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äpfelchen und die Klinik

äbpfehlchxen


Detox-Tee ist eine Mischung aus Brennnessel- und Grüner Tee ;-) . Entschlackt, entwässert, entgiftet. Ist einfach gut für den Stoffwechsel und ziemlich gesund.

Momentan ist das einzige, was ich zumindest ein bisschen kontrollieren kann, mein Gewicht. Wobei das ja auch nicht gut klappt. Aber nein, ich würde nicht sagen, dass es im gefährlichen Bereich des Untergewichts ist. Ich war zwar seit Jahren nie wirklich aus dem Untergewicht draußen, aber ich wiege trotzdem noch mehr als zu meiner schlimmsten Zeit vor der Klinik und selbst da war es nicht so gefährlich, dass man mich hätte zwangsernähren müssen oder sonst was.

Aber das ist ja auch irgendwie immer eine Sache der Definition, ab wann man ein (Unter)Gewicht als potenziell gefährlich einstuft.

SIilkPxearl


Aha ... mit dem Tee sorgst Du also gut für Dich. Bei dem wenigen Essen verlierst Du aber aus dem Auge, dass Du Deinem Körper wichtige Nährstoffe vorenthältst? Sorry, ich will Dir nichts predigen, nur fällt mir dieser gewisse Widerspruch gerade auf.

E]hemal=igerq Nu6tzer )(#50/9407)


Ich wollte nicht unfair sein... Sorry. Ich hab nur das Gefühl, dass du wieder auf der Stelle trittst. Vielleicht irre ich mich auch, ich würde es dir jedenfalls wünschen. :)*

äXpfselch3en


Natürlich trete ich auf der Stelle, ich mache nie was anderes.

Aber dieses Mal liegt es halt auch tatsächlich nicht an mir, sondern an diesem blöden Bericht und dadurch, dass das ganze Prozedere jetzt schon Monate frisst, war es so absehbar, dass mein Mut wieder sinkt und ich jetzt wieder unten und hier an dem Punkt sitze.

Mich kotzt einfach alles an. Ich bin unzufrieden, wenn ich nicht in die Klinik gehe, aber genau so, wenn ich hingehe. Egal, was ich jetzt tun werde, für mich fühlt sich alles falsch an und ich hasse dieses Gefühl von Hilflosigkeit, was ich gerade so stark empfinde.

Aha ... mit dem Tee sorgst Du also gut für Dich.

Ich trinke den, weil ich weiß, dass ich dann nicht Wasser einlager. Das ging früher ja so weit, dass ich mehrere Liter trinken konnte und nichts rauskam, ich nur einmal am Tag auf Toilette musste und aussah wie eine Qualle. Und deshalb habe ich damals dann ja irgendwann fast aufgehört zu trinken und war gefährlich dehydriert, weil ich so panische Angst hatte, dass alles Wasser in mir bleibt.

Die Angst ist immer noch da und an manchen Tagen gehts besser, an manchen schlechter, aber ich trinke trotzdem. Die Folge ist halt, dass ich nichts anderes trinken kann als Detox-Tee. Vielleicht ein paar Schlücke von etwas anderem, aber Wasser und Co machen mir eine Heidenangst. Dass das nicht normal und gesund ist, dass ich so darauf fixiert bin, das ist mir klar, aber besser als so gut wie nichts mehr zu trinken wie früher. Eine meiner Nieren ist immer noch ziemlich angeschlagen von damals, deshalb ist das ja auch so ein elendiger Kreislauf.

Alles dreht sich und dreht sich. Und mittlerweile drehe ich mich halt so sehr, dass ich kotzen muss.

Ich habe mir ja so fest vorgenommen, dass ich das jetzt wieder sein lasse, weil es ja nie so wirklich mein Ding war. Nur, wenn ich ganz viel getrunken habe (nicht Alkohol), weil der Durst so schrecklich war, aber die Angst, dass es drin bleibt, größer. Dann habe ich erbrochen.

Und jetzt gerade kotzt mich einfach nur alles an und ich mich deshalb aus.

Heute nicht, war auch nicht schwer, weil es ja eben nicht mein Ding ist und Essen und Fressanfälle da gar keine Rolle spielen.

Momentan bin ich hoffnungslos und das hasse ich, weil dann tue ich gar nichts, weil ja eh nichts einen großen Sinn macht. Verzweiflung ist da fast schon hilfreicher, dann bin ich wenigstens zugänglich, aber jetzt. Ich sitze Zuhause rum, ersticke an mir selbst und rede mittlerweile nicht einmal mehr wirklich mit meinen Mitbewohnern, weil ich das Gefühl habe, dass es nichts mehr gibt, worüber es sich zu reden lohnt. Von meiner Seite aus.

