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äpfelchen und die Klinik

deanaae87


Deshalb will ich ja mein Verhalten, dass momentan ein Ausschlusskriterium wäre, in den Griff kriegen. Zumal es halt keine Verhaltensweisen sind, die üblich sind für mich. Die sind nur jetzt da, seit knapp einer Woche.

Und das überrascht dich? Du weißt was Ausschluß bedeutet und dein Unterbewusstsein tut es. Ziemlich erwartbar, soweit es mich betrifft.

Vielleicht könntest du JETZT aber das was du in der Essklinik gelernt hast brauchen. Versuch dich mal an das zu erinnern, denn jetzt geht es erstmal nur um das Essen und dafür solltest du ja Zeug parat haben.

ä*pferlcxhen


Nein, es überrascht mich nicht. Und das finde ich traurig.

Ich habe das Gefühl, umso mehr ich mich innerlich immer weiter für die Klinik entscheide, mich immer weiter bestätige, dass es das Richtige ist, desto größer wird die Kluft in mir.

Ich gerate immer weiter auseinander, aus den Fugen und zerteile mich. So kommts mir vor und DAS macht mich fertig.

d'an!ae8x7


Vielleicht könntest du das Bild des trotzdenen Kindes in dir nehmen? Weißt du, wenn meine Kinder auf stur schalten weil sie etwas nicht wollen, weil sie Angst haben weil sie es noch nicht gemacht haben, dann rennen sie weg. Sie schreien und stampfen, winden sich auf dem Boden, aber vorallem wollen sie weg von mir. Sie verkriechen sich und wenn ich ihnen folge, versuche die Kluft zu überbrücken, dann gehen sie weiter weg und steigern sich weiter und weiter rein.

Wenn ich aber gar nicht versuche ihnen zu folgen, wenn ich gar nicht versuche sie zu überzeugen sondern einfach warte, mit einem freundlichen Lächeln und aller Geduld die ich zusammen kratzen kann, dann und nur dann kommen sie wieder an. Sie krabbeln langsam auf mich zu, tränen überströmt, geschlagen und noch immer ängstlich, aber sie kommen. Dann werden sie getröstet, es wird nochmal erklärt, bekräftigt das ich dabei bin, das ich stark bin und sie schütze und das wir keinen Schritt getrennt gehen müssen und dann nicken sie. Sie haben noch immer Angst, sie wollen vielleicht auf den Arm oder schluchzen leise, aber sie wagen sich mit mir voran. Und wenn sie die erste Panik geschafft haben, wenn sie sehen das alles gut ist muss ich sie wieder einfangen weil sie dann alles aufeinmal wollen und losrennen. ;-D ;-D

Ich glaube genau das läuft gerade in dir. Nur das du die unsichere Mami bist die hinterher rennt. Du rennst weil du Angst vor der Trennung, vor dem "LIebesentzug" hast. Bleib gelassen, ihr seid in einem Körper, einer Wohnung. Das Kind tobt eine Weile dagegen an und zertrümmert Möbel, aber wenn du dich souverän auf den Boden setzt und wartest, es vielleicht in einen sicheren Raum verfrachtest damit es sich nicht verletzen kann, und dich dann da hinsetzt und wartest, lächelst und einfach durch da sein Trost anbietest, dann kommt dein inneres Kind an und wagt sich mit dir ins Abenteuer. Es zittert bestimmt vor Angst dabei, aber es wird sich trauen und den Kampf aufgeben.

äqpfe$lch9en


Den Vergleich mag ich, danke! Ich glaube, das passt wirklich ziemlich gut. Ein paar Seiten vorher habe ich schon gesagt, dass ich gerade hier der Trotzkopf bin.

Ich glaube, seit ich Gefühle wieder lerne wahrzunehmen und sie nicht mehr so heftig verdränge wie vor knapp einem Jahr noch, stolper ich durch alle emotionalen Lebensphasen. Kleinkind-Trotzalter, ich hole meine Pubertät nach, usw.

Grauselig. %:|

Das mit dem inneren Kind ist schon eine ziemlich gute Methode, oder?

Ich glaube nämlich wirklich, dass mein inneres Kind und ich irgendwie ziemlich große Probleme im Umgang miteinander haben. Ich bin fies, das Kind weint, ich ignoriers, etc.

