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äpfelchen und die Klinik

dxanae8x7


Na ja, aber er ist schon absehbar oder? Also wenn du nichts tust dann knallt es wenn du in die Klinik gehst weil dann alles an der Uni zusammen bricht. vermutlich eher vorher weil du dann in Panik alles regeln willst was noch zu retten ist. Und derzeit scheinst du mir das nichts-tun einfach als Wand vor der dahinter liegenden Panik zu nutzen. Als ob du dich in einem Timefreeze hälst damit das Gefühl nakter Angst nicht auf dich einprasselt.

äGpfe@lcxhen


Absehbar, jein. Entweder knallts richtig heftig oder es passiert das genaue Gegenteil und ich resigniere komplett.

Das erste Mal war resignierend, beim zweiten Mal so ein Mittelding, aber Tendenz eher resignierend (bis auf ein "Ich nehm jetzt noch weiter ab vorher"-Dings).

Und derzeit scheinst du mir das nichts-tun einfach als Wand vor der dahinter liegenden Panik zu nutzen. Als ob du dich in einem Timefreeze hälst damit das Gefühl nakter Angst nicht auf dich einprasselt.

Klappt ja auch bedingt. Ich bin jetzt zwar grundangespannt, aber händelbar.

Ich merke aber auch, dass ich furchtbar erschöpft bin. Jeden Schritt, den ich tue und der mich vorwärts bringt, ist so kräfteraubend, dass ich das Gefühl habe, erst einmal eine laaaange Pause zu brauchen, auch emotional. Und dann kommt das boykottierende Biest in mir zum Vorschein und sagt: "Ja, laaaaange Pause hast du Dir verdient, machste nächste Woche, am besten Ende der Woche weiter!"

Richtig unschlau, weil ichs natürlich nicht vollkommen aus meinem Kopf verbannen kann und trotzdem ständig dran denke, aber ich heul nicht mehr permanent.

Mich macht das wahnsinnig, ich kann überhaupt nicht einordnen, warum ich dauernd weinen muss. Aus Verzweiflung, Traurigkeit, weil ich das Gefühl habe, mal wieder versagt zu haben oder aus Abneigung...

Gepaart mit "Mach das nicht" wird daraus nämlich was richtig schön Destruktives und immer, wenn ich nicht aufpasse, strudel ich dann in ein "Lasst mich alle in Ruhe, ich komme NIE wieder aus meinem Zimmer, ich mach jetzt GAR nichts mehr". Und da drin häng ich grad. Auf der einen Seite fühle ich mich hier wohl, weil ja, es schürt die Angst, aber auf der anderen Seite ist es ziemlich unbefriedigend. Je nachdem, was ich gerade denke, was ich will... oder wollen will.

Ich versuche tief durchzuatmen und die Augen zu schließen und mich zu fragen, was ich will, aber da kommt keine Rückmeldung, ich will wohl einfach nichts mehr.

dOa7n?aex87


Was auch eine Form von Knall ist, nur halt ein leiser.

Geh mal raus aus deinem Zimmer und hau dich aufs WG Sofa. Einfach mal den Platz wechseln kann helfen, auch wenn das gar nicht einfach ist.

ädpfelcxhen


Oh, ich bin einfach so unzufrieden mit allem und weiß, dass egal, wie sich irgendwas ändert, die Unzufriedenheit nicht weniger werden wird. Wahrscheinlich eher mehr. Es ist einfach egal, was passiert. Es ist falsch.

Ich häng fest und weiß nicht, wie ich da rauskommen soll, weil ich schon alles versucht habe.

Man müsste eigentlich meinen können, dass jetzt mal Schluss ist mit diesem Hin und Her, dass ich einfach mal akzeptieren kann, wie es jetzt ist, aber in mir kämpfts die ganze Zeit und das nervt so unendlich, dass ich es ausschalten will. Kann ich aber nicht.

Einfach mal den Platz wechseln kann helfen

Inwiefern? Wobei?

Ich weiß ja gar nicht mal mehr, bei was ich gerade Hilfe brauche...

d5anaex87


In Bewegung kommen. Solange du da liegst wirst du diesen Widerstreit in dir nich beenden können. In keine Richtung. Diese Rumliegerei frisst einfach nur unendlich Kraft weil du die Kraft nicht regenerierst sondern in Aufschieberei investierst. Du kannst wahlweise die Klinik absagen und dich erleichter fühlen oder du kannst die Mails an die Uni schreiben und dich erleichtert fühlen, so kacke fühlst du dich jedenfalls nur solange du da liegen bleibst.

äapf%elchexn


Ich hab jetzt immerhin mal in der Klinik angerufen.