Früher konnte ich noch sagen, dass ich irgendwas will. Dass ich leben will, glücklich sein will oder sonst irgendwas, aber momentan will ich gar nichts. Ich würde am Liebsten morgens nicht aufstehen, sondern mir irgendwas einschmeißen, dass ich direkt weiterschlafen kann, damit die Zeit vergeht. Und irgendwann würde ich dann bestimmt aufstehen und sagen, so, genug geschlafen.

Ich spiele ziemlich oft mit dem Gedanken, meine restlichen Tabletten zusammenzukippen, zu schlucken und zu schauen, wie lange ich dann wohl schlafe. Der Witz ist, dass ich das nicht in irgendeiner Krise denke, weil es mir ja so schlecht geht, sondern einfach so, um zu schauen, was passiert. Weil mir langweilig ist und ich alles ziemlich sinnlos finde, weil ja immer deutlicher wird, wie schwach ich bin (im Sinne von Klarkommen und Loslassen). Da habe ich früher schon so viel mit gespielt und eigentlich ist es ein kleines Wunder, dass ich das alles immer mehr oder weniger heile überstanden habe. Ich bin nicht akut suizidal, mich reizt es nur es zu probieren, um zu schauen, was passiert. Wie früher.

Und ohgott, wie gerne würde ich mal ganz laut schreien und weinen und um mich schlagen, aber ich tue es nicht. Ich könnte es auch nicht. Das sitzt einfach alles ganz tief und mir drin und zerfrisst mich.

ElhemaliegeYr NDutzer %(#50>940x7)


Auch auf die Gefahr hin, dass es dich noch mehr reizt, was ich schreibe. Aber weißt du, ich bin mir sicher, dass das alles schneller gehen würde, wenn du morgen zum Beispiel bei dem Arzt anrufen und sagen würdest: Hören Sie, mir geht es wirklich nicht gut, ich überlege seit ein paar Tagen einen Haufen Pillen einzuschmeißen, weil mir langweilig ist und ich mal ausprobieren möchte, ob die eine noch funktionierende Niere in meinem Körper dann auch noch versagt.

Ich weiß manchmal nicht mehr, was du dir hier noch erwartest. Welche Reaktion wünschst du dir auf so eine Äußerung? Hier kann dich keiner abholen. Du bist ja mehr oder wenig anonym unterwegs. Du musst endlich selbst handeln, wenn du wirklich etwas ändern willst. Es gibt definitiv Wege, sehr viele sogar. Und dir wurden hier von den unterschiedlichsten Menschen mehrere aufgezeigt. Du musst nur endlich einen einschlagen und nicht mehr an der Wegeskreuzung sitzen bleiben. @:)

E_hFemaloiger NutzeFr K(#b509407)


Und du hast nach wie vor immer noch die Möglichkeit in die Akutpsychiatrie zu gehen. Aber das wurde hier ja auch schon durchgekaut.

Mit Verlaub, ich werde jetzt sarkastisch sein, aber: pack lieber deine Sachen und geh dort hin als drei Stunden pro Tag zu putzen...

äppfXelcBhxen


Ich kann halt nunmal hier draußen nicht mehr äußern, wie es mir geht. Nicht einmal mehr in der Beratungsstelle so wirklich. Ich gehe immer da raus und denke mir, dass ich so gern so viel mehr gesagt hätte, aber ich finde keine Wörter mehr.

Ich sehe so lieb und unschuldig aus (nicht meine Worte), als könnte ich niemandem irgendwas antun, auch nicht mir selbst. Mich nimmt keiner ernst. Und jedes Mal darf ich mir den Spruch anhören, dass es ja gar nicht wieder so schlimm mit der Essstörung ist. Und das ist das Schlimmste, was man mir momentan sagen kann und ich habe es satt, dass zu hören.

Mich hört niemand, ganz einfach. Und das spitzt sich jetzt so langsam zu, dass ich nicht mehr reden kann.

Wenn ichs gar nicht erst versuche, dann kann ich auch nicht zurückgewiesen werden.