Mittlerweile kommt mein inneres Kind aber immer mehr an die Oberfläche. Ich bin nicht mehr so eiskalt wie früher. Ich wars früher auch nicht, aber habe es mir ziemlich gut eingeredet.

So richtig mit der Angst bekam ich es erst, als mir klar wurde, dass ich eigentlich in den Arm genommen werden will. Ich lasse es noch nicht zu, dass es jemand tut, aber ich weiß, dass ichs eigentlich will.

Weil ich fühle mich eigentlich ganz schön klein gerade...

Du rennst weil du Angst vor der Trennung, vor dem "LIebesentzug" hast.

Wie meinst du das? Die Trennung von meinem inneren Kind oder eine reale Trennung? Weil vor der realen Trennung habe ich Angst, ja. Immerzu.

Das Kind tobt eine Weile dagegen an und zertrümmert Möbel, aber wenn du dich souverän auf den Boden setzt und wartest, es vielleicht in einen sicheren Raum verfrachtest damit es sich nicht verletzen kann, und dich dann da hinsetzt und wartest, lächelst und einfach durch da sein Trost anbietest, dann kommt dein inneres Kind an und wagt sich mit dir ins Abenteuer.

Aber wie geht das? Mein erster Gedanke war gerade abwarten, aber ist das so schlau? Ich glaube manchmal, dass mein inneres Kind und ich noch nie wirklich im Kontakt standen... ich habe es mir so oft vorgenommen, aber dann gelassen, weil ich nicht genau wusste, ob das alleine so schlau ist. Mit einem Selbsthilfebuch ;-D .

Wie soll ich mein inneres Kind trösten, wenn ich gerade eigentlich Trost und Sicherheit und Halt brauche, aber nicht bekomme (was widerrum aber an mir liegt, bloß weiß ich nicht, wie ich das ändern kann)?

lHuomBarexn


@ äpfelchen:

Es gibt auch Leute, die hätten bei den Problemen schon Schwierigkeiten ein Studium überhaupt hinzubekommen. Ich habe auch erst gemerkt, dass es zuviel sein könnte, als ich in meinem Zweitstudium durch eine Einsendeaufgabe durchgefallen bin. Es war ein Fernstudium und die Einsendeaufgaben waren so etwas wie die Klausuren für die einzelnen Module, bei denen aber ein "Bestanden" schon ausgereicht hat. Danach habe ich das Studium bewusst um ein Jahr verlängert.

Ich habe nach meinem Zusammenbruch Arbeiten noch einmal komplett neu lernen müssen. Mittlerweile würde ich sagen, man hat es geschafft, so ziemlich alles, was Arbeit anbelangt, einmal komplett kaputtzumachen. Das ist recht heftig.

Bei mir reagiert auch die Haut auf meinen psychischen Zustand. Ich habe Schuppenflechte, die fast zu 100% psychisch getrieben wird. Bei einem neuen Schub wird garantiert ein altes Problem bearbeitet. Ich bin jetzt in der vierten Phase, in der durch die Bearbeitung etwas verändert wird und sich meine Haut meldet.

Die erste Phase war abgeschlossen, als ich soweit war, wieder arbeiten zu können. Die zweite Phase hat mit der betrieblichen Wiedereingliederung begonnen. Die dritte Phase hat dann gestartet, als ich einen Chef bekommen habe, der aus der gleichen Abteilung wie früher kam. Momentan kämpfe ich mich mit Beurteilungsgesprächen und Führung ab. Ich kann schon merken, wie es aufwärts geht. Alleine gelassen werden kann man dann, wenn genügend Skills da sind, dass du dich wieder selbst einfangen kannst.

Kennst du Warnmechanismen, mit denen dir dein Körper signalisiert, dass es zu viel wird?

Bei den Selbsthilfebüchern fällt mir ein englisches Buch ein, das sich The Power of Receiving nennt. Es kann helfen, wenn es darum geht, Hilfe zuzulassen. Die in dem Buch erwähnten Monster Parties sind aber nicht ohne, da es sich um Manipulation auf der Ebene des Unterbewusstseins handelt. Ich würde mittlerweile alleine davon die Finger lassen, da mir das einmal aus dem Ruder gelaufen ist. Nach außen ist das nicht aufgefallen, aber ich war den ganzen Tag auf einem innerlichen Horrortrip.

