» »

äpfelchen und die Klinik

dIaOnaex87


Nun, du hättest dir den ganzen Rest sparen können und nur noch das machen können was fertig muss. Dann hättest du das jetzt machen können statt des Restes und wärest frei gewesen für die Uni. Und eigentlich weißt du das doch aus, du bist ja nicht doof.

ä0pf7elchxen


Achso. Ne, das wäre nicht gegangen, leider. Die Forschung kann ich so richtig erst nächstes Jahr machen. Ich fange da zwar an, aber fertig hätte ich das niemals bekommen. Das Seminar dazu ist ja parallel und allein die Auswertung und alles hätte ich nicht geschafft, ich muss ja erst noch herausfinden, über was ich jetzt genau forsche und vor allem wie.

Der ganze Prozess fehlt noch, wir reden gerade noch über verschiedene mögliche Methoden und so. Ich könnte das jetzt noch gar nicht, selbst, wenn ich die Ergebnisse hätte und nur noch auswerten müsste. Das wird sowieso ein organisatorischer Riesenspaß.

Und ich bin zwar nicht dumm, aber ich dachte, ich wäre besonders schlau, jetzt doch noch ein bisschen was von dem Semester mitzunehmen.

Naja, ich kanns jetzt eh nicht mehr ändern und wenn ich mich mal aufraffen kann und einen ein bisschen guten Tag habe, dann klappt das auch. Heute bin ich nur besonders komisch drauf, aber ich weiß ja auch wieso und das wird wieder besser.

dxanape87


Das letzte finde ich wirklich gut. Das ist ein wichtiger Schritt, nämlich zu wissen das man da nur rumspinnt und das es vorbei geht. Also das man nichts macht sondern einfach abwartet und aussitzt.

ä#pfelRchxen


Ja, ich weiß wirklich, dass das wieder vorbeigeht. Klar, es häuft sich in letzter Zeit leider und so so so oft will ich einfach was nehmen, damit da Ruhe ist, weil mich das wirklich auslaugt, aber zwischendrin gibts Lichtblicke.

Die wechseln sich halt so rapide ab.

Vielleicht sollte ich mir nochmal eine aktuelle Pro-/Kontraliste machen.

Also das man nichts macht sondern einfach abwartet und aussitzt.

Das funktioniert leider nur bedingt. Oder eher gar nicht. Ich baue hier gerade ziemlich viel Scheiße, aber nur so, dass es gerade noch so klargeht und das rede ich mir dann natürlich auch ein.

"Heute war das letzte Mal", "Oh, morgen", "Oh, besser so als dass du komplett durchdrehst", blabla.

Ja, ich bin gerade dabei, mir die Chance Klinik mächtig zu versauen, weil ich gegen das verstoße, was die mir "aufgetragen" haben, was funktionieren muss und das ärgert mich selbst höllisch. Aber das ist die Panik, ganz bestimmt. Ich muss nur gegenankommen.

d6anaex87


Es ist natürlich auch ein sich selbst in die Knie treten wenn du mit deinem verhalten quasi unmöglich machst was du eigentlich willst.

ä9pYfelc|hexn


Ja, ich bin zurzeit wieder richtig dämlich.

Aber nach heute bin ich ein bisschen zuversichtlich, dass ichs in den Griff kriege.

Ich muss mal lernen, ehrlich zu mir selbst zu sein, anstatt mir die ganze Zeit irgendwas vorzuspielen. Oder mir irgendwas überlegen, was ich zuerst tue, bevor ich dumme Dinge tue, um zu überdenken, ob sie wirklich tuen will/soll. Weil will ich ja nicht, zumindest vieles davon will und brauche ich eigentlich nicht. Das ist nur so ein... Keine-Ahnung-Ding.

Ich tue es einfach, ohne das zu überdenken und dann ists zu spät und es ist ja auch grundsätzlich so, dass es mir danach ja auch nur schlechter geht anstatt - wie früher vielleicht ein minikleinesbisschen - besser. Weil ich einfach weiß, wie dämlich und unnötig es ist.

dZanaxe87


Es ist eine Dynamik die sich eingefressen hat. Eine verdammt verkackte schlechte und hartnäckige Gewohnheit. Du brauchst etwas anderes das du stattdessen tun kannst. Dann wird es leichter.

äbpfeFlchsen


Meistens bin ich dann aber ganz unmotiviert irgendwas zu tun... gerade so in Bezug auf meine Hobbys. Das Problem ist auch, dass sich das nicht langsam anbahnt, sondern so innerhalb von Minuten richtig heftig knallt. Das ist so ein kurzes Zeitfenster eigentlich, was ich in den Griff kriegen müsste, aber eben auch so ein unberechenbares. Das kommt so schnell, da kann man nicht gut vorsorgen mit Skills oder so.