Wie soll ich mich ernst nehmen, wenn es hier auch niemand tut. Ich meine jetzt hier, in meinem Umfeld. Was aber halt daran liegt, dass ich so bin wie ich eben bin. Beim Schreiben hier passiert das nicht, aber wenn man mit mir redet, dann springe ich noch schneller umher. Ich widerspreche mir grundsätzlich im nächsten Satz, um das Erstgesagte zwar nicht zu revidieren, aber zu beschönigen. Irgendwie aus Angst, was meine Aussagen bewirken könnten, oder so.

Und natürlich kann mich hier niemand abholen, das will ich auch gar nicht (manchmal vielleicht schon, aber gerade nicht). Ach, keine Ahnung, was ich hier erreichen will. Deshalb verschwinde ich ja auch zwischendrin immer wieder aus dem Thread, weil es halt wirklich nicht mehr viel zu sagen gibt... eigentlich wollte ich heute auch nur schreiben, dass sich das mit dem Bericht so zieht und dann war es aber plötzlich so schön, nicht mehr allein zu sein und ich bin momentan so schrecklich allein zwischen all den vielen Menschen hier...

ENh0emali$ger Nut0zer a(#509x407)


Wie soll ich mich ernst nehmen, wenn es hier auch niemand tut. Ich meine jetzt hier, in meinem Umfeld.

Andersherum wird ein Schuh draus. Die Leute werden dich dann ernst nehmen, wenn du dich selbst ernst nimmst.

Ich hab gerade keine Worte mehr... Ich kann mich nur wiederholen: Bevor du irgendwelche richtig dummen Sachen machst: geh in die Akutpsychiatrie.

Ansonsten würde ICH morgen an deiner Stelle beim Arzt anrufen und drängen. Noch besser direkt hingehen.

ä+pfelJchen


Würde ich eh. Also hingehen, wenn ich wirklich dumme Dinge tun will. Also wenn es über Gedankenspielerei hinaus geht, weil die Psychiatrie hier ist echt nicht so gut vom Ruf her und die würden mich sowieso direkt wieder nach Hause schicken. Zuhause bin ich auch ziemlich sicher, ich würde mir hier auch nichts antun, zumindest nicht solange ich noch etwas Kontrolle habe, was daran liegt, dass ich Mitbewohner habe und ich das ihnen niemals zumuten wollen würde.

Beim Arzt, das bringt leider nichts. Ich renne da jetzt schon ewig hinterher, war schon persönlich 2 mal da, habe 3 mal angerufen und wurde immer weiter vertröstet und mir konnte auch nie jemand genaueres sagen. Wenigstens weiß ich ja jetzt einen Abholtag.

Und ich verstehe sehr gut, dass du keine Worte mehr hast. Würde mir wohl genau so gehen, ja..

S il)kPUearxl


Ich würde Dir auch gern noch was sagen, etwas, das Dich aus dem "Drehwurm" herausbringt, aber da gehts mir selbst ganz ähnlich wie Dir: Was ich auch sagen könnte, es würde Dich vermutllich gar nicht erreichen.

Du lebst im völligen Widerspruch zur Realität und bist natürlich heillos verwirrt deswegen, soviel ist mir klar geworden, seitdem ich bei Dir mitlese. Es kommt wohl darauf an, dass es gelingt, Deine Welt mit Dir in Einklang zu bringen. Das ist nicht unmöglich!!! Du brauchst "nur" den richigen Zugang.

äLpfelichexn


Was ich auch sagen könnte, es würde Dich vermutllich gar nicht erreichen.

Hm, das kommt immer drauf an wie ich eben gerade drauf bin.

Jetzt gerade bin ich wieder relativ normal, komme aus der Uni, habe einen Plan, was ich heute zu tun habe. Ich bin ziemlich zugänglich und ganz anders in meiner Denkweise als abends/nachts. Wie zwei Menschen, bloß, dass ich eben nur ein Mensch bin. Einer, der ziemlich unsicher ist und viel schwankt und sich auch ganz schnell von etwas mitreißen lässt, um sich darin zu verlieren.

Du lebst im völligen Widerspruch zur Realität

Meinst du?

Ich verdrehe manchmal die Realität so, dass es passt, das stimmt, aber ganz oft sehe ich, wie fatal alles ist und noch werden kann. Bloß ist das richtig schmerzhaft und deshalb kann ichs nicht... die Wahrheit sehen.

d~anaAe87


Und ich kann schlecht 1 ganzes Jahr länger studieren, nur, weil ich eine Sache nicht pünktlich abgeben kann.

Pfft, ich hab 2,5 Jahre in den Wind geschoßen und nein, die hab ich schon vor den Kindern gekillt. Fuck off, interressiert am Ende niemanden, das eine Jahr mehr oder weniger oder Pusemuckel.