ä#pfelcQhexn


Dieses Neulernen macht mir etwas Angst. Ziemlich sogar, weil ich das Gefühl habe, dass ich ganz neu lernen muss zu leben und das klingt für mich so utopisch. Weil alles in meinem Alltag darauf programmiert ist, dafür zu sorgen, dass ich mich zerstöre. Ich muss mal lernen, mir was Gutes zu tun und es zuzulassen, aber das klappt nicht so oft. Egal, was ich tue, ich fühle mich schlecht dabei. Ich kann nur ganz wenige Punkte ausmachen, bei denen ich mir sicher bin, dass sie zu mir gehören, egal, ob ich krank bin oder nicht. Ich stelle mein komplettes (sowieso nicht gut ausgeprägtes) Selbstbild in Frage und deshalb macht mir das Neulernen Angst.

Aber das ist nur die eine Seite. Dass ich neu lernen muss, Beziehungen einzugehen, das weiß ich ganz sicher. Darauf will ich mich einlassen, ich will nicht mehr so abhängig von anderen Menschen sein.

Wie hast du das Neulernen zugelassen?

Warnmechanismen kenne ich nicht so wirklich. Also ich weiß, dass ich, umso schlechter es mir geht, immer aufgedrehter werde. Es wird dann irgendwann gefährlich, wenn ich wie auf Drogen bin. Dann laufe ich in Gefahr, unberechenbar zu werden, wenn mich nichts oder niemand stoppt. Bisher hatte ich da wohl einfach Glück, dass ich da immer heile wieder rausgekommen bin. Gerade die letzten "Ausfälle" hatte ich Glück, dass mich entweder hier im Forum jemand oder aber meine Sozialarbeiterin gerüttelt hat. Und ein bisschen aufgefangen. Ich bin dann wie ein Luftballon, bei dem man die Luft rauslassen muss. Bloß, dass ich nicht ex-, sondern implodiere. Also soweit kams noch nicht, aber fast. Das war schon manchmal richtig knapp.

Ansonsten schlägt es mir momentan verdammt auf den Magen. Ich habe - abgesehen von der letzten Woche - so gar keinen Appetit.

Früher - und mit zwei Rückfällen bzw. jetzt ja drei - habe ich eine Phase lang (1-2 Wochen) erbrochen. Irgendeine Kleinigkeit gegessen, was getrunken und raus. So als Druckabbau... als ich frisch hier her gezogen bin war das der Fall (da habe ich auch noch nicht wirklich viel getrunken und habe erst die Kurve gekriegt und gemerkt, dass ich was ändern muss, als ich im Bus kollabiert bin. Da habe ich von einen auf den anderen Tag wieder "normal" getrunken. Harter Sprung und es war verdammt schwer, deshalb belastet es mich umso mehr, dass ich da fast wieder reingeschlittert bin bzw. das Trinken nicht ganz unproblematisch verläuft), während der letzten Klausurenphase und jetzt, weil das mit der Klinik so aktuell wurde und der Ekel vor mir.

Ich glaube, ich merke es immer erst, wenn es schon zu spät ist und ich dann alleine gar nicht mehr groß in der Lage bin, zu intervenieren... fällt mir so gerade beim Schreiben auf.

Ich spüre den Knall dann, wenn die Suizidgedanken konkreter oder sogar konkret (war einmal der Fall, gar nicht lange her, da war Akutklinik aber noch gar nicht auf dem Schirm) werden. Oder ich wieder aufwache, nachdem ich dissoziierend in der Küche hing und von außen rausgeholt werden musste. Oder wenn ich schneide und glaube, dass ich nicht mehr aufhören kann...

Ja, ich glaube, ich merke es viel zu spät, weil ich noch nicht weiß, wie ich auf meinen Körper hören kann?

Die in dem Buch erwähnten Monster Parties sind aber nicht ohne, da es sich um Manipulation auf der Ebene des Unterbewusstseins handelt. Ich würde mittlerweile alleine davon die Finger lassen, da mir das einmal aus dem Ruder gelaufen ist. Nach außen ist das nicht aufgefallen, aber ich war den ganzen Tag auf einem innerlichen Horrortrip.