Ich habe schon überlegt, ob ich es sage, wenn ich was tue, weil ichs dann entweder doch nicht tue oder einfach, weil es mir dann unheimlich peinlich sein wird, dass ichs getan habe und dann lass ichs ganz schnell wieder.

So ähnlich wie Dein Vorschlag mal bzgl. des Ritzens. Ich habe es mich ja nur einmal getraut und das wäre viel weiter ausbaubar gewesen. Aber ich hatte dann ein schlechtes Gewissen bzgl. meines Umfeldes, weil ich dann jemanden mit reinziehen würde

Ich bin ja immer so darauf bedacht, meinem Umfeld nicht mitzuteilen, wie es mir wirklich geht. Oder es immer allen so recht machen zu wollen, gut wirken zu wollen... und das wäre eine ziemliche Bloßstellung meiner Schwäche durch mich selbst. Und hier Zuhause ist mir das bisschen Aufmerksamkeit, was ich gerade bekomme, schon viel zu viel und engt mich sehr ein. Ich werde dann richtig bissig (nur innerlich, nicht nach außen; ich entziehe mich dem dann nur einfach) und selbstsarkastisch (wenn ich mal etwas dazu entgegne).

dhanaex87


Achte mal genau auf das was vor diesen Knallminuten ist, in den Stunden davor, wie du dich da fühlst und was du machst und so. Am besten schreibst du es auf. Meist gibt es doch Anzeichen, weil man sich aber kaum anders kennt merkt man das nicht.

Du musst das Hobby vorher machen, fest installiert am Anfang würde ich sagen, egal ob bock oder nicht. Oder du gehst jedesmal sofort spazieren wenn es knallt oder setzt dich ins Gemeinschatfswohnzimmer oder so. Raus aus deiner Isolation.

äwpfelcBhen


Ja, Anzeichen gibt es. Ich deute sie sogar meistens richtig, aber machs dann danach trotzdem %:| .

Heute war das so voraussehbar. Ich war erst ??nach der Beratungsstelle? ganz ruhig, dann Zuhause mit einem Schlag richtig ausgelaugt, dann habe ich mit dem Arzt telefoniert und war richtig genervt, weil mich das noch mehr stresst, dass das so lange dauert, weil ich dadurch immer nervöser werde.

Und dann war ich komplett überfordert mit allem. Und ich wusste nichts mit mir anzufangen und hatte Langeweile. Dann hab ichs gemacht. Da hätte ich definitiv ansetzen können und dazwischenfunken. Warum ichs nicht gemacht habe, keine Ahnung?

Ich könnte mich natürlich auch zwingen, dann definitiv irgendwas zu machen. Ja, egal, ob Lust oder nicht... weiß nicht, Klavierspielen funktioniert manchmal ganz gut, ich muss mir nur neue Noten ausdrucken, weil ich seit Ewigkeiten 4 Stücke in Dauerschleife spiele. Malen nur bedingt, weil mir dann nie einfällt, was ich malen könnte und im Schreiben würde ich mich verlieren. Ich könnte aber auch versuchen, das aufzuschreiben, was los ist. Ich habe früher richtig viel geschrieben, aber so kreativ jetzt ganz lange nicht mehr.

Ich könnte laufen gehen, aber das kann ich nur, wenns dunkel ist.

Oder rausgehen, spazieren und fotografieren, das will ich dann so oft machen, aber ich muss mir erst mein Objektiv ersetzen. Das will ich schon seit letzter Woche, ich machs nur nie, obwohl ichs könnte. Muss mich nur mal ein bisschen konzentrieren und es raussuchen und abwägen.

Oder meine externe Festplatte sortieren, das ist nämlich ein riesiger Haufen Chaos und alles doppelt und dreifach.

Oder Sozial- und Familienrecht lernen. Und Strafrecht. Überhaupt was für die Uni machen.

Mir macht das sogar manchmal Spaß, nur ich schaffe es so oft einfach nicht...

Gar nichts davon, weil ich dann da rumsitze und auf was warte, was sowieso nicht passieren wird.

Ich werde in der letzten Zeit immer emotionaler und merke immer mehr, dass ich alles viel schlechter mit mir selbst ausmachen kann als früher. Das macht mir Angst. Ich habe schon so oft gesagt, dass ich mir manchmal wünsche, dass mich jemand genau dann zusammenhält, wenn ich das Gefühl habe, auseinanderzufallen, aber das kommt immer immer häufiger und intensiver... ich würde es nicht zulassen, weil es mir eine Riesenangst macht, aber der Wunsch kommt immer öfter auf.