Und eines will ich mal klarstellen. Du willst nicht die Pillen schlucken weil du Langeweile hast, du kotzt nicht weil du nichts zu tun hast. Soviel Verachtung deinerselbst verleitet mich gerade halt dazu dich ersnthaft zu beleidigen, aber ich hab fünfmal tief durchgeatmet, also... Aber ehrlich, willst du dich oder uns oder alle Verarschen? Man spielt nicht aus Langeweile mit dem Leben sondern weil man Verzweiflung hinter sich hat und ein Gefühl dahinter erreicht hat, so eine Mischung aus Resignation und Verzweiflung und Müdigkeit. Hab da keinen Namen für, aber es ist NICHT Langeweile. Also beweg deinen Arsch akut, ob sich dich wieder heimschicken wirst du erst rausfinden wenn du da bist und wenn, dann fährst du mit er Bahn eben eine Stadt weiter und lässt dich DA einweisen. Wenn du sagst das du ernstlich mit dem Gedanken spielst dich zu töten dann dürfen sich dich gar nicht abweisen.

Du willst gehen wenn es nicht mehr nur Gedankenspielereien sind? Also wenn du die Tabs und den Alk runter hast? Dann kannst du nicht mehr.

Ich schreib dir erst wieder wenn du aus der Klinik meldest. Ich halt dich nicht weiter hier mit Beiträgen so über Wasser das du weiter auf der Klinge balancieren kann.

äKpfelWchen


Gestern habe ich mich wieder ziemlich viel mit dem Thema Klinik auseinander gesetzt. Meine Wunschklinik hat die Homepage verändert und ich habe das Gefühl, dass ich jetzt mehr in Erfahrung bringen könnte, was mich da erwarten würde. Für mich wichtige Fragen wurden jetzt zumindest etwas angedeutet beantwortet und ich bin mir jetzt sicherer, dass es die richtige Klinik für mich wäre, aber dafür umso unsicherer, ob ich der richtige Patient für da bin. Jetzt stehen da nämlich auch mehr Ausschlussfaktoren bzgl. des notwendigen Zustandes des Patienten, damit er da überhaupt behandeln werden kann und jetzt weiß ich auch, warum die so einen riesigen Aufwand betreiben und meinen Fall dauernd in Teamsitzungen diskutieren und so viel Rücksicherung im Vornherein haben wollen.

äjpfe lchqexn


Das hat sich jetzt ziemlich überschnitten.

Man spielt nicht aus Langeweile mit dem Leben sondern weil man Verzweiflung hinter sich hat und ein Gefühl dahinter erreicht hat, so eine Mischung aus Resignation und Verzweiflung und Müdigkeit. Hab da keinen Namen für, aber es ist NICHT Langeweile.

Natürlich ist es nicht Langeweile, es fühlt sich nur wie Langeweile an, weil mein Hirn dann alles ausschaltet und nichts mehr zulässt als diese scheiß gähnende Leere.

Ich kann auch nichts dafür, dass ich so unheimlich nervig bin und schwanke wie die Hölle, mich kotzt das selbst ziemlich an und das ist wahrscheinlich auch genau der Grund, warum ich überhaupt keine Lust mehr habe, weil ich keine Lust mehr auf MICH habe.

SLilk<Pearxl


Meinst du?

Ich verdrehe manchmal die Realität so, dass es passt, das stimmt, aber ganz oft sehe ich, wie fatal alles ist und noch werden kann. Bloß ist das richtig schmerzhaft und deshalb kann ichs nicht... die Wahrheit sehen.

Ich meine es genau anders herum. Du siehst leider nicht, wie gut eigentlich die Realität ist. Dein Blick konzentriert sich auf die negative Bewertung der Wirklichkeit. DAS ist schmerzhaft.

Wenn Du in der Wirklichkeit bleiben kannst, ohne zurück oder vorauszudenken, kannst Du Dich wahrnehmen: Du siehst einfach nur eine junge Frau, die gerade steht, sitzt oder liegt, daran ist nichts schlecht oder falsch. Alles andere fügen wir durch unsere Gedanken bzw. Wertungen hinzu.

Und mit diesen Wertungen empfinde ich Dich als von der Realität entfernt. (Nicht dass das jemand falsch versteht, das hat natürlich nichts mit "neben sich stehen" oder so zu tun!). Ich hoffe, ich kann mich verständlich machen...

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