne wieder mehr Sport machen. Ich hab früher geturnt. Zwar nicht als Leistungssport, aber hat mich nicht davon abgehalten, Sachen zu üben, die man eigentlich dort lernt ;-D |-o . Hab das in der Uni mal noch weiter gemacht, dazu dann auch Trampolin, aber seit einem Jahr nicht mehr (da war auch viel als Doppelakrobatik und ich mags nicht, hochgehoben zu werden oder auf irgendwelchen Körperteilen anderer Handstand zu machen; in den Salto schmeißen oder so ging dagegen wieder, das war lustig).

Ich will meine Ausdauer wieder aufbauen und dann erst mal wieder Muskeltraining und dann wieder bisschen Akrobatik, aber alleine. So ein paar Sachen kann man alleine üben, muss nur schauen, dass der Boden nicht allzu hart ist, weil Matten hab ich natürlich nicht. Aber eine Wiese ;-D . Ich bin schon so oft auf den Kopf gefallen, das ist jetzt bestimmt auch egal.

Aber hah, voll gut! Ich hab mal lange den Bogengang vorwärts/rückwärts geübt, aber

Sonst hättest du zum Beispiel nicht die Kraft gehabt, das eben alles aufzuschreiben. In dir steckt viel mehr Kraft als dir selbst bewußt ist. Fuck off, die Arschlöcher, die dich nicht verstehen, die brauchst du nicht, die ziehen dich höchstens hinunter. Du musst jetzt mal an dich denken, nur an dich, an niemanden sonst.

Oh, wenn ich aus irgendeinem Grund schlechte Laune habe (Wut, Traurigkeit, Angst oder Verzweiflung), dann kann ich mittlerweile ziemlich ungemütlich werden. Ich mach 3 Kreuze an dem Tag, an dem ich mal schreie, ehrlich.

Hm, so eine gewisse Art von Kraft sehe ich auch, aber meistens die destruktive. In der Hinsicht kann ich so verdammt ehrgeizig sein, eh, wenn ich schaffen würde, das umzupolen, dann wäre ich übermorgen wohl gesund.

weil ich dadurch Kontrolle über meinen Körper habe und es keiner blöden Erklärungen bedarf, wenn ich sehr schlank bin und ich will, dass der Körper mir gehorcht. Das lässt einen nicht los, aber irgendwann hat es nicht mehr diese enorme Wichtigkeit. Vertrau darauf.

Hm. Das war auch mal nicht so wichtig wie jetzt wieder, aber ich weiß nicht, wie das wieder so passieren konnte.

Nur lass die Drogen nicht überhand nehmen. Das ist wirklich eine echte Gefahr und hat auch mich fast das Leben gekostet und man zahlt einen verdammt hohen Preis.

Und dass du dir selbst nichts wert bist, das kenn ich auch, aber das ist der innere Teufel und auf den muss man nicht hören. Du bist sehr, sehr viel wert und bedeutest manchen Menschen sicher sehr, sehr viel. Auch wenn sie das vielleicht nicht immer zeigen.

Drogen und ich sind eine gefährliche Sache. Ich muss mir mittlerweile eingestehen, dass ich zu schnell die Kontrolle verliere. Alkohol ist überhaupt kein Ding, weil ich den Rausch gar nicht mag, den Kontrollverlust.

Ich glaube zu schnell, dass ich ohne Drogen nichts mehr kann, weil ich meine ganze Energie da rausziehe und das Gefühl, alles schaffen zu können. Das ist so ein Kontrast gegen die Leere. Und gleichzeitig spüre ich dabei, wie der Körper kämpft. Der Reiz zu spüren, wie sich alles zusammenzieht und das Herz gleich raus springt und alle Geräusche und Bilder verschwimmen bis alles schwarz wird, wenn ich zu viel nehme (was ich nun mal tue). Und dann die Frage, ob man die Augen wieder aufmacht oder nicht. Das war für mich wie ein Spiel und ich habs wieder und wieder gespielt und vor gar nicht so langer Zeit kam das Gefühl dazu zurück. Diese Sehnsucht halt. Ich wollte nie wieder so Drogen nehmen wie damals, aber ich habs gemacht, weil ich dachte, dass die Klinik mich sowieso nicht mehr nimmt und dass jetzt alles egal ist, weil ich dann wenigstens wieder Energie habe, nochmal aufzustehen oder ich wäre komplett liegengeblieben. Dafür schäme ich mich auch, weil ich es besser wusste, nämlich ganz genau, dass ich mich dann nur wieder schwer losreißen kann. Ich hab mich aber losgerissen! Ich war schon wieder auf dem Weg und hab dann aber wieder abgesagt, weil ich in dem Zustand niemandem unter die Augen treten und mit niemandem reden und vor allem nicht so mit Kindern toben oder spielen will, was ich aber für mein Leben gerne tue,, aber weil ich genau DAS alles wollte, hab ich alles weggeschmissen und mich darauf gefreut.