Ich bin kein Einzelkämpfer mehr, der sich in der Essstörung so richtig austoben kann... dafür sind mir die negativen Punkte einfach viel zu bewusst und deshalb schwingt da immer der Gedanke mit, dass es falsch ist. Früher war das mein Halt, aber das bröckelt und da ich noch keinen anderen habe, suche ich ihn in anderen und will mich festhalten (lassen).

Würde ich aber niemals niemals zugeben, wenn mich jemand fragen würde. Niemals!

dsana>e87


Soll ich dir was sagen: Wenn gar nichts mehr geht dann fange ich an komische Lieder zu dichten die dann in etwa so gehen: "Lalal und gleich dreh ich ab, und alles kreischt, lalala, hier weiß eh jeder besser wie der Hase läuft lalal wieso also auch auf mich hören wenn ich sage Jacke an, du hasten husten, tralala mir doch egal, ich hüpf einfach auf einem Bein lalala" und manchmal mach ich das dann auch gleich, also auf einem Bein hüpfen. Es geht nicht draum etwas bestimmtes zu tun, es geht darum irgendwas zu tun.

ä3p:felch1en


Hihi, ich setz mich manchmal vor meinen Nymphensittich und rede mit ihr. Oder singe ihr ein Lied ;-D

"Piep piep piep, Vayu, die hab ich lieb, die singt mir gern ein Lied, piep piep piep, wir haben uns ja lieb und so auch geht das Lied".

Das hörte man hier ganz lange durch meine Zimmertür. Immer mehr Strophen und dazwischen Gezwitscher.

Ich rede sowieso ständig mit ihr. Oder setz mich davor und fütter sie mit Hirse.

Manchmal irre ich durch mein Zimmer und rede, was ich gerade suche und wo sie es denn hin hat.

Das ist noch so eine Angewohnheit von früher, mit meinem Papagei Zuhause. Die hat mehr geantwortet. Sobald mal eine Frage gestellt hat (und die Betonung dann hinten halt auch hoch ging), kam als Antwort: Joooaaaa. Weil Nein kann sie nicht ;-D .

*

Ich würde ja voll gerne mal wieder einfach so drauflos Klavier spielen und da irgendwas Stückähnliches entstehen lassen, aber ich bin zu oft zu perfektionistisch und geb dann wieder auf, weil ich die Noten auch immer mitschreiben muss, damit ichs wieder spielen kann. Impro kann ich nämlich nicht.

*

Irgendwas tue ich dann ja eigentlich immer. Und wenn es der TV ist, der läuft. Meistens setze ich mich aber vor den PC und bin im Internet unterwegs. Gerade sortiere ich aber auch alle meine Fotos der letzten Aktionen und dann kann ich mich vor den PC setzen und mit Photoshop rumspielen. Da vergeht auch gut Zeit und man kann sich irgendwie auch austoben. Sowohl aggressiv, als auch nachdenklich.

Oder ganz oft fange ich eben an zu putzen, richtig verbissen halt, aber das ist körperlich auch ziemlich anstrengend und ich schwächel dann irgendwann nach 2 Stunden. Und dann habe ich halt gerade erst so richtig angefangen und will weitermachen. Ich will da einfach zu viel.

*

Ja, an sich habe ich ja jetzt auch ganz viele Ideen, jetzt muss ich sie nur umsetzen.

Oder eben einfach rumsitzen und ein Lied dichten, die Idee gefällt mir auch ziemlich gut!

Ich erwarte, glaube ich, immer, dass ich dann irgendwas tue, was produktiv ist. Das ist wohl der Fehler.

d_an:aeB8x7


Irgendwas tue ich dann ja eigentlich immer. Und wenn es der TV ist, der läuft. Meistens setze ich mich aber vor den PC und bin im Internet unterwegs.

Das ist nichts tun, das ist sich berieseln lassen. Und es ist wirklich unproduktiv. Wenn du mit dem Vogel eh soviels prichst trifft es sich bestens, dann fällt es dem Rest gar nicht auf wenn du komische Lieder raushaust.

dGanaKe8x7


Das muss sich auch nicht reimen, es muss nur sachen raus lassen.

äPpfelcxhen


Meistens reimt es sich auch nicht. Der Vogel schaut mich dann zwar schief und treudoof mit ihren Knopfaugen an und zwitschert halt echt irgendwann mit, egal, wie dämlich der Text ist.

Also mit was tun meinst du wirklich was tun? Irgendwie aktiv sein, egal wie und nicht nur lesen/etwas anschauen?

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH