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äpfelchen und die Klinik

ä`pfZelcxhen


Was heißt hier akut vernünftig handeln?

Es gibt halt diese kleinen Aussetzer (ich betone klein, ich hab meine Methoden, um das weitgehenst im Griff zu halten), die etwas andauern und die ich überbrücken muss, ansonsten kann man da nicht viel machen. Die können da auch nichts machen, was denn auch?

Aber die Tasche wird heute gerichtet, für den Notfall. Mir gehts okay, das reicht mir aus, mehr kann ich auch nicht erwarten.

Wenn du Glück hast, nehmen die Leute in der Akutklinik die Organisation deines anschließenden Klinikaufenthaltes in die Hand oder unterstützen dich.

Das gibts nichts mehr groß zu organisieren. Meine Papiere sind alle da, jetzt müssen sie sich nur entscheiden: Ja oder Nein. Mehr gibts da nicht mehr... und ich warte jetzt darauf, wie sie entscheiden.

äCpfe|lchexn


Falls die Klinik Nein sagen würde, dann gäbe es wieder was zum Organisieren.

Evtl. andere Klinik und da alles von vorne, aber da hätte ich dann Hilfe, wenn es soweit kommen sollte.

E,hemTaligeQr Nut_zer (#"5x09407)


Das gibts nichts mehr groß zu organisieren. Meine Papiere sind alle da, jetzt müssen sie sich nur entscheiden: Ja oder Nein. Mehr gibts da nicht mehr... und ich warte jetzt darauf, wie sie entscheiden.

Okay, das wusste ich nicht. @:)

Was akut vernünftig heißen soll, kann ich in deinem Fall gerade nicht in Worte fassen. Aber Drogen gehören da nicht dazu.

ärpfelcThen


Ja, ich wüsste gern, was akut vernünftig handeln bedeuten könnte..

Ich wüsste so oft so gern, was ich tun könnte...

Aber diese Woche halte ich auch noch durch, ganz bestimmt. Ich habe mir Dinge vorgenommen, die ich tun könnte! Ich muss mich nur aufraffen und es wäre auch besser so, dann wäre ich zu was gut in der Zeit.

äopfelcxhen


Ich entscheide mich gerade heute dafür, wieder vernünftiger zu handeln.

Letzte Woche bin ich ziemlich abgestürzt und in frühere Muster verfallen, mit denen ich so gar nichts mehr am Hut haben wollte: Abführmittel, wenn ich gegessen habe, dann Erbrechen, nichts trinken, etc

Natürlich bin ich jetzt wieder genau da, wo ich nicht mehr hinwollte. Wenn ich was trinke, lager ich ein, nehme zu und hasse mich dann noch mehr, weil ich wieder gar nichts auf die Reihe kriege. Keine Uni, kein Kontrolle über meinen Körper, meine Gedanken machen was sie wollen und mittendrin stolper ich so mehr oder weniger durch den Tag bzw. eigentlich tue ich so gut wie gar nichts. Mein Zimmer ist mal wieder ein Chaos, das fällt aber kaum auf, weil das ganze Haus wüst aussieht (und daran bin nicht ich schuld, ich habe schließlich mein Zimmer bis auf Freitag kaum verlassen).

Ich war am Freitag einkaufen und natürlich habe ich mich tief in mir gefreut, dass mir wieder nichts passt. Ich habe einmal in so einen langen Spiegel auf dem Gang geschaut und mich gedreht, in einem schwarzen Kleid und - oh Wunder - ich konnte meine Knochen zwar auch sehen, aber den Speck neben dran trotzdem dazu. Eine Frau hat mich ziemlich entgeistert gemustert, aber gut. Früher hätte das was mit mir gemacht, aber nein... zumindest, dass ich scheinbar ein bisschen was vielleicht real sehe, hätte mich etwas gefreut... aber was bringt das alles?

Naja, ich bin körperlich zwar topfit, aber merke, wie sich mein Körper wieder gegen aaaaalles wehrt bzw. meinen Willen, das oben genannte wieder zu lassen, wieder richtig heftig boykottiert.

Für mich steht heute an, dass ich trotzdem (oder besser: genau deshalb) ganz viel trinke, egal, wie sehr es wehtut, wie sehr ich einlager und und und. Am besten dürfte ich gar nicht auf die Waage, das wäre vielleicht am allerschlausten, aber dieses bescheuerte Gerät nimmt gerade wieder so viel Platz in meinem Leben ein. Das ist das einzige, was ich (dachte ich ja zumindest) noch irgendwie im Griff hatte und jetzt schwebe ich so vor mich hin. Irgendwo zwischen Alltag und Lethargie.

Wer weiß, vielleicht reden die in der Klinik gerade über mich (da ist heute Teamsitzung), wenn nicht, dann Donnerstag.

Vielleicht bin ich dann endlich mal schlauer, aber ich weiß ganz genau, dann wirds nochmal richtig richtig ernst und heftig und anstrengend in meinem Kopf...

Aber ich will das heute schaffen... trinken. Ich habs schonmal geschafft und ich bin ein ganz schön dummes, falsches Biest, wenn ich anderen deshalb eine Predigt halte und sie ermutigen will und es selbst nicht mehr schaffe. Und ich weiß jetzt wirklich ganz genau, ich darf das nienieniemals schleifen lassen, weil mein Körper sich noch lange nicht davon erholt hat, was ich ihm mit dem Nichttrinken vor Jahren angetan habe und sobald ich da nicht aufpasse, falle ich ganz schnell wieder zurück...