Ja, ich glaube, so Alleingänge sollte ich momentan unterlassen. Ich wohne zwar in einer WG, aber mir ist aufgefallen, dass ich trotzdem ziemlich alleine bin. Würde ich im Extremfall eskalieren, würde das viel zu spät bemerkt werden, weil die es hier gewohnt sind, mich manchmal nicht zu sehen oder zu hören... auch nach Tabletteneskalationen, weil ich unbedingt schlafen wollte. Würde ich wirklich durchdrehen, wäre es viel zu spät. Und ich sehs nicht. Jetzt steht hier zwar meine gepackte Tasche, aber ich habe immer noch Angst, dass ich nicht sehe, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Ich kann Situationen ausmachen, in denen ich gehen könnte, aber nicht muss. Wenn ich im Bett liege und nicht schlafen kann und mit dem Gedanken spiele, einfach meinen letzten Restvorrat zu nehmen, dann könnte ich gehen, ich kann aber auch warten bis es vorbei ist.

Meine Mitbewohner bemerken zwar mittlerweile, dass ich tagelang gar nichts esse oder dass ich anders aussehe, fertiger. Aber von sich aus handeln und mir in die Quere kommen, das würde hier gar niemand. Nicht einmal meine Sozialarbeiterin, weil ich ein ziemlich großes Talent habe, meine Fassade zumindest ein kleines bisschen aufrecht zu erhalten. Und weil ich da schließlich nie in Akutsituationen bin. Ich glaube, würde sie mich mal durchdrehen sehen, würde sie ihre Meinung vielleicht auch ändern, aber wir reden immer nur danach darüber und da sieht sie ja, dass ich doch irgendwie da raus kam. Mal mehr, mal weniger unbeschadet.

Ich bin vom Thema abgekommen, glaube ich |-o .

d'anaxe87


Ich hab das in der Therapie gar nicht so gemacht, es war mehr so eine innere Einstellung.

Die Trennung von meinem inneren Kind oder eine reale Trennung? Weil vor der realen Trennung habe ich Angst, ja. Immerzu.

Ich glaube nicht das du das trennen kannst denn das Kind in dir, das bist ja auch du, es ist ein Aspekt deines Ichs. Das kannst du nicht trennen. Die Verlustangst ist mit ziemlicher Sicherheit auch und gerade die Angst deines Kindanteils. Viele Eltern haben Angst wenn ihr Kind sie gerade nicht so tolle findet und geben dann nach, das Problem mit der Konsequenz und so. Ich glaube das ist so ein Gefühlswirrwarr, das kann man nicht trennen und muss man auch nicht.

Du bist ein Mensch der unter starken Trennungsängsten leidet, einen Teil von dir als getrennt wahrzunehmen und es einfach zu lassen fällt dir ganz schwer. Genau das aber ist nun gefragt. Ertragen das ein Teil von dir gerade von deiner erwachsenen Seite weit entfernt ist in dem was gewollt ist.

Man zerreißt nicht so schnell, man muss und kann oft gar nicht einheitlich und wie ein Block mit allen Anteilen einer Meinung sein. In einem ist Platz, da kann der eine Teil ein wenig ängstlich hinten stehen, ein anderer nach vorne stürmen und einer entspannt abwarten. Bei dir hängt eben ein Teil gerade wütend im Kinderzimmer und randaliert, aber bei allem Abstand ist es in dir und da und du noch ganz.

Aber wie geht das? Mein erster Gedanke war gerade abwarten, aber ist das so schlau? Ich glaube manchmal, dass mein inneres Kind und ich noch nie wirklich im Kontakt standen...

Oh, Kontakt habt ihr bestimmt. Es übernimmt ja immer mal wieder die Regie, gerade jetzt im Augenblick hat es offenbar die Kontrolle und wütet und dein erwachsener Anteil hat dem nichts entgegen zusetzen. Erstmal sieh zu das du dir sichere Dinge zurecht zulegen als Ersatz für das Randaliere. Und dann sagst du dir selbst, also deinem Kindanteil:"Schluß! Du hast Angst, in Ordnung, du willst nicht, auch gut, du bist wütend, das werde ich dir nicht verbieten. ABER du machst unser Haus nicht kaputt! Das erlaube ich nicht. Wenn du wütend bist kannst du Farbe hier auf die Wand werfen, gegen die Matraze trommeln, heiß duschen (oder beliebigen Skill einsetzen), aber es wird gegessen, getrunken und nicht gekotzt."

Du willst auf den Arm weil dein Kindanteil gerade die Regie hat. Dein erwachsener Anteil ist aber auch da und lässt dich zur Uni gehen. Der darf nun endlich seine Schutzfunktion annehmen und ertmal eine Grenze setzen. Und wenn du dann müde bist und Angst hast und all das, dann nimm dich selbst in den Arm, nimm ein Kuscheltier solange du niemanden fragen kannst.

Es geht nicht darum dein Kind nun voll anzunehmen, auszusöhnen. Es geht erstmal darum es in Sicherheit zu halten bis ihr bei der Erziehungsberatung seid.

äwpfeRlchlexn


Ich versuche mal ein bisschen drauf einzugehen, das ist aber viel guter Input und dazu muss ich bestimmt ganz viel denken.

Gut denken.

So richtig schlimm mit dem Getrenntwahrnehmen wurde das ja erst im Urlaub. Vorher auch, aber im Urlaub ganz schlimm, als ich der festen Überzeugung war, dass mir etwas böse Gedanken einpflanzt und das ganz und gar nicht meine sind. Ich habe die Tage meine Aufzeichnungen dazu gefunden, ich war tatsächlich der festen Überzeugung, das erschreckt mich heute noch. Auch diese Stimme, die nicht aus mir kam, sondern eine wirkliche Stimme, die zu mir gesprochen hat, die das noch weiter bestärkt hatte, dass ich jetzt nicht mehr eins bin.

Davor hatte ich ja nur meine selbstausgesprochene Spaltung von Emotionen und Verstand, die ich aber nur so nenne, weil ichs dann besser erklären kann, warum ich so wechselhaft bin. Da weiß ich, dass das nur meine Anteile sind.

"Schluß! Du hast Angst, in Ordnung, du willst nicht, auch gut, du bist wütend, das werde ich dir nicht verbieten. ABER du machst unser Haus nicht kaputt! Das erlaube ich nicht. Wenn du wütend bist kannst du Farbe hier auf die Wand werfen, gegen die Matraze trommeln, heiß duschen (oder beliebigen Skill einsetzen), aber es wird gegessen, getrunken und nicht gekotzt."

Das habe ich mir gerade bildlich vorgestellt ;-D . Ich glaube, ICH würde wirklich mal gerne randalieren und das, was in mir ist, nach außen tragen. Aber ich kann ja nicht einmal schreien...

*

Zum Rest muss ich mir noch Gedanken machen. Das klingt nämlich richtig gut und logisch, aber höllisch schwer.

Aber ich hatte Recht. Die Kotzerei ist vorbei. Ich habe sogar bisschen was gegessen, wenn auch nicht unendlich viel, weil mir immer noch schlecht wird, aber alles drin. Und Tee und Kaffee und überhaupt Trinken.

Ich darf jetzt nur auf gar keinen Fall auf die Waage, weil ich definitiv ausrasten würde. Ich will mal so lange ohne Waage aushalten wie es geht. Wobei das schwer ist, ich muss mir da schon einen Tag setzen, deshalb will ich auf jeden Fall bis nächsten Sonntag ohne Waage. Vielleicht ist das aber auch utopisch, von mehrmals täglich auf eine Woche lang gar nicht zu drosseln...

l{uoma2rSexn


@ äpfelchen:

Deine Beschreibung zeigt zumindest mal, dass du nicht mehr ganz ohne Fangnetz unterwegs bist. Ab und zu funktioniert es noch nicht rechtzeitig, aber zumindest verhindert es Totalabstürze.

Wie ich zum Neulernen gekommen bin? Ich glaube, ich brauche ein Ziel. Allerdings habe ich das schon vor meiner Therapie gemacht. Als ich mein erstes Studium anfing, wusste ich, dass ich die Auslandsaufenthalte nicht schaffen würde, wenn ich mich nicht verändere.