Momentan bin ich ja auch nur semiaufnahmefähig und kann nicht so toll filtern. Da stand jetzt was in einem anderen Thread über meine Versicherung und Kostenübernahme und wahrscheinlich ein ganz anderes Thema, aber bei mir ging dann alles los: Ohgott, was ist, wenn ich da ankomme und die Versicherung sagt Nö?

Ich muss höllisch verzweifelt und überfordert klingen, weil mir dauernd Leute sagen, ich soll mir um dies und das keine Gedanken machen, aber ich bin komplett überladen.

Dies klären, das klären, das da noch machen und am besten da noch und hier und da und überall. Ich fühle mich, als würde ich gleich kognitiv umfallen und liegenbleiben.

dRanaex87


Dann bist du an dem Punkt an dem deine Betreuerin einspringen sollte. Lass die doch erstmal den Kram bei deiner Kasse erfragen.

äPpfeltchen


Das muss meine Mutter machen, die hat alle Unterlagen. Die müsste ich eigentlich auch anrufen, aber ich will gar nicht die hat heute mit meiner Sozialarbeiterin geredet, ich weiß gaaaanz grob über was, danach hatte mich meine Sozialarbeiterin angerufen.. Ich kann einfach nicht, ich kann einfach gar nichts mehr. Aber keine Ahnung, warum?

Es geht primär um die Unischeiße. Ich hab da ein riesiges Problem mit. Ein ganz riesiges.

äopfeSlchexn


Es scheitert bei den Mails schon bei der Anrede, Himmel, bin ich durch. Das ist aber auch so nervig, dass manche auf ihren Dr. bestehen, andere finden es dämlich, wenn man den Titel in Mails verwendet %:|

Ich mein, Wochenende ist ja jetzt eh, da läuft da eh nichts mehr, aber spätestens bis Sonntag sollte ich mal zumindest was geschrieben haben. Ich will, ehrlich gesagt, halt auch nicht nächste Woche meinen letzten Termin bei meiner Sozialarbeiterin für dieses Jahr so einen Mist machen müssen. So Organisationsmist.

Mir gehts einfach nur immer dreckiger, aber nicht nur, weil das Drumherum so anstrengend ist. Nein, hauptsächlich bin ich anstrengend, ich ertrag mich echt nicht mehr.

Momentan hat gar nichts mehr neben dem Klinikkram Platz. Ich habe einfach keine Kapazitäten mehr, meine reichen ja nicht einmal so wirklich für den Klinikkram. Aber ich muss mal so alltägliche Dinge tun... mich bei meiner Oma melden (und lügen, dass sich die Balken biegen, die erfährt davon nämlich nichts), meine Mutter ist wahrscheinlich auch komplett irritiert, die rufe ich auch heute mal an.

Morgen will ich meine Ruhe. Ernsthaft, ich will mal nur einen Tag Klinikruhe... das wäre schön.

lCuom5areKn


Ich bin momentan nicht mehr so extrem müde, das Schlafen scheint mir gut zu tun. Die Buchstaben wirbeln heute nicht mehr so durcheinander.

ä/pfelc'hen


Dann erhol Dich mal gut, aber das klingt ja auch schon mal ganz gut :)_ .

Hier ist immer noch die selbe Stimmung wie seit einer Woche, also lethargisch bis zum Abgrund, aber okay, ich habe immerhin mit der Klinik telefoniert und versucht, meine Mutter zu erreichen, aber die ruft bestimmt später zurück und dann ist das auch gemacht...

Ich habe ziemlich Angst vor den Reaktionen der Dozenten. Obs per Mail ausreicht oder ob ich in die Sprechstunde muss, was wirklich anstrengend wäre... ich glaube, nächste Woche wird übel. Ich könnte kotzen, weil ich kein Notfallmedikament habe.

Manchmal - nachts - bräuchte ich es wirklich. Mein Hausarzt könnte mir vielleicht wieder Tavor verschreiben, aber das war ja nicht wirklich das Wahre und ja, wenn der Knall kommt, dann steh ich da. Hilflos.

Und die nächste Woche wird viel schwerer als diese, glaube ich, und Danae hat schon Recht, ich schiebe das nur auf. Ich wünsche mir oder warte wohl eher naiverweise darauf, dass es mir besser geht und mich das dann alles nicht so aus der Bahn wirft.

Wie soll man so einen Klinikaufenthalt organisieren und auf die Reihe kriegen können, wenn man vorher schon so am Ende ist...

ä:pfe(lchexn


Ohgott, ich bin so ein Stimmungskiller. Ich mach alle Menschen traurig. Ich bring andere Menschen zum Weinen und bin ein Monster. DESHALB verlass ich mein Zimmer nicht so gern, ich kann diese Fassade einfach nicht mehr aufrecht erhalten, aber will auch nicht zeigen, dass es mir schlecht geht. Ändert nämlich nichts, wenn andere es wissen. Dann haben nur noch mehr Menschen schlechte Laune und ich fühle mich schuldig....

d1anaCe87


Momentan hat gar nichts mehr neben dem Klinikkram Platz. Ich habe einfach keine Kapazitäten mehr, meine reichen ja nicht einmal so wirklich für den Klinikkram.