P.S. Ich habe heute sowieso wieder Dinge vor, um nicht in der Lethargie steckenzubleiben. Vielleicht klappts ja, zumindest ein bisschen was...

äPpfel>chen


Ich glaub, ich will anfangen, Tagebuch zu schreiben...

Früher hab ich das mal gemacht, aber kam mir dabei oft richtig dämlich vor %:| . Und dann habe ich die weggeschmissen...

Deshalb traue ich mich nicht, weil ich mir dabei immer so dämlich vorkomme und Angst habe, dass wenn ich es später nochmal lesen sollte, mir noch dümmer dabei vorkomme...

Schreibt einer von Euch Tagebuch?

Ich kann nicht ständig hier im Internet Tagebuch führen, hier auf med1. Das hilft mir zwar, aber ich fühle mich gleichzeitig auch so schlecht dabei, weil ich meine Zweifel und mein Fehlverhalten so offen hier darstelle, dass ich immer mehr das Gefühl bekomme, dass ich langsam echt nicht mehr gut dastehe.

Allein schon, dass ich das jetzt hier schreibe, weil ich es irgendwo schreiben muss, macht mich wahnsinnig. Ich habe das Gefühl, irgendwann zu keineAhnung. Nicht platzen, weil das kann ich nicht, weil ich alles in mich reinfresse, aber irgendwas in die Richtung halt...

dUana7e87


Ich weiß nicht, ich finde es ganz vernünftig wenn du hier schreibst und wir hier und da sagen können wenn es Zeit wird die gepackte Tasche zu nehmen und akut zu gehen. Wenn du allein mit deinen Gedanken bleibst finde ich das auch nicht gesund. Ich schrieb übrigens immer mal wieder Tagebuch wenn ich mich sortieren muss, aber nur wenn ich merke das ich anfange abzurutschen, nicht mehr wenn ich schon unten bin. Denn dann schreib ich mich nur in die Scheiße rein.

Hast du deine Tasche schon gepackt?

ä4pfeXlchxen


Ich könnte auch niemals so Tagebuch schreiben, also so da reinschreiben, wie hier.

Ich schreibe manchmal Gedankengänge, aber nicht so in der Ich-Form, sondern einfach vor mich hin. Hab dafür sogar ein Buch, da stehen noch die Gedichte von ganz am Anfang. Das finde ich ja teilweise schon dämlich zu lesen, aber ich kann nicht ständig Bücher wegschmeißen, wenn da noch Platz ist |-o . Mittlerweile sind da auch viele Zettel drin, aber ich will das alles mal da eintragen und die Zettel loswerden.

Hast du deine Tasche schon gepackt?

Nein, aber mach ich jetzt gleich. Wasch gerade Wäsche und räum hier auf, da mach ich das jetzt einfach.

d(a9nae8x7


Genau, Schlafzeug, Wächselwäsche, Kulturtasche mit dem Nötigsten. Dann muss du da nur noch die Zahnbürste reinwerfen und losgehen.

ä:pfelxchen


Ja, hab ich alles in einen kleinen Rucksack gepackt.

Mitsamt Reisezahnbürste, also ich muss da gar nichts mehr dazu tun. Und noch 2 dünne Bücher, aber welche, die nicht tieftraurig sind, sondern schöne, positive und einen kleinen Block und einen Stift.

Und meine Ersatzkopfhörer und mein Ersatzladekabel.

Steht jetzt hinter der Tür unter meiner Garderobe.

Muss dann nur noch mein Portmonnaie dazu.

d!anaxe87


So muss das. Dann kannst du einfach losgehen, die Hemmschwelle so gering wie möglich halten.

ägpfpelWchexn


Ich verwirr alle Menschen um mich herum.

Mein Herz hat gerade so ausgesetzt, weil die Klinik sich gemeldet hat, aber die haben sich fälschlicherweise gemeldet. Die sind das wohl auch nicht so gewohnt, dass das alles aus der Ferne abläuft und ich gerate manchmal an andere Mitarbeiter, die dann alle verwirrt sind. Mittlerweile habe ich wohl fast alle durch und zumindest kennt jeder meinen Namen und weiß, wer ich bin |-o .

Ich wurde jetzt zum Vorgespräch eingeladen, was ja gar keinen Sinn gerade macht und bin panisch durchs Zimmer gerannt (obwohl ich weiß, dass ichs will, dreh ich immer kurz durch). Letztendlich habe ich doch zurückgerufen und ja, es war ein Fehler.

Meine Akte ist gerade "verschollen", weil die irgendein Arzt hat und deshalb bin ich - trotz der Verwirrung meines bekannten Namens - in die normale Aufnahmeschleife gerutscht.

Dafür weiß ich jetzt, dass mein Fall am Donnerstag besprochen wird und ich wohl am Donnerstag noch eine Rückmeldung bekomme.

Wird die Panik irgendwann weniger oder muss ich warten, bis alles endgültig ist und dann hörts auf?

*

Aber zur Tasche: Ja, theoretisch könnte ich bei der nächsten Krise einfach loslaufen. Oder meine Mitbewohner könnten mir die Tasche bringen, falls irgendwas sein sollte und ich nicht vorher Zuhause bin.

Komisches Gefühl, wie die da so steht...

d anaex87


So ein bisschen Realität finde ich ganz gut.

ä}pf.elfchxen


Inwiefern?

d/anFae87


Na ja, wenn die da so steht und dich durch Anblick ein wenig aus dem Dreh rausholt in den du manchmal rutscht fände ich das gut. So als Erinnerung daran das du auf der Schneide tanzt und das du dir den EInsatz gut überlegen solltest.

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