Und ich glaube immer, dass ich Drogen brauche, um noch was zu empfinden, aber das stimmt gar nicht, das sind die Menschen. Ich bin es noch nicht so ganz gewohnt überhaupt zu fühlen, ich versuche gerade zu fühlen, was es mit mir macht, wenn Menschen mich mögen. Ich war es gewohnt, dass Menschen mich so lange mögen, wenn ich tue, was sie wollen. Vielleicht kann ich mir noch vorstellen, dass Menschen mich mögen können, wenn sie all das nicht von mir wissen, aber dass sie mich mögen, obwohl sie wissen, was ich alles getan habe und was ich so denke, das kann ich nur ganz schwer begreifen und gefühlt ist das so ein Durcheinander, dass ich mich dann erstmal verstecken und losweinen muss.

Oder dass ich mich wirklich glücklich und irgendwie frei fühle, wenn ein Haufen Kinder auf mir liegt ;-D .

Nähe ist so beängstigend und schön zugleich, aber ich muss die Gefühle sortieren.

Ich kann sehr wohl was ohne Drogen fühlen. Es tut nur viel mehr weh, weil da die Kluft zwischen schön und traurig so riesig ist und die Traurigkeit mich so verschüttet, wenn das schöne Gefühl plötzlich wieder weg ist, weil ich Angst habe, dass es nicht mehr wiederkommt.

Also, du schaffst das, selbst wenn du hier begrenzt nicht mehr schreiben darfst. Zeig es dir und der fucking Welt, was du drauf hast. Es wäre sonst ewig schade.

Will ich auch. Aber ich will es eben auch den Menschen zeigen, die hier mitschreiben oder -lesen, um zu zeigen, dass ich immer noch nicht aufgegeben habe, auch, wenn es ganz viele tun und dass sehr wohl das, was geschrieben wird, bei mir ankommt und ich mir das zu Herzen nehme, egal, was jemand schreibt. Mehr will ich gar nicht und deshalb kann ichs nicht verstehen.

E9hemaVliger Nu%tzerx (#15)


@ all:

Ich habe meinen ursprünglichen Schließungsbeitrag nochmal überdacht, dann gelöscht und stelle in neu ein. Er erschien mir im Nachhinein, gerade als Schließungsbeitrag doch zu hart, wenn man bedenkt, dass Keiner, vor allem Dé.liée, mehr antworten kann.

Ich bitte um Verständnis für diese Handlung.

Liebe Dé.liée,

ich habe Dir trotz der Auflage noch viel Raum gegeben bezüglich der Klinik zu schreiben. Nicht selten war es dann auch schon grenzwertig.

Es ist verständlich, dass es Dir sehr schwer fällt nicht wieder in den "alten" Kreislauf zu rutschen, damit hast Du in Deinen letzten Beiträgen wieder begonnen.

Also sehe ich mich nunmehr gezwungen Dir zu sagen: An dieser Stelle schließe ich den Faden.

Bitte melde Dich, wenn sich etwas getan hat und ich wünsche Dir dafür viel Kraft :)*

(Ein Rat noch:

Drucke Dir die beiden letzten Beiträge aus und gebe sie an Deinen Therapeuten in der Klinik. Sie werden vielleicht für Dich sowie auch Deine Therapeuten ausreichen um einen Anfang zu finden. )

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