Dann mach dir mal bitte folgendes klar: Selbst wenn du das alles nun nicht organisierst, wenn du niemandem mehr anrufst, also deine Oma nicht zum Beispiel, dann passiert eigentlich auch nichts dramatisches. Das ist dann ein wenig ärgerlich, ein wenig chaotisch, aber wirklich schlimm ist das alles nicht. Du nimmst Krankheitssemester und die können dir gar nichts. Im schlimmsten Fall lässt du das eben alles sausen und machst es später nochmal.

Du nimmst das alles ehrlich immer viel zu wichtig. Die Anrede in der Mail, pfft. Ich dutze einige meiner Dozenten, aber bei einer formellen Anfrage schreib ich die mit korrekter Anrede, mag ja sein das die mal irgendwo vorgelegt werden muss um was zu beweisen. Wenn meine Dozenten das albern finden habe sie mich dafür nie abgestraft. Das sind deine Lehrer, es ist scheißegal ob die dich total toll finden oder nicht. Ehrlich. Die meisten können das auch gut von der Arbeit trennen wie nett sie jemanden finden oder nicht.

Und deine Oma, schreib der halt eine Weihnachtskarte.

Und auch das mit der Stimmung. Ja, leck mich am Arsch, ihr seid soviele in der WG, du bist da nicht das Zentrum des seins und wenn jemand dein Gesicht zu runterzieht kann er oder sie ja in ihr Zimmer gehen. Du bist nicht verantwortlich für deren Laune. Das klingt nun ganz böse, aber wenn man es annimmt ist es auch total erleichternd:"So wichtig bist du nicht!"

ä#pfe%lchen


Ich nehm ja aber kein Krankheitssemester. Wenn ich das nicht alles regel, dann werde ich nur noch unzufriedener, weil dann hätte ich mich dieses Semester umsonst so abgequält und ich habe mich abgequält für die Studienleistungen.

Ich darf dieses Semester nicht verlieren, sonst gehts mir nur noch schlechter mit der Entscheidung.

Keine Ahnung, mit mir ist momentan einfach nichts mehr anzufangen. Ich eier im Kopf vor mich hin. Ich kanns nicht erklären bzw. bringt es nichts, das zu erklären, weil das, was in meinem Kopf abgeht wahrscheinlich ziemlich lächerlich ist, überhaupt nicht logisch und vernünftig sowieso nicht. Ich kann einfach nicht loslassen und deshalb herrscht innerer Krieg.

Mich belastet hauptsächlich das. Aber wahrscheinlich werde ich das eh nicht ändern können und das regt mich auf. Bzw. zieht es mich runter, ich reg mich überhaupt nicht mehr auf.

Ich HASSE es, dass ich da keinen inneren Frieden finden kann, das überschattet gerade alles, aber ich bin mir sicher, dass ich da auch nie innerlich mit einverstanden sein werde. Diese Kluft in mir macht mich einfach nur noch kaputter.

Gerade bin ich an dem Punkt, an dem ich vorerst aufgebe, weil ich nicht mehr kann. Niemand sieht, dass ich nicht mehr kann, ich kanns nicht verbalisieren, was genau in mir gerade nicht stimmt, aber selbst wenn, wahrscheinlich kann man da einfach nichts machen, denn ich bin ja erwachsen. Haha.

Wenn mir noch einmal jemand sagt, dass das alles meine Entscheidung ist und ich sie treffen muss, dem spring ich entgegen oder beschmeiß ihn mit allem, was ich finden kann. Tacker, Locher, Stifte, alles. Weil ich kann einfach nicht und ich will diesen Satz nicht mehr hören. Ich bin doch überhaupt gar nicht in der Lage Entscheidungen zu treffen, das versteht bloß niemand. Und umso öfter mir man sagt, dass ich entscheiden muss, umso bewusster wird mir das und ich werde dann auch umso verzweifelter und wütender und fertiger. Ich bin einen scheiß erwachsen. Ich kanns einfach nicht, mich entscheiden.

dSanaex87


Ich darf dieses Semester nicht verlieren, sonst gehts mir nur noch schlechter mit der Entscheidung.

Nichts was du tust wird dich damit aussöhnen. Gar nichts. Du wirst dich bis du das Grundlegende Problem angefasst hast als jämmerlicher Versager, als Haufen Scheiße fühlen. Und das sogar ganz egal wie du dich entscheidest. dem Gefühl kannst du nicht ausweichen, glaub ich nicht. Kannst du es akzeptieren das du gerade eben so bist und genau deshalb dir ja auch Hilfe suchen willst?

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