Das Neulernen ist auch mehr ein Aussortieren, was zu einem passt. Ich würde das so beschreiben: Du hast ein Toolkit mit Coping Mechanisms (einen Werkzeugkasten mit Verhaltensweisen für bestimmte Situationen), das bislang nicht für die Arbeitsanforderungen geeignet war. Die Aufgabe besteht darin, das richtige Werkzeug für dich zu finden und dann auch einzusetzen. Es kann sein, dass für manche Situationen ein Presslufthammer angemessen ist, wo du bislang mit dem weichen Kissen um dich geschmissen hast. (Vorsicht: Wilde Assoziationen!) Es können auch Instrumente dabei sein, von denen du nie gedacht hast, dass du sie mal brauchen könntest - bei mir wäre so etwas ein Mascarabürstchen. Am Ende hast du einen neuen Werkzeugsatz, der für dich passt und der auch auf deine Probleme abgestimmt ist.

ä<pf^elbchexn


Über Coping habe ich auch mal eine Arbeit geschrieben :)

Ich bin heute ziemlich fertig, deshalb kann ich nicht so drauf eingehen.

Heute (zum Glück als ich gerade Unischluss hatte) kam der Anruf, dass ich in die Klinik kommen kann. Wir peilen jetzt Mitte/Ende Januar an, damit ich alles regeln kann, usw.

Uni, Haustier...

Ich bin erleichtert, verzweifelt und panisch zugleich, bin ziemlich ausgerastet und habe viel geweint (tue es mit Pausen immer noch), aber ich wills doch so. Kommt jetzt halt verdammt viel hoch, weil es eigentlich ernster wird, aber alles ist ziemlich surreal und da ich heute deshalb nurnoch unfähig bin, lenke ich mich irgendwie ab und hoffe, dass ich heute Nacht schlafen kann. Gestern Nacht nämlich wieder nur knapp 3 Stunden (leider bin ich trotzdem kaum müde).

Zum Glück habe ich morgen einen Termin bei meiner Sozialarbeiterin. Echt zum Glück.

ä]pfKel2chexn


Ich kann das ganze Haus putzen, alles ausmisten, aufräumen, alles, aber in mir passiert nichts. Das Chaos ist übergroß, keine Ahnung, vielleicht wird es sogar noch größer.

Ich heul immer noch oder eher mal wieder und weiß nicht warum. Was da los ist... was ich will, einfach was in meinem verdammten Kopf vor sich geht.

Ob ich weine, weil ich nicht will oder weil doch oder.. keine Ahnung. Ich bin komplett durcheinander, vom Geheule ist mir kotzübel und ich glaube, ich seh aus wie eine Mischung aus einem Panda und einem Frosch..

m7sk92


Ich bin froh, dass es klappt.

ä7pfel(chxen


Ich ja auch. Meistens. Momentan heule ich auch gar nicht mehr. Aber SO viel, wie ich geweint habe, da bin ich jetzt wahrscheinlich einfach leer ;-D .

Eine Ärztin in der ersten Klinik wollte mal ganz witzig sein: Ich hatte eine Bindehautentzündung und bin ja eigentlich bekannt dafür, dass ich nicht weine. Sie meinte da nur knallhart, dass meine Tränen wohl einfach vergammelt sind :-X ]:D

Aber ich bin froh, mir tun die Augen weh, mir ist schlecht und öh, so viel wie die letzte Zeit habe ich wohl vorher insgesamt im Leben geweint.

Meine Mutter weiß jetzt Bescheid, muss jetzt noch den ganzen Unikram regeln, damit ich nicht überall rausfliege bzw. Fristverlängerung bekomme.

Aber gerade bin ich nur unendlich geschafft.

d@anael87


denk immer an Beppo Straßenfeger, eines nach dem anderen. ;-)

ädpfehlchexn


Hachja, Momo :)

Es meiner Mutter zu sagen, das war nicht sonderlich schön, aber für mein Empfinden leichter als das, was noch fehlt.

In der Uni jetzt alles zu klären (wenn mir eine passende Formulierung für die Mails einfallen), das macht es offiziell.

Dann lasse ich hier etwas los und das finde ich schwerer.

In der Klinik muss ich auch nochmal anrufen, wegen Versicherungsfragen.

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